Donnerstag, 31. Mai 2012

Wiederaufbau geht voran

Dienstag:
17 km / 30 min. Hometrainer und 30 min. Stabitraining - muss reichen :-)

Mittwoch:
Zuerst hatte ich überhaupt keine Lust; Laufen hat häufig sehr viel mit der optimalen Tagesplanung zu tun, bei mir vor allem im Bezug auf Essen. Ich brauche mindestens 2,5 Stunden nach einem Essen - und das sollte dann auch nur recht leicht sein - bis ich danach noch, oder wieder laufen kann. Eigentlich sollte ich tatsächlich besser so lange warten, bis schon fast wieder das nächste Hüngerchen vor der Tür steht. Ist das Wetter dann noch über 15 Grad, bin ich im Finden von Ausreden äußerst kreativ. Gestern hätte der ISH tatsächlich fast gewonnen, weil ich einen fetten Herpes an meiner Lippe (Danke Iris!) als Grund eigentlich ganz passend fand. Doch Dirk hat glücklicherweise immer noch mehr Macht als der ISH - na ja, zu 90 % zumindest. Nach einem unserer täglichen Telefonate und ein wenig Druck seinerseits auf mich ausgeübt, zog ich gegen 19 Uhr also brav meine Laufsachen an, um 19.30 Uhr wollte ich los, damit ich pünktlich um 20.15 Uhr mein Rendezvous mit den Kollegen von Greys Anatomie auf der Couch einhalten konnte.

Auch diesmal wieder ohne Musik lief ich dieselbe Strecke der letzten Woche über 4 km, es waren 19 Grad. Es lief von den Beinen her sehr gut, nur die Luft war für mich ein wenig dünn und trocken. Ich konzentrierte mich auf die Atmung, die im Zweitakt automatisch immer mein Tempo etwas beschleunigt. Eigentlich war die Vorgabe 4 km in 7:20, aber die 7:20 traf ich nur beim ersten Kilometer in etwa, trotz bergan. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe immer ein wenig Angst, langsamer zu laufen, als könnte mein Knie so schneller weh tun.

Die Runde lief zwar gut, aber es trotzdem irgendwie anstrengend. Die Vorstellung, 10, 15 oder 20 km zu laufen, fällt mir im Augenblick noch sehr schwer, denn eigentlich bin ich froh, wenn die 4 km Runde zu Ende ist. Ich vermute jedoch, das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an dem lauen, sauerstoffarmen Lüftchen und weniger am Laufen selbst.

Morgen wollen Dirk und ich auf die Bahn ein bisschen Lauf-ABC machen und später noch eine kleine Runde auslaufen. Wie schön, dass das Wetter wieder kühler werden soll.

Dem Knie gehts heute sehr gut, wenn auch die Beine ein wenig schwer sind. Das könnte an dem ausgiebigen Dehnen liegen, welches ich, wie vom Osteopathen empfohlen, brav auf der Couch gemacht habe. Das war nun der 3. Lauf in Folge, an dem das Knie still geblieben ist. Allerdings waren es ja nur läppische 4 Kilometer, die es durchhalten musste. Ab Sonntag wird ein Kilometer erhöht - mühsam ernährt sich das Schleichhörnchen, oder wie war das gleich noch?

Für den 24.06. wünsche ich mir jetzt bereits max. 15 Grad, von mir aus auch Regen, aber keinen Wind, bitte sehr :-)

Montag, 28. Mai 2012

Ja, gelaufen wurde auch

... bei mir allerdings recht wenig.

Mit allerbester Laune wegen des bevorstehenden langen Wochenendes gings am Freitag in den Feierabend, die Wetteraussichten für das Pfingstwochenende allerbestens. Zuvor galt es noch einen Frisörbesuch mit ungewissem Ergebnis zu bestreiten. Hell sollte es werden, sehr hell und ziemlich kurz. So wurde also blondiert, was das Zeug hergab. Doch das Ergebnis war zunächst nicht so, wie es in meiner Vorstellung aussehen sollte. Also bitte noch eine Tönung drüber, damit aus dem leuchtenden Hellgelb ein mattes Weißblond wird. Den Magen bereits auf den Knien, fuhr ich endlich gegen 17.50 Uhr nach Hause - den geplanten kurzen Lauf hakte ich da bereits ab. Unterwegs holte ich beim Italiener zwei leckerste Salätchen für uns und den Lauf verschob ich auf den nächsten Morgen.

Im neuen Laufröckchen und mit ungewohnt fast weißen Haaren lief ich eine kleine Standardrunde, wie vom Osteopathen empfohlen nur 4 km, um das Knie langsam wieder an Belastung zu gewöhnen. Dabei lief ich in ungewohnter Weise ohne Musik, achtete bewusst auf meinen Laufstil und ein gezieltes Abrollen über den dicken Zeh, also leicht nach innen gelenkt. Die kleine Runde war dennoch anstrengend, aber das Wetter ist ja auch nicht unbedingt "mein" bevorzugtes Laufwetter. Immerhin, das Knie blieb ruhig, keine Probleme.

Am Sonntag ging es dann zum Halbmarathon beim 3. Tivolilauf in die Soers, ich jedoch nur als Supporter, Fotograf und Taschenträger (siehe hierzu Dirks Bericht auf unserer Homepage; auch gibts dort jetzt Groningen und Berlin in Text und Bild.) Das Wetter war für die Läufer wie für die Zuschauer optimal, aber ich beneidete die Läufer nicht um die Strecke, will heißen, dass es in meinen Füßen auch überhaupt nicht juckte. Dirk, Sven und Iris schafften die Strecke wie immer, wenn auch nicht unbedingt mit Leichtigkeit, aber dafür umso stolzer und in wirklich tollen Zeiten!

