Sonntag, 15. Juli 2012

Im Regen unterwegs

Morgen gehts endlich los. So war der Vormittag geprägt von Treppe rauf, Treppe runter, mit Wäsche, ohne Wäsche und zwischendurch noch eben den Kleiderschrank auf Vordermann gebracht - bietet sich ja an, wenn man eh den Koffer packen muss - die Altkleidersammlung wird sich wieder freuen.

Ach ja, stimmt, laufen wollten wir ja auch noch und gerade hat es mal aufgehört zu regnen. Bevor die Energie sonst im Eimer ist, also ab in die Laufklamotten, grob eine Strecke ausgedacht, 10 km sollten es schon werden. 15 Grad, wieder bestes Laufwetter, alles herrlich nass und frisch. Bei den ersten 3 km zwackte die linke Wade etwas - waren wohl doch schon recht viele Stufen heute und am Anfang gehts ja hier bekanntermaßen immer bergauf. Doch dann lief es richtig schön rund und locker, so dass ich den einsetzenden Regen erst gar nicht merkte. Auf den letzten 5 km war der Regen dann recht stark und ich pitschnass, egal. Es war ein toller Lauf und am Ende bin ich sogar auf 11,6 km gekommen und wurde 50 Meter vor Ende meiner Runde doch noch von Dirk überholt, der fast die gleiche Runde gelaufen ist. Fix unter die Dusche, Beine eiskalt abgeduscht, damit sie schnell wieder fit werden, jetzt gehts gleich weiter mit Koffer packen. Wir freuen uns riesig. Den nächsten Laufbericht gibts dann aus Irland, ich bin sooo gespannt, wie es dort ist. Mit 44 Jahren wird sich dann ein Jugendtraum erfüllen: Irland, wir kommen!

Donnerstag, 12. Juli 2012

Von Sabotage, dem lieben Gott und einem schönen Lauf

Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem meine Laune von jetzt auf gleich einen 180 Grad Schlenker gemacht hat. Ohne einen für mich erkennbaren Grund, war ich auf einmal schlecht drauf. Geplant hatte ich eigentlich eine Runde zu laufen, doch mit dem starken Regen auf dem Nachhauseweg wurde auch meine Motivation hinweg gespült. Zu Hause angekommen, zauberte ich mir erst mal einen schönen Salat, obwohl ich eigentlich gar nicht sooo hungrig war - aber essen ist eben immer ein gutes Mittel bei spontanem Trübsal.

Über das Essen kam dann doch der große Hunger und ich stopfte wieder in mich hinein, was nicht bei drei wieder im Kühlschrank ist. An Laufen war also nicht mehr zu denken - die Laune wurde schlechter und schlechter. Was immer hilft in solchen Situationen ist ein Nickerchen. Danach sieht die Welt meist wieder freundlicher aus. Und in der Tat kam eine Stunde später sogar die Sonne raus. Das hätte mich sicher motivieren sollen, tat es aber nicht. Je größer die Gedanken waren, doch laufen gehen zu müssen umso mieser fühlte ich mich. Als dann auch noch mein Tageshoroskop meinte, dass am Abend nicht mehr viel geht, stand endgültig fest, dass ich heute nur noch ein Date mit der Couch haben würde und nicht mit den Laufschuhen. Wohlgefühlt hab ich mich dabei nicht, im Gegenteil, es fühlte sich wieder heftig nach Selbstsabotage an. Während ich noch eine nicht schmeckende Zigarette rauchte (ja, ich bin wieder mal rückfällig geworden!), konnte ich mich wenigstens mit dem Gedanken anfreunden, dass es besser wäre, die Dinge endlich mal so zu akzeptieren, wie sie gerade sind.

