Sonntag, 30. Dezember 2012

Mein Jahresrückblick 2012

Wie war denn nun mein Jahr 2012? Fange ich mal an, bei einem Punkt, der mir wirklich am Herzen liegt, dem Rauchen bzw. Nichtrauchen. Angefangen habe ich das Jahr als Nichtraucherin, bis dahin war ich 5 Monate "trocken". Zwischendurch gabs diverse Rückfälle, aber inzwischen bin ich nun seit drei Monaten wieder rauchfrei. Diesmal mit Hilfe von Edgar und Hypnose und so, wie es sich nun seit drei Monaten anfühlt, bin ich optimistisch geneigt zu behaupten, diesmal für immer.

Das Jahr 2011 habe ich mit 828 gelaufenen Kilometern abgeschlossen, was bereits zum Vorjahr eine Steigerung von 63 Kilometern war. 2012 werde ich wohl mit 1050 Kilometern beenden, was wiederum 222 Kilometer mehr bedeutet, zum ersten Mal komme ich über 1000 Jahreskilometer. Ich bin meine bislang längste Distanz in Maasmechelen von 23,3 km gelaufen, wenn auch mit Verlaufen, also nicht wirklich beabsichtigt. Meinen ersten Halbmarathon habe ich am 1. April in Berlin gefinisht, danach bin ich eine Woche lang 120 km durch Spanien gepilgert und dann war erst mal Schluss mit lustig, es gab eine ganz böse Überlastung, die ich erst mal auskurieren musste. Es war die Rede von einem 'Runners-knee' und dass ich mir besser eine andere Sportart aussuchen sollte. Das konnte und wollte ich aber nicht so hinnehmen, also suchte ich meinen ehemaligen Osteopathen Rene nach über fünf Jahren wieder auf und das war in der Tat eine sehr gute Entscheidung, denn Rene richtete es wieder auf seine ganz wundervolle Art und Weise.

Mit Wettkämpfen ging es weiter am 17.05. über 8 km; es war unser erster offizieller Wettkampf im benachbarten Holland, der Nachtlauf von Groningen. Doch so richtig optimal war es noch nicht mit meinem Knie. Dennoch lief ich den Aachener Nachtlauf am 06.07. über 5 km, wenn auch wieder ohne jede Zeitambition. Von diesem Druck habe ich mich erst mal frei gemacht, ich wollte nur noch zum Spaß an der Freud laufen. Das war überhaupt das Beste, was ich machen konnte: Druck raus nehmen! Ab da lief es dann mit einem Mal viel besser. Körperlich hatte ich zwar nach wie vor diverse Zipperlein (so auch eine sehr unangenehme Beckenbodenüberlastung, was mich auch eine weitere Laufpause kostete), aber mit Renes Hilfe ging es immer besser. Auf den Womens Run in Köln im August musste ich deswegen diesmal verzichten, doch auf Grund des wie immer heißen Wetters war ich überhaupt nicht traurig darum. Ich war trotzdem da und hab liebe Bekannte wieder getroffen und einen schönen Tag auch ohne Teilnahme gehabt. Ohne Druck ging es dann weiter am 02.09., da lief ich die 5 km-Runde beim 32. Hochwald-Nürburgringlauf mit, eine Runde mit 75 Höhenmetern auf den letzten 3 Kilometern. Auch hier war das Motto "Dabei sein ist alles". So lief ich auch am 29.09. in Köln beim 1. Energizer Nightrun ganz entspannt mit, wo es 5 km lang durch den dunklen Tanzbrunnen ging, ähnlich die Strecke wie beim Womens Run. Am 03.10. liefen Dirk und ich den Köhlbrandbrückenlauf über 12 km in Hamburg mit. Das war eigentlich der Zeitpunkt, wo es anfing bei mir wieder richtig rund zu laufen und Spaß zu  machen. Ob es auch daran lag, dass ich am 02.10. wohl meine letzte Zigarette geraucht habe, ich weiß es nicht. Aber von da an verbesserte sich mein Tempo mit und mit. Wo ich sonst eine gemütliche 7:30er Wohlfühlpace bei den langsamen Läufen hatte, komme ich heute meist an eine 7:00er - 6:50er Zeit. Das find ich echt Klasse - denn, na ja, es hat ja auch lange genug gedauert, bis ich endlich mal eine Verbesserung vermelden konnte. Sicher liegt das auch mit daran, dass ich inzwischen ab und an mal Tempoeinheiten mit in meine Läufe einbaue und inzwischen sogar gerne Intervall-Training mache. Somit kann ich wohl nur bestätigen, dass nur der schneller wird, der auch mal schneller läuft.

Ganz unerwartet durfte ich zum Jahresabschluss am 18.12. dann doch noch mein ATG-Debüt über 18 km feiern, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Es hat so sollen sein, dass ich in letzter Sekunde für einen Bekannten von Sven und Melanie laufen konnte. Mit dem Ergebnis von unter 2 Stunden war ich sehr zufrieden und nun will ich im kommenden Jahr natürlich unter meinem eigenen Namen teilnehmen. Morgen steht ein letzter Lauf in diesem Jahr gemeinsam mit Dirk auf dem Plan. Ein symbolisch wichtiger Lauf, den wir aus dem Grund gemeinsam machen werden, ebenso, wie den angedachten gemeinsamen Lauf am Neujahrstag.