Den nächsten Lauf gabs für mich dann heute morgen und Dirk wollte mich um seine Beine auszuschütteln sogar begleiten. Zu diesem Zweck nimmt er immer ganz gerne mal die Kamera mit. Es war ein herrlicher Morgen, auch wenn es in der Sonne schon richtig gut warm war (19 Grad im Schatten). Wir liefen fast die selbe Runde wie die am Samstag, nur eine kleine Abweichung gabs wegen mehr Schatten. Wieder hatte ich keine Musik dabei und achtete konzentriert auf Schritt und Atmung. Die Runde verging wie im Flug und nach 4 km tat auch diesmal mein Knie nicht weh! Nach einem kurzen Ausschwitzen packten wir fix unsere Tasche und fuhren ins Aquana, wo wir einen herrlichen Saunatag im Freien verbrachten, der einem gefühlten Urlaubstag im Süden gleich kam, abgerundet von einer frischen Pizza auf der Terrasse im lauen Lüftchen - so  lass ich mir das Leben gern gefallen!

Eben hat Dirk mir einen 4-Wochen-Trainingsplan geschustert, der mich hoffentlich nicht überfordert, nicht unterfordert, sondern gut auf Hamburg vorbereitet. Ziel ist es, die Strecke zu schaffen, egal in welcher Zeit! Jetzt geht es erstmal nur darum, dass das Knie nicht mehr weh tut und langsam wieder Distanzen aufgebaut werden. Mal sehen, wie es klappt.

Ein paar Impressionen vom heutigen Morgenlauf:





Mittwoch, 23. Mai 2012

Beim Osteopathen Teil 1

Heute war es denn endlich soweit, ich hatte meinen 30 min. Termin. Der erste Eindruck von der Praxis war irgendwie nicht so prickelnd, im Hausflur schlug mir sofort ein übler Kellergeruch entgegen, die Praxis selbst war, na ja, recht einfach. Der Osteopath selbst hingegen sehr sympathisch, noch sehr jung und seiner Figur nach zu urteilen extrem sportlich, was sich im Laufe des Gesprächs bestätigte.

Zunächst gabs ein paar Fragen und Antworten, dann musste ich die Hose und die Socken ausziehen - oh, wie ich das liebe (vor allem bei diesem Wetter) vor wildfremden (und dann noch so jungen) Männern in Unterhose rum zu turnen :-(((. Nun, nützt ja alles nichts, es sollte ja zu meinem Wohle sein, also alle Scham und alles Unwohlsein beiseite geschoben. So wurde ich, bzw. meine Beine und Füße von vorne und von hinten begutachtet, hier und da betastet und ich war dabei sehr, sehr tapfer, immer im guten Glauben, meine Knieprobleme hoffentlich bald in den Griff zu bekommen mit Hilfe dieses Menschen. So locker wie unter diesen furchtbaren Bedingungen möglich, haben wir ergründet, wo mein Problem liegt. Dieses war wohl doch recht offensichtlich für ihn, denn er kam recht umgehend zu der Vermutung, dass ich ein runners-knee habe, welches durch Überlastung der Sehnenplatten an den Oberschenkelaußenseiten hervorgerufen wurde (HM und Spanien).

Dann gabs eine Dehnübung, die ich nun täglich 10 min. lang machen soll - eine gute Übung, denn ich kann bzw. soll sie auf der Couch liegend machen. Außerdem empfahl er mir, das Becken beim Laufen ein klein wenig mehr nach vorne zu schieben und so die Körperspannung zu verändern, den Schritt automatisch zu verlängern. Zu guter Letzt soll ich auch meinen Laufstil ein bisschen korrigieren, ich muss das Abrollen etwas mehr nach innen verlagern, so dass der dicke Zehballen als letztes den Boden berührt, also leicht, ganz leicht, nach innen einknicken (bisschen X-Bein machen übertrieben ausgedrückt).

Die halbe Stunde war natürlich schneller um, als ich mir gewünscht habe und den nächsten Termin bei ihm habe ich - man glaubt es nicht - am 06.07. bekommen. Hammer! Aber ich stehe immerhin auf seiner Warteliste für frühere Termine, ich glaube an 10. oder 12. Stelle.

Meine Laufumfänge soll ich drastisch reduzieren. Ich muss quasi mit 3 km pro Einheit (das dürfen allerdings bis zu 3 in der Woche sein) wieder anfangen, wöchentlich darf ich um 1 km erhöhen, einen Tag Pause dazwischen muss ich auf jeden Fall einhalten. Dass ich am 24.06. den HM in Hamburg laufen kann, hielt er zwar nicht für ausgeschlossen, wollte aber eher davon abraten. Apropos abraten... Einen kompletten Marathon sollte ich mir lieber aus dem Kopf schlagen, meinte er.

Hm... Das ganze muss ich jetzt mal ein bisschen sacken lassen. Außerdem hab ich eine Verabredung im OP, heute ist schließlich Mittwoch ;-). Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so genau, was ich davon jetzt halten soll.

Sonntag, 20. Mai 2012

Der Nachtlauf von Groningen (7 km)

Vergangenen Vatertags-Donnerstag fuhren Dirk und ich gegen 9.30 Uhr los Richtung Groningen, traditionell machten wir unterwegs bei Mäc D. Halt und frühstückten. Groningen ist eine sehr schöne Universitätsstadt mit einer entsprechenden Kneipenkultur. Zunächst drehten wir eine Runde durch den Ort, in dem gerade Kirmes war und füllten später unseren Kohlenhydratspeicher in einer netten, kleinen Pizzeria mit ordentlich Pasta auf. Dann meldeten wir uns noch für den Lauf nach und ruhten uns im Hotel ein bisschen aus - reisen ist immer irgendwie anstrengend.

