Dienstag, 31. Januar 2012

Erster richtiger Winterlauf

Hui, war das heute kalt! So kalt, dass ich 2 Hosen anziehen musste zum laufen, die gefütterte und die 3/4 tight darunter. Trotzdem wurde der Allerwerteste doch noch kalt. Auch im Gesicht kam der Gegenwind auf offenem Feld kälter daher, als die -2 Grad auf dem Thermometer anzeigten. Mit den ca. 5 cm Schnee, die uns seit gestern beschert sind, fühlte es sich heute zum ersten Mal nach richtigem Winterlauf an. Der wolkenlose Himmel sorgte für eine wunderschöne Schneelandschaft und ich habe es mal wieder bereut, keine Kamera dabei gehabt zu haben. Auch fiel mir erst nach gut 2 km auf dem offenen Feld auf, dass ich meine Musik auch nicht mit hatte, die Kopfhörer fehlten definitiv als zusätzliche Ohrenwärmer.

Die Beschaffenheit des Weges war sehr unterschiedlich. Von spiegelglatt bis verschneit und komplett trocken war alles vertreten, so dass das Tempo auch heute ziemlich variierte in seiner Langsamkeit. Kurz vor Ende der Runde, hörte ich ein Rufen hinter mir. Oh wie schön! Der Schatzi kam mit der Kamera im Anschlag daher. Das veranlasste mich allerdings, die 15 min. Lauf-ABC sausen zu lassen und schnellstmöglich mit ihm nach Hause zu gehen, wo eine leckere, heiße Hühnersuppe auf uns wartete.

Es war ein herrlicher Lauf, auch wenn ich die Vorgabe von 7:40 und 8 km nicht ganz erfüllt habe, es waren 8,6 km in 7:24.

Diesen Monat schließe ich demnach mit 118,6 km und 17 Läufen ab. Außerdem habe ich 31 Tage ohne Alkohol hinter mir und nun den fünften Monat ohne Zigaretten. Das Tagesgewicht beläuft sich auf 74,6 kg und ich bin mit allem super zufrieden.

Das heißt: Februar - Fortsetzung folgt :-)

Und hier eine kleine Ausbeute von Dirks kurzer Fototour:




Montag, 30. Januar 2012

Purer Luxus

Heute gibts mal wieder ein wenig Offtopic bei mir. Grund dafür ist eine Sendung im Fernsehen, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Es war der Markencheck von H & M letzte Woche, der mich, als bekennender Nicht-mehr-Klamotten-Freak, sehr nachdenklich gemacht hat. Nun, dazu bedarf es ohnehin nicht allzu viel, aber die Sendung zeigt eine nachhaltige Wirkung bei mir.

Es ist verrückt, aber jedes Mal, wenn ich seit dem unter der Dusche stehe, muss ich an die 12jährige Näherin aus Bangladesch denken. Das Bild des zarten Mädchens, das sich vor der 5 qm "großen" Hütte in Containerreihen, in der es mit seiner Familie wie viele, viele andere dort lebt, mit Wasser aus einem Eimer auf der Erde hockend wäscht, spukt mir im Kopf herum, während ich mich einseife. Wie es dort in diesem Slum wohl riecht, wo so viele Menschen so eng aufeinander leben, läßt sich nur erahnen, wissen will man es glaube ich nicht wirklich. Ihr Monatslohn beträgt 35 Euro, die Miete für die Besenkammer-Hütte beläuft sich auf 32 Euro. Man muss kein Mathegenie sein, um zu wissen, das dieses Geld vorne und hinten nicht ausreicht. Dafür arbeitet dieses Mädchen - ich bin eigentlich geneigt hier Kind zu sagen - 12 Stunden und mehr, meistens im Stehen! Ich überlege kurz, was ich mit 12 Jahren so gemacht habe und glaube, dass ich mein Dasein ziemlich genossen habe. Gut, unsere Wohnung war nicht die größte, weil wir eigentlich mehr im Geschäft (hier Kneipe) zu Hause waren. Aber ich hatte ein Zimmer, das alleine so groß war, wie die Hütte für die ganze Familie. Wir hatten ein Bad, eine Küche, ein Wohnzimmer - eben das übliche. Ja, für uns vollkommen normal. Das Auto, das Fahrrad, das Pferd, das Skateboard, die Rollschuhe, den Schreibtisch und so weiter hier noch zu erwähnen, fällt mir gerade sehr schwer. Für mich war das alles selbstverständlich, genau wie der Kleiderschrank voller Klamotten, der Kühlschrank voller Lebensmittel und jeden Tag leckeres und abwechslungsreiches Essen auf dem Tisch. Täglich nur klumpigen Reis zu essen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und wie sich richtiger Hunger anfühlt, weiß ich auch zum Glück nicht.

Ich stehe also unter der Dusche und genieße die morgendliche Körperpflege unter heißem Wasser, mein Blick schweift im Bad umher, es gefällt mir immer noch sehr. Als wir das Reihenhaus gekauft haben, haben wir das komplett erneuert, so, wie wir es haben wollten. Auf Knopfdruck kommt fließendes Wasser aus den Hähnen, und ebenso auf Knopfdruck verschwinden unsere Fäkalien im gefühlten Nirgendwo und hinterlassen keine unangenehmen Gerüche (schließlich haben wir ja auch Dufterfrischer), ach ja, ein Gäste-WC gibts auch noch. Doch was hier gerade einen dekadenten Beigeschmack bekommt, ist für uns völlig normal. Dieses Mädchen, würde es unser Häuschen betreten, würde vermutlich denken, wir wären steinreich. Fast in jedem Zimmer Fernseher, einige Laptops und überall Möbel und Platz ohne Ende. Drei Etagen plus Keller für inzwischen nur noch 3 Personen - das wirkt gerade sehr seltsam auf mich.

Ich bin irgendwie beschämt.

Die Welt retten kann ich nicht, wie ich inzwischen weiß, das wollte ich nämlich als junges Mädchen schon tun. Denn die Welt hat einfach zu viele Baustellen und die vor allem alle gleichzeitig. Nein, ich kann an diesen Zuständen nicht wirklich etwas verändern, egal für welche Partei ich mein Kreuzchen mache, egal, wie selbstlos meine Absichten sind und in welchem Laden ich meine Klamotten kaufe.

Eins aber kann ich ganz gewiss, und das ist dankbar sein. Ein bisschen weniger jammern hier und da, und mich wieder mal etwas mehr in Bescheidenheit üben. Wenn es dann noch ab und zu mit einer Spende irgendwo zu helfen gilt, dann tu ich das, genau wie viele kleine Dinge in meinem unmittelbaren Umfeld. Wie wertvoll bestimmte Dinge in meinem Leben wirklich sind, ja, das habe ich durch diese Sendung wieder gesehen. Und auch wenn das jetzt klingt wie "Kirche in Einslive" war es mir ein Bedürfnis, das mal los zu werden.

Sonntag, 29. Januar 2012

Langer Lauf in Maasmechelen


16. Einheit des TP

Mit Sonne, wie am Freitag, war leider heute nichts. Dafür war es ein richtiger Winterlauf bei 0 Grad, im Wind gefühlt -3. Ich liebe es ja, dieses kalte Wetter, aber die Beinchen wurden trotz der gefütterten Hose doch noch ziemlich kalt, vor allem bei Gegenwind konnte man richtig spüren, wie die Kälte den Knochen nicht wirklich gut tat. Bei km 12 fing dann mein Knie leicht an zu zicken, ich hab dann ein wenig mit den Schrittlängen gespielt, das tat gut und hielt die Zickerei im Rahmen.

Heute habe ich übrigens den ultimativen Beweis erbracht, dass es definitiv nicht an meinem Fuß liegt: Die knapp 17 km hab ich in den Brooks ohne eine einzige Auffälligkeit im Vorderfußballen runter gespult, also, blöder Schuh und nicht doofer Fuß.

