Sonntag, 31. Juli 2011

Die Wasserschlacht vom Ku'damm...

oder: Der 20. Vattenfall City-Night-Run in Berlin

Den ganzen Tag über regnete es mal mehr mal weniger, aber das immerhin sehr konstant. So hielt sich unsere Lust durch die Stadt zu laufen in Grenzen, außerdem wollten wir unsere Beine nicht überstrapazieren, die mussten ja am Abend noch Höchstleistung bringen und hatten außerdem schon 300 Kilometer Autofahrt hinter sich. Ziemlich relaxt verbrachten wir dann einen Großteil unserer Zeit auf dem Hotelzimmer, der Sportschau und dem Laptop sei Dank, ohne große Langeweile.

Gegen 19 Uhr ging ich noch mal duschen; irgendwie fühlte ich mich ziemlich üsselig, war ja schon zweimal nass geworden, ein absoluter bad-hair-day also! Dann die letzten Vorbereitungen - ich schnitt sogar noch mal die ohnehin megakurzen Fußnägel, um nur ja jeglichen überflüssigen Ballast zu vermeiden ;-)). Im Aufzug unseres Hotels trafen wir noch auf einen dänischen Mitläufer, als wir gegen 20 Uhr los gingen und in den knapp 3 Minuten bis zum Start- und Zielbereich schon wieder nass wurden. Wir schossen noch fix ein paar Fotos, als wir uns auch schon verabschieden mussten; ich startete aus Block E und Dirk in Block C. Um 20.30 Uhr sollte es los gehen. Die 20 Minuten, die ich dann recht weit vorne in meinem Block wartete, machten mich schon fast nass bis auf die Knochen. Ich beneidete diejenigen, die in ihren peinlichen Mülltüten gekommen waren und nahm mir vor, das beim nächsten Regenwettkampf auch so zu tun. Schließlich ist es nicht mehr peinlich, wenns alle tun.

Nach einer ganzen Weile durfte der Block ein Stück vorrutschen. Ich hatte schon meinen Kopfhörer auf den Ohren und stimmte mich mit Rammstein ein bisschen aggro-like ein. Kurz bevor der Startschuss fallen sollte, fiel die aufblasbare Startkonstruktion in sich zusammen, begleitet von lautem Gelächter und Applaus. Laut Berliner Morgenpost machte auch hier das viele Wasser der Technik zu schaffen. Somit verzögerte sich unser Start um 5 Minuten - das Wetter, unterschiedlichste Regenvarianten und böiger Wind, hätte demnach nicht schlechter sein können, sieht man von Schneeverwehungen und Glatteis ab. Meine Nervosität hielt sich in Grenzen, lediglich ein nicht wirklich vorhandener Druck auf die Blase zeigte mir, dass ich wohl doch aufgeregt war. Aber pinkeln ging jetzt beim besten Willen nicht mehr, außerdem wusste ich ja, dass ich nicht wirklich musste. Dieses Phänomen begleitet mich schon seit Kindertagen, damals zuerst beim Zahnarzt festgestellt.

Dann gings endlich los. Der Tross setzte sich in Bewegung und ich lief ruhig und dennoch zu schnell mit. Die ersten beiden Kilometer lief ich unter 6, was für mich schon fast einem Intervalltraining gleich kommt. Auf meiner Uhr konnte ich wegen des Regens und ohne Brille sowieso, nichts genaues erkennen, also lief ich mehr oder weniger auf Gefühl. Um meine Nerven im Zaum zu halten, stellte ich mir einfach vor, ich sei mit einer riesengroßen Laufgruppe unterwegs, die einfach nur eine Sightseeingtour durch das schöne, wenn auch grad mächtig verregnete Berlin macht. Dennoch zogen sich die Kilometer irgendwie wie Kaugummi; das erste Schild sah ich bei Kilometer 4, da dachte ich aber, es müssten längst um die 6 oder 7 gewesen sein. Au Backe, noch sooo weit?!?! Wir haben noch nicht mal die Hälfte und ich wurde im Grunde immer nur überholt...

