Sonntag, 27. November 2011

Zur Abwechslung mal ein Scheißlauf

Bereits beim wach werden heute ahnte ich schon, dass es ein Scheißlauf werden würde, denn ich hatte überhaupt keine Lust. Der Wind pfiff bereits in der Nacht so heftig, dass ich das Schlafzimmerfenster schließen musste, so rappelte und heulte es. Mit recht großer Überwindung nach einem kleinen Frühstück also in die Laufklamotten und los. Es war kein Vergnügen, ein absoluter Arbeitslauf. Heftiger Gegenwind ließ die Temperatur direkt sinken, der Schweiß machte das Ganze noch kälter. Kam allerdings kein Wind, schoß es mir nur so aus den Poren und ich dachte, ich wäre viel zu warm angezogen. So wurde es ein Temperaturkarrussel, das über 100 Höhenmeter rauf und runter ging. Meine eigens für diesen längeren Lauf kreierte neue Playlist lenkte mich auch nicht wirklich ab, somit es war es ein Kampf vom ersten bis zum letzten Kilometer, den ich lediglich mental gewonnen habe. Dass ich wohl um die 20 Mal meine Nase geputzt habe, war außerdem mehr als nervig, aber was solls, 13 Kilometer sind 13 Kilometer! Es kann schließlich nicht nur gute Läufe geben.

Euch allen einen noch einen schönen 1. Adventssonntag

Freitag, 25. November 2011

Feierabendrunde

Heute gabs dann wieder ein Läufchen gleich nach der Arbeit, allerdings noch mal in unserem Wald, Mittwoch war ich wieder im Würselener Stadtwald unterwegs. Leichter Nieselregen, teils frischer Wind, aber immer noch für mich tolles Herbstwetter mit rieselnden Blättern - schön.

Geworden sind es 6,2 km in einer pace von 6:40, was ich nie und nimmer erwartet hätte. Irgendwie krieg ich kein richtiges Gefühl für mein Tempo, ich dachte ich wäre deutlich langsamer gewesen, so in etwa wie der km 3, aber da gings auch mit Gegenwind den Hügel rauf, wie ja ohnehin immer die ersten 3 km. Demnach bin ich also sehr zufrieden, das war ein toller Einstieg ins Wochenende. Nach einem sehr langweiligen Tag im Job einmal richtig toll den Kopf gelüftet, den Körper gefordert und über dies und jenes nachgedacht:

Es freut mich riesig, dass wir nun in die Planungsphase für unseren Lauf gegen Rechts gehen; eine Veranstaltung am Donnerstag mit anderen Schulen hat gezeigt, dass sie die Idee auch ganz toll fanden und sich gerne an dem Projekt beteiligen wollen. Ein Termin ist grob für Ende März geplant, da bereits am 04. April wieder eine Demo der Nazis in Stolberg stattfinden wird. Die Zeit ist wohl etwas knapp bis dahin (wir haben auch noch 3 Wochen Anmeldezeit für die neuen Fünfer sowie Karneval), aber das dürfte zu schaffen sein. Die nächsten Wochen werden somit spannend - ich freu mich drauf :)

Sonntag, 20. November 2011

Leicht desorientiert in Belgien unterwegs

Heute sind wir mal wieder in Belgien unterwegs gewesen, bei kühlen 4 Grad gings los, es war ein herrlicher Morgen. An der Maas entlang, der Sonne entgegen, die ganze Landschaft Nebel geschwängert, ein Bild wie ein Märchen. Fischreier auf dem Feld, fliegende Gänseschwärme über uns, Tautropfen im Gras und ein Rest von bunten Herbstfarben überall, dazwischen ein paar friedlich grasende Kühe oder Pferde. Das einzige, was nicht zu dieser wunderschönen Idylle passt, ist die Musik in meinen Ohren, aber dieser sei Dank, habe ich gleich ein schönes Tempo und laufe irgendwie, ohne es zu merken.