Meine Lauflandkarte 2012

Unterm Strich bin ich mit dem zu Ende gehenden Jahr doch sehr zufrieden. Zwischenmenschlich haben sich einige Beziehungen entzweit, andere sich wiederum vertieft. Besonders erfreulich ist die Entwicklung mit meiner Mutter für mich verlaufen. Neue Menschen sind in mein Leben getreten, interessante Begegnungen haben stattgefunden. Spirituell möchte ich sagen, dass ich einen großen Schritt weiter gekommen bin, gerade die letzten Wochen waren hier von Bedeutung. Daher bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird in 2013. Beruflich ist da immer noch eine kleine Baustelle, aber möglicherweise habe ich ja mit dem Beginn des Fernstudiums eine Weiche gestellt, wovon ich derzeit noch nicht wirklich Ahnung habe, wie es weitergehen könnte. Auf jeden Fall weiß ich, dass mit 45 der Zug noch längst nicht abgefahren ist. Es bleibt also spannend und ich bleibe offen, für alles, was kommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass ihr euch ebenso auf das neue Jahr mit all seinen Überraschungen und Herausforderungen freut. Allen Läufern wünsche ich viele schöne verletzungsfreie und glücklich machende Kilometer!

Einen guten Rutsch in ein wundervolles, friedliches und rundum 
zufriedenes neues Jahr wünsche ich Euch von Herzen!

Samstag, 29. Dezember 2012

Alle Jahre wieder

... ist Weihnachten dann auch wieder vorbei und diesmal ist es besonders entspannt, harmonisch und richtig schön gewesen. Null Stress, nicht zu übermäßig gegessen und genau das richtige Maß an Familie vs. relaxter Zweisamkeit, (und auch über die Geschenke gibts keinen Grund zur Klage ;-)). Mein Geburtstag ist nun auch schon wieder Schnee von gestern und, apropos gestern, da hatte ich einen wunderschönen Tag mit Renate in der Sauna, während die Hansen-Männer Soccern waren und es sich anschließend im Zollhaus mit diversen Bierchen beim Kartenspielen haben gut gehen lassen.

Heute gabs den üblichen Samstagskram, einen Besuch beim Optiker, (ausnahmsweise) ein gemeinsamer Einkauf, lecker Mittagessen mit beiden Jungs und danach einen Besuch in Maastricht. In Maastricht war die Hölle los, so viele Menschen hab ich in Aachen nicht mal samstags vor Weihnachten gesehen! Nur gut, dass wir nicht vor hatten, in einem der überfüllten Geschäfte etwas zu kaufen. Auf dem Weihnachtsmarkt am Vrijthof, der wirklich äußerst schön beleuchtet ist (die Buden waren allerdings eher mager, man könnte den Markt wohl auch Mützen- und Schalmarkt, gespickt mit deutschen Fressbuden nennen). Eine sehr schöne Atmosphäre zauberte die Eislaufbahn, die es schaffte, ein wenig Wintergefühl zu vermitteln. Dennoch war der Lütticher Weihnachtsmarkt, den wir am 1. Weihnachtstag besucht haben, trotz des Regens deutlich stimmungsvoller und daher wirklich zu empfehlen. So sitze ich nun hier bei einem Glühwein und bin voller Eindrücke der letzten Tage und gerate ins Philosophieren...

Doch zuerst ein paar Bilder aus Maastricht:













Alle Jahre wieder ist die Zeit zwischen den Jahren auch immer die Zeit, meine ganz persönliche Bilanz zu ziehen. Womit bin ich zufrieden, was möchte ich besser oder anders machen im nächsten Jahr? Da gibt es einiges, sowohl auf der Plus, als auch auf der Minusseite. Allemal genug, um im nächsten Jahr daran zu feilen, zu reifen, zu wachsen und sich vielleicht teilweise auch neu zu erfinden. Stillstand ist der Tod, alles muss daher fließen und in Bewegung bleiben; nichts ist schlimmer, als fest gefahren und starr dahin zu dümpeln. Und deshalb freue ich mich sehr auf  meinen magischen Neujahrstag, der für mich der Tag ist, an dem der große "Resetknopf" gedrückt wird. Zurück an die Startlinie und auf ein Neues! Neue Chancen, neue Ziele, neue Träume, neue Wünsche, neue Möglichkeiten, neue Impulse, neue Wege. Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Klingt schon ein wenig nach einem kitschigen Spruch fürs Poesie-Album. Aber versuchen kann mans ja mal, oder? Jeder Tag ist ein Geschenk und doch  lassen wir ihn unbewusst viel zu oft und mehr oder weniger fremdbestimmt an uns vorüber ziehen. Schema F, business as usual, die selbe Prozedur, wie jeden Tag. Ich möchte in diesem neuen Jahr vor allem weg von diesem "Opfer-Dasein" und zum bewussten Schöpfer und Erschaffer meines Daseins werden. Du bist was du denkst! Mit unserem Denken erschaffen wir schließlich unsere Zukunft. Und die soll bitteschön nie wieder den Gedanken haben: "Und, das wars jetzt?!" Ich mag mich nicht länger von dieser "Das Leben ist eine Tretmühlen-Theorie" einfangen lassen, nur, weil meine Großeltern auf Grund ihrer Umstände es so empfunden haben und dieses Denken an meine Eltern, und die es dann wiederum an mich weiter gegeben haben. Also heißt der Weg ab sofort "weg von diesen übernommenen Verhaltensmustern". Ich bin sehr gespannt, was das neue Jahr an Überraschungen, an Veränderungen mit sich bringt.

Wegen der schlechten Wetterprognose haben wir uns entschieden, nicht nach Münster zu fahren, sondern in Aachen zu bleiben. Hier soll es doch etwas freundlicher und sogar trocken bleiben. So werden wir zunächst im Kino den Hobbit anschauen und dann sehen, in welche Kneipe es uns in Aachen verschlägt (denn im Gegensatz zu Münster kennen wir uns hier aus). Vielleicht schauen wir uns später vom Lousberg aus das Feuerwerk an; von der Pontstraße aus ist man recht schnell dort oben.