Wie lange quäle ich mich schon mit meiner Figur herum, die für mein Befinden zu dick ist?! Wie viele Jahre mache ich mir deswegen schon das Leben schwer?! Ja und nun kommt schon seit geraumer Zeit die Sache mit dem Rauchen bzw. nicht mehr Rauchen hinzu. Ich weiß nicht, oder noch nicht, warum ich immer wieder umkippe. Es gibt Phasen, da bin ich sowas von felsenfest davon überzeugt, dass ich sicher nie wieder rauchen werde und dann, in irgendeiner schwachen Minute passiert es wieder, aus einer Laune heraus. Und es gibt viele vermeintliche Launen für"schwache Minuten", da sind Stress, Langeweile, Ärger, Freude und Belohnung nur einige wenige Beispiele. Ausreden gibts viele, was bleibt, ist ein schlechtes Gewissen und ein noch schlechteres Gefühl. Aber wie sagt meine Therapeutin so schön: Was ist so schlimm daran, wenn sie dann eben ein paar Zigaretten rauchen? Das Heimliche Dirk gegenüber ist im Grunde das Schlimmste. Und der hat eigentlich beim letzten Mal ziemlich cool darauf reagiert. Ich weiß, dass er das nicht gut findet und enttäuscht ist. Aber es ist eben im Moment so, wie es ist. Es ist schon schlimm genug, dass ich mich seit Jahren wegen meines Gewichts verrückt mache, jetzt kommt auch noch das Rauchen hinzu. Nein, ich will das nicht mehr.

Ein Trauerfall in der entfernteren Familie hat mich sehr nachdenklich gestimmt, als ein 57jähriger, nicht rauchender, sportlicher Familienvater nach dem Tennisspielen tot vom Stuhl gefallen ist. Bums. Von Jetzt auf Gleich Schluss mit lustig. Ich habe mir daraufhin vorgestellt, dass ich am Tage X beim lieben Gott, oder wem auch immer, antreten muss. Er fragt mich dann, wie denn so mein Leben gewesen sei, ob ich es genossen habe, dieses einzigartige Geschenk des Lebens. Ich überlege kurz und antworte, ehrlich und frei Schnauze wie immer, aber sichtlich peinlich berührt: "Öhm, nee, eigentlich war ich immer unzufrieden, ich habe ständig mit meiner Figur gehadert, ich habe mich immer über mich selbst geärgert, dass ich nicht stark genug war, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich war auch immer langsamer als andere beim Laufen und hatte nie das Gefühl, für mich selbst gut genug zu sein. Ich denke, ich wollte wohl irgendwie immer einem Bild entsprechen, das andere überhaupt nicht von mir haben - eine mission impossible also." Er schaut mir in die Augen und meint: "Das tut mir jetzt sehr leid, Marion, aber deine Zeit ist jetzt und hier abgelaufen." Zu meinem Ego meint er breit grinsend: "Tschakka, du hast deinen Job perfekt erfüllt, gratuliere! Wieder ein Mensch, der das Leben nicht zu schätzen wusste und nicht verstanden hat, dass Glück und Zufriedenheit nur im eigenen Kopf existiert." Ein schlechtes Gewissen ist eben nur eine Erfindung des Egos, einzig und alleine dazu da, uns das Leben schwer zu machen.

Eine emotionale Doppelfolge Private Practice hat mir dann so halbwegs den Abend gerettet; seltsamerweise empfinde ich das Leid anderer immer wieder als tröstlich, denn schließlich geht es mir verdammt gut und ich bin gesund. Ja, ich weiß, ist nur ein Film, aber sowas gibts schließlich im wahren Leben auch. In der Werbepause, in der ich dann mit Dirk in München telefonierte, beschloss ich, am Morgen vor der Arbeit eine Runde laufen zu gehen. Damit fühlte sich das schlechte Gewissen schon ein wenig besser an. Ich setzte den Wecker auf 6 Uhr, fest entschlossen, auch wirklich laufen zu gehen.

Gesagt, getan, um sieben Uhr verließ ich das Haus. Die 13 Grad waren ganz nach meinem Geschmack, doch der Wind hätte etwas weniger heftig sein können. Ein Hauch von Herbst hing irgendwie in der Luft. Ich drehte meine 6 km Standardrunde und trotz der Musik in meinen Ohren, konnte ich meinen Gedanken nach hängen. Ich empfand meinen Lauf als sehr langsam. Doch diesmal war es mir egal, ich wollte ihn einfach nur genießen mit jedem Schritt. Mir blies der frische Wind entgegen, die Sonne schien durch die Bäume, der feuchte Geruch des Waldes umgab mich und ich wurde mir dessen bewusst, wie mich meine zwei gesunden Beine im Laufschritt durch den Wald tragen. Zwei gesunde Beine hat schließlich nicht jeder. Ich wähle dieses Beispiel ganz gezielt, denn meine Kollegin von einer anderen Schule hat vor einiger Zeit ein Bein amputiert bekommen und sitzt seit dem im Rollstuhl. Als mich diese Nachricht erreichte, standen mir die Tränen in den Augen. Ich wollte mir gar nicht erst ausmalen, wie ich mich in dieser Situation fühlen würde, ich denke, ich kann das auch gar nicht wirklich nachempfinden. Aber die Vorstellung, nie wieder laufen zu können, scheißegal in welcher verdammten Zeit, die fand ich ganz grausam. Ein Leben mit nur einem Bein ist für mich schier unvorstellbar. - Heute habe ich eine ganze Tafel Milka-Schokolade gegessen. Na und? Lecker wars.

