Dienstag, 28. August 2012

1. Lauf in der Weltstadt Stolberg ;-)

Der erste Lauf nach der längeren Pause blieb nicht ganz ohne Folgen: ziemlicher Muskelkater und ein ungewohntes Ziehen im Ischiasbereich zeigten mir mal wieder, dass ich es wohl zu gut gemeint hatte mit meinen 6 km für den Anfang. Bereits beim Schlendern durch die Kölner Altstadt am Freitag merkte ich deutlich, dass der Popo nicht so ganz einverstanden war mit Strecke und Tempo. Aber der Nachmittag und Abend mit Shorty war herrlich und nun weiß sie auch, warum die Treppe am Dom beim Womens Run so verhasst ist.

So bleib der vorgesehene Lauf am Sonntag aus. Stattdessen kehrten wir spontan bei Ikea ein und kamen mit einer kleinen Beute nach Hause, die freudig aufgebaut (Stehlampe) und ausgepackt (Essgeschirr) wurde - die üblichen Kerzen hatten wir natürlich auch dabei. Dann war nach einem unspektakulären und ziemlich faden Tatort das schöne Wochenende auch schon wieder vorbei.

Nach einem kurzweiligen Arbeitstag am Montag zog ich mich in der Schule um und traf mich mit Tina wie vereinbart zum Laufen. Den Treffpunkt fand ich recht unproblematisch und Tina wartete schon auf mich. Kurz geplauscht und auf gings, wir waren beide im Anschluss noch verabredet, so dass wir uns ranhalten mussten. Schwer beeindruckt von der schönen Gegend - wer hätte das gedacht - ging es durch den Brander Wald und durch das ehemalige Truppenübungsgelände der Donnerbergkaserne, was ein Panzer am Wegesrand auch deutlich erkennen ließ. Geplant hatten wir um die 5 Kilometer, das Wetter war mit 25 Grad für mich schon absolut grenzwertig und als ich den Berg in der Sonne sah, verließen mich nach kurzer Zeit meine Prinzipien und ich fragte, ob wir den Berg nicht gehen könnten. Ich glaube schon, dass Tina die Idee nicht sooo schlecht fand, denn es zog sich ganz schön, das elende Stück in der elenden Sonne. Leider hab ich beim Starten meiner Uhr mal wieder auf den falschen Knopf gedrückt und der Satellit war ohnehin nicht da, so dass ich keine Aufzeichnung von diesem Lauf habe. Alleine wegen der Höhenmeter hätte es mich brennend interessiert (aber vermutlich werde ich die Strecke sicher noch einmal laufen). Nach dem großen Hügel ging es aber halbwegs eben weiter und am Ende sogar etwas abschüssig, so dass wir weiter drauf los plaudern konnten und die Runde somit doch recht schnell zu Ende war. Unterwegs fühlte ich mich ziemlich unfit neben der 10 Jahre älteren Tina und mehr als einmal habe ich es wieder bedauert, erneut mit dem Rauchen angefangen zu haben. Das muss sich wieder ändern; wenn auch gefühlt der Zeitpunkt noch nicht ganz gekommen ist, so war dieser Lauf doch immerhin ein kleines Schlüsselerlebnis. Wieso ist es nur so verdammt schwer, diese Drecksquarzerei dran zu geben?! Eigentlich will ich das doch gar nicht...

Nach einem kurzen Ausschwitzen zog ich mich am Auto wieder um und fuhr in die "wunderschöne" Stolberger Altstadt, die teilweise tatsächlich an Monschau erinnert, wenn auch nur in ganz, ganz wenigen Teilen der Stadt, Stolberg's Innenstadt ist ansonsten sowas von hässlich - (wobei das Wort hässlich insofern auch passt, wird Stolberg schließlich auch gerne als Hochburg der Rechten bezeichnet)! Doch nun, wo ich dieses neue Laufgebiet entdeckt habe, muss ich zugeben, dass es doch die ein oder andere schöne Ecke in Stolberg gibt, ebenso das Wohnviertel, in dem unsere Schule hoch oben auf dem "Berg" liegt (260 m ü. NN). "Bei George" aß ich dann mit Renate, einer ehemaligen Arbeitskollegin, einen (wenn auch nur halben) Riesensalat (er war einfach zuuu groß) und wir verbrachten noch einen wirklich schönen Abend im kleinen Biergarten im lauen Spätsommerlüftchen.

Meinen Beinen gehts heute wieder richtig gut. Die knappen 5 Kilometer sind mir bestens bekommen und ich überlege gerade ernsthaft, ob ich mich jetzt umziehen soll, um ein weiteres kleines Ründchen zu drehen.

Ich habe das Gefühl, ich muss einiges nachholen :-)). Beim Kilometerspiel im Laufforum stehen gerade mal 10,7 Kilometer bei mir für den Monat August :-((

PS: Ich habs tatsächlich getan! 5 km plus auf meinem Konto :-))

Donnerstag, 23. August 2012

Endlich wieder gelaufen!

