Sonntag, 14. August 2011

Womens Run Köln 2011

Auf die Frage, wie war es in Kölle...


Ja.... es war diesmal anders und auch teilweise nicht so schön. Es war ja  zuerst geplant, mit Astrid aus dem Laufforum einen schönen, gemütlichen Sightseeinglauf zu machen. Krankheitsbedingt konnte Astrid aber leider nur als Zuschauer-Unterstützer-Taschenwart dabei sein, so dass ich mit Nani und Silke laufen würde, wobei Silke als Rennmaus richtig Gas geben wollte (und somit einen gigantischen Platz 56 erlaufen ist). So kam es dann, dass sich Nani mir und meinem Tempo angeschlossen hat (siehe auch ganz unten!). 


Dieses Jahr bin ich ja zum ersten Mal die 8 mit gelaufen, was eine spätere Startzeit mit sich brachte. Dirk und ich kamen so gegen 16 Uhr am Messegelände an und ich war daran schuld, dass wir uns erstmal kurz verfahren hatten. Im Auto schon mit Astrid telefoniert und als Dirk mich dann mit Tasche raus geschmissen hat (während er in Ruhe einen Parkplatz suchte) durch den Tanzbrunnen gewetzt, ich musste ja noch meine Startunterlagen holen. Das Wetter war übel; 23 Grad beim Aussteigen und schwül ohne Ende, immer wieder Regen. Iris getroffen und im Vorbeifliegen kurz Hallo gesagt, ich war voll in Hektik und schon sichtlich genervt.

Bei der Startnummernausgabe wäre ich am liebsten wieder umgekehrt. Die drei Eingänge waren sowas von verstopft von rein und raus kommenden 5er Läuferinnen, die ihre Garderobe und ihre Urkunden abholten, sowie 8er, die noch ihre Startunterlagen und Garderobe erledigen mussten. Das war so ätzend eng, dass ich kurz vor der Hysterie stand, die Suppe lief mir da schon so die Arme runter, ich war echt schon bedient! So enge Menschenmassen sind ja mal überhaupt nix für mich!

Drinnen wußte ich, dem Handyzeitalter sei Dank, dass Nani bei meiner Startnummernreihe auf mich wartete. Hab dann erst mal eine nette Dani kennen gelernt, die ich fälschlicherweise für Nani hielt. Ich hatte ja nie ein deutliches Bild von Nani gesehen (die ich bislang ja nur aus dem Internet kannte) und hatte demnach meine eigene Vorstellung davon, wie sie wohl ohne Sonnenbrille oder Mütze aussieht. Diese Dani hatte aber dennoch Ähnlichkeit mit ihr (weiblich, Nase, Augen, Mund und Ohren) und weil es auch bei Dani und Nani ausgesprochen nicht viel Unterschied gibt, war das Missveständnis dann perfekt. Erst als ich sie auf ihre kurzen Haare ansprach, kamen wir so langsam dahinter, dass es wohl die falsche Nani ist. Mit den Worten "Trotzdem schön, dich kennen gelernt zu haben", suchte ich dann weiter die richtige Nani und fand sie auch 5 Sekunden später und erkannte sie doch gleich an ihrem freudestrahlenden Gesicht.

Die Startnummer bekam ich ohne mich anstellen zu müssen, ich war ja auch auf dem letzten Drücker unterwegs. Ein T-Shirt in XL gabs leider nicht mehr, auch keins in L, nur noch M und XXL. Da ich in M wie eine rosa Leberwurst ausgesehen hätte, entschied ich mich für ein neues Sleepshirt in XXL. Ich trag die rosa Teile eh nicht zum Laufen, wollte mich aber in M jetzt nicht zum Gespött der Zuschauer machen.

Draußen stand Dirk schon bei Astrid und Silke; kurzes aber herzliches Begrüßen, denn es war ein elendes Getümmel und weil es auch wieder regnete, suchten wir uns ein Plätzchen unter den Pilzen bei der Bühne, die natürlich auch schon heftigst überfüllt waren. Ne, das war alles gar nicht schön und zu dem Zeitpunkt hatte ich wenig Lust auf den Lauf. Männer in babyblauen T-Shirts mit der Aufschrift "Taschenträger" vorn und "Frauenversteher" hinten - um Gottes Willen, wie peinlich is das denn!?!? Zwischendurch immer wieder auch als Frauen verkleidete Männer, was im letzten Jahr noch witzig war, da haben wir nur zwei Exemplare dieser Art entdeckt, war dieses Jahr eindeutig zu viel. Überhaupt war irgendwie von allem zu viel.