Sonntag, 16. Dezember 2012

Mein ATG-Winterlauf-Debüt

Gute Vorzeichen gabs nicht gerade für den heutigen Lauf: ich hab sehr schlecht geschlafen und das Frühstück musste ich mir auch regelrecht runter zwängen. Aber als ich mit all den anderen Läufern dann gemeinsam im Shuttlebus saß, war ich glücklicherweise die Ruhe selbst - alles im grünen Bereich. Beim Einsteigen noch auf Monika getroffen, die wie immer sehr nervös war und mit ihrem Lauftreff an den Start ging.

Dann hieß es erst mal eine Stunde warten, während sich auch Arnd und seine Kollegen zu uns gesellten. Es wurde noch was gegessen, noch mal die Toilette aufgesucht, geplaudert und dann wurde es auch unangenehm frisch. Auf dem Weg zum Start mit einem Bunert-Mann aus Essen über Laufschuhe gefachsimpelt, es ist immer wieder schön, was sich so für Kontakte ergeben. Im Startblock noch sehr nett mit einer Dame ins Gespräch gekommen, die genau wie ich am 1. April ihren ersten HM in Berlin gelaufen ist, die Atmosphäre war sehr lustig und entspannt. Dann gings auch schon los, ich setzte meine Kopfhörer auf und beendete somit unseren Kontakt, wir wünschten uns gutes Durchkommen und viel Spaß.

Die Strecke, ich gehe da jetzt nicht groß auf besondere Einzelheiten ein, verdient wirklich jeden Respekt (nach ca. 6 km sah ich bereits das erste Mädel sich übergeben müssen).

Es lief gut bei mir. Ohne jeden Druck, einfach nur mit dem Ziel, gut anzukommen. Der Abschnitt übers freie Feld war dann schon heftig. Der Wind blies von vorne und seitlich, und Matsch und Pfützen säumten den Weg, hier gingen dann auch recht viele Läufer. Danach war allerdings das Schlimmste geschafft, es gab noch ein paar Wellen im Aachener Wald, aber ich hatte zu keiner Zeit einen Einbruch und geflucht hab ich auch nicht, was ich da überhaupt mal wieder tue. Nö, es war wirklich ein sehr schönes Lauferlebnis (mit Wetterglück) mit dessen Ergebnis ich mehr als zufrieden bin. Platz 1.948 von 2.156, das ist das Resultat meines heutigen ATG-Debuts. Von den Männern hat sich keiner verbessert zum Vorjahr, aber zufrieden waren dann doch alle am Ende. Ich denke mal, dass ich nächstes Jahr sicher wieder dabei bin, denn schließlich brauche ich noch eine richtig offizielle Zeit - heute war ich schließlich als Herr A. M. unterwegs :-).

Mein Schatz ist super stolz auf mich und hat mich wieder nicht so früh im Ziel erwartet. Aber ich gestehe, ich bekomme das Grinsen gerade nicht so wirklich aus dem Gesicht. Diese Distanz in so einer Zeit hätte ich wirklich nicht erwartet! Es ist erstaunlich, wie gut ich mich fühle. Klar, die Beine sind schon etwas schwer und vermutlich hab ich auch Morgen Muskelkater. Aber ich bin längst nicht so platt, wie vor zwei Wochen bei meinem 18 km  Lauf. Ein tolles Gefühl!

Ein paar Bilder vom Lauf, wo sogar die Kühe am Wegesrand die Läufer anfeuern ;-) :

Guter Dinge

Langsam wirds aber echt kalt


Bin echt gut drauf!


Wenn man hier ist, hat mans geschafft!

Endspurt runter durchs Ziel

Im Ziel Abstoppen nicht vergessen! 

Na, so fertig seh ich gar nicht aus



Happy Birthday, ATG :-)

Schickes Langarmlaufshirt von Saucony und die traditionelle Printe

Samstag, 15. Dezember 2012

Mehr oder weniger große Ereignisse

werfen ihre Schatten voraus. Wie schon im letzten Post geschrieben, nehme ich nun Morgen doch am ATG-Winterlauf teil - und langsam werde ich nervös. Dabei wollte ich das doch ganz lässig angehen, denn es ist für mich "nur" ein langer Lauf, wie jeden Sonntag, diesmal eben nur nicht alleine. Die anspruchsvolle Strecke, hier ist u. a. von einem welligen und kräftezehrenden Waldstück die Rede, sowie einem S-förmigen Feldweg, der je nach Witterung eine echte Herausforderung werden kann, stellt den Lauf somit für mich unter das Motto "dabei sein". Nicht ohne Grund habe ich bislang gezögert, hier mit zu laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Stöhnen einer unserer Lehrerinnen, die, gerade neu an unserer Schule, sich zu einer Teilnahme vor zwei Jahren hinreißen ließ. Tagelanger Muskelkater trotz Gehen der halben Strecke waren das Resultat. Vor diesem Lauf habe ich also größten Respekt. Die Wetteraussichten sind momentan ja gar nicht so übel, schließlich wurde im vergangenen Jahr ein Abschnitt der Strecke wegen Glatteis umgeleitet. Das ist Morgen wohl nicht zu erwarten, stattdessen werden es um die 7 bis 9 Grad - einzig der Wind, der möglicherweise die ganze Zeit von vorne kommt, könnte es schwierig machen, dazu könnte es auch leicht regnen.