Ein bisschen Bammel hatte ich schon, wie immer, wenn ich länger nicht gelaufen bin. Immerhin waren das nun exakt 24 !!! Tage, also mehr als 3 Wochen.

Dem Beckenboden gehts schließlich wieder gut, auch wenn ich leider zugegebenermaßen sehr wenig dazu beigetragen habe. Damit mir das künftig aber nicht wieder passiert, mache ich mit meiner Freundin ab nächster Woche einen 10-wöchigen BeBo-Kurs bei einer Fachfrau.

Da heute die Temperaturen wieder halbwegs stimmten und ich die Füße nun nicht noch länger still halten konnte und wollte, gings endlich wieder raus! Geplant hatte ich meine übliche Standardrunde, also um die 6 km. Der Bammel stellte sich dann recht schnell als unnötig raus, es lief richtig gut, vor allem zurück, weil abschüssig. Schön im Takt der Musik und in der "blauen Stunde", es war ein toller Lauf. Mit 6 km im 6:50er Schnitt bin ich doch mehr als zufrieden, hätte ich absolut nicht erwartet!


...
Ansonsten hat mich der Schulalltag schon wieder voll im Griff, die ganze letzte Woche war schon super stressig. Nur gut, dass es jetzt endlich wieder erträglich ist von den Temperaturen her. Der nächste Lauf steht somit für Samstag auf dem Plan und am Montag habe ich mich mit Tina, einer Lehrerin, nach der Schule zum Laufen verabredet - endlich mal wieder ein Lauf mit Begleitung. Für Morgen steht ein Treffen mit der lieben Astrid in Köln auf dem Plan, auch darauf freue ich mich sehr! Und was soll ich sonst noch sagen: Morgen ist Freitag -> endlich Wochenende :-)))


Sonntag, 19. August 2012

Afrika auf der Terrasse

Hammer, was ist das ein Wetter! Im Haus ist es ja noch schön kühl, aber sobald ich die Terrassentür aufmache, schlägt mir eine Hitze entgegen, die ich mir so in etwa in Afrika vorstelle - ich sag nur: Atemnot!

Und was tut man, wenn es so heißt ist? Klar, man geht in die Sauna. Denn wo sonst gibt es so viele "saubere" Möglichkeiten, sich abzukühlen (Freibad = igitt, Badesee = igitt)? Klingt ein wenig absurd, aber ist doch wahr. Nicht nur, dass man dort schön nackig auf der Liegewiese unterm Schirm liegen kann, da gibts eiskalte Duschen, ein Eisbecken, ein Schwimmbecken, ja, und ein Aufguss ist im Sommer auch nicht heißer als im Winter. Wenn man dann aus der Sauna kommt, empfindet man die Hitze tatsächlich wieder als erträglich. Ein perfekter Tag also für jemanden wie mich, der bei solchen Temperaturen leidet, sich fühlt, wie ein Fisch auf dem Trockenen. Ohne Wasser geht da gar nichts und je kälter, desto besser.

Nur gut, dass es ab Morgen wieder stetig kühler wird. So eine Affenhitze braucht kein Mensch und schon gar nicht mehr, wenn der Sommer gefühlt eh schon gelaufen ist. Außerdem will ich nächste Woche wieder mit dem Laufen anfangen!

Ich wünsche Euch eine angenehme Woche!

Donnerstag, 16. August 2012

25 km fluffiges Radeln mit Pulsstudie

Das Wetter war einfach zu Klasse, um nicht draußen etwas in der Sonne zu sporteln. Na ja, ich hab zwar geschwitzt und am Ende war es auch wohl als "radeln" zu bezeichnen, aber ich habe im Endeffekt nur ein wenig die Beine bewegt, damit sie nicht ganz einrosten, vor lauter derzeitiger nicht-Lauferei. Dabei habe ich eine kleine Pulsstudie gemacht:

Ich steige aufs Rad mit einem Puls von 99 bpm.
Die ersten 10 km habe ich dann auf Stufe 3 bei ca. 26 km/h eine durchschnittliche Herzfrequenz von 128 bpm gehabt. Sehr fluffiges Dahinradeln und dabei die Sonne genießen.

Die nächsten 10 km habe ich auf Stufe 4 erhöht.
Zunächst ging der Puls um ca. 8 Schläge für ca. 2 km in die Höhe bei gleichbleibendem Tempo, aber dann ging er wieder auf 132 bpm runter bis zum Ende des zweiten 10 km-Abschnitts. Ebenfalls habe ich die höhere Stufe weiterhin als sehr fluffig und wenig anstrengender als die vorherige empfunden.