Der Lauf war rundum super, ich habe mich nicht verlaufen und war zu keiner Zeit schlecht drauf oder demotiviert - im Gegenteil, ich hab jeden Kilometer genossen, auch wenn ich mir mindestens 200 mal die Nase putzen musste. Am Ende war ich sehr stolz und ziemlich durchgefroren; mehr hätte es dann auch heute nicht sein müssen. Mit dem heutigen Lauf bin ich auf 110 Monatskilometer gekommen; mein selbst gestecktes Ziel von 100 habe ich somit erreicht, Dienstag gibts noch mal 8 dazu, dann ist der Monat um.



Diese Woche wird eine Regenerationswoche, also keine Intervalle, was gut zu den bevorstehenden kalten Temperaturen passt. Vielleicht schaffe ich es ja sogar, in dieser Woche einmal schwimmen zu gehen. Nachdem wir gestern bei Schwager und Schwägerin das Urlaubsfotobuch bestaunen durften, hab ich bei den ganzen Pool- und Meerbildern richtig Lust zu schwimmen bekommen.

Apropos, ich glaub, die Dusche ruft ;-)

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

PS: Danke mein Schatz fürs Foto!

Freitag, 27. Januar 2012

Empfindliche Füße oder blöde Schuhe?


Der Plan wollte, dass ich heute 8 km laufe. Geworden sind es 9 km, aber diesmal habe ich mich wirklich einfach mit der Strecke verkalkuliert, es war also nicht geplant. Das langsame Tempo hat heute richtig weh getan. Und weh getan hat heute auch wieder mein linker Fuß. Warum? Weil ich wieder die Kayano 18 an hatte. Ich bin inzwischen absolut davon überzeugt, dass es nur am Schuh liegen kann (was auch mein Physio nach ausgiebiger Untersuchung des Fußes und Lockerung der Zehen etc. meinte. Kein empfindlicher Punkt, gar nichts.). Bei keinem anderen Schuh, die neuen Trails von Asics ausgenommen, habe ich diese Probleme. Vielleicht haben die ja die Sohlen verändert? Ich meine, wenn die jedes Jahr ein neues Modell raus bringen, dann ist es doch möglich, dass sie an der Sohle etwas verändert haben - wozu sollten die sonst jedes Jahr neue Modelle raus bringen, wenn nichts verändert wird? Adidas hat ja auch die Nähte verändert beim Supernova Sequence 2 zu 3, was ich auch leider zu spüren bekam und diese seit dem nicht mehr laufen kann. Ich habe wohl wie es scheint echt super empfindliche Füße...

Es fing bei km 3 an zu kribbeln, bei km 4 tats weh und bei km 6 musste ich eine kurze Unterbrechung machen und den Fuß etwas massieren. Anschließend packte ich mir ein unbenutztes Tempo unter den Vorderfußballen. Ich weiß nicht, ob es dann mehr Psychologie war, aber es hat zumindest die restliche Zeit nicht mehr weh getan. Beim nächsten Mal werde ich ein Compeed Blasenpflaster drunter pappen, mal sehen, ob das funktioniert. Ansonsten habe ich überlegt, zu einem Orthopädieladen zu gehen und den Meister mal in den Schuh fühlen lassen und mir ggfs. ein kleine, zusätzliche Einlage zu machen. Mir scheint, ich brauche nur ein klein wenig Aufpolsterung an einer ganz bestimmten Stelle. Eine Reklamation des Schuhs ist wohl eher sinnlos, zumal ich sie im Internetshop gekauft habe. Auffällig ist aber dennoch, dass ich bei beiden neuen Asics-Modellen dieses Phänomen links habe.

Ansonsten wars heute ein schöner Lauf, die Sonne zeigte sich und der Himmel war blau, es war demnach recht voll im Würselener Stadtwald. Und morgen muss ich arbeiten.  Den nächsten Lauf gibts am Sonntag und dann bin ich mal gespannt, wie die 16 km fluppen.

Ich wünsche Euch ein schönes, erholsames Wochenende!

Mittwoch, 25. Januar 2012

Nächstes IV-Training

Eigentlich standen ja gestern bei mir die Intervalle auf dem Plan, aber ich hatte im Büro sooo viel zu tun und hab mich außerdem sooo dermaßen geärgert, dass ich eigentlich nur noch in der Lage war, ein Frustfressen zu veranstalten und die Couch zu hüten. Meine Nacht war außerdem (wohl stressbedingt) schon um 3 Uhr zu Ende. An Intervalle war in diesem Zustand nicht zu denken! Ärger und Stress in Kombination sind bei mir eigentlich bislang immer beste Indikatoren für Nikotin- und späterem Alkoholkonsum zwecks vermeintlicher Kompensation gewesen. Gestern mussten es deshalb Pommes mit Gyros und Mayo sein, schwere Geschütze, wenn Schokolade nicht mehr weiterhilft (die ich aber erst gar nicht ausprobiert habe). Saft- und Kraftlos, völlig ausgepowert, schwere, schmerzende Beine und irgendwie demoralisiert , war ich dann nur noch froh, als dieser Tag zu Ende war und das Frustessen hatte auch nicht wirklich geholfen; da ist Nikotin schon klar figurfreundlicher, somit ging der Schuss fast nach hinten los. Aber egal ...

Eigentlich - schon wieder dieses doofe Wort, das es gar nicht gibt - ja, eigentlich hatte ich auch heute keine Lust auf Intervalle, auf Laufen, auf raus müssen. Weil uneigentlich war ich heut immer noch so ein bisschen uschi-like drauf. Mit meiner Motivation stehts derzeit nicht mehr so zum besten, seit ich im Job ziemlich unter Zeitdruck stehe. Aber, wer sich neue Aufgaben fragt, darf sich nachher nicht beschweren. Dass aber jetzt alles zeitlich zusammen kommt, war nicht unbedingt in meinem Sinne. Ich denke, je mehr Stress im Job, desto weniger Motivation für den Feierabend.

Da ich aber heute Nacht wieder richtig gut geschlafen habe, ging es mir schon besser. Auch das erste Treffen mit der Stadtverwaltung in Sachen "Lauf gegen Rechts" hat heute stattgefunden, da kommt auch noch einiges auf mich zu. Mancher Tag hat definitiv zu wenig Stunden. Zu Hause also erst mal kurz mit dem Schweinhund gezofft und dann, nach einem kleinen, finalen Arschtritt per Telefon von meinem Schatzi-Coach, raus auf die Bahn, heute noch mal in 3/4 tight.

Ein Hauch von Jauche hing der Luft - na prima. Unterwegs zur Bahn wünschte ich mir noch schnell, dass das Tor offen ist, damit ich nicht wieder klettern muss. Und was soll ich sagen!? Das Tor stand sperrangelweit auf. Erst ein bisschen warm gelaufen und dann noch mal den Forerunner resetet, ich trau dem Häkchen fürs Ein- und Auslaufen nicht, trotz Brille, die ich heute bewußt mal auf der Nase hatte dafür. Da kam auch schon das Signal für das erste Intervall. Ich habs recht lange raus gezögert, weiß auch nicht, irgendwie hatte ich heute Respekt vor den Intervallen, was aber wohl mehr an der mangelnden Motivation lag. Abweichungen eingeschlossen, lief ich jedes IV zu schnell an, meist so um 5:20, so dass ich die pace im Laufe der Runde noch korrigieren konnte. Ein Tempo von 5:20 hätte ich vermutlich ohnehin nicht ganz durchgehalten. Bei diesen Gedanken kam mir während des Laufens auch mal wieder ein kleine Krise dazwischen, so in etwa, dass ich fürs schnelle Laufen wohl echt nicht geschaffen bin, wenn ich das Tempo noch nicht mal 400 m halten könnte. Aber gut, "vergleiche dich nicht mit den falschen Leuten, Marion", versuche ich mich selbst wieder mental aufzubauen.

Dass ich die 10 IV in dem Tempo schaffe, wußte ich eigentlich vorher, trotzdem war ich nach jedem froh, wenn ich wieder traben durfte. Apropos, wir sind ja hier unter uns... Ist mir ein bisschen unangenehm, aber der ein oder andere von Euch kennt das bestimmt auch. Ich frage mich ernsthaft, wo kommt all die Luft her, die ich in den Trabpausen aufgestoßen habe? Es war unglaublich, vor allem größtenteils unglaublich unlady-like. Nur gut, dass weit und breit keiner auf der Bahn war - der Vergleich mit einem röhrenden Hirsch liegt irgendwie nahe.

