Freitag, 19. August 2011

Schneller als erwartet

Wieder zu Hause!


Irgendwie ging alles schneller als gedacht, ganz besonders eben, das "wieder auf die Füße kommen nach dem Eingriff", denn hier bin ich schon wieder. Im Nachhinein betrachtet grenzt es fast an ein kleines Wunder, wie das alles so easy gelaufen ist mit der OP. Vermutlich habe ich es doch meiner sehr guten Konstitution zu verdanken, dass ich bereits im Aufwachraum hellwach und klar im Kopf war, mich dort bereits mit dem Personal unterhalten konnte und bereits drei Stunden später schon zum ersten Mal 10 Meter gelaufen bin. Vermutlich lag es aber auch an einer auf den Punkt gesetzten Narkose - Danke Herbert ;-).

Schon am nächsten Tag war ich eigentlich so fit, wie jemand, der bereits 4 Tage hinter sich hat. Ich bin die 2 Etagen, wenn auch langsam und vorsichtig, immer über die Treppe zum Cafe oder Kiosk gelaufen, eben auch als Trombose-Vorsorge und um den Kreislauf langsam in Schwung zu bringen. Alle staunten nur und meinten, ich sei ja fit wie ein Turnschuh, worauf ich immer nur meinte, das könne nur am Laufen liegen.

Bereits am Mittwoch war für mich klar, dass ich nicht bis Sonntag oder Montag dort verweilen wollte, denn diese jene Station auf der ich nun mal lag, ist noch eine der schäbigsten überhaupt in diesem Krankenhaus; viele andere sind schon renoviert und deutlich ansprechender. Wie die Fotos unten zeigen, macht es wirklich überhaupt keinen Spaß, sich dort aufzuhalten und wenn es einem dazu noch so gut geht, wozu also länger bleiben als nötig?! WC und Nasszelle auf dem Flur, nur ein Waschbecken im Zimmer, alles im Charme der 60er Jahre, einfach nur ätzend! Gut, Krankenhaus ist ja nie sonderlich schön und so mit 2 wildfremden Menschen auf so engem Raum sein zu müssen - nicht prickelnd... Aber spätestens als man mir gestern dann eine sich vor Schmerzen windende und stark jammernde Frau aus dem Lybanon aufs Zimmer legte, war klar, dass ich da raus muss, so leid mir die junge Frau, die kein Wort deutsch sprach, auch tat!

Also hab ich mich heute morgen zur Abschlussuntersuchung begeben und alles wurde für Bestens erklärt, so dass ich "auf eigene Verantwortung" das Krankenhaus verlassen habe. Natürlich mach ich weiterhin ruhig und vorsichtig, das verspreche ich hoch und heilig!, und bin demnach allerbester Dinge, dass ich in 6 Wochen wieder langsam mit dem Laufen anfangen kann.

Zu Hause erwartete mich dann eben ein Doc Marquardt Stabi-Trainer, sowie eine Doc Marquardt Laufbibel, eine neue Runners Zeitung und ein Doc Marquardt Buch "Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht". Der beste Schatzi der Welt kümmert sich wieder mal rührend um mich! Wie Ihr seht, bin ich also allerbestens versorgt, die nächsten 2 Wochen sinnvoll und nicht laufend auszufüllen, von meinem Jussi Adler-Olsen Thriller mal ganz abgesehen. Außerdem werde ich wohl rechtzeitig zum Schulbeginn wieder arbeiten können - das war meine größte Sorge!

Ach, es ist so herrlich wieder zu Hause zu sein, so mit Laptop und leckerem Kaffee und überhaupt alles....!!!



Es grüßt Euch herzlich,
die Frau mit den Bilderbuchnieren, die fit ist wie ein Turnschuh und dazu auch noch Vorzeigepatientin Nr. 1 genannt wurde *lach*







1 Kommentar:

  1. Die Bilder lassen förmlich erahnen, wie es dort wohl auch gerochen haben mag, oder?

    AntwortenLöschen