Montag, 12. Dezember 2011

Ein schöner Tag...

... war das gestern und deshalb muss ich auch noch ein klein wenig drüber schreiben.

Der gestrige Sonntag stand ganz im Zeichen des ATG-Winterlaufs, an dem Sven (links), Dirk (mitte) und Iris  auch in diesem Jahr wieder teilnahmen. Wie in den letzten beiden Jahren auch, durfte ich die sportliche Fracht in die Voreifel chauffieren, was mir auch diesmal ein Vergnügen war.



Für mich hieß es dann, Zwischenstopp an der Bahnhofsvision in Kornelimünster zum Fotografieren. Ich war natürlich viel zu früh und nutzte die Zeit, eine kleine Erkundungstour durch Knolle zu machen, wie Kornelimünster auch liebevoll genannt wird. Hier hatte ich zwei Begegnungen der besonderen Art. Die erste war die Dackel-Laube - Jesses! So etwas gibts tatsächlich!


Manchmal muss man nur im richtigen Moment den richtigen Menschen nach der Uhrzeit fragen. So kam es denn zu meinem Pläuschchen mit dem überaus interessanten und viel gereisten 64 jährigen Herren, ein ehemaliger Marathon- und Ultraläufer. Dieser lebt seit drei Jahren mit der Diagnose Parkinson und ist seit dem nur noch mit Walking-Stöcken unterwegs (dies allerdings so fix, wie manch einer läuft!). Erst im Alter von 40 Jahren hat er mit der Lauferei begonnen und es bis dahin auf 141 Marathons und Ultras über den Erdball verteilt gebracht (als Beispiel sei nur der New York Marathon, London und Südafrika genannt). Natürlich war er auch in heimischen Gefilden unterwegs, so finishte er den Monschau-Marathon 15 x in Folge und auch den ATG sowie den Einruhr-Marathon in Simmerath hat er mehrfach in seiner Vita stehen. Dieser Mann lief teilweise zwei Marathons an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden, mehr oder weniger als Trainingslauf für einen Ultra! Unglaublich! Leider habe ich den Herrn nicht nach seinem Namen gefragt, aber ich habe mich herzlich bei ihm für dieses überaus interessante Gespräch bedankt. Beeindruckend und doch so unscheinbar dieser Mensch! Hoffentlich treffe ich ihn im nächsten Jahr wieder, sofern ich nicht selber den ATG mitlaufe (was ich ja immer noch arg in Frage stelle!).

Doch zurück zu meinen Lieben und ihrem Lauf. Das Wetter war perfekt für diesen recht anspruchsvollen Lauf und so war es auch als Zuschauer zum ersten Mal nicht unangenehm, weil die Temperaturen von um die 6 Grad mit ganz wenig Wind wirklich ok waren. Ich hab sie auch diesmal alle Drei mit der Kamera erwischt und sie sahen durchweg noch frisch und munter aus. Ok, waren ja auch bis dahin erst knappe 8 Kilometer.




Sobald sie vorbei waren, bin ich zum Auto gehetzt und ab zum Zielbereich (7 km mit dem Auto), dem Stadion des ATG. Wie auch in den letzten Jahren hatte ich große Schwierigkeiten, einen vernünftigen Parkplatz in Stadionnähe zu finden und fluchte auch diesmal mehr oder weniger leise vor mich hin. Dadurch, dass der ATG ein Lauf von A nach B ist, stellen sehr viele Läufer ihre Autos am Ziel ab und nutzen den Bus-Shuttleservice des Veranstalters. So ist es mir wieder nicht gelungen, den ersten Läufer im Ziel mitzubekommen, der bereits nach 56 Minuten im Stadion einlief. Zuerst kam wie immer Sven ins Ziel (1:27), diesmal verwundernswerterweise mit Arnd im Schlepptau, der einen Waden-Einbruch hatte und sicher froh war, dass Sven ihn noch ins Ziel gezogen hat. Dann kam nach 1:33 h mein Schatz und schon kurz darauf die liebe Iris (1:36 !!!), die trotz pösen Pfnupfens an den Start gegangen ist - alle Drei liefen ihre Streckenbestzeit! Dirk hat ziemlich beißen müssen, da er einen letzten langen Lauf vor dem Wettkampf wegen Schienbeinschmerzen hat ausfallen lassen müssen (10 Tage Pause!), es fehlten ihm dann eindeutig ein paar Körner. Aber er war dennoch nicht unzufrieden  (na ja, vielleicht ein ganz klein wenig). Das Bild zeigt das Finisher-Präsent, Nobis Printe mit Laufhandschuhen.



Nach kurzem Finishergeplauder, man trifft so viele bekannte Gesichter, gings ab nach Hause, erst Sven abgesetzt, dann mit Iris auf in die Kartoffelsalat-Schlacht, nebenbei im TV die Aachener gegen Aue geschaut. Nach einem recht unspektakulären 1:1 ein kleines Nickerchen gehalten und dann überlegt, ob ich nicht doch auch noch ein kleines Ründchen laufen sollte. Nach 2 Portionen Kartoffelsalat mit 3 Würstchen (schäm) musste ich allerdings bis nach 18 Uhr warten. Aber dann konnte ich mich doch recht mühelos auf machen, eine Dunkelrunde an der Bahn entlang zu drehen. Es war wieder herrlich, so still, so einsam und so wohltuend! Ich mag es wirklich sehr, im Dunkeln zu laufen und ich stelle wirklich fest, dass es bei mir im Vergleich zu morgens nun abends deutlich besser läuft. Nach dem Lauf war ich wirklich super glücklich, dass ich mich noch aufgerafft habe. Es wurden dann 6,7 überaus zufriedene Kilometer.

Ja und dann gabs abschließend noch den Tatort, wie immer sonntags. Story war gut, leider ging mir die verliebt dämlich grinsende Kommissarin Lindholm mächtig auf den Zeiger. Wochenende somit vorbei.

Und von dem heutigen Tag erzähle ich mal besser nichts... Der war nämlich für die Tonne!

1 Kommentar:

  1. Sehr schön zu lesen, auch wenn es schon paar Jährchen her ist :-).

    AntwortenLöschen