Wenn ich wieder mal mies drauf bin, hoffe ich, mich an diesen Blogeintrag zu erinnern, damit er mich wieder zur Vernunft bringt. Ja, ich weiß, es ist nicht gut, immer nur das Leid der anderen zu sehen, um sich besser zu fühlen. Vielleicht hab ich es ja diesmal geschnallt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Viel zu schnell vergisst man es leider immer wieder und sabotiert sich selbst aufs Neue...


Der Weg, den Du gehst, gehst Du immer nur für Dich! 
Akzeptieren, was ist. Klingt so einfach und kann doch so verdammt schwer sein.

Sonntag, 8. Juli 2012

Krawallbürste vs. Nervensäge

... oder die B-Frage.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich nicht sonderlich gerne Obst esse? Im Gegensatz zu meinem Schatz, der liebt es, wenn ihn "die Vitaminchen förmlich anspringen". Vermutlich hat es mit seiner Kindheit im Osten der Republik zu tun, dass er Bananen im Besonderen mag, aber auch Kiwis, Orangen, Erdbeeren, Melonen, Grapefruits und und und sind vor ihm und seiner Lust auf Obst nicht sicher. Er zelebriert es förmlich, sich das frische Gesund einzuverleiben.

Eigentlich sollte man meinen, dass er es nach 11 Jahren des Zusammenlebens wissen müsste. Eigentlich. Doch trotzdem fragt er mich jedes Mal nach unserem sonntäglichen Läufer-Toast-Frühstück, ob ich noch eine Banane essen möchte. Ob ich auf Krawall gebürstet bin, werde ich dann gefragt, wenn ich diese Frage etwas "leicht genervt" mit einem aussagekräftigen "Nein!" beantworte. "Ich hab doch nur gefragt," kommt es dann zurück. "Und ich habe dir schon x-mal gesagt, dass ich nach dem normalen Frühstück nicht auch noch eine Banane essen kann und will", gebe ich gereizt zurück mit dem Nachtrag: "Wie oft hast du mich je eine Banane nach dem Frühstück essen sehen?! Und wie oft habe ich dir nun schon gesagt, du brauchst mir nicht immer wieder die Bananen-Frage zu stellen!" Er ist etwas beleidigt und meint, ich sei frech und ungerecht. Ich sehe mich jedoch im Recht und wiederhole, dass er es doch wirklich inzwischen wissen müsse und er könne noch 100 Mal fragen, ich werde sicher keine Banane nach dem Frühstück essen.

Zwischen zwei Regengüssen gehen wir getrennt unserer Laufwege und 10 km später sieht meine Welt doch glatt schon wieder freundlicher aus. Es war ein herrlicher Lauf über die Felder und zurück durch den Wald, dort, wo ich früher häufiger mit der Laufgruppe unterwegs war. So ein Lauf, macht eine Krawallbürste wieder handzahm und schließlich meint Dirk es ja auch nur gut, meine Gesundheit liegt ihm am Herzen. Nur gut, dass er nicht nachtragend ist.

Andererseits sollte er aber wirklich langsam wissen, dass ich es nicht so mit dem Obst habe ;-)).