Die Regentropfen hingen an meiner Nase, hier und da musste ich mal über die Augen wischen, in den Schuhen stand das Wasser, es waren zu viele große Pfützen, denen konnte man nicht allen ausweichen, ohne anderen in die Quere zu kommen. Einmal nass, ist sowieso alles egal.

Die zweite Runde über den Ku'damm zog sich unendlich, da kamen auf der anderen Seite schon die ersten Läufer auf ihrem Weg ins Ziel. Ich dachte, die Straße nimmt kein Ende mehr und auf meiner Playlist kam schon der Song, der mich eigentlich zeitlich in den Endspurt begleiten sollte. Meine Güte, ich muss verdammt langsam unterwegs gewesen sein. Endlich kam der 7,5 km Wendepunkt, jetzt gings nur noch in die Zielgerade. Gefühlt schwer bergauf laufend stellte ich den MP3 Player auf volle Lautstärke und versuchte noch ein wenig auf der flunderflachen Gerade zu beschleunigen. Aber die Beine wollten nicht mehr. Beim letzten Kilometer setzte dann noch mal ein Starkregen ein, endlich kam der Zielbereich in Sicht. "Locker bleiben und weiter laufen, gleich ist es geschafft und du kannst endlich stehen bleiben", versuchte ich mich über die letzten hundert Meter zu mobilisieren. Und dann endlich, den Finger auf der Stoppuhr, lief ich über die Matte, die offizielle Anzeige zeigte etwas von 1:10 an. Oh Gott! So langsam, das durfte nicht wahr sein. Schließlich hatte ich gehofft, meine Bestzeit zu toppen, die laut Duisburg bei 1:06 lag. Von einer sub60 hatte ich nur entfernt zu träumen gewagt, dafür lief es einfach zu schlecht.

Am Ende der Zielabsperrung entdeckte ich meinen Schatz, der mit einem Handtuch und einer warmen Jacke auf mich wartete, die er zuvor fix im Hotel geholt hatte. Er hatte eine Zeit von 48 Quetsch und klatschte mich glücklich ab. Ein vorsichtiger Blick auf meine Uhr zeigte eine 1:04:10 an! Yezzzz! War doch nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte, wenn auch weit entfernt von einer 60. Mein zweiter 10 km Wettkampf war geschafft! Raus aus den nassen Klamotten und ab zum Finisher-Bier. Noch den Chip abgefummelt und von einer netten Mitläuferin fotografiert worden, kurzen Plausch gehalten und zurück zum Hotel. Dort gings nach dem Dehnen gleich unter die Dusche und dann weiter zum Hard Rock Cafe, wo wir uns einen großen Humpen Berliner Bier und ein leckeres Essen genehmigten. In der Hotelbar noch einen Absacker geschlürft, den Lauf Revue passieren lassen und ins Bett  gefallen. Trotz des Wasserspektakels war es ein toller Wettkampf. Klar, aber ist nicht jeder Wettkampf toll, in dem man eine neue persönliche Bestzeit läuft?! Die offizielle Zeit wurde dann zu einer 1:04:26, ich bin super zufrieden damit!!!




Samstag, 30. Juli 2011

Berlin, Berlin - wir sind in Berlin!

Nach unserem inzwischen schon traditionellen Zwischenstopp in Hannover (mit einem Besuch des Maschseefestes und einer Übernachtung im Courtyard-Hotel) ging es heute morgen zeitig los Richtung Berlin. Seitdem regnet es ununterbrochen, mal mehr, mal weniger heftig. Im Grunde bestes Laufwetter bei 17 Grad. Gerade haben wir unsere Startunterlagen inklusive einem schönen Adidas-Finisher-Shirt abgeholt; das T-Shirt müssen wir uns allerdings erst noch verdienen. Allmählich werde ich ein wenig nervös. Unseren Pasta-Teller haben wir auch schon verspeist, allerdings war der eher mäßig lecker; im Vapiano war es leider zu voll und zu hektisch, da hatten wir keine Lust drauf. Auch das Rumlaufen durch die Stadt machte heute so gar keinen Spaß, überall Schirme und seltsam gekleidete Menschen. Manche schauen scheinbar wirklich nur auf den Kalender und wählen danach ihre Klamotten aus; die laufen hier in T-Shirt, kurzer Hose und Flipflops durch die Pfützen, man könnte meinen, es wären über 25 Grad mit strahlendem Sonnenschein. Demnach sind wir jetzt wieder im Hotel, einem 5 Sterne Tempel, der nichts missen lässt und außerdem nur ca. 250 Meter vom Start- und Zielbereich entfernt liegt. Der ambitionierte Läufer gönnt sich ja sonst nichts ;-).