Mit einer Karte in der Tasche ausgerüstet sollen es heute 11 km bei mir und 16 bei Dirk werden. Die erste Abzweigung versäume ich natürlich, so dass ich fast 8 km an der Maas entlang laufe, wo ich eigentlich schon auf dem Rückweg sein soll. Ich merke dann doch, dass ich zu weit gelaufen bin und versuche mehr intuitiv wieder den richtigen Weg zu finden. Ab da werde ich dann von einer leichten Nervosität begleitet, auf die man gern verzichten kann. Nach 10 km komme ich endlich an den Kanal und frage einen Reitersmann nach dem Weg. Wie vermutet, ist meine Richtung doch nicht so verkehrt, aber der zusätzliche Schlenker und die Tatsache, dass ich unter Zeitdruck stehe, lässt mich den Rest des Weges nicht mehr ganz so genießen. 2 km später komme ich dann in den Ort, der eigentlich Anfang und Ziel meines Rundkurses ist. Doch hier sieht es total anders aus! Wir hatten unser Auto unter einer Brücke geparkt, neben einem Panzerdenkmal und von der Brücke ist weit und breit nichts zu sehen! So ein Mist! Panik macht sich breit. Wie blöd, dass ich auch immer diesen dämlichen Zeitdruck habe: Die Runde dauert ca. 1.20 Stunde genau wie Dirks Runde, dann nach Hause, Essen machen, Schwiegervater kommt zum Essen und anschließend Fussball gucken. Nein, ich fang jetzt nicht an zu heulen, muss Dirk mich eben suchen kommen - doof nur, dass ich den Autoschlüssel habe, weil ich eigentlich kürzer laufe als er. 

Meine Rettung zeigt sich in Form eines dunklblauen Golfs mit zwei netten älteren Belgierinnen drin, denen ich freundlich zu winke. Und weil ich mich auf die Straße in den Weg stelle, können sie gar nicht anders als anzuhalten . Ich erkläre, dass ich mich verlaufen habe und zu der Brücke mit dem Panzerdenkmal muss. Die freundliche Fahrerin fackelt nicht lange und meint: Komm in! Zeigt mit dem Kopf und dem Daumen nach hinten. Ich steige ein und bin mindestens so erleichtert, wie nach einem negativen Schwangerschaftstest! Lachend brettert die Dame in belgischer Manier durch den nächsten Feldweg und die Oma auf dem Beifahrersitz hat auch sichtlich Spaß - ich glaube, die lachen über mich bzw. das, was ich erzähle, aber das stört mich nicht, ich lache einfach mit. Ich kann mein Glück kaum fassen; die zwei weiteren Kilometer hätten uns zeitlich den Plan vermasselt, ganz zu schweigen davon, dass Dirk sich vermutlich furchtbare Sorgen gemacht hätte. Am Auto angekommen steht jedoch kein Dirk da. Die Dame meinte noch, wenn ich ihren Mann sehe, sag ich ihm Bescheid. Doch da kommt er uns auch schon 200 Meter weiter entgegen. Ich bedanke mich herzlich und wünsche den Damen noch einen schönen Tag und berichte Dirk von meiner kleinen Desorientierung. Im Grunde war ich auf dem richtigen Weg, aber ich wußte nicht, dass der Ort dann doch sooo groß ist und ich nur in der anderen Ecke war. Dummerweise war die Brücke, die ich die ganze Zeit gesucht habe, von dort aus noch nicht zu sehen. Na, ist ja noch mal gut gegangen und es war trotzdem ein toller Lauf.


Mit 13 km in 6:48 pace bin ich super zufrieden!

Donnerstag, 17. November 2011

Wie geil war das denn?!