Beim letzten IV hab ich mich mal wieder verzählt, dachte es kommt noch eins, doch dann kam der Schlussbimmler, hierbei ein erneuter Vergleich, diesmal mit den Pawlowschen Hunden. Heute bin ich wohl mehr Tier als Mensch, oder wie... 

Soll also 10 x 400 m in 5:50 und Ist:

5:46 / 5:45 / 5:43 / 5:45 / 5:47 / 5:49 / 5:48 / 5:48 / 5:54 / 5:49

In Summe mit ein- uns aus also 8,1 km und mein Puls, mit dem neuen Pulsgurt!!, der heute mal etwas tiefer saß als direkt unter Brust, war auch im grünen Bereich, wie ich finde (max 175 und durchschn. 156). 


Das sieht doch schon viel, viel besser aus (wobei ich es fast nicht glauben mag ;-))

Montag, 23. Januar 2012

Monday, monday... :-/

Nur gut, dass heute kein Lauf ansteht; meine Beine fühlen sich irgendwie an, als würden sie vor lauter Kraft strotzend kaum durch die Tür kommen. In den Oberschenkeln hab ich eine kleine Katze sitzen und irgendwie hab ich keine großartige Lust, mich heute zu bewegen. Dabei ist die Bewegung doch ganz angenehm, na ja, bis auf die Treppen. Vielleicht war es doch ein bisschen viel, wenn auch sicher nicht zu viel. Diese Woche sagt der Plan noch einmal Gas geben und dann hab ich fast drei ruhige,  regenerative Wochen vor mir. Dienstag muss ich noch mal Intervalle laufen, 10 x 400 m in 5:50, Donnerstag noch 8 km in 7:40 und da ich Samstag in der Schule sein muss, haben wir den Lauf von Samstag und Sonntag zusammen gelegt. Es sollen dann mal 16 km in 7:45 werden. Aber diesmal wirklich langsam.

Irgendwie hab ich heute nicht den besten Tag. Obwohl ich super geschlafen habe, dem Tipp meines Physios sei Dank, nämlich sofort nach dem Lauf Kohlenhydrate zuzuführen (und nicht erst eine Stunde später oder so). Ich hoffe nun, dass die unruhige und teils schlechte Schlaferei, die mich seit Silvester plagte, vorbei ist. Die Erklärung hab ich nicht mehr so ganz parat, aber es hat irgendwas mit der Leber zu tun und dass einige Menschen eben so reagieren (also mit schlechtem Schlafen) und demnach unmittelbar nach einer Sporteinheit sowohl flüssige wie feste Kohlenhydrate zuführen sollen. Ich habs zweimal probiert und es hat zweimal geklappt. Nein, am Schlaf kanns nicht gelegen haben.

Gut, auf der Arbeit war heute wieder ein ziemlich typischer und dementsprechend unruhiger Montag. Wenn kurz vor 8 Uhr schon Asthmaanfall-Alarm angesagt ist, verheißt das nichts Gutes! Frau Hansen hier, Frau Hansen da, ich brauche Kreide, kann ich bitte ein Pflaster haben, darf ich mal telefonieren, haben sie eine Schere für uns, haben sie Tesa für uns, wo finden wir den Hausmeister und und und... Und nebenbei für die komplette Unterstufe 10stellige Karten-Nummern in ein Excel-Sheet getippt. Morgen ist die Oberstufe dran, in Summe 800 Schüler bzw. Nummern, im Anschluss dann die Karten einem Serienbrief zuordnen (Nummern in einem kontrollieren) und verteilen. Nein, ich will mich wirklich nicht beklagen, ich freu mich ja über die neue (und einmalige) Aufgabe, aber wenn man ständig gestört wird und nicht in Ruhe arbeiten kann, zehrt das schon an den Nerven. Und, Ihr glaubt es kaum, ich bin schließlich auch nur ein Mensch. Der Tag ist umgeflogen. Aber die Laune wurde nicht wirklich besser. Woran kanns liegen? Ok, Sohnemann schon verdammt lange nicht mehr gehört oder gesehen. Also angerufen. Leider nur ein Monolog mit seiner Mailbox, der einen kalten Kakao zur Folge hatte. Doch die Lust auf Süßes ist noch nicht gestillt... Hm... Der Gedanke, wie gut ein Weinchen nun tun würde, verwerfe ich sofort, denn vom 01.01. bis zum 01.04. gibts keinen Alkohol für mich. Und da kenn ich nix. Manchmal kann ich nämlich herrlich konsequent sein, da muss ich mir beweisen, dass ich eben doch einen starken Willen habe. Apropos, ich habe schon länger nicht mehr erwähnt, dass ich seit dem 30.08. nicht mehr rauche :-)). ... Irgendwie hab ich das Gefühl, ich brauch heut ein bisschen Anerkennung ;-).

Sonntag, 22. Januar 2012

Noch mal in Belgien unterwegs

Da es sich an der Maas so schön laufen lässt, wollten Dirk und ich heute noch mal dort hin. Bei mir standen eigentlich nur 7 km in 7:20 pace auf dem Trainingsplan, aber dafür lohnt es sich nicht unbedingt, bis Maasmechelen zu fahren. Und weil ein TPlan immer nur ein Richtwert ist, haben wir die Strecke unwesentlich verlängert.

Dass es in Belgien heute Vormittag nicht regnen sollte, stimmte leider nicht. Es waren 5 Grad und schon unterwegs fielen die ersten Tropfen, ein teils heftiger Wind ließ die Temperatur deutlich kälter erscheinen. Als wir aus dem Auto ausstiegen, musste ich schwer überlegen, ob ich bei der geplanten Weste bleibe oder doch die Regenjacke anziehe. Bin ja keine Uschi, also bliebs bei der Weste. Am Anfang hatte ich eiskalte Finger und ruckzuck wurden auch die Beine und Arme kalt. Aber aus Erfahrung weiß ich ja, dass ich eigentlich ein Backofen bin, somit war das kein Problem. Den ersten Kilometer gabs heftigen Rückenwind, der mich regelrecht schob. Beim zweiten Kilometer kam er seitlich und ab dem dritten kam er leider frontal von vorne und der Regen wurde auch heftiger. Kurz überlegte ich, ob ich mich ärgern sollte, denn bei dem Wetter wär es in unserem heimischen Wald sicher deutlich angenehmer geworden. Aber was solls?! Schließlich war es genau das Wetter, aus dem Athleten gemacht werden ;-). Die Musik in meinen Ohren lenkte mich auch diesmal wieder perfekt ab und trug dazu bei, dass der Lauf trotz Wind und Regen doch ein toller Lauf wurde. Die Maas hatte sehr viel Wasser und da ich teilweise nur zwei Meter von ihr entfernt lief, war es schon ein Erlebnis, sie mal richtig in Aktion zu sehen, ganz schön heftig! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Lauf dort, denn der wird am kommenden Sonntag sein und dann darf  ich 16 Kilometer laufen. Wir schmeißen aus Zeitgründen zwei Einheiten zusammen. Dann kann ich auch endlich mal wieder von einem langen Lauf sprechen.

Nach 10,5 km kam ich am Auto an und welch eine Freude, ich hatte mich diesmal nicht verlaufen! Dirk kam ca. 10 min. nach mir an, seine Runde war heute 15 km lang und sein Fuß hat alles gut weg gesteckt - prima!

Heute gibts ausnahmsweise mal keinen Tatort, dafür haben wir an meiner Homepage rum gewerkelt.

Die nächste Woche wird nur so umfliegen. Ich habe die böse Vorahnung, dass ich um die ein oder andere Überstunde nicht herum komme. Aber schön ist es trotzdem, dass ich so viel zu tun habe. Ich hoffe nur, dass ich meine Einheiten auch machen kann. Die nächsten Wochen bleiben spannend.