Unser Hotel lag ca. 1 km vom Start- und Zielbereich des Nachtlaufs entfernt, so dass wir diese Strecke später bereits zum Warmlaufen nutzten. Der Lauf war unterteilt in 7, 14 und 21 km Läufer, wir machten nur die 7 mit. Alles bestens organisiert, ging es pünktlich um 20:55 Uhr los, es waren insgesamt in dieser Kategorie 491 Läufer und Läuferinnen, die sich aber mit Staffelläufern und Halbmarathonis vermischte (insgesamt ca. 1000 Teilnehmer). Unaufgeregt und unspektakulär lief ich mit dem Strom nach dem Startschuß, um kurz darauf bereits in meinem eigenen Tunnel zu sein. Die Musik optimal gewählt, bekam ich von der nicht vorhandenen Stimmung am Rande auch nichts mit ;-). Ganz kurz überkam mich die übliche, kleine Panikattacke, die sich anfühlte, als müsse ich ganz, ganz dringend aufs Klo, aber dann wars auch schon wieder vorbei und ich konzentrierte mich auf die Musik. Es war ein ständiges Überholen und Überholt werden, mal mit mehr, mal mit weniger Platz dazu. Ich bemühte mich, mein Tempo konstant zu halten. Nach 5 km fing das Knie an zu murren. Da hatte ich auch kurzfristig auf einmal keine Lust mehr, noch 2 km weiter zu laufen. Die Strecke lief weitestgehend durch einen Park, an dem die Läufer sich mehrfach begegneten, aber Dirk sah ich leider nicht, er mich wohl auch nicht. Der letzte Kilometer zog sich, wie üblich, auch, weil ich die Strecke nicht kannte. Laut Uhr musste es doch gleich vorbei sein, wo laufen die denn alle noch mal hin?! Bereits um die nächste Ecke kommend, lief ich auf die Zielgerade - yes, geschafft, ich versuchte noch mal zu beschleunigen und wollte nicht vergessen, im Ziel meine Uhr abzudrücken. Kurz vor der Matte sah ich Dirk bereits mit der Kamera im Anschlag. Nach 44:30 min. überquerte ich die Ziellinie (167. von 239 Frauen) und nahm meine Medaille entgegen (wie schön, eine weitere Medaille!). Sofort tat mein Knie wieder höllisch weh und ich humpelte mit einem kleinen Isodrink Dirk entgegen, der sich bereits sehr über meine tolle Zeit freute. Auch bei ihm ist es super gelaufen, er brauchte für dieselbe Strecke nur 32:32 min. Unser erster Auslandslauf war somit ein echter Erfolg (vielleicht sollte ich ja meine Brille künftig immer anlassen ;-)).

Wir zogen uns fix etwas Warmes über und tranken noch drei Biertjes, während ein DJ für Stimmung sorgte und die Halbmarathonis ohne viel Beachtung an uns vorbei zogen. Dann humpelte ich an Dirks Seite bis zum Hotel, wo wir noch einen Absacker an der Bar tranken. Eine dicke Ibu800 sorgte für eine erholsame Nacht (oder war es die Kombination mit den Biertjes?), am nächsten Morgen waren die Schmerzen so gut wie komplett weg. Schon sehr seltsam. Nach dem Lauf dachte ich, es zerreißt mich im Knie...


Der krititsche Blick auf die Uhr.



Der schönste Platz ist immer an der Theke...


Das verdiente Siegerbier!


Noch gemütlich gefrühstückt, gings dann weiter quer durch Holland nach Den Haag, wo wir noch 2 Nächte und mit richtigem Strandfeeling blieben. Das Wetter war durchwachsen, aber immerhin trocken, teilweise sogar sonnig. Und schon ist ein Wochenende, wie es sich gehört mit Fischbrötchen, Frikandel spezial, Möwengekreische und Sand in den Schuhen auch schon wieder vorbei - schön wars!

Montag, 14. Mai 2012

Wie blöde!

Nun habe ich eben beim Physio-Osteopathen meines Vertrauens angerufen für einen Termin und siehe da, am 21. Juni ist noch was frei. Ich glaub es nicht, wie blöd ist das denn?! Gut, der Mann hat auch noch zwei Wochen Urlaub, aber trotzdem...

So bleibt mir nichts anderes übrig, als mich erst mal anderweitig zu orientieren. Fündig geworden bin ich, aber einen Rückruf hab ich noch nicht erhalten. Aber immerhin, der Mann vereint alles, was des TK-Versicherten-Herz höher schlagen lässt: Heilpraktiker, Osteopath und Physiotherapeut in einem. Wenns jetzt noch mit einem zügigen Termin klappt, bin ich mehr als zufrieden, ich warte auf einen Rückruf.

Yes, und da war er gerade, der Rückruf! Eigentlich wollte mir der gute Mann einen Termin am 25.06. anbieten, aber Dank meiner Hartnäckigkeit und meiner sympathischen Telefonstimme *hahaha* konnte ich ihm immerhin für nächste Woche einen 30 Minuten-Termin am 23. abquatschen, tschakka - na also, geht doch! Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass es einfach passt mit uns.

Sonntag, 13. Mai 2012

Das Wochenende in Belgien

Nach dem schönen, schmerzfreien Lauf am Freitag war ich ziemlich optimistisch, dass es Sonntag in Maasmechelen mit 15 km gut klappen könnte. Doch häufig kommt es anders als man denkt.