Die Playlist ist überarbeitet, nun gehts noch ans fine-tuning, ein rundum Körperpflegeprogramm steht gleich noch an. Was ich anziehen werde, hab ich auch in etwa im Kopf und dass wir mit dem Shuttlebus fahren ist nun auch geregelt. Da kommt so langsam doch Vorfreude auf.

Die nächste Woche steht jetzt schon unter den üblichen hektischen Vorweihnachtseinflüssen. Am Montag gibts den zunächst letzten Termin beim Hypnotiseur, wo ich mich hoffentlich noch von dem letzten Rest trennen kann, der mir nicht gut tut. Beim Rauchen klappts ja schließlich auch hervorragend, ich habe nahezu vergessen, dass Rauchen überhaupt noch existiert. Es ist schon Klasse, wie man auf diese Weise unliebsame Dinge aus dem (Unter)Bewußtsein eliminieren kann oder zumindest eine gewisse Gleichgültigkeit demgegenüber erzeugt. Mittwoch haben wir dann Eigentümerversammlung - ich hoffe, wir sind da fix durch mit allen Tagesordnungspunkten, Donnerstag steht ein Treffen mit einer Freundin an, die ich super lange nicht gesehen habe und worauf ich mich schon sehr freue, Freitag das Geburtstagsessen von Flo und dann sind auch endlich Ferien - zwei Wochen Urlaub! Bis dahin erwarte ich noch drei Lieferungen vom Christkind sowie die heute umgetauschten PureFlow gegen die PureCadence (geht wohl doch nicht ohne Stabilisation). Immer wieder geil, wie unproblematisch ein Umtausch mit gebrauchten Schuhen beim Runners Point möglich ist.

So, gerade noch ein wenig die Beine vertreten und eine Runde durchs weihnachtliche Dorf spaziert. Und jetzt harren wir der Dinge, die da kommen :-)


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Liebe auf den ersten Blick

... nein, diesmal waren es keine Laufschuhe, sondern ein seltsames Gebilde, das ich in einem kleinen, wunderschönen und sehr urigen Laden in der Pontstraße in Aachen entdeckte (bisher war der mir noch nie aufgefallen!). Oder entdeckte es demnach vielmehr mich?? Schließlich hat es mich mit einem Auge angeschaut, als es so im Schaufenster hing. Es erinnerte mich sofort ein wenig an das Auge in Herr der Ringe, aber letztendlich ist es die Summe aller Symbole, die es in sich vereint, die es für mich zu etwas ganz Besonderem machen.

Es ist der Augenengelschlüssel,
der mich ab jetzt beschützt und mir ungeahnte Türen öffnet.

Eine dieser Türen ist da beispielsweise die für unmöglich gehaltene Teilnahme am diesjährigen ATG-Lauf am Sonntag. Schließlich ist die Warteliste nahezu so lang, wie die Teilnehmerliste selbst. Und da kam der Anruf von Sven, der von einem Kindergartenbekannten und seiner Nichtteilnahme sprach und fragte, ob ich die Startnummer haben wolle! Lange nicht mehr bin ich derart durch die Bude gehoppst vor Freude! Jetzt bin ich also dabei - unfuckingfassbar!

Ich bin sooo gespannt, wie es werden wird!!!

Zu guter Letzt gabs auf dem Weihnachtsmarkt ein langersehntes Geschwisterchen für meine seelenverwandte Himmlische Schwester von Michaela. Nun hat sie Gesellschaft in Mitten all meiner Engelschätzchen (und es werden immer mehr - wie schön!)




Sonntag, 2. Dezember 2012

18 km Pflicht- leider wenig Küranteile


In mein ansonsten so geliebtes Auenland sollte es heute gehen. Dort sollte es nach einer Runde (5 km) zurück in die Heimat gehen (+ 8 km) um dort noch eine kleine Standardrunde (+ 4 km) dran zu hängen. Mit dem Auto bis zum Teuterhof gefahren und guter Dinge gestartet. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass dieses Terrain heute so gar nicht mein Ding war. Vermutlich wegen der kompletten Stadionrunde gestern auf dem Vorfuss in den PureFlow taten mir etwas die seitlichen Sehnen an den Unterschenkeln weh. Ich nenn es daher mal Sehnenkater, halt ähnlich wie Muskelkater, nur an anderer Stelle.

Im Läufermekka Teuterhof war wie immer sonntags um diese Zeit mächtig was los, eben Läufer im Besonderen, Spaziergänger, Walker, Reiter mit Pferden tummelten sich im sichtlich versoffenen Wurmtal, das dem welligen Charakter einer Raupenbahn entspricht. Und genau das ging mir heute völlig gegen den Strich. Dieses rauf und runter, ich kann noch nicht mal sagen, was schlimmer war, rauf oder runter, dieser Betrieb, dieser Matsch - meine Beine muckten ganz ordentlich und kamen nicht dazu, sich mal groß zu erholen, da es so gut wie nie gerade lief. Auch die teils sehr schiefen, weg gespülten Wege machten mir zu schaffen. Mental fühlte ich mich da bereits an meine Grenze gekommen und da ich wusste, wie der Rückweg nach Herzogenrath noch verlaufen würde, wenn ich im Wurmtal bliebe, disponierte ich kurzerhand um und entschied mich zu einem Lauf an der Straße entlang. Für Dirk absolut unverständlich, wie er im Nachhinein meinte, da diese Strecke so hässlich und trist sei...