Nach der Arbeit heute gleich zum Physio, diesmal bitte einmal durchkneten statt pieksen, der Nacken ist ziemlich verspannt. Ab durch den Berufsverkehr nach Hause, in die Laufklamotten und los. Die Stirnlampe hatte heute ihre Premiere. Erst mal aus gelassen, weil der Weg zum größten Teil beleuchtet ist. Die knappen 10 Grad fühlen sich toll an, ich bin genau richtig angezogen und hab wieder meine Musik dabei. Also läufts vom ersten Moment an richtig gut. Nach dem ersten Kilometer muss ich mich entscheiden, ob ich einen etwas knackigeren, aber beleuchteten Weg wähle, oder in den dunklen Wald hinein laufe. Ich entscheide mich natürlich für den dunklen Wald, die Lampe hatte ich zuvor schon eingeschaltet. Cool! Man sieht richtig gut damit, wenn auch nur maximal 3 - 5 Meter. Angst hatte ich erst mal nicht. Bis zum ersten lauteren Geräusch, das nicht aus meinem MP3 Player kam. Blick rechts, Blick links, nur Büsche, sonst nichts. Da kam mir dann zum ersten Mal der Gedanke, was wäre, wenn die Lampe jetzt ihren Dienst schon versagt?! Diesen Gedanken wollte ich aber nicht weiter ausdehnen . Dann wieder ein Geräusch!  Wieder ein hektischer Blick rechts, ein hektischer Blick links. Nichts. Konzentrier dich auf die Musik und lauf weiter, das war sicher nur ein Tier. Also, weiter gehts. Und allmählich komm ich wieder in beleuchtetes Gelände. Ich fühle mich toll und die Luft in Kombination mit meiner Musik verschafft mir das so geliebte Laufgefühl. Es wird wieder kurz dunkel und am Rand auf einer Bank glimmen zwei Zigaretten. Zwei Jugendliche, die ich ignoriere. Mir kommt der Gedanke, dass ich ja eigentlich recht schutzlos bin, denn von hinten seh ich ja nichts kommen und durch meine Musik höre ich auch nicht sonderlich viel. Klar, ein Klingeln, ein Rufen würde ich schon hören, auch vorbei fahrende Autos höre ich, aber wenn jemand recht leise von hinten angelaufen käme..... Ich laufe in eine kleine Siedlung rein und gut ists wieder mit den komischen Gedanken. Den Berg rauf merke ich kaum, weil die Gedanken etwas nach hängen. Oben angekommen gehts nur noch an der Straße entlang, die mäßig befahren wird, eine Verbindungsstraße zwischen zwei Ortschaften. Ich laufe auf dem Radweg und es fängt kurz an zu regnen. Ein kleiner Tiger mit leuchtenden Augen schleicht sich an mir vorbei, hat sicher mehr Angst als ich, ich bin aber froh, dass die Katze mich nicht anfaucht. Es ist herrlich, wie ich diesen Lauf genieße. Die Dunkelheit hat so etwas beruhigendes finde ich. Ja, ich kann mich ehrlich gesagt sehr für diese Läufe (wohl auch wegen der Temperaturen) begeistern. Ich würde lieber 10 x bei diesem Wetter im Dunkeln laufen, als 3 x bei 25 Grad im Hellen! Am Ende meines Laufs gehts noch mal ein Stück bergab und ich lasse einfach laufen, grinse und genieße. Die letzten 300 Meter noch mal an unserem Weiher entlang, es ist einfach nur schön!

Glückliche und sehr zufriedene 7,8 km in 7:10 pace mit 100 Höhenmetern gelaufen. So fühlt sich laufen für mich richtig gut an - so kann es gerne bleiben und weiter gehen.

Dienstag, 15. November 2011

Ein Anfang ist gemacht

Lauf im Würselener Wald nach der Arbeit


Eben noch im Laufforum gelesen und prompt geklaut: Die Form ist nicht außer Haus, sondern nur im Keller. Das unterschreibe ich heute mal. Oder sollte ich besser die vorherige Aussage nehmen, dass sich der Schreiber um 2 Jahre zurück geworfen fühlt? Könnte ich leider ebenso unterschreiben.

Nun, nur kein Drama draus machen, akzeptieren und gut is. Der Lauf heute nach exakt 2 Wochen Erkältungs-Pause fühlte sich in keiner Weise nach Vergnügen an. Die Beine waren schwer - und lustlos dazu, so hatte ich den Eindruck. Nach 5 km fings unter dem Fußballen links wieder an zu stechen, die neuen Schuhe sind echt gewöhnungsbedürftig und beim nächsten Lauf ziehe ich garantiert wieder die alten Sofaschlüppchen an.

Eigentlich wollte ich maximal 6 km laufen, doch hab ich mich ein klein wenig mit dem umme Ecke laufen verkalkuliert. So sind es 7,3 km geworden, aber das empfohlene, langsameTempo hab ich immerhin eingehalten (war auch keine Kunst!). Hab sicher ein bisschen viel in mich hinein gehorcht, zwischendurch gabs im Knie mal ein unangenehmes instabiles Gefühl. Der Fahrrad-Heini von neulich blieb mir heute erspart, dennoch hab ich immer ein wenig nach hinten gelauscht. Also richtig entspannt war ich nicht.