Donnerstag, 19. Januar 2012

9. Einheit - Pommesbudenrunde


Heute gings gleich nach der Physio in die Laufsachen und los. Im Gegensatz zum ISH meines Mannes hatte meiner heute nix zu melden (schön, dass ich Dirks Schweinhund dadurch auch besiegt habe - gern geschehen ;))! Das Wetter hatte sich zum Glück etwas beruhigt, der Sturm war so gut wie weg und der Regen hatte wie auf Kommando aufgehört, das Thermometer zeigte 8 Grad an, perfekt!

Soll: 8 km / 7:40 pace
Ist: 10,8 km / 7:40 pace

Ich hatte heute einfach Lust zu laufen und bin mal wieder meine Dorf-Pommesbuden-Abendrunde gelaufen, heute waren es sogar 8 Stück, an denen ich vorbei gekommen bin. Ich muss schon zugeben, dass ich noch mal Lust auf so ne  richtig geile Currywurst mit Pommes und Mayo hätte... Aber essenstechnisch läufts gerade nicht so optimal. Ich bin heute erst um 10.30 Uhr zum Frühstücken gekommen, hatte unerwartet viel zu tun. Ich esse momentan wieder viel zu viele Kohlenhydrahte in Form von Brot oder Müsli (nein, nicht das gesunde, das von Vitalis) und jetzt gibts gleich noch lecker Eintopf mit Mettwurst (ich liebe sie!). Gut, Süßigkeiten und Alkohol sind immer noch tabu, insofern... Ach, schei... drauf, das wird schon (oder auch nicht). Es geht mir momentan einfach gut und das ist die Hauptsache.

Euch einen schönen Abend noch :))

Dienstag, 17. Januar 2012

2. IVT, 8. Einheit


Boah war das kalt heute! Mein Auto zeigte 5,5 Grad auf dem nach Hause Weg an, aber es fühlte sich vor allem im Schatten an wie 0 Grad. Auf der Bahn lag zum Teil noch Raureif, alles weiß, also 5 Grad waren das nie und nimmer.

Ich hatte heute unverhofft eine Schulung und musste dafür sogar bis halb vier in der Schule blieben, den Gang zur Post hab ich mir deshalb geschenkt. Ich war ziemlich müde, kam aus dem Gähnen nicht mehr raus, und hatte überhaupt keine Lust auf Intervalle in dieser Kälte. Aber, watt mutt, datt mutt. Also in die Klamotten und ab auf die Bahn. Glücklicherweise brauchte ich heute nicht zu klettern, die Toreinfahrt war so verschlossen, dass ich den Hebel umlegen und das Tor öffnen konnte. Den Forerunner ohne Brille zu bedienen ist jedes mal ein kleines Abenteuer. Dass ich die Zeit dennoch treffe... keine Ahnung. Zumindest ist mir das Einlaufen mal wieder abhanden gekommen und auch ein erstes Intervall. Somit komme ich wieder auf 10 Stück, aber lassen wir das. Ich wusste ja längst, dass ich ne Niete in Mathe bin, aber das ich auch noch nicht mal zählen kann und auf Knöpfe drücken.... Schieben wir es auf die blöden Augen.

Es lief trotz Kälte wie am Schnürchen. Gefühlt fielen mir die Intervall leichter, hab demnach das Tempo als nicht so anstrengend empfunden wie beim letzten Mal. Kleiner Fortschritt schon erkennbar? Wäre ja zu schön. Nach dem 3. oder 4. Intervall kam der Nachwuchs eines Laufvereins auf die Bahn. Na Klasse. Zuschauer kann ich echt nicht gut ab, die machen mich nervös. Vielleicht bin ich deshalb bei WK immer so neben der Spur? Beim letzten IV sind mir die Jungspunte in die Quere gekommen, so dass ich sogar einmal bis zum Stillstand abbremsen musste. Idioten.

Und nu muss ich ganz fix unter die Dusche, mir ist sooo kalt :(

Hier sind die Intervalle im Einzelnen, in Summe hab ich heute 8,3 km gemacht.

Montag, 16. Januar 2012

Weiter gehts...

Wo war ich denn stehen geblieben? Ah ja, am Freitag die Geschichte mit dem Pulsgurt... Dann gabs am Samstag nur 25 km auf dem Homi, 46 min. den Puls auf Trab bringen und die Beine etwas fordern. Hat Spaß gemacht und war sehr kurzweilig, allerdings könnte ich mir das ohne Musik auch nicht so prickelnd vorstellen. Abends waren wir im Kino in "Ziemlich beste Freunde", einem französischen Film, nach einer wahren Begebenheit. Ein wunderschöner und auch sehr witziger Film - uneingeschränkte Empfehlung von Dirk und mir!

Sonntag haben wir erst mal schön ausgeschlafen, gefrühstückt und dann gegen Nachmittag gings los zum Laufen. Bei mir standen 8 km in 7:40 pace auf dem Trainingsplan sowie 15 min. Stabitraining im Anschluss. Ich hatte mir vorher schon überlegt, dass ich doch ganz gerne 10 km laufen würde, ich will schließlich auf 100 Monatskilometer kommen, denn ganz vage haben wir für 2013 unseren ersten Marathon im Visier *ohschreck*. Im Augenblick kann ich mir das noch überhaupt nicht vorstellen, mal so um die 5 Stunden am Stück zu laufen! Aber bis dahin liegen ja auch noch ca. eineinhalb Laufjahre vor uns und sicher noch etliche Kilometer.

Am Anfang lief es sehr schwer, die Beine waren vom Radeln wohl doch ein wenig müde. Aber wie ich aus der Erfahrung inzwischen weiß, wird das meist nach den ersten drei Kilometern besser. Und so war es auch. Das Wetter war wirklich herrlich, Sonne von vorne Wind von hinten = Reißverschluss an der Jacke auf, Sonne von hinten, Wind von vorne = machen wir sie wieder zu. Gefühlt war dies mein kältester Lauf (3 Grad) in dieser Wintersaison. Aber für mich darf es ja eher zu kalt als zu warm sein, insofern war es richtig gut!

Unterwegs ist mir dreimal der Schatzi über den Weg gelaufen, ich hab mich jedes Mal gefreut. Nach 10,5 Kilometern hab ich dann mal auf Stopp gedrückt, man soll es ja nicht übertreiben, und wieder wars eine Punktlandung. Die letzten 500 Meter bin ich dann ganz, ganz langsam nach Hause ausgetrabt. Da konnte ich mich noch zu 25 min. Stabi-Yoga motivieren und somit ist mein Soll absolut erfüllt. Das Trainieren mit dem Plan macht wirklich Spaß. Meine nächste Einheit steht Morgen an, dann heißt es wieder Bahntraining, 8 x 500 m in 6:10. Ich hoffe, ich muss nicht wieder über den Zaun klettern und finde irgendwo ein offenes Tor. Vorsorglich werde ich für den Hausmeister mal eine Packung Merci mitnehmen - kleine Geschenke und so weiter...

Heute ist Ruhetag - aber sowas von! Meine Beine fühlen sich angenehm schwer an und die haben sich eine Pause redlich verdient. Hab mir außerdem irgendwie ein wenig den Nacken verrenkt, der verlangt nach einem heißen Dinkelkissen und der Couch - ganz in meinem Sinne!

Samstag, 14. Januar 2012

Nicht kleckern, klotzen - oder wie?!

Dieser Offtopic-Beitrag richtet sich an alle, die Steuern zahlen, denn es geht um unser Geld, von dem hier die Rede ist:

Überall ist derzeit vom Sparen, Sparen und noch mal Sparen die Rede, ganz besonders bei unseren Politikern. Dabei sollten die sich mal an die eigene Nase fassen, denn geplant ist für Landtagsabgeordnete in NRW eine Diätenerhöhung auf 10.700 Euro! Ein Beispiel, die Rente eines Abgeordneten vs. Normalverdiener:  

Wer mit 49 Jahren in den Landtag kommt, zehn Jahre als Parlamentarier arbeitet und einzahlt, erhält dafür mit 65 Jahren eine Rente von 1.251 Euro. Wer zehn Jahre lang den Höchstbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, darf gerade mal mit 582 Euro rechnen, der Durchschnittsverdiener sogar nur mit einer Rente von 274 Euro. Kommt die Erhöhung durch, erhält der Landtagsabgeordnete 1.573 Euro im Alter. Für zehn Jahre im Landtag hat er also einen Rentenanspruch, für den andere ihr ganzes Leben lang arbeiten müssen. Das darf nicht sein, das gilt es zu verhindern. Wer dagegen etwas tun möchte, findet hier eine Möglichkeit zu zeigen, dass er damit nicht einverstanden ist: Bund der Steuerzahler

Freitag, 13. Januar 2012

Zu blöd...

