Freitag, 23. März 2012

Hier warm - da cool ;-)

Freitag - endlich Wochenende! Ich bin sowas von urlaubsreif, unglaublich! Noch eine Woche... Das sind 5 Tage, in denen ich gefühlt 100 x am Tag ans Telefon gehe, 100 x am Tag für fragende Schüler nachschaue, welcher Lehrer wann in der Schule sein müsste (würden sich die Stundenpläne nicht halbjährlich ändern, wüsste ich das garantiert schon auswendig), 100 x Klausurbögen raus gebe, 100 x darauf hinweise, dass die Null beim Telefonieren vorweg gewählt werden muss und ich mich zwischendurch immer wieder frage, ob dieser Job wirklich der richtige für mich ist und ob ich das bis zur Rente durch halte. Im Augenblick fühlt es sich nicht so an. Doch bevor ich mich nun wieder in eine handfeste Job-Krise hinein steigere, erzähle ich lieber von meinem heutigen Lauf, so, wie ich es eigentlich auch vor hatte.

Nach Feierabend bin ich also bei strahlendem Sonnenschein nach Würselen ins Wurmtal gefahren. An der alten Mühle hab ich mich im Auto fix umgezogen und bin von dort aus Richtung Teuterhof gelaufen. Die ersten Meter in der Sonne fühlten sich so ungewohnt warm an, dass ich mich da bereits auf die schattigen Abschnitte freute. Es lief nicht gerade locker; der Tempolauf von Dienstag oder vielleicht auch das gesamte Training steckt mir spürbar in den Beinen. Die sehr hügelige Strecke, die in Summe 115 Höhenmeter zustande bringt, war wie immer sehr gut besucht. Die bergan Hügel fühlten sich in den Beinen deutlich besser an, als bergab, da tats doch fast schon weh. Immer wieder hatte ich dabei den Spruch "Qualität kommt von Qual" im Kopf. Bin ich froh, wenn ich übernächste Woche Sonntag in Berlin bin und dann erst mal eine gute Woche nichts mit Laufen am Hut habe. Ich werde das Pilgern umso mehr genießen, davon gehe ich felsenfest aus! Auf meinem MP3 Player hatte ich heute Max Prosa dabei und hab mit jedem seiner Lieder ein kleines Video in meinem Kopf dazu gesehen. So war der Lauf recht kurzweilig, aber ich war doch verdammt froh, als er nach exakt 8 km vorbei war. Die Vorgabe von 7:30 habe ich mit 7:24 auch gut geschafft, man bedenke die 115 Höhenmeter, bitteschön :-).

Die letzten Vorbereitungen für das Pilgern laufen auf Hochtouren; heute ist der gestern erst bestellte Reisefön geliefert worden - ohne Fön geht bei mir leider genauso wenig wie ohne Kaffee. Zur Not werde ich das Pulver inhalieren, wenns kein heißes Wasser gibt ;-).

Ansonsten versuche ich nicht allzu nervös zu werden. Meine Vorgabe für den Halbmarathon ist nach wie vor lächelnd und nicht verausgabt ins Ziel zu kommen. Wenn ich unter einem pace von 7 (ca. 2:25 Stunden) bleibe, ist es super, wenn nicht, ist es auch egal, ich will den Lauf in erster Linie wirklich genießen. Und sind wir doch mal ehrlich: Wen interessiert meine Zeit denn ernsthaft? Niemanden, also... hier gehts nur um das Vergnügen, das Dabei sein, das Erlebnis und ganz nebenbei um die Tatsache, 21,1 km am Stück laufen zu können. Letzter und Vorletzter werde ich auch nicht werden, also sind das doch beste Voraussetzungen für einen schönen, entspannten Sightseeing-Lauf. Ja, genauso ist's richtig Marion: schön cool bleiben! Berlin wird der Hammer, so oder so.

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