Die Strecke ist schon teilweise abgesperrt, Start und Ziel warten freudig auf das, was kommen wird, genau, wie wir. Jetzt werden die Schuhe mit dem Chip versehen und die Beine noch ein wenig hoch gelegt, Dirk schießt gerade ein paar Bilder in Sachen "Laufimpressionen". Noch gut 3 Stunden, dann gehts los.

Meine Knie haben die Fahrt bis jetzt sehr gut überstanden. Mal gespannt, wie es heute so laufen wird, die Strecke ist ja ausschließlich Asphalt. Ich versuche, mich nicht allzu sehr von meiner Nervosität kirre machen zu lassen und den Lauf so gut es geht zu genießen, meine Playlist wird mich schon pushen!

Startbereich

Startnummernausgabe

Donnerstag, 28. Juli 2011

Endspurt

Heute ist mein letzter Arbeitstag! Ich hab noch Hölle viel zu tun. Während ich gerade mein Frühstück zu mir nehme, schreibe ich kurz ein paar Zeilen.

Morgen gehts also in den Urlaub. Der nächste Lauf findet für mich dann in Berlin statt. Wie es aussieht, spielt das Wetter lauftechnisch bestens mit, es sollen nur 16 Grad werden. Gut so! Bin echt mal gespannt auf dieses Event. Nach dem Lauf wollen wir uns gepflegt einen Zischen gehen, das haben wir uns aber auch redlich verdient, so als Urlaubseinstieg. Berlin, ick freu mir auf dir!

Meine weiteren Läufe bis zur OP sind somit gezählt: Berlin, Leipzig, Eisenach, Aachen, Holland und Köln und dann ist erst mal Ende im Gelände! Ich versuche mich nicht nervös zu machen, denn ändern kann ich es jetzt eh nicht mehr. Wird schon schief gehen.

So. Brötchen ist gegessen, weiter gehts!

Ihr werdet von mir hören, spätestens am Sonntag.

Liebe Grüße
Eure Mary

Nachtrag von 17.30 Uhr: Geschafft, endlich Feierabend, endlich Urlaub! Mit einem guten Gefühl bin ich dennoch nicht nach Haus gefahren; die Vorstellung, erst am 1. Schultag (so hoffe ich) erst mit den Kindern wieder in die Schule zu gehen, gefällt mir nicht wirklich. So ein wenig Vorbereiten wäre schon nicht schlecht, als ein zu erwartender, brutaler Kaltstart... Na ja, werde wohl auch das überleben und ich hab mein Möglichstes getan, was vorzubereiten war, zu erledigen. Jetzt ist Abschalten angesagt. Dirk und Sven sind in Köln beim Altstadtlauf und ich versuche jetzt mal, runter zu kommen. Morgen Mittag gehts los, da reicht die Zeit zum Packen allemal, wir kommen ja mittendrin noch mal nach Hause, so brauchen wir nicht direkt alles mitzunehmen. Fühl mich grad ziemlich ausgepowert und werde mich wohl jetzt mal ein wenig lang machen.

Kleiner Musiktipp am Rande -> je öfter ich dieses Lied höre, umso besser gefällt es mir. Ich freue mich riesig darauf, mit ihm in meinen Ohren durch Berlin zu laufen, das wird sooo geil!