Heute ist ein sportfreier Tag, was meine Lust, mich ein wenig zu bewegen und vor allem etwas frische zu Luft zu schnappen nicht verhinderte. So plante ich einen neuerlichen Walk with sticks.


Es war ein toller 7 km Spaziergang, hab ihn genossen mit jedem Meter. Bis... ja bis... ich Dirk beim Laufen sah und mir schlagartig folgendes bewusst wurde:

Wohl zum Leidwesen meines lieben Mannes, hab ich mir dessen Pulsgurtband ausgeliehen. (Entschuldige Dirk, ich hab echt nicht dran gedacht, dass Du früher kommst und laufen gehst) Zur Erklärung für Euch, ich finde mein Band nicht mehr. Da ich ja meistens ohnehin nur mit dem Pulsgurt im Sport-BH laufe, weil es einfach bequemer ist und nicht verrutschen kann, hab ich es versäumt, mal konkret danach zu suchen (und Dirk wollte sogar schon ein neues bestellen, eieiei wie blöd!). Heute wollte ich mal testen, ob meine hohen Pulswerte eventuell davon kommen, dass das Teil so press unter der Brust sitzt, (das ist meist richtig fies unangenehm eng, ich bin da wieder mal ein kleines empfindliches Prinzesschen. Aber der normale Gurt ist ebenso lästig). Dazu hab ich mir das Stretchband von Dirk ausgeliehen. Als ich das Ding da liegen sah, kam mir die Idee und ich hab nicht weiter drüber nach gedacht

Aber siehe da, der Wert ist so, wie er für einen Spazierwalk sein sollte, durchschn. 114 bpmDer Gurt lag nun 3 Finger breit tiefer als sonst. Kann es wirklich sein, dass das die Ursache ist?

....

Zu Hause lag folgender Zettel auf dem Tisch: Wo! ist mein Pulsgurt!? :-( Es waren ganz schlimme Minuten bis...

Gerade der Schatzi nach Hause gekommen ist. Er ist nicht böse *hattapüüüh* - hat mich nur zum Erdinger holen in den Keller geschickt und damit war die Sache für ihn gegessen. Bin mit gesenktem Haupt in den Keller geflitzt, weil ich schließlich weiß, wie kleinlich Läufer im Bezug auf nicht messbare Werte ihrer Läufe sein können.

Und jetzt wird erstmal fix ein neues Band bestellt!

Mittwoch, 11. Januar 2012

5. Einheit des TP


Und so betrachtete sie ihr Ergebnis in Sporttracks und es war gut:

Soll: 7 km / 7:20
Ist: 7 km / 7:20* / 51 min, Puls 151 durchschn. √
15 min. low-Stabi (wegen leichtem Schwindel nur low-Variante)  √
* berechneter Wert 7:15, manuell 7:20

Die ersten Meter des heutigen Laufs fühlten sich sehr seltsam an, so als ob meine Beine noch nie gelaufen wären und nicht wüssten, was sie machen sollen. Irgendwie staksig, ungelenk und steif. Das gab sich zum Glück nach ein paar Hundert Metern und als ich erst mal im Rhythmus war, lief es von selbst. Die Pace-Runden-Anzeige ist wirklich sehr hilfreich, das Tempo zu steuern, und die Musik tut ihr übriges dazu, den Schritt recht gleichmäßig zu halten. Unterwegs kam mir wohl mal der Gedanke, dass ich die 10 km sicher nicht mehr in u7 schaffe, wenn ich weiterhin so gemütlich dahin trabe.

Leider gabs in den Kayano 18 wieder Rumgezicke im linken Fußballen; ich werde den Physio morgen mal fragen, was das für eine Ursache sein könnte. Gestern in den Brooks hatte ich kein Problem, in den Kayano 17 sowieso nicht, nur die ganz neuen Modelle von Asics (Trabuco und der 18) bereiten mir solche Probleme. Echt doof!

Alles in allem bin ich weiterhin sehr motiviert und zufrieden mit meinen Ergebnissen. Allerdings hab ich in der nächsten Woche ein 10 x 400 m IV im 5:50er pace - jesses. Ob ich die auch so gut treffe???

Dienstag, 10. Januar 2012

Mein erstes Mal auf der Bahn


Es war geil, geil, geil!

Obwohl ich heute gefühlt einen recht bescheidenen Tag mangels Schlaf hatte, war ich dann kurz vor dem Training nach einem sehr erquickenden Telefonat mit meinem Schatz (die angekündigten Konsequenzen werden konkreter, juchuuuuu) überaus motiviert. Die in 500 m Entfernung liegende Laufbahn am Gymnasium lag einsam und verlassen da und wartete nur auf mich. Zuvor eine kleine Runde um unseren trist da liegenden Weiher zum Einlaufen und schwupps über den Zaun geklettert, da wie erwartet alle Tore verschlossen waren. Noch eine Runde eingelaufen, ein erstes, nicht mitgezähltes Intervall :pfeif: gelaufen, weil vergessen die Starttaste wieder zu drücken. Dann stand da plötzlich der Hausmeister und gut erzogen, wie ich bin, ich zu ihm hin getrabt und gefragt, ob es ok wäre, dass ich da laufe. "Se machen ja nix kaputt, laufen se ruisch," grummelte der Mann mir freundlich zu. Puh, Hausmeister-Absolution erhalten. Noch ein paar Meter gelaufen, Starttaste gedrückt und ab die Post!

Wie immer, war ich erst etwas zu schnell, hatte auch bei den ersten drei Intervallen die pace-Einstellung nicht auf "Runde", was die Sache etwas erschwerte. Es machte echt Spaß, auch wenn ich am Ende des Intervalls gut japsen musste. Aber so soll es doch auch sein, oder?

Irgendwann winkte von hinten ein neonorangefarbener Arm, mein Schatz durfte heute auch zum ersten Lauf dieses Jahres wieder los, Schonfrist überstanden. Er schaute mir noch eine Runde lang zu und ich lief brav meine Runden weiter, überrascht, wie leicht ich doch immer wieder ins nächste Intervall starten konnte. Vermutlich, weil ich nicht bis zur K-Grenzen laufen musste.

Das letzte Intervall war somit wieder ein zu vieltes. Nach dem Bimmeln nahm und nahm es kein Ende, Trainingsende verpasst. Also waren es 10 Intervalle, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Ich zähle trotzdem nur die 8, der Rest zählt zum ein- und auslaufen dazu.

Und nun, I proudly present you my first Intervalltraining on the Laufbahn:

1. Zeit 5:58
2. Zeit 5:56
3. Zeit 6:09
4. Zeit 5:57
5. Zeit 5:59
6. Zeit 5:57
7. Zeit 6:02
8. Zeit 5:56

Alles zusammen waren es 7 km in 46 min.

Vorgabe war 8 x 400 Meter in 6:10. Bisschen zu schnell, aber trotzdem ganz gut, wie ich finde. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Den Salat vom Italiener hab ich mir jetzt aber auch sowas von verdient!

Samstag, 7. Januar 2012

3. Einheit laut Plan


Soll: 10 km / 8:00 / 120 min.
Ist: 10 km / 8:00 / 120 min, Puls 157 durchschn.√
Punktlandung würde ich sagen.

Der heutige Lauf war echt Klasse, das Wetter mal wieder genau mein Ding und das gemütliche Tempo klappte besser als erwartet. Hätte mein linker Fuß ab km 6 nicht wieder rum gemeckert in Form von penetrantem Stechen unter dem Vorderfußballen, wäre es noch besser gewesen.