Das Grinsen danach fühlte sich allerdings sehr gut an. Wenn es auch ein anstrengender Schleichlauf war, so war es immerhin ein Anfang. Fühle mich gut und halbwegs zufrieden, nicht komplett ausgepowert, aber doch angestrengt, und schließlich ist das genau mein Wetter - ich liebe diese kalte, frische Luft!

Sonntag, 13. November 2011

Mal ein kleines Lebenszeichen...

... von mir gebe.

Leider stecke ich immer noch in den letzten Zügen dieser überflüssigen und hartnäckigen Erkältung. Somit ist an Laufen noch nicht wirklich zu denken.

Das Fest gestern hab ich recht gut überstanden, vor allem nicht betrunken und geraucht hab ich natürlich auch nicht (bin sogar noch gefahren) - trotzdem hab ich heute einen leichten Matschkopf. Es war ein sehr langer, sehr interessanter und schöner, aber auch ein anstrengender Tag, so dass mir nach Feiern am Abend wohl nicht mehr ganz der Sinn stand. Der Alkohol schmeckte nicht und die Beine wollten nicht mehr tanzen nach der ganzen Lauferei durch Maastricht. Apropos. Wenn Ihr mal dahin kommen solltet, schaut Euch unbedingt im Zentrum die Kirche an, die zu einem Buchladen umfunktioniert wurde! Absolut Klasse!

Jetzt gehts gleich mit dem Schatzi eine Runde durch den Wald spazieren, ich muss die Trailschuhe ein wenig einlaufen, nach dem ich gestern die Caminoschuhe wieder über viele Stunden an den Füßen hatte. Ich bin guter Dinge, dass sie mich ohne große Problem durch Spanien tragen werden.

Ich hoffe sehr, dass ich spätestens am Dienstag wieder mit der Laufgruppe einsteigen kann.

Einen schönen Sonntag noch.

Donnerstag, 3. November 2011

Bilder Tosacana

Mit gehts heut immer noch nicht besser, der Hals kratz, die Nase ist zu und der Kopf dröhnt. Im Bett liegen kann ich leider auch nicht mehr, also nutze ich die Zeit, ein paar Bilder aus unserem schönen Urlaub hochzuladen. (Beim drauf klicken werden die Bilder größer)
































Dienstag, 1. November 2011

Herbstimpressionen

Gegen 10 Uhr machten wir uns auf, unsere neuen Schuhe einzuweihen. Erster Eindruck ist gut, etwas steif im Gegensatz zum "Sofakissen" des Kayano 17, der sich schon richtig ausgelatscht anfühlt dagegen.



Anders als sonst, läuft es heute die ersten 5 km gut. Nach einer Runde um unseren schönen Weiher laufe ich allerdings noch mal fix nach Hause, um meine Weste zu tauschen; die wäre sicher zu warm gewesen.

Unterwegs bin ich heute mit der Camera, denn das Wetter und die Laubfärbung schreien nach ein paar netten Impressionen, die es fest zu halten gilt.











Diese Bilder sind - wohlgemerkt - im Stop and Go Verfahren geknippst.

Zurück zu meinem Lauf. Nach 5 km fing es also in meinem linken Fuß unter dem Ballen an zu kribbeln. Das Kribbeln steigerte sich dann in ein fieses Stechen, so dass ich versuchte, mir mit loserem Schnüren der Schuhriemen Erleichterung zu verschaffen. Die Beine wurde auch schlagartig schwerer und schwerer und in Niederbardenberg angekommen musste ich mich wirklich überwinden, noch weiter zu laufen. In Duffesheide setzte ich mich kurz auf eine Treppe, zog den Schuh aus und massierte mir ein wenig die Fußsohle. Die letzten beiden Kilometer waren sehr anstrengend, aber die Aussicht, den neuen Monat mit einem 12 km Lauf zu beginnen fand ich auch irgendwie gar nicht so übel. Die letzten 500 Meter humpelte ich dann gemächlich nach Hause, ich hatte Durst.

Ich hoffe, die Schuhe werden noch ein wenig geschmeidiger. Da ich die letzten Wochen nur noch mit den bequemsten aller Laufschuhe an den Füßen unterwegs war (sogar zur Arbeit), ist es erst mal wieder eine Umgewöhnung, einen etwas härteren Schuh am Fuß zu haben. Meinen nächsten Lauf mit den Trabucos mache ich allerdings etwas kürzer.