Belgien Teil 1: Samstag sind wir, nach dem es mittags für mich den ersten Spargel in dieser Saison gab (der erste ist doch immer wieder der leckerste!) kurzfristig mal nach Roermond in den Outlet gefahren. Ich brauchte dringend noch eine kurze Laufhose. Bei Asics gabs dann sogar neben einer 3/4 Hose noch ein Laufhosenröckchen und ein paar tolle Marathon-Söckchen für mich, bei Falke außerdem eine weitere Sportunterhose - die sitzen einfach perfekt! Auch Dirk hat ein paar Kleinigkeiten gefunden, so dass wir zufrieden wieder nach Hause fuhren, in dem Wissen, dass wir am nächsten Tag dort wieder laufen wollten. Abends gabs dann ein schönes Endspiel -> Danke an den BVB für die gute Unterhaltung und ein absolut verdientes Double.

Belgien Teil 2: Mit einem Kaffee ans Bett gebracht fing der Tag eigentlich sehr vielversprechend an. Eine Kleinigkeit gefrühstückt, machten wir uns gegen 10 Uhr auf nach Maasmechelen, das Wetter recht frisch mit 9 Grad, ein Mix aus Sonne und Wolken, aber es sollte immerhin trocken bleiben. Unterwegs noch fix zum Wählen gewesen - Bürgerpflicht erfüllt. In Vucht angekommen, fühlte ich mich irgendwie noch gar nicht bereit. Außerdem hatte ich meine Kamera mal mit, eine Wasserflasche in der Hand, eine Karte mal vorsichtshalber und sowieso den MP3-Player - mit all dem fühlte ich mich irgendwie bepackt wie ein Esel, nicht gut. Der erste Teil meines 15 km Weges ging über einen holprigen Feldweg, teils trocken und steinhart, teils matschig und große Pfützen, auch nicht gut. Ich kam irgendwie gar nicht in den Rhythmus. Kurz mal stehen geblieben, um ein Foto zu schießen, weiter gehts. Dann komme ich an den festen Weg entlang der Maas, es läuft besser, aber nur kurz, denn bereits nach dem 3. Lied ist mein MP3-Player leer. Das doofe Ding hat sich irgendwie an meinem Laptop wieder entladen. Kein gutes Omen und ich überlege wirklich, ob ich wieder zurück laufe, ahne, dass es ohne Musik nicht gut laufen wird.

In Kotem, bei ca. 5 km überholt mich Dirk, der heute 22 km laufen wird. Kurz schildere ich, dass der MP3-Player leer ist und auch er ist sich da schon sicher, dass es kein leichter Lauf für mich wird, wie er mir später sagt. Kurz springe ich noch mal in die Büsche und versuche meinen Kopf umzuswitchen. Durch Kotem läuft es dann erst mal gut, aber am Deich angekommen, bei km 6,5 zickt das Knie wieder rum. Ich versuche mich auf den Schritt zu konzentrieren und spule im Geiste ein Mantra runter, das mich hoffentlich über die nächsten 9 km bringt. Doch es läuft nicht gut. Das Knie wird immer schlimmer. Ich mache noch einen Fotostopp und trinke, damit ich die Flasche stehen lassen kann, es nervt mich ungemein, das Ding in der Hand zu halten. Mit ein paar Dehnübungen versuche ich, das Knie zu beruhigen, doch schon die ersten Schritte tun wieder weh. Immerhin verlaufe ich mich mal ausnahmsweise nicht, doch der Weg wird zur Qual. Irgendwann muss ich mit schmerzverzerrtem Gesicht stehen bleiben. Ich habe noch mindestens 5 km vor mir. Soll ich ein Auto anhalten, das mich zurück nach Vucht bringen könnte? Nein, ich versuche immer wieder anzulaufen, schleichend, humpelnd, gehend bewege ich mich mühsam und mit gesenktem Haupt Richtung Ziel. Am Kanal angekommen kommt erschwerend ein frischer Wind von vorne; jetzt kommt auch noch die Angst hinzu, mich wieder zu erkälten. So eine verdammte Scheiße! Ich bin total gefrustet und heilfroh, als ich die letzen 2 km auf dem Deich wieder in der Sonne gehe. Dirk kommt erneut von hinten, ich sag nur "Das blöde Knie", als er vorbei läuft.

Ziemlich schweigsam fahren wir nach Hause, holen unterwegs unser Mittagsessen vom Lieblingsthailänder. Nach dem Essen ist die Stimmung zwar etwas besser bei mir, aber das Knie tut immer noch sehr weh und macht mir jetzt richtig Sorgen. Der nächste Schritt wird sein, dass ich mir einen Termin bei Rene, meinem ehemaligen Osteopathen hole. Ich habe das dumme Gefühl, dass bei mir alles möglich blockiert ist und so ineinander spielt. Ob ich am Donnerstag in Groningen den Wettkampf mit laufe, glaube ich heute ehrlich gesagt nicht. Jetzt muss ich erstmal duschen, dann tape ich das Knie noch mal und die Ibuprofentablette wirkt auch hoffentlich bis dahin.

Und allen Müttern wünsche ich noch einen tollen Muttertag - lasst Euch ein bisschen verwöhnen!

Impressionen vom heutigen Lauf:













Freitag, 11. Mai 2012

Es wird

So, da bin ich wieder, war ein schönes, etwas schnelleres Läufchen, aber trotzdem war ich noch vorsichtig. Und siehe da, man achte etwas gezielt auf den Laufstil und dann klappts auch mit den Knien. Außerdem musste ich unterwegs tatsächlich auf meine Schuhe gucken, um zu sehen, dass ich auch wirklich die New Balance an habe, denn der linke Vorderfuß muckte auch nicht mehr. Auch nicht, nach 6,5 km

Na bitte, es wird doch! 

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende!