Den Pulsgurt hatte ich vor dem Laufen unter den Wasserhahn gehalten und der Puls war somit direkt da. Beim Schuhe anziehen bereits auf ü100. Ich habe somit beschlossen, meinem Puls keine Beachtung mehr während des Laufens zu schenken, ich nehme ihn danach zur Kenntnis und basta, Thema ist durch. Solange ich beim Laufen mit teilweise geschlossenem Mund atmen kann, wird wohl alles in Ordnung sein.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Freitag, 6. Januar 2012

Pulstest


Die Idee kam mir gestern beim Biathlon schauen. So zog ich heute los, mit Stöcken an den Händen, den Pulsgurt umgeschnallt, um den ultimativen Beweis zu erbringen, dass entweder a) mein Puls oder b) mein Forerunner spinnt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was von beidem nun zutrifft :denk:.

Da ich heute einen sportfreien Tag habe, wollte ich wenigstens ein bisschen Bewegung haben. Außerdem mutiere ich mehr und mehr zum Natur- und Frischluftjunkey, so dass mir was gefehlt hätte, wäre ich heute wieder nicht raus gekommen. Den zügigen Spaziergang wollte ich darüber hinaus nutzen, um meine Camino-Wanderschuhe noch ein wenig einzulaufen.

Ich sags Euch, es ist schon komisch, wenn man sich eigentlich als Läuferin oder zumindest Joggerin sieht und dann noch einmal mit den Stöcken unterwegs ist :o Ganz anderes Outfit und auch das Gefühl ist komplett anders (ich gestehe wohl, dass ich in keinem Moment geneigt war, los zu laufen). Die Außendarstellung für die Umwelt kommt da komischerweise eher freundlicher rüber. Es schien völlig selbstverständlich zu sein, mich zu grüßen (Fußgänger und männl. Läufer). Wobei ich sagen muss, dass ich auch von vornherein freundlich drein geschaut habe, da ich mich einfach freute, unterwegs zu sein. Ein wirklich fast peinliches Gefühl kam allerdings auf, als mir drei sehr ambitionierte Läuferinnen, die gerade über AK40-Ergebnisse sprachen, entgegenkamen. Die beiden nicht Sprechenden schauten zwar freundlich, aber grüßten nicht. Ich hatte das Gefühl, ich konnte ihre Gedanken lesen: "Ah, ne Walkerin - na besser als gar nichts tun!"...

Zwischendurch schaute ich immer wieder auf meinen Puls. Es war unfassbar! Bis zum vorletzten km war er tatsächlich so hoch wie beim Laufen, die ersten 3 km um die 170 bpm. Erst ab km 5 ging er endlich runter auf 130 und dann sogar bis 115. Ist das wirklich möglich? Am Mittwoch bin ich fast die selbe Runde gelaufen mit einem Durchschnittspuls von 152. Die Walking-Runde liegt bei 160.

Gut, ich weiß ja inzwischen, dass mein Puls immer recht hoch ist und ich bewerte das auch nicht über. Ist halt so. Aber das ist doch wirklich kurios, oder?


Mittwoch, 4. Januar 2012

Mein Trainingsplan

In Anlehnung an Herrn Marquardt (www.natural-running.de) hat Dirk mir einen Trainingsplan geschustert. So sieht er leicht modifiziert nun aus:

Mary goes Berlin!

Anmerkungen und/oder Kritik nehme ich gern entgegen.

Achtung: primäres Ziel ist ankommen ;-)) (sekundäres Ziel unter 2:30 h).

2. Einheit Woche 1


Soll: 6 km / 7:20 / 44 min.
Ist: 6 km / 7:19 / 43:48 min, Puls 152 durchschn.

Bei dieser Einheit war ich mir eigentlich sicher, das ist easiest going, schließlich ist diese pace mein "ich-lauf-bis-ans-Ende-der-Welt-und-guck-mir-dabei-die-schöne-Gegend-an-Tempo". Den Forerunner auf  Pace-Alarm eingestellt und los gings. Doch schon nach knapp 300 Metern musste ich den Alarm raus nehmen, es bimmelte andauernd. Hier muss ich noch mal recherchieren, was ich falsch gemacht habe und wie es besser ist.

Der Lauf wurde dann doch nicht so easy, wie ich dachte. Lag es am starken Wind, lag es am intensiven Stabitraining gestern, dass die Beine doch etwas schwer waren, lag es am 3 km erst mal wieder leichten bergan laufen, war das Tempo vielleicht doch zu langsam oder noch zu schnell? Egal. Unterm Strich wars dann doch ein guter Lauf, auch wenn mein Puls wieder viel zu hoch war (er entsprach aber meinem Gefühl), den ich mit einem ausgiebigen Stretching beendet habe.

Ansonsten hab ich das Gefühl, mein Körper ist in einer Umbruchphase. Seit Silvester schlafe ich recht schlecht (hab ich womöglich zu viel Ruhe?) und seit gestern hab ich ein unschönes Grummeln im Bauch. Bin ich möglicherweise auf Süßigkeiten- und Alkoholentzug oder ist das ganze Grünzeug womöglich gewöhnungsbedürftig ;-). Ich hoffe, das pendelt sich bald irgendwie ein...

Ich lese übrigens gerade das Buch "Extrem" von Norman Bücher. Paßt zu meiner derzeitigen Situation gerade wie die Faust aufs Auge. Demnach werde ich meine Ziele und meine Motivation noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen und für mich konkreter formulieren. Es wird gewiss ein spannendes Jahr!

Seit heute haben wir einen HD-Recorder. Das ist mal ne ganz feine Technik! Programmieren war nie einfacher. Toll! Jetzt können wir noch gezielter Fernsehen und das ohne Werbung.

Dienstag, 3. Januar 2012

1. Einheit geschafft

Es ist zwar kaum der Rede wert, aber dennoch ist ein Anfang gemacht: die erste Einheit meines über 12 Wochen gehenden HM-Plans ist geschafft, ich habe 45 Minuten Stabi-Rumpftraining gemacht. Große Güte, wenn man das so lange nicht mehr gemacht hat, haut das wirklich voll rein. Vermutlich habe ich morgen einen leichten Muskelkater. Aber egal, ich war lange nicht mehr so motiviert wie im Moment und auch mit dem vernünftigen Essen klappts sehr gut. So habe ich tatsächlich von gestern auf heute bereits ein halbes Kilo weniger. Dass das leider nicht so weiter geht, weiß ich wohl; nun heißt es dran bleiben.

Morgen soll das Wetter wieder so stürmisch werden wie heute. Da ist vermutlich eine Einheit auf dem Crosstrainer fällig; würde ich gleich nicht mit Iris ins Kino gehen, würde ich mich heute schon drauf schwingen. Aber so kann ich mich auf morgen freuen :-).

Montag, 2. Januar 2012

Vorschau und Ziele

Das neue Jahr verspricht ein Jahr zu werden, an das ich mich sicher noch lange erinnern werde. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und auf zwei freu ich mich ganz besonders: So ist geplant, am 01. April meinen ersten Halbmarathon in Berlin zu laufen und gleich eine gute Woche später werde ich mit Heike eine Woche auf dem Jakobsweg eine 150 km Etappe pilgern. Heute habe ich von Dirk einen HM-Plan erhalten, der ab Montag in Kraft tritt, er endet mit dem HM am 1. April und einer Planzeit von 6:55  = 2 Stunden und 26 Minuten. Es soll demnach ein moderater Sightseeinglauf werden mit dem vorrangigen Ziel "anzukommen". Bei dieser Gelegenheit werden wir sicher einige weitere Foris sowie auch einige Läufer aus dem Facebook kennen lernen. Außerdem finde ich total Klasse, dass Iris sich recht spontan entschlossen hat, mit uns nach Berlin zu fahren! Das erste Quartal wird sicher nur so vorbei fliegen, zwischendurch gibts noch Dieter Nuhr am 01. März und auch die Anmeldewochen in der Schule, die sich als ganz spannend entpuppen.