Mit Silke wollte ich dann noch mal vorsichtshalber zur Toilette, aber die Schlange von mindestens 40 Frauen davor war uns definitiv zu lang für ein "nur mal vorsichtshalber", wir also unverrichteter Dinge wieder zurück. Dann ging es zum Startbereich, unterwegs bekamen wir diesmal weiße Luftballons in die Hand gedrückt. Das geht ja nu mal gar nicht, die müssen rosa sein, damit man sie am Himmel besser sehen kann. Ja, sagt ruhig ich wäre kleinlich... aber wenn schon Womens Run und rosa, dann auch richtig!

Der rosa Lindwurm, wir waren gefühlt irgendwo in der Mitte denke ich, setzte sich nach dem traditionellen kölschen Einheizen und Mitsingen behäbig in Bewegung. Der erste Kilometer war immer wieder unterbrochen von kurzen Staus an engen Abschnitten, so dass es mit dem Slalomlauf erst ab km 2 - 3 los ging. Nani und ich immer schön zusammen, wir verständigten uns per Augenkontakt und überholten so gut es ging. Es war schon anstrengend, den Läuferinnen und Füßen auszuweichen, Bürgersteige rauf, runter, hin und her, mal abbremsen und langsamer, dann wieder etwas schneller. Die Stimmung unterwegs war unterschiedlich, mal gabs Klatschen und Anfeuern, doch meistens wars imo eher verhalten. Klar, der Wurm ist ja auch ewig lang...

Als der Wendeabschnitt kam, verabschiedete sich mein Kopf und meine Beine wurden weich, ich wollte nicht mehr. Schließlich hatte ich schon die ätzende Treppe zum Dom hoch überstanden und mich danach mit Müh und Not zum Weiterlaufen aufgerappelt, jetzt auch das noch?! Nur durch Hütchen abgetrennt, ging es ungefähr einen knappen Kilometer rauf und runter, wie gemein!! Die Versuchung, durch die Hütchen abzukürzen ist riesig, aber man tut es nicht, weil man sich so beobachtet fühlt. Und dann ging es endlich wieder in den Tanzbrunnen rein, ich fühlte mich da echt am Ende, mein Kopf sicher hochrot und glühend heiß, irgendwie noch weniger Luft zum Atmen, wie eigentlich schon die ganze Zeit über. In der Zielgeraden dann kamen aber noch mal die Kräfte zurück, sicher übertragen durch Nanis Hand. Wir gaben noch mal Gas und liefen, wie erhofft, Hand in Hand über die Matte. Happy klatschen wir uns ab und suchten gleich was zu Trinken. Das Getümmel war schrecklich, aber wenn erst die Erleichterung da ist, ist das dann doch kurzfristig halb so wild. Wir fanden dann auch bald Dirk und die anderen beiden und verzichteten wie erwartet aufs Duschen, es war einfach zu voll.

Wir verabschiedeten uns von Nani und Silke und fuhren dann mit Astrid zurück in die Altstadt. Erst tranken wir im Hardrock-Cafe ein Kölsch und aßen dann bei einem Spanier noch eine Kleinigkeit. Es war ein schöner Tag. Ob ich mir das allerdings nächstes Jahr noch mal antun werde, lass ich erst mal so stehen. Vielleicht dann doch wieder nur den 5er laufen, da war es noch nicht so voll...



Mein/Unser Ergebnis sieht demnach so aus und hier gibts noch ein paar schöne Bilder; vielen lieben Dank auch dieses Jahr wieder an meinen Schatz, der dieses Event so tatkräftig unterstützt und ergänzt hat!!!  Ein Riesendankeschön an der Stelle ganz besonders an Nani, die nicht von meiner Seite gewichen ist, obwohl sie locker hätte deutlich schneller laufen können; es war ganz toll, von Dir begleitet und ins Ziel gezogen zu werden.





















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