Mittwoch, 10. August 2011

Der Lauf, der mich nachdenklich stimmt

Teil 2:

Der Mann mit der Gelassenheit für zwei hat außerdem auch noch Motivation für zwei. So kam es denn, dass ich heute doch noch ein kleines Abschlussläufchen machte, morgen fahren wir Heim. Dirk war die Strecke und etwas mehr (17 km) heute bereits gelaufen und ließ mich an einem Parkplatz raus, der durch das Naturschutzgebiet mit den Gnus führte. Leck die Socke! Was zuerst noch harmloses Beineausschütteln sein sollte, stellte sich mit dem Gegenwind bald als echte Herausforderung raus. Von Beginn an hatte ich sehr schwere Beine, als wäre ich gestern erst eine größere Runde gelaufen. Die Raupenbahnhügel durch die Dünen gingen irgendwie immer nur bergauf und weit und breit keine Gnus zu sehen. 2 km Gegenwind, dann ca. 700 m von der Seite, die mich fast vom Weg fegten, und erst das letzte Stückchen mit schiebendem Rückenwind. Da, plötzlich ein Fotograf in den Hügeln und siehe da, endlich ein Gnu! Nach 3,5 km stoppte ich die Uhr und fühlte mich, wie soll ich sagen?, einfach nicht zum Laufen geschaffen :(. Ich weiß ja, es gibt immer mal solche Läufe und solche, heute war eben ein solcher. Aber häufen sich die solchen nicht irgendwie? Ich habe den Eindruck, dass mir die letzten Läufe alle sehr schwer gefallen sind, ich einfach nicht fit bin und mir vor allem immer irgendwas weh tut, vor allem danach und meist ist es das Knie oder sogar beide, ab Hüfte wohl gemerkt, zumindest linkerseits. Ne, irgendwie macht es so keinen Spaß.

Ich habe beim anschließenden Tee im Zilte Zoen demnach beschlossen, einen Reset nach dem Krankenhaus zu machen. Alles von vorn, laufen, essen und überhaupt muss irgendwie ein Umdenken bei mir stattfinden. Zwar bin ich gefühlt zum 713 Mal an dem Punkt, aber, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Jetzt geh ich mal Duschen, dann fahren wir was essen und ich hoffe, danach ist der Kopf wieder etwas positiver drauf.

Vielleicht zieht mich auch einfach dieses Grau in Grau ein wenig runter...


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