Desweiteren sind wir bereits zum 2. Aachener Sportscheck-Nachtlauf angemeldet und wenn der HM bei mir gut klappt, wird es vermutlich noch eine Wiederholung in Dresden geben (vielleicht mit Nani und / oder Norman?). Auch haben wir den Lichterlauf in Duisburg wieder im Auge. Größte Voraussetzung ist selbstverständlich für alles eine optimale Gesundheit, hier klopf ich dreimal auf Holz, dass nichts schlimmeres eintreten mag. Ernährungstechnisch möchte ich hier auch einiges ändern um somit  auch hoffentlich endlich mal 7 Kilo abzunehmen - 5 wären auch schon toll, aber 7 wären perfekt. Zwei wichtige Dinge dazu: viel mehr Wasser trinken und Alkohol und Süßigkeiten/Chips radikal einschränken. Wenn ich dann 3 - 4 x pro Woche meinen Trainingsplan umsetze, sind das sicher sehr gute Voraussetzungen. Irgendwann muss ich das doch mal schaffen, warum also nicht dieses Jahr ;-) ?

Was gibts noch? Unser Sommerurlaub soll aller Wahrscheinlichkeit nach Richtung Irland gehen. Schon als Teenager fand ich Land, Leute und Musik ganz toll. Auf meiner to-do-before-I-die-Liste steht Irland ganz weit oben, eine perfekte Mischung aus Meer, Bergen und grüne Weite. Eine Alternative wäre Dänemark/Norwegen/Schweden. Auf keinen Fall in den Süden, da reicht der Herbst vollkommen aus, falls es da noch mal weg gehen sollte. Oder ist da der HM in Dresden geplant? Hui, so viele Ziele, da kommt Frau schon mal gern durcheinander...

Einen ganz großen Wunsch habe ich und wer mich näher kennt, weiß auch, was es ist. Leider kann ich das hier so öffentlich nicht schreiben, man weiß ja nicht, wer hier so alles mit liest :-). Jedenfalls hat sich eine Sache in meinem Leben leider nicht so entwickelt, wie erhofft und hier muss ich nun eine weitere Konsequenz ziehen. Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber ich muss das tun, für mich, für mein Ego.

Zwischenmenschlich erhoffe ich mir  bestehende Kontakte zu vertiefen und die familiären durch die Bank weg zu verbessern. Es darf nicht sein, dass man so wenig am Leben der anderen teil hat, jeder lebt so sein Ding und irgendwie bröckelt die Familie langsam auseinander. Weiterhin wünsche ich mir viele interessante neue Menschen kennen zu lernen, aus denen sich möglicherweise auch Freundschaften ergeben. Mit anderen Worten, ich möchte so ein bisschen von meinem Eigenbrötler-Dasein weg kommen (tief in meinem Inneren bin ich das nämlich leider, auch wenn man das Äußerlich nicht vermuten würde). Auf meinem Weg in meine Mitte dürfen somit auch noch ein paar Knoten mehr platzen, die mir dadurch etwas weniger Ballast verschaffen und dann hoffentlich ein für allemal im Nirvana verschwinden. In jeder Kirche, die ich auf meiner Pilgeretappe betreten werde, werde ich ein Stück Vergangenheit lassen, so mein Plan :-).

Haaach, aufregend wird es werden! Und an dieser Stelle möchte ich jetzt einmal der Welt mitteilen, dass der liebevollste und beste aller Ehemänner meiner ist! Danke Dirk!

Rückblick 2011

Jahresrückblick 2011
Im Jahr 2010 bin ich 765 Kilometer gelaufen, in 2011 waren es 828 Kilometer (einmal Aachen bis Berlin und noch ein Stückchen Richtung Jena). Allerdings fing das neue Jahr 2011 ja auch gleich mit einer Verletzung an, die ich mir beim Reintreten in eine Kuhle in einem unachtsamen Moment im Dunkeln am 31.12.2010 in Trier zugezogen hatte. Röntgenaufnahmen und zwei MRTs brachten einen Bluterguß im Kniegelenk, eine Bakerzyste, beginnende Arthrose und einen Knorpelschaden zum Vorschein. Und immer wieder die Frage von Arzt und Physio: Musst du denn unbedingt laufen? Radfahren und Schwimmen wären für deine Knochen viel besser. - Ja, ich will und ja ich muss. Der Versuch, ein zweites Hobby hinzuzunehmen, das Reiten, scheiterte wegen dem Knie, vermutlich verschlimmerte es die Situation sogar noch. Immer wieder hatte ich teilweise sehr heftige Schmerzen im Knie, weitestgehend jedoch bei längerem Sitzen, was Autofahrten für mich besonders schlimm machte. Das Reiten also schweren Herzens wieder an den Nagel gehangen und das Laufen einen Gang runter gefahren. Um mich bei Motivation zu halten, habe ich mich einem Lauftreff angeschlossen, solange bis ich operiert wurde.

Im August 2011 hatte ich dann einen viertägigen Krankenhausaufenthalt, mir wurde die Gebärmutter entfernt, und somit hatte ich eine sechswöchige Zwangslaufpause. Da es mir ansonsten blendend ging, habe ich die Zeit genutzt, fleißig Stabilisationstraining zu machen und der Wiedereinstieg verlief sehr gut. Gefühlt hatte ich kaum an Form verloren. Erst ab dieser Pause hatte ich auch das Gefühl, dass mein Knie sich etwas beruhigt hat. Längeres Sitzen fällt mir immer noch schwer und hier und da zwackt es auch etwas heftiger nach einem längeren Lauf oder einem profilierteren. Leider vernachlässige ich das Stabi-Training inzwischen sehr, was sich aber wieder ändern soll. Den Lauftreff habe ich seither nicht mehr besucht, da ich in der dunklen Jahreszeit lieber gleich nach der Arbeit und somit weitestgehend im Hellen laufen kann, obwohl ich Läufe im Dunkeln sehr mag, diese dann aber alleine genieße, wenn ich sie denn mache.

Meine Wettkämpfe in diesem Jahr waren der 10 km "Lauf um das Bayerkreuz" in Leverkusen. Allerdings habe ich diesen nach 2 von 4 schrecklichen Runden gegen Betonmauern laufend, in denen ich überhaupt nicht in meinen Rhythmus gekommen bin, abgebrochen. Zu schnell los gelaufen, zu hektisch geatmet und den Kopf nicht besiegen können (ich durfte nicht mit meiner Musik laufen). Ein sehr lehrreicher Lauf auf jeden Fall. Darauf folgte der Tivoli-Lauf (5 km), der auch etwas krampfig war, weil es plötzlich sehr heiß wurde; auch die Strecke war nicht so schön. Dann gabs noch den 1. Aachener Sportscheck Nachtlauf (5 km), der wiederum sehr schön verlaufen ist. Mein 3. Womens Run in Köln (8 km) brachte mich zu dem Vergnügen, mit der lieben Nani zum ersten Mal Hand in Hand mit jemandem ins Ziel laufen zu können. Obwohl die Gute viel schneller hätte laufen können, blieb sie an meiner Seite! Dafür bin ich ihr heute noch sehr dankbar. Ansonsten war der Lauf schrecklich und ich werde mit Sicherheit keinen 8 km WR mehr in Köln laufen, wenn überhaupt nur noch 5 km, das Slalomlaufen ist einfach nur grauslich, die Strecke viel zu voll! Jahresabschluss war nun der Silvesterlauf in Trier, der mir auf die 5 km eine neue Bestzeit einbrachte, wenn auch ungeplant.

In diesem Laufjahr haben Dirk und ich sehr nette Laufbegeisterte kennen gelernt, den Großteil (10 Leute) beim Fori-Treffen-Lauf von Laufforum.de in Duisburg. Außerdem Sonja aus Hamburg beim HM, den Dirk in Hamburg mit gelaufen ist, Silke und Nani beim Womens Run in Köln, (wo die liebe Astrid leider nicht mitlaufen konnte, mit der wir aber im Anschluss ein lecker Kölsch gesüppelt haben) und später noch mal Ilona und Dieter aus dem Forum in Simmerath im Ziel begrüßt. Auch Heike, mit der ich im April eine Woche pilgern werde, habe ich aus dem Laufforum getroffen. Last but not least Rainer und Anne aus Trier, die wir aus Facebook kennen. Es ist immer wieder schön, wenn man Leute aus dem Internet dann persönlich trifft und ich hoffe, im nächsten Jahr kommen einige dazu (was zu erwarten ist, wenn wir in Berlin laufen werden). Läufer sind wirklich unkompliziert und haben immer Gesprächsstoff ohne Ende :-).

