Freitag, 21. Oktober 2011

Wenn es läuft...

dann läuft es auch mal richtig gut!

Heute war ein seltsamer Tag. In der letzten Stunde im Büro wurde es noch mal etwas hektisch. Kaum sitze ich im Auto und freue mich, dass ich nun 2 Wochen Urlaub habe, überkommt mich eine Mattheit und Müdigkeit, ich komme aus dem Gähnen nicht mehr raus und muss aufpassen, nicht am Steuer einzuschlafen. Wie drauf geflogen, aus dem Nichts! Meine Knie tun auch unmittelbar wieder weh. Ich schleppe mich noch ganz kurz in den Aldi um Fisch und Brokkoli zu kaufen, damit ich nach dem geplanten Lauf was kochen kann für Dirk und mich. Zu Hause gehts schnurstraks die Treppe rauf und mit einer Ibu400 ins Bett gelegt. Ob der Lauf heute wirklich stattfindet, da bin ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher. Ich schlafe tief und fest eine Stunde, bis Dirk mich via Telefon weckt. Nach dem Nickerchen voll den Süßjeaper, aber richtig doll. Den ganzen Tag dem Süßen ohne Probleme widerstanden, nun gehts nicht mehr. Ich mache mir einen Kaffee und verschlinge einen Powerbar Schokolade und ein Balisto. Danach gehts mir besser.

Um 17.15 Uhr war ich mit Astrid mental zum Laufen verabredet. Also ziehe ich mich um und ab. Beim Einschalten meines FR 305 kommt gleich die Meldung, low battery. Zum Glück haben wir für solche Fälle ja noch die 205 rum liegen. Uhr gestartet und ab. Das Wetter ist herrlich und ich merke gleich, es läuft gut. Für den Fall hatte ich mir eine etwas längere Strecke ausgeguckt. Den Lauf und die Herbstsonne sichtlich genießend, laufe ich heute also ohne Pulsknecht, dafür aber wieder mit Taktgeber. Ich stelle immer wieder fest, dass ich scheinbar nur gut mit Musik laufen kann. Der gestrige schlechte Lauf war ohne Musik; dennoch vermute ich, dass die Akupunktur für die Schwere in Körper und Beinen verantwortlich war.

Der herrliche Lauf neigt sich dem Ende und die letzten beiden Kilometer lasse ich einfach nur laufen, es geht bergab und ich bin gespannt, wie schnell das sein wird. Fühlt sich auf jeden Fall richtig schnell an und ich genieße es. Die letzten 500 Meter übe ich den Zieleinlauf und ziehe das Tempo noch mal an, mir wird sogar etwas mulmig im Bauch, als wäre es wirklich ein Wettkampf. Es ist vorbei, ich drücke ab, dehne mich und freue mich riesig über diesen gelungenen Lauf.

Zu Hause angekommen wartet der Schatzi schon auf mich, der ebenso einen schönen Lauf hatte. Freudig connecte ich die Uhr mit dem Laptop und die Riesenenttäuschung folgt: der Lauf ist nicht aufgezeichnet! Warum auch immer, er existiert nicht! Ich bin sauer und enttäuscht, doch Dirk rettet in seiner ruhigen Art die Situation. Er misst die Strecke fix bei GPSies nach und wir kommen somit auf 9 Kilometer in etwas über 7er pace mit knapp 90 Höhenmetern.

Erkenntnis des Tages: Scheiß auf die Daten, es war ein toller Lauf!

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