Dienstag, 26. Juli 2011

Bisschen Tempo gemacht

Ich war mir heute irgendwie nicht so ganz sicher, was ich machen wollte. Laufen oder lieber auf dem Hometrainer oder auch gar nichts. War in einer etwas komischen Stimmung. Da hilft nur eins: ab in den Keller und rein in die Laufklamotten. Als diese Entscheidung dann erst mal gefallen war, stand auch schon die nächste an: wie laufe ich, bzw. wo und wie weit? Irgendwie ging es dann von alleine. Ich stellte meine Anzeige in der Uhr um auf Pace und Distanz, setzte meine Kopfhörer auf und ab ging die Post. Ich wollte mal ein wenig Gas geben, mal sehen, was über eine Strecke von ca. 4 km vor allem lufttechnisch geht. Dass ich die Kraft in den Beinen normalerweise habe, weiß ich ja spätestens seit meinem kleinen Halbmarathon. Gut - danach war die Kraft auch erst mal längere Zeit verschwunden, aber davon reden wir jetzt nicht mehr. Ich kann ja nicht gut "beißen" und da aber am Samstag ein Wettlauf ansteht, wollte ich nochmal grob die Grenze wissen, welches Tempo noch über eine längere Zeit geht. Die dazu perfekte Musik auf den Ohren lief ich weitestgehend mit einer pace von um die 6:20, damit war ich sehr zufrieden. Wäre zu schön, wenn ich die am Samstag in etwa in Berlin über 10 km schaffen würde. Mal sehen, so ein Lauf hängt ja leider immer von sehr vielen Faktoren ab, da ist die Tagesform häufig das größte Risiko, abgesehen von dem Wetter, was man nicht beeinflussen kann.

Nach 4,4 km war die Runde zu Ende. Damit war ich aber noch nicht so ganz zufrieden, dass ich mich schnell dazu entschloss, eine kleine Auslaufrunde, ganz gemütlich, dran zu hängen. So kamen dann nochmal 3,5 km dazu, diese in einer pace von 7,28.

Heute hatte ich doch glatt mal das sehr seltene Vergnügen, einige Männer zu überholen. Mann, was das geil! Drei Herren, die aussahen wie ein Teil einer Thekenmannschaft liefen recht gemütlich vor mir. Ich wurde von einem zum Glück rechtzeitig bemerkt, denn sie füllten den kompletten Weg aus. Durch die hohle Gasse flog ich vorüber, während einer von ihnen zwinkernd meinte, "Wie, schneller als wir? Kann nich sein!" Ich meinte nur "Ausnahmsweise, wirklich ausnahmsweise!" und lachte. Normalerweise wäre ich wohl auch in ihrem Tempo unterwegs gewesen. Aber es war ein verdammt gutes Gefühl, so an ihnen vorbei zu sausen. Ihre Blicke klebten förmlich auf meinem Rücken. Ja und dann war da noch der gehende Läufer, den ich fast für unseren Nachbarn hielt sowie der lange Schlacks, der auch nicht schlecht unterwegs war, aber ich hab ihn auch versemmelt! Yezzzz.... Auf meiner Auslauftour kamen mir dann, als wäre es noch nicht genug für mein angeknackstes Ego gewesen an diesem Tag, zwei ziemlich korpulente, junge Damen in Sportkleidung gehend entgegen. Ihre Blicke verrieten Anerkennung und vielleicht auch ein wenig Neid. Nääää watt war datt schön heut!