Samstag, 7. Juli 2012

2. SportScheck Nachtlauf in Aachen, 06.07.2012

Wie auch im letzten Jahr spielte das Wetter - trotz CHIO-Bedingungen (da regnet es schließlich IMMER in Aachen) - mit. Es waren angenehme 20 Grad, leichter Wind und ein Mix aus Sonne und Wolken. Die zuvor entdeckten, sehr bedrohlichen Gewitterwolken haben sich vermutlich über Eschweiler entleert - unser Glück. Das Treiben rund um den Aachener Markt zeugte wieder von einer professionellen Veranstaltung und diesmal waren schon mehr Teilnehmer gemeldet, als im Vorjahr beim ersten Event dieser Art. 








Der Heimvorteil dabei ist wirklich Klasse, die Anreise kurz, man kennt sich aus und trifft tatsächlich einige bekannte Gesichter. So auch Detlef "The machine", mein ehemaliger Trainer, der mit einer 5 km und einer 10 km Gruppe am Start war. Ich hab mich sehr gefreut, ihn noch mal zu sehen und konnte es natürlich nicht unterlassen, ihm stolz von meinem ersten Halbmarathon in Berlin zu erzählen.


Unsere Gruppe hatte in diesem Jahr Zuwachs durch die Familie Butsch in Person von Arnd und den Zwillingen Sam und Nic bekommen. Yannic hatte ein wenig verpennt, so dass er auf diesem Gruppenbild leider fehlt. Unten im Bild unsere beiden Zwillingspärchen, dann unser Kaiser Karls-Brunnen vor dem historischen Rathaus, einmal mit, einmal ohne Regenbogen. Die kleinen Zwillinge sind übrigens aus dem Stand eine Zeit von 24:35 durch die 5 km "geflogen" - Respekt!







Weil ich aus Erschöpfungsgründen meinen Frisörtermin am Nachmittag vor dem Lauf nicht mehr wahrnehmen konnte/wollte, lief ich diesmal im 80er-Jahre-Madonna-look, der Ansatz war einfach zu grauslich. Doch auch um den Schweiß aufzufangen, war das Teil genau richtig. Hier im Startblock mit Gorjan, ähnliches Foto wie im letzten Jahr, diesmal bin ich jedoch mit Brille gelaufen, was auch absolut ok war.



Nach dem Startschuß gings direkt mal etwas bergab, was dazu verleitete, Gas zu geben. Mit "Ballast der Republik" lief es sich richtig gut an. Doch schon unten in der Fußgängerzone am Glascubus merkte ich, dass ich das Tempo sicher nicht halten würde, denn schließlich kam nun der Ätz-Kilometer von Elisenbrunnen hoch bis zur Jakobstraße - dieser Kilometer raubt mir jegliche Kraft und stellt auch meine mentale Stärke jedes Mal auf eine extreme Probe. Wie gut, dass unser Lauf nur 2 x durch die ansonsten sehr schöne Innen- und Altstadt führt, die auch durch die weitestgehend gepflasterten Untergründe nicht sonderlich schön zu laufen ist.




Während die Leute sich hier in der Altstadt Essen und Bierchen schmecken lassen, quälen die Läufer sich hoch zur "Rennbahn", wie passend.


Ab Runde 2 haben Dirk und Flo mich dann ein Stück "zum Warmlaufen" begleitet; was hier bei mir scheinbar ganz locker flockig aussieht, täuscht absolut ;-), ich war echt am Limit!

Doch irgendwann ist jedes Elend mal vorbei und ich war im Ziel! 


(Und sehe eigentlich gar nicht sooo fertig aus, wie es sich anfühlte.)


Mit einer Zielzeit von 31:22 min. bin ich absolut zufrieden. Mein Ziel war es, nach Möglichkeit schneller als im Vorjahr (32:31) zu sein, was ja mit etwas über 1 Minute auch geklappt hat (neue PB geschafft). An der sub30 beiß ich mir wohl noch ein wenig die Zähne aus, obwohl es um ein Haar gelungen wäre. Dafür, dass ich seit April nur noch rumgeeiert bin und hier ein Wehwehchen und dort ein Zipperlein hatte, war es doch echt in Ordnung! Außerdem hat diese Strecke nicht nur unschöne Beläge und einige Bürgersteige zu bieten, sondern auch noch um die 45 Höhenmeter (bei 2 Runden). Die Werte von Sportstracks und GPSies weichen hier übrigens ziemlich ab, wobei GPSies wohl aussagekräftiger sein soll.

