Montag, 2. Januar 2012

Silversterlauf Trier (5 km)

Wie auch im vergangenen Jahr fuhren wir (diesmal mit gebuchter Teilnahme) zum Silvesterlauf nach Trier. Da Iris keine besseren Pläne für den Silvesterabend hatte, schloss sie sich uns an, was uns sehr freute. Bereits im Vorfeld verabredeten wir uns mit Rainer N., der beim Trierer Volksfreund arbeitet und den wir aus der Facebooks-Lauffreunde-Gruppe (virtuell) kennen. Er war dann auch so nett und verschaffte uns zwei weitere Vip-Zugäge zum Bus, eine Karte hatte ich bei einem Preisausschreiben bereits gewonnen. Die Fahrt nach Trier war sehr kurzweilig; Läufer haben immer ein Thema und der neueste Klatsch & Tratsch musste auch mal wieder ausgetauscht werden. Unterwegs war das Wetter alles andere als schön, Regen und Nebel, sogar ein bisschen Schnee lag in der Eifel. Aber wie das so ist wenn Engel reisen, erwartete uns in Trier zumindest trockenes, nebelfreies Wetter. Kurz in der Residenz am Zuckerberg eingecheckt und direkt gings weiter Richtung Marktplatz. Nachdem wir in der Sporthalle des Gymnasiums unsere Startunterlagen abgeholt hatten, trafen wir uns mit Rainer, die Freude war groß. Wir tummelten uns hier und da und verfolgten mit halbem Ohr und Auge die bereits gestarteten Läufe, die wie auch im Vorjahr von Wolf-Dieter Poschi Poschmann präsentiert wurden. Zu uns gesellte sich noch Anne, eine Lauffreundin von Rainer, mit der wir uns nachher gemeinsam einliefen.

Wie immer wurde ich kurz vor dem Start ziemlich nervös. "Ich will jetzt lieber Frittchen essen, als los zu wetzen", war mein Mantra. Keine Chance, der Startschuß fällt und ich renne mit der wilden Horde los. Wie immer direkt zu schnell, aber egal. Dank meiner Musik komme ich in der 2. Runde langsam in meinen Rhythmus, von der Stimmung an der Strecke bekomme ich nur wenig mit, mir fliegt Konfetti ins Gesicht und es stinkt nach Wunderkerzen; Dauerklatschen und Sambarhythmen nehme ich trotz meiner Musik noch wahr. Die Stimmung in Trier ist einfach der Hammer. Die 5 Runden ziehen sich mal wieder wie Kaugummi und in meinem Kopf versuche ich das Beste draus zu machen. Ich laufe aus Spaß, sage ich mir immer wieder und ich habe schon 10 und 15 und sogar 20 km geschafft, dann werde ich doch wohl die 5 hier auf einer Arschbacke abspulen! Ich warte darauf, von Iris überrundet zu werden und in der Tat, kurz vor dem Ziel streichelt sie mir über die Schulter. Ich muss da allerdings noch eine Runde - das Leben ist manchmal hart und grausam. Doch auch diese Runde war dann irgendwann zu Ende und ich habe sogar noch einen kleinen Endspurt einlegen können. Dirk und Rainer, die meinen Zieleinlauf mit einer Laola begleiten, sehe ich leider nicht. Iris kommt mit einem Getränk auf mich zu und nimmt mich in den Arm, während die Männer direkt zu ihrem Startblock für ihren Lauf gehen. Wie schön, es ist vorbei! Beim Einlaufen sehe ich, dass ich unter 32 min. geblieben bin und freue mich. Als ich auf meiner Uhr die genaue Zeit nachsehen will, stelle ich entsetzt fest, dass ich mal wieder die Knöppe falsch bedient habe und der Lauf nicht aufgezeichnet wurde. Das sind die Momente, in denen würden sich die meisten Läufer selbst am liebsten in den Hintern beißen, kämen sie nur dran. Nur gut, dass es eine Zeitmessung gab - ich kam dann auf 31:41 min, meine neue Bestzeit. Auch wenn das nicht unbedingt geplant und auch  nicht erwartet war, freute ich mich über eine Verbesserung von 30 Sekunden.

Wir tranken dann im Bus erst mal zwei verdiente Siegersektchen und verfolgten später den Lauf der Männer über 8 Runden, also 8 km. Am Ende waren alle sehr zufrieden mit ihren erreichten und verbesserten Zeiten, auch wenn Dirks Knöchel leider wieder ziemlich schmerzte nach seinem Lauf. Rainer begleitete uns dann noch ein Stück Richtung unseres Hotels. Wir machten uns frisch und aßen dann in der überfüllten und viel zu heißen Pizzeria San Marco ausreichend Kohlenhydrate. Weils aber dort wirklich fast unerträglich heiß war, sind wir nach dem Essen auch fix da raus und weiter zu "Theo", wo ich meinen ersten Aperol Spriz trank. Mädels, endlich kann ich  mitreden und weiß, warum ihr das so gerne trinkt, es ist wirklich lecker! Den Jahreswechsel verbrachten wir dann wie im letzten Jahr an der Porta Nigra und genossen das Feuerwerk der anderen. Warum eigentlich für so etwas Geld verpulvern, wenn die anderen das schon tun? Ein langer Tag zollte seinen Tribut und wir machten uns dann gegen halb 1 Uhr wieder auf zum Hotel.

Es war ein schöner Tag und wir haben wieder sehr nette Läufer kennen gelernt. Mal sehen, wann es ein Wiedersehen gibt.

Und hier ein paar Eindrücke:














Kommentare:

  1. Hallo Marion,

    ein schöner Bericht, schöne Fotos ;) und schöne Erinnerungen. Das hat wirklich viel Spaß gemacht.
    Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen.

    Liebe Grüße
    Rainer

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  2. Ha, hab die orange Flüssigkeit doch richtig erkannt. *gg* Dann seid Ihr also gut ins Jahr 2012 reingekommen.

    Eine super Zeit hast Du erlaufen und wieder mal Deine Nervosität und Deinen Kopf besiegt, schön!

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  3. Hallo Marion,

    mit den Fotos und deinen Worten dazu hast du die Stimmung toll eingefangen! Ich hab mich sehr gefreut, dich kennenzulernen und hoffe, dass dieser ersten Begegnung nicht nur weitere virtuelle, sondern auch reale Treffen folgen werden!

    Liebe Grüße,
    Anne

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