Die 5 km waren gefühlt das Einlaufen, denn ab da ging es endlich besser. Fester Boden unter den Füßen, gerade Radwege oder Bürgersteige ließen mich endlich rund und schmerzfrei laufen. Es war kalt und stellenweise windig, wo kein Schutz durch Häuser war. Gut, dass ich unter meiner langen Hose eine kurze angezogen hatte, so war mein Popöchen nur kalt, anstatt eiskalt.

Die 18 Kilometer (mit 130 Höhenmetern) zogen sich heute sehr und mehrfach verfluchte ich, dass wir hier so profiliert leben. Heute wäre mir nur nach schnurstraks gerade gewesen und gerade das bergab laufen empfand ich als sehr unangenehm. Mitten im Lauf bekam ich auch mal Magenkrämpfe und fürchtete schon, an der nächstbesten Haustüre klingeln zu müssen. Aber zum Glück erledigte sich das irgendwann auch wieder von selbst ohne Zutun.

Ziemlich missgelaunt kam ich dann zu Hause an, wo mich ein strahlender und sichtlich stolzer Dirk empfing. 18 km unter diesen Umständen waren für ihn ein Grund zur Freude. Er war regelrecht euphorisch, was aber auch an seinem langen und endlich mal wieder völlig schmerzfreien Lauf lag (seit September!). Mir fehlte die Power mich zu freuen. Mit Ach und Krach schaffte ich noch das Mittagessen zu bereiten und auch zu essen (selbst das strengte mich an und kurz war mir auch übel), dann gings erst mal wieder ins Bett.

Jetzt gehts mir wieder besser. Inzwischen weiß ich ja: Es gibt halt ab und zu auch solche Läufe; beim Fußball würde man sagen, es war kein schönes Spiel, aber Hauptsache gewonnen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Lauf ABC - bei uns jetzt immer samstags

... "Ein regelmäßig durchgeführtes Lauf-ABC kann zu fühlbaren Temposteigerungen führen... Lauf-ABC sollte zum Aufwärmen vor jeder Einheit durchgeführt werden... Lauf -ABC verbessert die Laufbewegung, stärkt die Muskulatur und beugt aktiv Verletzungen vor"... Na wenn das keine Argumente sind!

Während mir Lauf-ABC bislang eher lästig, und ja, auch auf normalen Wegen ausgeführt sogar peinlich war, macht es mir mehr und mehr Spaß, samstags mit meinem Schatz auf die benachbarte Laufbahn des Gymnasiums zu gehen. Nach einem Kilometer Einlaufen führen wir die in dem u. g. Video gezeigten Übungen in der Regel zwei Mal hintereinander durch. Danach wird noch zwei Kilometer ausgelaufen und damit ist die Einheit auch schon beendet, 5 Kilometer reichen uns dabei. Von Mal zu Mal macht es mehr Spaß und auf der Bahn ist es auch überhaupt nicht peinlich. Ich überlege sogar ernsthaft, demnächst wenigstens ein Paar Minuten vor jedem anderen Lauf abzuzwacken, um mich doch mit der ein oder anderen Übung warm zu machen, gerade jetzt, wo die Temperaturen in den knackigen Bereich gehen.

Hab hierzu ein nettes, kurzes Video gefunden, für alle, die ein bisschen Inspiration brauchen ;-)

Donnerstag, 29. November 2012

(Nette) Begegnung im dunklen Wald


Das war heute mal wieder ein sehr schöner Lauf. Ohne Zeitziel, einfach drauf los, 10 Kilometer sollten es werden, damit ich den Monat mit 130 Kilometern abschließen kann.

Pretty in lightyellow dressed gings schon in der Dämmerung raus, vorher noch ne Runde ausgeguckt, die genau auf 10 auskommt. Nach dem ersten km-Piepsen war ich ganz erstaunt, dass es eine 6:45 pace war, gehts doch stetig bergan. Irgendwie hab ich jegliches Tempogefühl verloren. Kurz noch ein Steinchen aus dem Schuh gepuhlt und dann im 2. Kilometer die höchste Steigung bezwungen, demnach auch eine 7:25er pace. Ab da liefs aber einfach nur noch im flow bzw. im mizuno.

Ein sehr schönes Erlebnis hatte ich Ende des 7. Kilometers. Da lief ein Mann vor mir und gefühlt war er langsamer unterwegs. Ich kam also immer näher und näher und irgendwie wurde der immer schneller und schneller. Ich mir dann ein Herz gefasst und zum Überholen angesetzt, das Tempo merklich angezogen. Da hängt der Kerl sich doch glatt an meine Fersen und bleibt neben mir - ich fass es nicht. Nun denn, nach ein paar Metern fängt er eine Plauderei an, von wegen ob ich denn keine Angst so alleine im dunklen Wald hätte, was ich verneinte, was er wiederum ungewöhnlich fand und und und... Wir das Marion-Überholtempo haltend ein bisschen geplauscht, wenns mir auch eigentlich zu schnell zum Reden war, gings doch erstaunlich gut. Er meinte sogar, dass ich ja ein nettes Tempo laufen würde -haha, wenn der gewusst hätte!! Wie ich beim Auslesen dann später gesehen hab, war es ein 6:22er Schnitt beim 8. km - ich konnts kaum glauben! Dann musste ich noch mal abbiegen, um meine 10 km auch voll zu kriegen, wir uns nett verabschiedet, vielleicht sieht man sich ja noch mal, ich wieder ein bisschen Tempo raus genommen und die Runde war vorbei. Das Tempo war eigentlich wieder zu hoch und es waren auch immerhin 100 Höhenmeter drin, aber es war ein Lauf der Sorte "glücklich und zufrieden".