Die Steinbock-Frau - ein Apfelbaum

Mal was ganz anderes:

Ich interessiere mich ja ein wenig für Horoskope und Sternzeichen und auch die besagten Tarotkarten haben in meinem Schatz-Kästchen ihren festen Platz, ab und an werden sie auch hervor gekramt. Von diesen Dingen lasse ich mich gern zum Nachdenken anregen. Eben poppte mir auf einer dieser Werbeflächen ein Fenster entgegen und siehe da, ich las noch einmal die Charakterisierung der Steinbock-Frau. Ich fands sehr interessant und zum Großteil sogar sehr passend. Neulich stolperte ich über ein Keltisches Horoskop, laut diesem bin ich ein Apfelbaum. Hochinteressant, wie viele unterschiedliche Horoskope oder Orakel es doch so gibt, es passte auch bei meiner Freundin unglaublich gut zu ihrem Charakter. Es ist faszinierend, wie auch die Tageskarte beim Tarot sehr häufig des Thema eines Tages wirklich trifft. Gut, wie bei allem gilt wohl auch hier, der Glaube versetzt bekanntlich Berge und ich denke, der Großteil aller Männer sieht dem ganzen sehr kritisch entgegen und tut dies als Humbug ab. Ich kann zwar nicht erklären, warum es so ist und wieso der Stand der Gestirne zu einem gewissen Zeitpunkt Einfluss auf den Charakter eines Menschen hat, aber vieles trifft einfach wirklich zu.

Doch nun zum Wesentlichen zurück:

Da ich gestern doch recht müde und schlapp war (außerdem den Bauch voller Suppe hatte), konnte ich mich doch nicht mehr zum Radeln aufrappeln. Kurz nach 21 Uhr lag ich schon im Bett und hab richtig gut geschlafen. Demnach zieht es mich heute förmlich raus zu einem Lauf. Gerade noch schnell nen Energie-Riegel gegessen und gleich gehts los. Das Wetter ist heute sehr unbeständig, aber zum Glück nur 18 Grad warm. Im Augenblick regnet es mal nicht und ich werde diese Stunde nutzen, bevor der nächste Schauer kommt.

Bis später :-)

Donnerstag, 10. Mai 2012

Erkenntnisse beim Physio

Wie jeden Donnerstag war ich auch heute wieder bei Frank. Stichwort Nr. 1 war das Stechen im linken Vorderfuß, Nr. 2 mein Knieproblem rechts (das linke war inzwischen wieder verschwunden).

Zu der Sache mit dem Stechen im Fuß in bestimmten Schuhen war Frank sich sicher, dass es definitiv nicht an meinen Füßen liegt, sondern an den Schuhen. Deshalb seine Empfehlung: Trag die Schuhe, in denen es nicht weh tut. Danke Frank, ganz toller Tipp. Desweiteren meinte er, ich solle mal einen Orthopädiemeister in die Schuhe schauen lassen, der könnte ggf. eine andere Sohle rein machen. Gut, das war auch meine letzte Idee.

Zum Thema Knieproblem kamen wir derweil zu folgender Ursache. Während des Halbmarathons in Berlin bekam ich ja ab km 14 Schmerzen am kleinen Zeh, weil ein Stück zuviel Socke auf den Zehnagel drückte. Das fühlte sich bei jedem Schritt so an, als würde ich mit dem Zeh gegen die berühmte Bettkante stoßen. Durch diesen Schmerz verlagerte sich meine Körperachse, (ich versuchte den Schmerz dann durch eine Fehlhaltung zu kompensieren, was mir erst aufs Knie, später auf den Rücken schlug) was demnach eine Veränderung meines Laufstils zur Folge hatte, ich lief also "unrund". Das ist logisch, das leuchtet mir ein und genauso fühlte es sich ja auch an. Frank empfiehlt deshalb die Einnahme von Traumeel und außerdem ist er der Meinung, der Mensch sollte grundsätzlich nicht mehr als 10 km laufen. Und ich dann so: "Ich kann schon nicht schnell, dann muss ich doch wenigstens weiter...". Gut, also sind die Knieprobleme tatsächlich noch Nachwirkungen des Halbmarathons und ein wenig Schonung ist nach wie vor angesagt. Dann hat er mir wieder die Nadeln gesetzt, drei auch diesmal um die angeschlagene Kniescheibe herum, und ich durfte ein knappes halbes Stündchen schlummern.

Den ganzen Tag über war es heute sehr schwül, ich musste um 11 Uhr bereits eine Kopfschmerztablette nehmen. Auf dem Weg nach Hause, mein Auto zeigte um 16.30 Uhr noch sagenhafte 28 Grad an, überlegte ich ernsthaft, ob ich wirklich laufen gehen sollte. Nach einem kurzen Telefonat mit Dirk, entschied ich mich dagegen und schaufelte mir stattdessen zwei Teller Suppe in den Bauch. Wenn die sich so halbwegs gesetzt hat, schaffe ich es vielleicht, mich doch noch auf den Homi zu schwingen und ein wenig zu radeln. So müde wie ich bin, könnte ich allerdings auch schon ins Bett fallen.

So hoffe ich denn, morgen eine Runde zu drehen, da soll es nicht ganz so warm werden. Ja, ja... morgen, immer wieder morgen...  Ui, morgen ist ja auch schon wieder Wochenende - wie cool! Und nächste Woche haben wir ein richtig langes Wochenende und fahren nach Holland, endlich noch mal ans Meer und Fischbrötchen essen. Ich freu mich!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Lauftechnisch bin ich gerade ein wenig unzufrieden, denn es fühlt sich an, wie weder Fisch noch Fleisch. Das rechte Knie schon seit Tagen doppelt und straff getapt, das linke seit heute morgen ebenso: gleich beim Aufstehen hatte ich plötzlich Schmerzen. Es flutscht und knirscht, fühlt sich unrund an. Dabei wollte ich heute eigentlich auf die Bahn, die Intervalle laufen, die ich bereits gestern hätte machen sollen. Ich hab den Eindruck, die Zickereien sind immer noch so leichte Nachwehen von Berlin und Spanien. So langsam müsste es doch eigentlich jetzt wieder gut sein und mein KaRazym nehme ich schließlich auch täglich ganz brav.