Allerdings... und jetzt kommts! Das mit meiner Esserei, das funktioniert leider überhaupt nicht mehr! Hat man erst einmal wieder angefangen, die bösen zuckerhaltigen Kohlenhydrate zu essen, kommt man nicht mehr aus diesem Teufelskreislauf raus. Grausam! Und dann noch diese dämlichen Tage bei einer Frau. Die schmeißen alles komplett durcheinander! Ist es nicht schon schlimm genug, dass wir diese schrecklichen Bauchschmerzen haben und uns absolut bescheiden fühlen, wenns richtig los geht? Ne, muss auch noch die Laune drunter leiden und die Figur, weil wir plötzlich Lust auf alles mögliche haben und von Disziplin und Konsequenz weit und breit nichts mehr zu sehen ist. Allem Frust zum Trotze greifen wir dann auch noch allzu gerne zum Wein, der uns trösten soll, der uns belohnt für unsere Pein, die wir ertragen. Es ist wirklich eine Krux. Da ist man drei Wochen standhaft, motiviert und nimmt mal 2 Kilo ab. Dann kommt dieses plöde PMS-Jedöns und alles ist in einer Woche wieder im Eimer. Wie gemein is das denn?! So kann ich ja nie wirklich auf einen grünen Zweig kommen, wenn ich drei Schritte nach vorn und wieder zwei zurück mache.

Der liebe Gott muss ziemlich sauer auf uns Frauen gewesen sein, damals im Paradies. "Unter Schmerzen sollst du Kinder gebähren", ja, und dazwischen sollst du einmal im Monat wissen, dass du Kinder gebähren kannst. Und hast du erst ein Kind geboren, sieht man es dir meistens sofort an... Wir habens schon nicht leicht, wir Frauen ;-) Nur gut, dass so ne Woche auch irgendwann wieder vorbei ist!

Sonntag, 24. Juli 2011

Zwischen 2 Regenschauern bei 13 Grad

Kurz bevor der Wecker um 7 Uhr klingeln sollte, war ich schon wieder wach und sogar auch ausgeschlafen. Heute wollte ich noch mal einen schönen, frühen Lauf machen, den ersten nach einer ganzen Woche Regeneration. Mal sehen, wie es geht; ich denke doch, die Pause hat mir gut getan. Als es dann aber leider anfing, wie aus Eimern zu schütten, war mir klar, dass das wohl noch ein Weilchen dauert. Also erstmal noch ein bisschen kuscheln, bevor es ein kleines Frühstück gibt.

Prompt setzten beim Frühstück auch wieder meine Bauchschmerzen ein. Es sind wohl hoffentlich die letzten dieser Art in dieser Form. Gott sei Dank. Bis fast 11 Uhr hieß es dann noch warten, dann hörte es endlich auf zu regnen. Ich überlegte noch, ob ich ohne Uhr und Pulsgurt laufen sollte, aber ich wollte mal sehen, was der Puls so meint nach dieser Pause und als Kontrolljunkey konnte ich mich nicht überwinden, darauf zu verzichten.

Es ging gut los bei 13 Grad, bewölkt, leichter Wind. Geplant hatte ich auch nur eine kleine Wohlfühl- und Wiedereinstiegsrunde zu machen, etwas zwischen 5 und 7 Kilometern. Die Hinterseiten meiner Beine zwackten ein wenig, was ich noch der Shiatsumassage zuschreibe, ansonsten fühlte ich mich wohl, Knie blieb ruhig, Rhythmus passte. Nach 5 km war auch das Zwacken in den Beinen weg und eigentlich hätte ich noch weiter laufen können, aber ich wollts nicht gleich wieder übertreiben. So kam ich denn auf 6,9 km, 49 HM, Durchschnittspuls 144 (was für mich ok ist!) trotz einer gemütlichen pace von 7:14. Abschließend noch schön gedehnt, da wollte ich jetzt auch wieder mehr drauf achten, und jetzt gehts unter die Dusche. Gleich noch ein bisschen Fussball gucken, dabei ein wenig Bügeln und keinen Schritt mehr vor die Tür müssen. Denn draußen fühlt es sich schon irgendwie an wie Herbst - zum Laufen zwar super, aber ansonsten...

Samstag, 23. Juli 2011

Samstag, 23.07.2011

Na supi! Da kann ich endlich mal ausschlafen, da is um 7 Uhr schon Schluss mit lustig. Gut, gibt Schlimmeres. Heute steht gar nichts an, so dass ich mich mal in Ruhe nach einem neuen Blog umschauen konnte und bin also jetzt hier gelandet. Sehr schön.