Bevor die 10er  dann auf die Strecke gingen, fiel der Torbogen noch ein wenig in sich zusammen; ein Fußgänger hat wohl im vorbei Gehen das Kabel ausgestöpselt.


Und nach einem kurzweiligen 10 km Rennen, Hazel, Gorjan und ich feuerten ordentlich an, so dass all unsere Teilnehmer ihre PBs verbessern konnten, ging es im Anschluss zufrieden, hungrig und durstig noch in den Hofgarten zu einer Mitternachts-Currywurst (die ich allerdings nicht ganz geschafft habe).

Sven finisht mit 44:13

Dirk mit 47:13

Yannic (48:05) und Flo (47:58) waren sichtlich k. o., aber happy!

Gorjan hat sich mit 28:34 um 6 Minuten !! verbessern können!
Tolle Leistung!

Und hier noch ein paar Impressionen:



Die schnellste Frau war vom DJK Jung Siegfried die 
Herzogenratherin Eva Offermann mit 39:13, 
sie traininert dort, wo auch wir unsere Runden drehen.

Das Treppchen, auf welches unsereins nie kommen wird :-)

Im Hofgarten gibts lecker Zwickelbier

vorher

nachher

Papa Arnd erzählt von seinem Runners-Blues, 
während Sam und Nic schon richtig müde sind. 

Ich erkläre hiermit die Currywurst zu meinem finisher's diner ;-)

Alles in allem war er auch in diesem Jahr in Aachen wieder eine richtig schöne Laufveranstaltung, der


und wir sind garantiert im nächsten Jahr wieder dabei. Vielleicht kann ich dann ja mal die sub 30 knacken. Aber wenn nicht, geht meine Welt davon auch nicht unter :-))




Dienstag, 3. Juli 2012

Beim Osteopathen, Teil 2

Gestern war es dann soweit, ich hatte meinen zweiten, diesmal einen 60 Minuten-Termin bei Rene. Zuerst hat er sich um meinen verspannten Nacken gekümmert, was vermutlich mit meinem ersten Termin bei ihm zusammen hing, dann folgte eine sehr intensive Behandlung insbesondere der linken Seite meines Körpers, hier die Hüfte, das Bein, der Fuß. Aber auch die andere Seite ist nicht zu kurz gekommen. Kurz vor Ende der Behandlung merkte ich bereits, wie stark es auch diesmal wieder "wirkte", es brodelte förmlich in mir. Das Gehen im Anschluss gestaltete sich ein wenig wackelig, besonders im Hüft- und Leistenbereich. Laufen hätte ich sicher nicht mehr gekonnt gestern; ich hatte sogar ein wenig Bedenken, heute mit Muskelkater zu tun zu haben.

Geschlafen hab ich wie ein Murmeltier, ohne Unterbrechung, tief, fest und sehr erholsam. Von Muskelkater in den vermuteten Bereichen keine Spur. Ein leichtes Ziehen in den Waden und Oberschenkeln, was aber auf meine täglichen 30 Kniebeugen zurück zu führen ist. Der Nacken ist auch wieder komplett beschwerdefrei.

Heute hatte ich noch mal richtig gut zu tun in der Schule, was heißt, dass ich fast bis 12 Uhr ausschließlich am  Schreibtisch sitzend zu tun hatte. Aber nicht eine Sekunde hatte ich heute Probleme mit meinem Piriformis-Syndrom! Wenn ich sonst so lange sitzen muss, rutsche ich bereits unruhig hin und her, weil es in der linken Pobacke unangenehm zwackt. Es ist kaum zu glauben, wie gut diese Behandlungen anschlagen! Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich mal eine osteopathische Behandlung zu gönnen. Vor allem mit akuten Beschwerden (meine Magenschleimhautentzündung war ja auch prompt am nächsten Tag weg) ist man dort in den allerbesten Händen, im wahrsten Sinne des Wortes. Leider ist es mit Terminen nur etwas schwierig, ich hab auf den ersten Termin knapp zwei Monate gewartet. Doch es hat sich absolut gelohnt.


Morgen soll es ja wieder wärmer wieder, dennoch werde ich am Abend eine kleine Runde laufen - gemütlich versteht sich, es macht gerade wieder so richtig Spaß.