Und die neuen Schuhe sind wirklich super, wenn auch wie schon gesagt, etwas lauter beim Auftritt. Ich bin ja eher ein Leisetreter und es nervt mich, wenn jemand neben mir läuft, der trampelt oder platscht. Tja, da werde ich wohl die Musik künftig doch etwas lauter machen müssen, wenn der Mizuno mit mir läuft ;-)

Dienstag, 27. November 2012

Ups... so schnell kanns gehen

Dass diese super euphorische gute Laune-Stimmung nicht ewig anhält, war eigentlich klar. Da eine kleine Bevormundung, dort ein in die Privatsphäre eingreifen, hier ein bisschen über mich verfügen und des Weiteren eine chronische Unterforderung - da reicht allemal eine kleine, unbedarfte Kränkung, um auch mich mal wieder runter zu ziehen.

Ich hab mich von dieser komischen Stimmung doch tatsächlich einfangen lassen und das Kind in mir ist gerade ziemlich bockig. Umso schlimmer, weil es eigentlich auch gar keine Süßigkeiten mehr essen darf und rauchen tuts auch schon fast zwei Monate nicht mehr. Wo also hin mit all dem Frust und der negativen Energie?!?

Richtig! Die nagelneuen Laufschuhe an und Gas geben. Genau das werde ich heute nach Feierabend tun. Da kommt ein Tempodauerlauf oder ein Fahrtspiel genau richtig.

Sollen mich doch alle mal kreuzweise... Und die Sonne braucht jetzt auch nicht zu scheinen!

EDIT: Nach dem beknackten Arbeitstag gabs dann den angekündigten Befreiungslauf. Mit Ein- und Auslaufen und ein bisschen Tempo zwischendurch kam ich auf 8,2 km in Ø 6:33 . Spaß hats gemacht und die Laune ist auch wieder im grünen Bereich. Nebenbei die neuen Mizuno-Laufschuhe eingeweiht. Fühlen sich super an, kamen mir nur ein wenig laut vor...

Samstag, 24. November 2012

Meine neuen Schätze ♥


Endlich ist diese komische Woche um, endlich ist Wochenende! Schön wurde dies mit einem Frisörbesuch gestern eingeleitet, wobei das lange Sitzen dort immer Quälerei für meine Beine und meinen Piriformis-Popo ist. Deutlich aufgehellt und frisch gestylt gings schnurstraks in den Runnerspoint. Fein, ich bin alleine im Laden und habe das Glück, die ungeteilte Aufmerksamkeit eines motivierten, jungen Verkaufsberaters zu bekommen. "Ich brauche neue Laufschuhe, stabilisierte, und ich dachte dabei an den neuen Brooks Adrenalin 12... blabla". Ob ich schon mal eine Laufbandanalyse gemacht habe, ja, vor drei Jahren und ob ich noch mal will. Klar, Schuhe aus, Strümpfe aus, rauf auf das Gummiteil. Soweit keine Veränderung, der Fuß knickt immer noch ein, also bleibt es bei Stabilschuhen. 

Er bringt mir den Brooks irgendwas mit 12, fühlt sich gut an, aber noch nicht so ganz optimal. Eine halbe Nummer größer, schon besser. Dann bringt er mir noch ein anderes Modell von Brooks, ja supi, schon so gut wie gekauft. "Ich würde ihnen trotzdem gern noch ein oder zwei andere Schuhe zeigen, damit sie mal einen Vergleich haben," ok, es gibt jetzt den Mizuno Wave Inspire 8, ich bin begeistert! Wieder wird auf dem Laufband fest gehalten, wie ich darin laufe. Fühlt sich gut an, anders, aber wirklich gut. Ich habe vorne sehr viel Platz, der Schuh ist schön weich vorne und fühlt sich mittig sehr stabil an, prima! Jep, den nehm ich! "Und ähm, haben sie den Pure Cadence von Brooks in meiner Größe da, ich würde einfach nur mal gerne fühlen, wie der sich so anfühlt am Fuß", ich bin immer noch alleine und nutze das voll aus. Nach ein paar Minuten kommt er mit dem Pure Flow, nein, der Cadence ist gerade nicht da, aber der ist dem Flow super ähnlich. Ich bin optisch ohnehin schon sehr angetan von dem Schuh und ja, man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich rein steige, entfleucht mir ein "Wow, wie geil is das denn!" und es ist einfach wie bei Romika: Reintreten und wohlfühlen! Selten hab ich einen Schuh am Fuß als sooo angenehm empfunden, den könnte ich mir auch als Alltagsschuh sehr gut an meinen Mädchenfüßen vorstellen. Ich will ihn gar nicht mehr ausziehen und frage, wie lange der Laden noch geöffnet hat, ob ich noch ein wenig laufen darf. Da ist mein Entschluss längst gefasst: ich nehme den auch noch. Außerdem gibts im Runnerspoint gerade die Aktion "das 2. Paar zum halben Preis", ich spare also 60 Euro! Jetzt hab ich also auch ein Leichtgewicht (213 gr.) und einen neuen für die längeren Distanzen. Ich freu mich wie Bolle und verlasse grinsend wie ein Honigkuchenpferd mit zwei Taschen den Runnerspoint, der inzwischen noch mal richtig voll geworden ist - Glück gehabt. 

Heute Morgen gabs dann die ersten 5 Kilometer im neuen Schuh auf der Bahn. Und sie laufen sich tatsächlich wie von alleine, das Lauf ABC ging noch mal einen schönen Schwung leichter von statten (oder liegts doch eher daran, dass es eben von mal zu mal leichter wird?). Morgen steht wieder lang und langsam an, aber mehr wie 16 km darf ich nicht, sagt Dirk, weil langsam steigern. 