Allmählich freue ich mich wirklich auf den Urlaub. Noch 4 Tage arbeiten und dann gehts los. Die Shiatsumassage  zeigt erste Wirkungen, ich fühle mich deutlich entspannter und der böse Ischias nervt auch schon seit 2 Tagen nicht mehr. So eine Massage werde ich mir sicher jetzt mal öfter gönnen, so einmal im Quartal. Andere gehen dafür zur Kosmetikerin...

Druck raus nehmen ist jetzt angesagt. Auch wenn in den nächsten 3 Wochen drei Wettläufe bei mir anstehen, versuche ich die einfach mal zu genießen und nur als nettes Event zu sehen, die Zeiten sind mir eigentlich wurscht. Ich bin schließlich 43 Jahre alt und werde keine Rekorde mehr aufstellen, das Laufen soll mir einfach nur Spaß machen und das noch möglichst lange!

Gestern Abend waren Dirk und ich noch einen leckeren Salat essen und ein Bierchen trinken, bei Reiner umme Ecke und zu Fuß versteht sich. Irgendwie fühlte sich das Wetter an wie Herbst! Hoffentlich wirds jetzt mal langsam etwas besser, vor allem, wo die Kinder nun endlich Ferien haben.

Auf meinen Lauf morgen früh freue ich mich jetzt schon, egal wie das Wetter wird. Eine Woche Pause hat mir wirklich sehr gut getan, ich habe kaum noch Knieschmerzen. Habs wohl echt übertrieben... Naja, hab wohl wieder was dazu gelernt.

Bis morgen dann!

Mal ein paar Bilder

Um mal zu testen, was dieser schöne neue Blog so alles hergibt, füge ich mal ein paar Bilder ein:


Dies ist eines meiner Lieblingsfotos, von den vielen, die Dirk bereits geschossen hat. Aufgenommen wurde es in Aachen-Richterich. Bekommt man da nicht direkt Lust zu laufen?


Auch ins benachbarte Belgien nach Maasmechelen fahren wir nicht nur gerne zum Einkaufen. Sowohl die Kanäle als auch die Maas bieten herrliche Laufstrecken, die auch zum Radeln und Inlinern hervorragend geeignet sind.


Unsere Haus- und Hofstrecke im Wurmtal Herzogenrath. Von Läufern sehr gern genutzt und bequemerweise gleich vor unserer Haustür.


Doch das Wurmtal ist recht groß; dieses Foto wurde in Würselen aufgenommen. Ein ganz tolles Bild, wie ich finde!



Die Dünen von Vlissingen. Auch hier sind wir in knapp 2 Stunden. Das Foto ist von Ostern 2011, hier bin ich eine wunderschöne 12 km Strecke durch die Dünen sowie auf dem Deich gelaufen.


Der Strand von Sylt; im Mai 2010 hab ich zum 3. Mal meine Freundin Jana dort besucht. Diesmal hatte ich auch Laufschuhe dabei! Es hat sich sehr gelohnt!

Stand der Dinge

Stand der Dinge

Endlich! Ferien! Der heutige letzte Schultag war noch mal sehr heftig; bis die Schüler weg waren, war es sehr unruhig, danach sehr emotional, da 5 Kollegen verabschiedet wurden; 5 nette Kolleginnen und Kollegen. Das war schon traurig, aber wiederum auch sehr schön zu sehen, wie viel Wertschätzung man den Menschen am Goethe-Gymnasium entgegenbringt. Das hat mich im letzten Jahr bereits sehr beeindruckt, als ich dort gleich zu Beginn meines Dienstantritts die ersten Verabschiedungen mitbekam, u. a. die meiner Vorgängerin. Sollte ich diesen Job tatsächlich bis zu meiner Rente machen, grauts mir jetzt schon vor dem Abschied, ich kann sowas gar nicht gut ertragen und bin dabei extrem nah am Wasser...