Sonntag, 1. Juli 2012

Fotoshooting

Der heutige Lauf stand unter dem Motto "Fotoshooting", denn Dirk, der heute lauffrei hatte, wollte die Gelegenheit nutzen, noch mal ein paar Laufbilder von mir zu machen. Für mich sollte der etwas längere Lauf bei angenehmen 19 Grad mit etwas Wind heute mehr ein weiterer Testlauf +-10 km sein, den vom Abiball geschundenen Füßen ging es zum Glück wieder gut. Es wurde dann sogar ein leichtes Fahrtspiel, denn immer wenn Dirk in Sicht kam (und das war 7 x der Fall), zog ich das Tempo an (dann sehen die Schritte etwas schöner aus). Bei einer leichten bergab Passage habe ich sogar einen kurzen Sprint eingelegt, wogegen ich beim bergauf laufen wie üblich rumgeschneckt bin - Hügel sind immer noch nicht wirklich meine Freunde und ich glaube, daran wird sich auch nichts ändern.

In Summe hatte ich dann knapp 4 Minuten Pausen in dem Lauf, der mit viel Geschick von Dirk überhaupt aus der Uhr gezogen werden konnte. Als wir die Strecke auslesen wollten, war der Lauf nicht separat aufgezeichnet. Glücklicherweise konnte Dirk das mit einem Garmin-Tool heraus zaubern, so dass die Daten doch nicht verloren waren, wie ich anfangs befürchtete. Was ich genau falsch gemacht habe, lässt sich kaum rekonstruieren. Ich hatte heute noch mal den alten FR 305 dabei, weil ich eigentlich gehofft habe, etwas mehr die aktuelle pace im Blick zu haben, was aber von Anfang an ein Trugschluss war. Gut, die Uhr werde ich sicher nur noch für Intervalle nutzen, wo sie mir immer per Pieps sagt, was ich tun muss, ich finde das sehr praktisch, da hat sie doch einen deutlichen Vorteil gegenüber dem FR 210 (den ich wohl einfach nicht so gut beherrsche und mit dem ich mich auch nicht wirklich beschäftige).

Der Lauf wurde dadurch sehr kurzweilig und in Summe kam ich auf 10,8 Kilometer, die neu berechnete pace ohne Pause war demnach eine 7:01. Knie ok, Fuß ok - ich bin glücklich! Morgen habe ich den nächsten Termin bei Rene. Da wird er sich mal konkret um meinen Nacken kümmern müssen, der mich seit genau einer Woche durch starke Verspannungen ärgert.

Sofern das Wetter nicht zu heiß wird, werde ich am Freitag den Sportschecklauf in Aachen mit laufen. Die Strecke ist zwar nicht so schön, weil viel Kopfsteinpflaster, aber die Veranstaltung an sich ist wirklich nett. Das wird wieder ein kleines Familientreffen, denn auch Yannic, mein Neffe, und Florian laufen auch diesmal wieder mit, so dass 5 Hansens am Start sind (allerdings laufen die Männer alle den 10er). Gorjan (vorsichtshalber) und ich (aus Prinzip) bleiben dem 5er treu, mal sehen, wie es läuft.

Ja, damit sind wir auch schon in der letzten Schulwoche, die sicher noch einmal sehr hektisch für mich wird, auch wenn wir im Grunde nur noch Projektwoche und Schulfest mit Mensaeinweihung haben. Aber dann kehrt endlich Ruhe ein. Dann heißt es noch eine Woche nacharbeiten und vorbereiten und dann gehts in den Urlaub. Die Route durch Irland steht soweit, Hotels und Fähren sind gebucht, die Laufstrecken soweit ausgeguckt - also, here we go!

Tja und gleich gibts das EM-Finale. Mein Tipp bis zur 90. ist wieder ein Unentschieden, danach hoffe ich, dass Spanien gewinnt. Den zweiten Platz beim Tippspiel kann mir jetzt keiner mehr nehmen, egal, wie es ausgeht :-)).

Und nun gibts die Ausbeute der Fotos:






















Und das ist "unser Weiher" vor der Haustür

Ein doppeltes Dankeschön noch an meinen Schatz; zum Einen für die tollen Bilder (auch, wenn ich mich gar nicht mehr gerne fotografieren lasse!) und zum Anderen fürs Retten der Laufdaten :-*