Ob ich es riskieren soll, dann die neuen Mizunos einzuweihen? Besser nicht, oder? 

Menno, ich will aber...






Freitag, 23. November 2012

Von Ehrgeiz, Motivation und Zielen

Da es bei mir im Moment lauftechnisch richtig super läuft (bin ich in der letzten Woche immerhin auf ganze 38,5 Wochenkilometer gekommen) gehen die Pferde gedanklich ein wenig mit mir durch und ich überlege, was als nächstes kommt. Nein - vom Marathon bin ich meilenweit entfernt, diese Distanz ist für mich völlig unvorstellbar... Aber mit dem ATG liebäugele ich inzwischen. Leider ist die Anmeldefrist längst vorbei , mal sehen, ob ich noch einen Platz auf der Warteliste bekomme oder ob ich irgendwie einen Trainingslauf daraus machen kann.

Sonntag hatte ich meinen zweiten 15 Kilometerlauf und es hat wieder wunderbar geklappt, war das Tempo doch im Verhältnis zur letzten Woche schon etwas flotter, ohne dass ich groß was dazu tun musste. Der nächste lange, langsame Lauf soll nun 18 km werden, will ich ja die 21 für Berlin optimieren. Bis vor kurzem hab ich mich noch von jeglicher Ambition verabschiedet und wollte nur noch just for fun laufen, so merke ich seit meiner hypnotischen Veränderung, dass mich der Ehrgeiz wieder gepackt hat. Vermutlich hat mich der Ehrgeiz aber auch nur deshalb gepackt, weil ich einfach so super motiviert bin und es dementsprechend gut läuft. Schließlich gilt, wer viel läuft, verbrennt viele Kalorien und im Grunde ist das mein primäres Ziel. Wer dazu noch schneller läuft, verbrennt noch mehr Kalorien und genau da will ich hin. Schließlich läuft, wer weniger wiegt, automatisch schneller und so schließt sich der Kreis am Ende. Ist doch genial, oder? Nicht zu vergessen, dass Laufen einfach nur super gut tut und Spaß macht. Mir gibt Laufen dabei ein ganz einzigartiges Gefühl von Lebendigkeit. Während ich im normalen Alltag eher mechanisch agiere und reagiere, steuere ich beim Laufen ganz gezielt mein Handeln. In dem ich immer wieder einen Fuß vor den anderen setze, die Strecke bestimme, die Landschaft um mich herum wahrnehme (hier besonders den Wechsel der Jahreszeiten), empfinde ich mein Atmen und Riechen, meine ganze Körperbewegung und die Funktion meines Körpers als äußerst lebendig, aktiv und selbstbestimmt.

Am Dienstag gab es dann den ersten Lauf im Dunkeln, ich habe also die beleuchtete Winterstrecke wiedereröffnet. Glaubte ich in Erinnerung zu haben, dass die Runde 8 km lang wäre, hatte ich am Ende doch glatt eine 11 auf der Uhr stehen. Und das nach einem Tag, an dem ich beinahe auf der Couch angewachsen wäre und fast 2 Stunden tief und fest geschlafen hatte. Verständlich, dass ich dann umso stolzer auf mich war, den inneren Schweinhund in die Schranken gewiesen zu haben. Der Gedanke an mein Ziel im April hat mich so motiviert, dass ich gar nicht anders konnte, als noch laufen zu gehen. Es beflügelt mich auch während eines Laufs immer wieder, wenn ich an den kommenden April denke und das Gewicht, welches ich dann erreicht habe. Das hilft mir, am Ball zu bleiben und mich in Geduld zu üben.

Mal sehen, wie es weiter geht, im Augenblick bin ich guter Dinge.

Montag, 19. November 2012

Goldener Herbst Teil II, heute mit Märchenwald

Das Wetter hat es so gewollt, dass Dirk und ich heute noch mal eine kurze Fotorunde drehen konnten. Zuerst war Dirk alleine an unserem Weiher unterwegs, als ich dann nach Hause gekommen bin, sind wir fix zum Grube-Adolf-Park nach Merkstein gefahren, damit er endlich auch mal "meinen Märchenwald" sieht. Leider war das Licht schon nicht mehr ganz so optimal zum Fotografieren... Aber schaut selbst:




Bei uns am kleinen Weiher - schön, wa?!







Die Kreation der Herbstfarben kennt keine Grenzen ;-)

Na? Lust zu Laufen???

Bisschen mystisch wars heute schon.

Meterhohe Bäume mit Efeu behangen

Durch den Märchenwald

Vorlage für Camouflage-Klamotten?

Die "Puschel".


Samstag, 17. November 2012

Veränderungen durch Hypnose

"Hhhhmmmm, is das lecker!" - diesen Ausspruch hab ich heute Mittag während des Essens mindestens 3 x gebracht. Üblicherweise hab ich das sonst getan, wenn es irgendeine Form von z. B. Nudelauflauf gab, zu Zeiten, als die Jungs noch bei uns wohnten. Aber das ist jetzt schon über ein halbes Jahr nicht mehr der Fall und so haben sich doch einige Dinge bei uns geändert. Was wir am meisten schätzen, ist die einfachere Art des Essens und das Planen des Essens. Der Eine mochte keinen Blumenkohl und keinen Fisch, der Andere mochte keine Paprikas und nichts Chinesisches, beide mochten weder Rosenkohl noch Sauerkraut und auch von Salat hielten die beiden Halbwüchsigen recht wenig. Stattdessen war alles prima, wenn es in Soße schwamm (bevorzugt Bratensoße oder Sauce Hollandaise), ob es Nudeln, Kartoffeln, Knödel oder Kroketten waren. Vermutlich muss ich mir diesen Schuh (zumindest bei Tim) selbst anziehen, denn die gute alte Hausmannskost hat auch mich geprägt.