Privat gabs da leider noch die ein oder andere Tiefe, die ich jetzt nicht erörtern mag, einige Dinge haben sich nicht so toll entwickelt und forderten gewisse Konsequenzen. Ich habe wichtige Erkenntnisse gewonnen und es sind überfällige Knoten geplatzt, was einerseits heilsam, anderseits eben schmerzhaft ist. So ist es halt, das Leben. Und am Ende des Jahres freue ich mich darauf, den Reset-Knopf zu drücken und voller Zuversicht ein neues Jahr in Angriff nehmen zu können...

Vorschau 2012... 


in Kürze hier :-)

Neujahrsbegrüßungsläufchen

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann gegen 10.30 Uhr wieder nach Hause. Wir waren uns einig, dass es ein sehr schöner Silvestertag und -Lauf war. Die Fahrt zurück machte uns schon wieder neue Lust aufs Laufen, herrlich, all die Wege rechts und links über die Felder und Wiesen der Eifel.

Wir tranken zu Hause angekommen noch einen Kaffee mit Iris und nach einem kurzen Blick in mein Sporttracks, bestätigte sich, dass der Lauf in Trier tatsächlich nicht aufgezeichnet war. Shit happens. Ich zog mich um und drehte ein kleines Ründchen in unserem Wald. Kein Läufer weit und breit, nur einige wenige Fußgänger waren unterwegs. Nach all der Sitzerei tat das unglaublich gut, vor allem die frische, feuchte Luft.

Trotz der Musik auf meinen Ohren konnte ich ein wenig in mich gehen und mir ein paar Gedanken machen, wie es nun weiter gehen wird, was ich im neuen Jahr unbedingt ändern möchte und überhaupt. Aber dazu schreibe ich noch separat etwas - mein Mann gängelt mich gerade mal wieder, mich ums Mittagessen zu kümmern... dabei macht er das selber auch sehr gut ;-)...

Silversterlauf Trier (5 km)

Wie auch im vergangenen Jahr fuhren wir (diesmal mit gebuchter Teilnahme) zum Silvesterlauf nach Trier. Da Iris keine besseren Pläne für den Silvesterabend hatte, schloss sie sich uns an, was uns sehr freute. Bereits im Vorfeld verabredeten wir uns mit Rainer N., der beim Trierer Volksfreund arbeitet und den wir aus der Facebooks-Lauffreunde-Gruppe (virtuell) kennen. Er war dann auch so nett und verschaffte uns zwei weitere Vip-Zugäge zum Bus, eine Karte hatte ich bei einem Preisausschreiben bereits gewonnen. Die Fahrt nach Trier war sehr kurzweilig; Läufer haben immer ein Thema und der neueste Klatsch & Tratsch musste auch mal wieder ausgetauscht werden. Unterwegs war das Wetter alles andere als schön, Regen und Nebel, sogar ein bisschen Schnee lag in der Eifel. Aber wie das so ist wenn Engel reisen, erwartete uns in Trier zumindest trockenes, nebelfreies Wetter. Kurz in der Residenz am Zuckerberg eingecheckt und direkt gings weiter Richtung Marktplatz. Nachdem wir in der Sporthalle des Gymnasiums unsere Startunterlagen abgeholt hatten, trafen wir uns mit Rainer, die Freude war groß. Wir tummelten uns hier und da und verfolgten mit halbem Ohr und Auge die bereits gestarteten Läufe, die wie auch im Vorjahr von Wolf-Dieter Poschi Poschmann präsentiert wurden. Zu uns gesellte sich noch Anne, eine Lauffreundin von Rainer, mit der wir uns nachher gemeinsam einliefen.

Wie immer wurde ich kurz vor dem Start ziemlich nervös. "Ich will jetzt lieber Frittchen essen, als los zu wetzen", war mein Mantra. Keine Chance, der Startschuß fällt und ich renne mit der wilden Horde los. Wie immer direkt zu schnell, aber egal. Dank meiner Musik komme ich in der 2. Runde langsam in meinen Rhythmus, von der Stimmung an der Strecke bekomme ich nur wenig mit, mir fliegt Konfetti ins Gesicht und es stinkt nach Wunderkerzen; Dauerklatschen und Sambarhythmen nehme ich trotz meiner Musik noch wahr. Die Stimmung in Trier ist einfach der Hammer. Die 5 Runden ziehen sich mal wieder wie Kaugummi und in meinem Kopf versuche ich das Beste draus zu machen. Ich laufe aus Spaß, sage ich mir immer wieder und ich habe schon 10 und 15 und sogar 20 km geschafft, dann werde ich doch wohl die 5 hier auf einer Arschbacke abspulen! Ich warte darauf, von Iris überrundet zu werden und in der Tat, kurz vor dem Ziel streichelt sie mir über die Schulter. Ich muss da allerdings noch eine Runde - das Leben ist manchmal hart und grausam. Doch auch diese Runde war dann irgendwann zu Ende und ich habe sogar noch einen kleinen Endspurt einlegen können. Dirk und Rainer, die meinen Zieleinlauf mit einer Laola begleiten, sehe ich leider nicht. Iris kommt mit einem Getränk auf mich zu und nimmt mich in den Arm, während die Männer direkt zu ihrem Startblock für ihren Lauf gehen. Wie schön, es ist vorbei! Beim Einlaufen sehe ich, dass ich unter 32 min. geblieben bin und freue mich. Als ich auf meiner Uhr die genaue Zeit nachsehen will, stelle ich entsetzt fest, dass ich mal wieder die Knöppe falsch bedient habe und der Lauf nicht aufgezeichnet wurde. Das sind die Momente, in denen würden sich die meisten Läufer selbst am liebsten in den Hintern beißen, kämen sie nur dran. Nur gut, dass es eine Zeitmessung gab - ich kam dann auf 31:41 min, meine neue Bestzeit. Auch wenn das nicht unbedingt geplant und auch  nicht erwartet war, freute ich mich über eine Verbesserung von 30 Sekunden.

Wir tranken dann im Bus erst mal zwei verdiente Siegersektchen und verfolgten später den Lauf der Männer über 8 Runden, also 8 km. Am Ende waren alle sehr zufrieden mit ihren erreichten und verbesserten Zeiten, auch wenn Dirks Knöchel leider wieder ziemlich schmerzte nach seinem Lauf. Rainer begleitete uns dann noch ein Stück Richtung unseres Hotels. Wir machten uns frisch und aßen dann in der überfüllten und viel zu heißen Pizzeria San Marco ausreichend Kohlenhydrate. Weils aber dort wirklich fast unerträglich heiß war, sind wir nach dem Essen auch fix da raus und weiter zu "Theo", wo ich meinen ersten Aperol Spriz trank. Mädels, endlich kann ich  mitreden und weiß, warum ihr das so gerne trinkt, es ist wirklich lecker! Den Jahreswechsel verbrachten wir dann wie im letzten Jahr an der Porta Nigra und genossen das Feuerwerk der anderen. Warum eigentlich für so etwas Geld verpulvern, wenn die anderen das schon tun? Ein langer Tag zollte seinen Tribut und wir machten uns dann gegen halb 1 Uhr wieder auf zum Hotel.

Es war ein schöner Tag und wir haben wieder sehr nette Läufer kennen gelernt. Mal sehen, wann es ein Wiedersehen gibt.

Und hier ein paar Eindrücke:














Sonntag, 1. Januar 2012

Berichte...

... von Silvester und Neujahr folgen in Kürze.

Wer vorab schon mal einen kleinen Eindruck von unseren beiden letzten Tag bekommen möchte, findet auf Dirks Laufseite seinen Bericht.