Zum Stand der Dinge in Sachen Laufen & Co.: Gestern gabs noch mal eine Akupunktur, diesmal an ganz neuen Punkten sowie unter und über der Kniescheibe. Inzwischen ist auch der Physio der Meinung, dass ein neues MRT zwingend nötig sei, da definitiv eine neue Verletzung hinzu gekommen ist. Gut, dieser Termin steht nun am 09.09. an. Nach der Akupunktur habe ich mir dann, schulabschließend und urlaubseinstimmend, eine Shiatsumassage gegönnt. In Anbetracht meiner Knie- und Rückenprobleme lag der Fokus heute auf ein Lockern der Wirbelsäule und des Beckens, wobei auch die Beine und die Füße (auf Grund von Viellauferei) herrlich behandelt wurden. Die Massage dauerte 45 Minuten und im Anschluss fühlte ich mich 5 cm größer als vorher. Sehr zu empfehlen, heißt es u. a. "Emotionale Stabilität und Gelassenheit werden durch die Massage gefördert". Nach den letzten beiden Wochen war dies auch bitter nötig.


Bin ja jetzt seit Sonntag nicht mehr gelaufen und hab auch sonst eher ruhig gemacht; ich hab den Eindruck, dem Knie gefällts. Für das Knie hab ich mir noch mal eine Dona-Kur bestellt. Von der guten Wirkung ist auch mein Physio überzeugt, allerdings meint er, ist eine langfristige Einnahme erforderlich, da das Mittel relativ lange braucht um zu wirken. Ein Spritzen wäre auch möglich, allerdings muss der Arzt das richtig gut können, sonst tuts weh. Ne Danke, dann lieber orale Therapie! Tja, und über meine Ernährung sprechen wir besser nicht; ab nächster Woche gehts hoffentlich neu motiviert weiter! Allerdings war die Waage heute morgen gnädig mit mir, was ich nach diesen beiden Stresswochen nicht erwartet hätte. Gut so!


Wir haben unseren Urlaub wegen ungünstiger Knielage etwas umdisponiert; so wird nur in einer Woche rum gereist und rum gelaufen, in der Urlaubsmitte kommen wir nochmal für 1 Nacht und einen 1. Aachener Sportschecklauf nach Hause und dann gehts nach Holland an die Küste für den Rest des Urlaubs. Schön! So stehen tatsächlich 2 Wettläufe in unserem Urlaub an und wenn wir dann wieder zu Hause sind, gibts auch schon den Womens Run. Au Backe, also ja eigentlich für mich 3. Allerdings wird der Womens Run ein Spaß- und Sightseeinglauf mit Astrid Shorty aus Duisburch.


Tja und dann gehts direktermaßen ins Krankenhaus. Eine Woche Vollpension und dann im Anschluss strengstes Couchhüten für mindestens 2 Wochen. Ich hoffe, ich bin zum Schuljahresanfang dann wieder im Dienst. Das Laufen werd ich dann erstmal ne ganze Weile vergessen können. Aber ich denke, bis zum 1. April 2012 bin ich wieder fit. Da planen wir die Teilnahme am Halbmarathon in meiner absoluten Lieblingsstadt Berlin! Ich kann mir kein schöneres HM-Debut in Deutschland vorstellen!


Dieses Wochenende steht endlich mal wieder gar nix an! So werde ich morgen mal richtig schön mein Auto putzen und am Sonntag gemütlich einen Morgenlauf starten. Ich überlege ernsthaft, ob ich die Uhr anziehe oder nicht. Die Masseurin meinte gestern, ich müsse Druck raus nehmen und nur 'bei mir bleiben'. Es muss wohl ziemlich offensichtlich gewesen sein, dass ich sehr verkrampft war und unter heftigem Druck stehe (den ich mir wohl ausschließlich selbst mache!). Das soll sich ab sofort ändern! Schließlich muss ich ab September wieder mit walken anfangen, ich mag da eigentlich gar nicht dran denken. Aber wat mut, dat mut, da muss ich jetzt durch.


Ein schönes Wochenende allerseits!