Nun ist seit Anfang Oktober bei mir etwas geschehen, wofür ich wirklich sehr dankbar bin! Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich bislang ein regelrechter Obsthasser war. Obst, ja, das ist zwar gesund, aber es dient allerhöchstens als Nachtisch oder als kleine Zwischenmahlzeit, aber schmecken tuts nicht und satt macht es schon gar nicht. Während Dirk beim Essen einer Pampelmuse (wohlgemerkt mit Unmengen von Zucker drauf) frohlockte, dass er förmlich spüre, wie ihn die Vitaminchen anspringen, habe ich nur unverständlich den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht. Zugegeben, mit Pampelmusen hab ich immer noch keinen Vertrag und mir läuft das Wasser unangenehm im Mund zusammen, wenn ich dabei zusehe, wie Dirk eine isst. Ne, das muss nicht sein. Aber so gut wie alles andere steht neuerdings auf meinem Ernährungsplan. Während ich früher maximal auf einen Apfel mal Lust hatte oder eine Banane auf ein Brötchen geschnippelt mochte, esse ich heute außerdem wirklich gerne Birnen, Ananas, Pflaumen, Kakis, Mandarinen, Trauben, Nektarinen und Pfirsiche. Gut, alles was sauer oder bitter ist, mag ich immer noch nicht, aber man muss ja auch nicht alles mögen. 

Woher dieser plötzliche Wandel? Edgar ist Schuld daran und Edgar hat auch zu verantworten, dass ich seit dem 2. Oktober nicht mehr rauche. Edgar hat mich nämlich hypnotisiert. Und dafür bin ich Edgar wirklich dankbar (klar, ich hab ihn natürlich dafür bezahlt, aber dennoch ist mir die Veränderung in meinem Leben deutlich mehr wert, als das Geld, das er von mir für seine Dienste bekommen hat). Es sind durch die Gespräche mit ihm Knoten geplatzt, die mich buchstäblich leichter durchs Leben gehen lassen. Ein Punkt, der für mich eine ganz besondere Herausforderung ist, ist meine Ernährung und das erhoffte Abnehmen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich das seit Jahren bislang ziemlich vergeblich versuche. Nun übe ich mich seit dem 15.10. in Geduld und Kontinuität. Ich habe seitdem 4 Kilo abgenommen. Das ist nicht viel, aber auch nicht wenig und vor allem fühlt es sich für mich nach "mehr" als "nur" 4 Kilo an. Ich finde, mein Körper hat sich schon deutlich verändert. Aber - und jetzt kommt das große Aber... ich bin sehr ungeduldig. Vier Kilo in einem Monat, das ist der Anfang. Ich wiege mich täglich, um zu sehen, ob sich was tut. Drei bis fünf Mal pro Woche mache ich Sport. Im Grunde ist also ein Monat erstmal gar nicht lange. Heute noch las ich im Laufforum über Jemanden, der in 18 Monaten 20 Kilo abgenommen hat. Da ich glücklicherweise nur noch 7 bis allerhöchstens 9 Kilo abnehmen möchte, fehlt es mir jetzt maximal an Geduld und Durchhaltevermögen. Daran bin ich bisher immer wieder gescheitert, nie habe ich eine Änderung meiner Ernährung länger als vier oder fünf Wochen durchgehalten. Jetzt bin ich jedoch viel optimistischer. Ich weiß, dass ich es diesmal schaffe, denn ich bin motivierter denn je. Es hat Klick gemacht und diesmal richtig. Das merke ich daran, dass ich heute dreimal "Hhhhmmmm, is das lecker!" gesagt habe, als ich diese Schüssel vor mir hatte:

Ananas, Kaki, Banane und Mandarine

Für eine Hypnose muss man sicher offen sein. Dennoch möchte ich hier einmal ganz klar sagen, dass es nichts ist, wovor man Angst haben müsste und es hat in keiner Weise irgend etwas mit Kontrollverlust zu tun. Ich habe die beiden Hypnosen wirklich sehr genossen, war ich wohl noch nie in meinem Leben derart tiefenentspannt, während mein Geist dennoch hellwach war! Es war ein sehr schönes, beglückendes Erlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich von alten, negativen Verhaltensmustern trennen möchte. Ich würde jeder Zeit wieder zu diesem Hilfsmittel greifen.

Beim Rauchen ist es inzwischen so, dass ich nahezu regelrecht vergesse, dass es "rauchen gibt". Ich werde nur noch daran erinnert, wenn ich in eine Dunstwolke laufe oder direkt mit jemandem spreche, der gerade frisch geraucht hat und dementsprechend riecht. All die Situationen, wo ich vorher beinahe zwanghaft das Gefühl hatte, jetzt rauchen zu müssen (nach dem Essen, bei Stress, Ärger oder Langweile), fühle ich nicht mehr. Das Muster scheint in der Tat durchbrochen zu sein. Ich bin darüber sehr froh und dankbar und wünsche mir, dass das auch ewig so bleibt.





Freitag, 16. November 2012

Goldener Herbst in unserem "Vorgarten"

Dirk hat heute sein neues L-Objektiv bekommen! 
Ein Grund, mal kurz mit mir zu meinem Lauf vor die Tür zu kommen und 
sich ein bisschen damit vertraut zu machen.
Hier ist seine erste Ausbeute, mit dem Profiobjektiv:













Derweil startete ich zu einem kleinen Fahrtspiel-Läufchen über 7 km - hat Spaß gemacht!