Morgen! Morgen laufe ich ganz bestimmt, und gleich, während ich mich mental und visuell in den OP begebe, werde ich körperlich was für die Rumpfstabilisation tun. Sonntag wollen wir mal wieder nach Maasmechelen, bei mir stehen 15 km auf dem Plan, da waren wir zuletzt Ende März. Für Juni haben wir mittlerweile ein wenig umdisponiert. Zu Dirks Geburtstag werden wir nach Hamburg fahren und dort den Halbmarathon mit laufen, zwei Fliegen mit einer Klappe also und zum dritten Mal werden wir im Racket Inn übernachten (ich freu mich jetzt schon auf den Hammer geilen Vanillequark zum Frühstück). Ich kann nur hoffen, dass die Haxen mit machen, denn es steht so einiges an in nächster Zeit. Da ist der Nachtlauf in Groningen NL, der Tivoli-Lauf, wo ich mit einer Kollegin und ihrem Mann die Staffel laufen werde, der HM in Hamburg, der Sportscheck Lauf in Aachen, der Womens Run in Köln und dann vermutlich der HM in München im Oktober. Aber all das geht nur, wenn die Knie heil bleiben. Frank ist also morgen wieder gefordert, Gutes zu vollbringen.

Jetzt ist heute schon der 9. Mai und ich habe das Gefühl, ich komme einfach nicht richtig rein. Ok, all die oben genannten Läufe laufe ich nicht mit großartigen Zeitambitionen, alles eher zum Spaß und um dabei zu sein. Schau mer mal, wie's läuft.

So, nun muss ich mich langsam umziehen. Lust hab ich im Augenblick noch keine, außerdem bin ich ziemlich müde, aber Rumpfstabi muss sein, vor allem, wenn die Knie mucken...

Montag, 7. Mai 2012

Das nenn ich dann mal fair!

Frauen und Schuhe - das ist ja so ne Sache. Wie die meisten habe ich auch unter einem besagten Schuhtick gelitten, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Trotzdem habe ich das Talent, immer auf die teuersten Modelle zuzusteuern, so habe ich mir aber auch mit einem preiswerten Modell schon mal die ein oder andere Blase gelaufen. Dass Qualität von Qual kommt, trifft in dem Fall nicht zu. Seit ich laufe, wurden es mehr und mehr bequeme Schuhe und weniger optisch und modisch die Renner, so kam z. B. Josef Seibel oder die alt geliebten Kickers zurück an meine Füße. Neuerdings aber kaufe ich tausend Mal lieber Laufschuhe, als normale Schuhe. Normale Schuhe sind einfach nicht zu toppen in Punkto Bequemlichkeit und schließlich brauche ich meine Laufschuhe quantitativ deutlich mehr. Es kommt daher immer häufiger vor, dass ich auch in Laufschuhen "privat und dienstlich" unterwegs bin - meine Füße sind mir irgendwie heilig geworden, seit ich laufe.

Nun habe ich diverse Erfahrungen beim Laufschuhkauf gemacht. Bislang bin ich immer gerne zum Runnerspoint gegangen, meist hab ich dort Auslaufmodelle gekauft, bevorzugt den Asics Gel Kayano 17, doch auch der Brooks Adrenalin GTS war eine sehr gute Wahl. Nach dem schneereichen Winter, wo das Laufen zur Zumutung wurde, hatte ich die absonderliche Idee, dass ich Trailschuhe bräuchte. Nach 3 unerquicklichen Läufen mit gefühlten Brettern unter den Füßen, konnte ich die Dinger noch für einen halbwegs angebrachten Preis bei ebay wiederverkaufen. Vor allem der linke Vorderfußballen machte mir erhebliche Schwierigkeiten, ab 3 km hatte ich gefühlt ein Messer im Fuß stecken - ging leider gar nicht.

Die nächste Pleite erlebte ich wieder mit einem Kauf im Internet. Diesmal dachte ich, wenn der Kayano 17 so toll sitzt, kann ich mit dem Nachfolgemodell, dem Kayano 18 nichts verkehrt machen. Doch weit gefehlt - Nachfolgemodell ist eben nur Nachfolger und nicht unbedingt der gleiche Schuh. Auch hier hatte ich das Problem mit dem Messer im linken Fuß ab 3 km aufwärts. Seltsamerweise habe ich das Problem im 17er nicht, auch nicht im Brooks (ich berichtete bereits darüber an dieser Stelle). Mit diesen Schuhen kann ich über 20 km laufen, ohne dass mir auch nur irgendeine Naht oder sonst etwas zu schaffen macht. Ganz blöde Sache. Ich bin im Grunde der Meinung, dass es deshalb nicht an meinen Füßen liegen kann, sondern ausschließlich am Schuh.

Nun empfahl man mir an diversen Stellen einen fachmännischen Laufladen in Aachen und den wollte ich mal ausprobieren. Es hieß, dass man dort nur die Schuhe ausziehen muss und bekommt in der Regel sofort den passenden Schuh empfohlen. So ging ich also zum Runner Shop in die Neupforte und war vom Optischen her bereits sehr angetan. Ich hätte gerne mal einen anderen Schuh als einen Asiscs oder Brooks gehabt und war demnach sehr gespannt, welchen Schuh man mir wohl empfehlen würde. Meine sämtlichen anderen Schuhe hatte ich mal mit genommen. Der Fachverkäufer, ehemals Orthopädietechniker, wenn ich das richtig verstanden habe, schaute sich also meine Füße in den Socken an und kam mit einem New Balance 860 B zurück. Der erste Eindruck war schon sehr gut, aber die Größe war eine halbe Nummer zu klein. Mit der richtigen Größe am Fuß gingen wir nach draußen und ich musste einmal hin und zurück laufen, während Ralf sich positiv über meinen Laufstil ausließ und insofern nichts bemäkelte. Somit war der Schuh (für 120 Euronen) gekauft, ich war beeindruckt. Wir plauderten noch angeregt über diverse Läufe, die so in und um Aachen herum, sowie im Rest unseres schönen Deutschlands stattfinden, und ich fühlte mich überaus wohl. Dass ich noch 10 Euro Preisnachlaß bekam, fand ich außerdem ganz toll. Zufrieden und mit einem guten Gefühl, einen neuen Laufschuhdealer gefunden zu haben, fuhr ich nach Hause.

Die Ernüchterung kam am nächsten Tag, als ich interessehalber einfach mal im Internet nach dem Schuh suchte, den ich gekauft hatte. Viel erzählt hatte mir Ralf dazu nicht, schließlich war er einfach der Richtige. Der Schuh sprang mir sofort auf der Runners Point Seite für 79,90 Euro entgegen - au Backe! Ich war total irritiert, wie sollte ich mich jetzt verhalten? Hin und her überlegt, und erst mal nichts gemacht. Eine gute Beratung und ein Wohlfühlgefühl ist mir sicher seinen Preis wert, doch 40, eigentlich 50 Euro Unterschied war doch etwas happig.

Es dauerte noch über eine Woche,  im Internet poppte mir ständig die Runners Point Werbung mit dem Schuh entgegen, bis ich reagierte. Das sollte wohl ein Zeichen sein. Ich also ne nette Email an Ralf geschrieben. Und bekam prompt am nächsten Tag eine ebenso nette Email zurück, mit dem Angebot, mir die 40 Euro gut zu schreiben für den nächsten Einkauf. Das nenn ich doch wirklich fair!

Jetzt hab ich wieder das gute Gefühl, den für mich richtigen Laufschuhdealer doch gefunden zu haben und nicht übervorteilt worden zu sein. Die 120 Euro waren für mich absolut ok, aber die 80 Euro haben mich dann doch sehr irritiert. Aber, Ende gut, alles gut. Na ja, fast gut, denn ich hab auch in dem Schuh dieses doofe Stech-Problem. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich hier nun, sollte es absolut nicht funktionieren, den Schuh tatsächlich umtauschen kann, egal wann! Zunächst werde ich aber mit meinem Physio noch einmal kritisch auf Schuhe und Füße gucken, um eine andere Ursache wirklich auszuschließen. Und seltsam ist auch, dass der Kayano 18 mir schneller und schlimmeres Stechen verursacht, als der New Balance. Ne ganz blöde Sache irgendwie...

Samstag, 5. Mai 2012

8 km Vorsichtseinheit


Aus Vorsichtsgründen gabs heute keine schnelle Einheit, wie es der Plan eigentlich vorgesehen hätte; ich traue mich noch nicht, wegen dem Knie...

Daher war ich im leichten Regen nur 3 km einlaufen, 2 km auf der Bahn Lauf-ABC gemacht und dann noch gemütlich 3 km ausgelaufen.

Leider habe ich keine aufgezeichneten Werte zur Verfügung, da der Garmin nach einem furchtbar langen Piepsen beim Anschließen an den PC irgendwie die Werte verschnuddelt hat. Darüber könnte man sich ärgern, tu ich aber nicht - ich weiß ja immerhin, dass es 3, 2, 3 km waren und die Zeit ist bei dieser Einheit unwichtig, es war in Summe 1:05 Stunde.

Das Knie hatte ich intuitiv (und vermutlich auch recht kreativ) mal im Vorfeld getapt. Ist es Einbildung oder hilft es wirklich, immerhin hatte ich keine nennenswerten Schmerzen, immer nur so ein dumpfes "da ist irgendwas". Leider kann ich das vom ebenso getapten linken Vorderfußballen nicht sagen, der hat nämlich in den Kayano 18 wieder ziemlich weh getan.

Erkenntnis dieses Tages:
Das Wetter ist zum Laufen echt toll, aber ansonsten nervt es ungemein!

@Rainer, die Übung mit der Bank konnte ich leider nicht machen, da es schräg nach hinten abfallende Kunststoffbänke waren; das wäre im Nassen eine nette Rutscherei geworden.

Donnerstag, 3. Mai 2012

1. Lauf im Mai, neue Erkenntnis


Erkenntnis des Tages: Man kann Schmerzen tatsächlich weg laufen! Scheinbar eine Frage der "besonderen Technik"...

Nach einem sehr bescheidenen Tag bis 15 Uhr (dann war endlich Feierabend) mit Kopfschmerzen zur Physio. "Frank, bitte peppel mich wieder auf," ein flehentlicher Blick zum Meister der Wundernadeln. Kurz über mein Knieproblem gesprochen, er hier und da ab Leiste bis Knie gedrückt (ich gröhle peinlich berührt los, bin ja so furchtbar kitzelig) "Das kommt von der Hüfte," meinte er und setzt mir anschließend die Nadeln. Ich entspanne mich und werde später von meinem eigenen Schnarchen wieder wach, fühle mich super erholt. Unterwegs überlege ich, wo ich laufen werde. Grob geplant sind 8 km in 7:30, passt gut zum wieder rein kommen. Eine weitere Woche ohne Lauf und ich bin schon wieder nervös, als wäre ich 2 Monate nicht gelaufen.

Ich merke sofort, dass es gut läuft, auch den "Berg" (immerhin ca. 60 Höhenmeter) am Anfang nehme ich unerwartet gut, bemüht, das Tempo zu treffen. Die ersten beiden km waren trotz Höhenmeter etwas zu schnell, aber dann kam ich gefühlt in den 7:30er Trott. Bis km 5 liefs wieder richtig gut, dann fing das Knie an und wurde von Meter zu Meter schlimmer. Nix da! Ich versuchte meinem Knie klar zu machen, dass ich auf keinen Fall stehen bleibe und bis zum Ende weiter laufe (es waren immerhin noch knapp 5 km). Pffff, ich fange mir doch nicht schon wieder eine Erkältung ein, nur weil das Knie keinen Bock mehr hat! Solange nichts reißt und mich von den Beinen haut, laufe ich weiter - aus die Maus! Ich beiße auf die Zähne - Scheiße tut das weh... Dann fällt mir ein, dass Frank ja meinte, der Schmerz käme von der Hüfte. Ich also meinen Schritt verlängert und die Hüfte so lang wie möglich gemacht, mit dem Fuß hinten schön abgedrückt, dabei die Arme schwungvoll bewegt. Sah bestimmt ein bisschen komisch aus, aber es hat funktioniert. Nach einer Weile waren die Schmerzen so gut wie weg, nur ein dumpfes Gefühl, dass da was ist, aber nicht vergleichbar mit vorher. Es lief dadurch etwas schneller, aber in jedem Fall müheloser, ich musste mich zwar auf diesen Schritt konzentrieren, denn der Schmerz im Knie meldete sich sofort wieder, wenn ich den Schritt kleiner machte und nicht mehr so betont das Bein nach hinten raus lang machte. Ich schaffte somit noch die restliche Strecke, wobei das Stechen im Vorderfuß auch wieder aufgetaucht ist. Das wird nächste Woche noch mal Thema beim Physio sein.

Alles in allem war ich trotzdem mit dem Lauf sehr zufrieden. Gefühlt hätte der Puls bei 140 sein müssen, leider war es doch etwas mehr, aber wen interessierts?!

Alles neu macht der Mai...


... na hoffentlich dann aber bald mal! Denn so richtig klappen wills mit dem Laufen noch nicht wieder und alles andere ist auch irgendwie ein wenig unbefriedigend.

Der April war jetzt mein Auszeit-Monat. Nach dem Training laut Trainingsplan von Januar bis Ende März, inkl. 98%igem Verzicht auf Alkohol, einer starken Reduktion von Fastfood und Süßkram, war im April Schluss mit allen „Entbehrungen“. Ich denke mal, ich hab es auch so richtig schön ausgekostet – mein Bäuchlein ist wieder deutlich gewachsen.

Den für den 1. Mai geplanten Lauf hab ich durch intensives Aufräumen und Saubermachen ersetzt, es hat sich so ergeben und ich wollte die Gunst der Stunde nutzen – wenn ich denn schon mal in einen derartigen Putzrausch verfalle. Jetzt haben wir heute den 3. Mai und gestern gabs also meine erste Trainingseinheit, 30 min. Stabipad und Dehnübungen und 25 km auf dem Homi geradelt – immerhin etwas!

Von meinem HM-Trainingsplan haben wir jetzt die letzten vier Wochen leicht modifiziert. Dieser Plan soll mir den Mai versüßen. In diesem Monat habe ich zwei Wettkämpfe drin, einmal den Nachtlauf in Groningen (7 km) am 17. Mai und wie es im Moment aussieht die HM-Staffel beim Tivoli-Lauf am 27. Mai. Im Augenblick fühlt es sich mal wieder so an, als hätte ich das Laufen verlernt; meine Erkältung, oder besser gesagt das Unfit-Sein im Anschluss, hat doch trotz Antibiotikum länger gedauert, als ich gehofft hatte – zwei Wochen dauerts, mit oder ohne. Dass bei den beiden letzten Läufen nun auch noch das Knie gemeutert hat, passt mir überhaupt nicht. Mal sehen, was der Physio-Frank heute dazu meint, es tritt ja erst ab vier Kilometer auf. Heute steht nämlich der nächste Lauf im Plan, gemütliche 8 km in 7:30 – zum Reinkommen genau richtig. Wie es mit den neuen Schuhen klappt, auch darauf bin ich gespannt, das berühmte Stechen unterm linken Vorderfußballen trat ja auch damit wieder auf.

Mann, Mann, Mann... wie wertvoll eine einwandfreie Gesundheit ist, weiß man leider immer erst wieder dann zu schätzen, wenn man in irgendeiner Form gehandicapt ist – mag es noch so „belanglos“ sein, das kleinste Zwacken nervt. Dabei ist das Wetter im Moment absolut auf meiner Seite und ich kann das Laufen trotzdem nicht so ganz genießen. Na ja, warte ich mal den heutigen Lauf ab, vielleicht geht’s ja schon wieder besser. Auch wenn ich mich im Moment überhaupt nicht gut fühle – ich habe Kopfschmerzen – hab ich die Hoffnung, dass Frank mit seinen Nadeln wieder Großes leistet, wie jede Woche.

Ich muss die Kurve irgendwie wieder kriegen und das schnellstmöglich. Ich fühle mich unfit, unwohl und wieder um einiges zu mopsig. Soll heißen, im Mai wird wieder die Disziplin-Schraube angezogen, ebenso im Juni bis zum Urlaub. Der Juli soll wieder eine Auszeit werden und ab August geht’s weiter mit dem nächsten HM-Trainingsplan. Ich fürchte, ich brauche einen Plan, um halbwegs diszipliniert zu bleiben. Na denn... gibt Schlimmeres.