Die letzten 5 km habe ich dann die Trittfrequenz erhöht, so dass ich auf ca. 33 km/h gekommen bin. Der Puls ging hoch bis auf 160 bpm, mit einem kleinen Endspurt kam ich auf 166, mit dem Wert war die Einheit zu Ende. Bis der Puls von 166 wieder auf 108 bpm runtergekommen ist, dauerte es genau 10 Minuten. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich jetzt nicht. Es war mir allerdings zu langweilig, noch weiter zu warten und mich nicht zu bewegen, bis er wieder unter 100 gekommen wäre. Diese 5 km fühlten sich schon wesentlich mehr nach Sport an, ich merkte deutlich den höheren Puls, hab das aber als angenehm empfunden.

Dennoch wollte ich heute nicht mehr als 25 km machen, außerdem war ich in der prallen Sonne und da wurde es doch schon ganz schön warm.

Nun stehen uns ja ein paar sehr warme Tage bevor und ab Mittwoch gehts wieder richtig los mit dem Job. Bis zum nächsten Lauf habe ich dann ganze 3 Wochen Pause gehabt! Wird also allerhöchste Zeit, dass ich mal wieder Laufen gehe - nächste Woche auf jeden Fall. Bis dahin dürfte der Beckenboden auch wieder richtig und 100 prozentig heile sein, die Beine bestens erholt und überhaupt alles gut. Mal sehen, was die Kondition dann dazu meint, ich lass mich mal überraschen.


Montag, 13. August 2012

Das war er, unser Irland-Urlaub in Bildern

Wie angekündigt, kommen nun die Bilder unseres Urlaubs in Irland und Südengland, gespickt mit kleinen Kommentaren.

Die Anreise: Herzogenrath - Dünnkirchen - Dover - quer durch England nach Liverpool. Die 2. Fährfahrt an diesem Tag, nach einer kleinen Odysse durch den Hafen Liverpools, auf der Suche nach dem sehr versteckt und nicht ausgeschilderten Anlegepunkt der P&O Ferries mitten in den Docks! 14 Stunden bis dahin unterwegs gewesen.

Endlich gefunden!

Mitten in den Docks von Liverpool, der kleine Container!

Unsere Kajüte für die Überfahrt. Hab selten sooo schlecht geschlafen!
Im Gegensatz zu Dirk, der verständlicherweise total groggy war wegen der langen Autofahrt,
und das auch noch auf der falschen Seite ;-).

Ankunft in Irland im Morgengrauen - sehr schöne Stimmung.

Erster kurzer Stopp: Ein alter Friedhof

 Grabsteine aus dem 15. Jahrhundert waren hier noch zu finden.
Ganz typisch ist die Form des Kreuzes.


 Unterwegs in der Studentenstadt Galway - herrlich!








 Unterwegs zum Gebiet des Burren gab es viele Fotostopps
 Die kenn ich eigentlich nur von den Balkonen meiner Oma und Tante.
Dort wachsen die Büsche mit Fuchsien meterhoch.



 Bunte Blütenpracht, wohin das Auge schaut.


Auf diesen Straßen darf man 100 km/h fahren!!!









Der Burren




Total zutrauliche (Wild?)Pferde mitten im Nichts 
des Kalksteingebiets des Burren


 Mediterrane, alpine und auch arktische Pflanzen wachsen
dort zwischen den Kalksteinplatten neben Gräsern, Moosen und Geflechten.




 Bei den "Cliffs of Moher"

 Atemberaubend und sehr imposant!



Noch bin ich tapfer...

... aber hier wurde mir dann zweierlei
und ich musste zurück, mit dem Gesicht nach links gewendet
- Höhenangst!


 200 Meter hoch sind diese Klippen und werden
"gern" von Selbstmördern aufgesucht - leider kein Scherz!

Das ist Tina Mulrooney mit ihrer Harfe.
Ihre glockenklare Stimme zauberte mir ad hoc einen Kloß im Hals
und die Tränen in die Augen - ich war selten so bewegt!




 Laufen in Galway


 Hier unter dieser Brücke war der Geocache versteckt,
der einzige, den wir mal so "mitgenommen" haben.

Laufen am Ring of Kerry in Glenbeigh


Limerick



 Der River Shannon




Wir besuchen "The Milk Market"


Handarbeit vom Scheren übers Spinnen bis hin zum Stricken.
Wir mussten es mitnehmen!





Stippvisite im malerischen Adare






Was für ein Baum!
Der war sooo groß -
wunderschön und vermutlich uralt!






Die Locke-Bar in Limerick

 In jeder Bar gibts Live-Musik - tolle Stimmung garantiert!



Der Torc Waterfall bei Killarney fällt 18 Meter tief


 In Irland sind sogar die Steine grün :-)

Hier ist Dirk ein kleines fotografisches Kunstwerk gelungen - 
er hat das Wasser "eingefroren" (ohne Stativ!)


Die Bars in Irland sind alle eine ziemliche Augenweide
mit einer großzügigen Auswahl an (teuren) Bieren.
Ein Päkchen Zigaretten kostet dort 9,10 Euro!




 Guiness, Smithwicks, Kilkenny, Budweiser, Heinecken und und und...
Ein wahres Biertrinker-Paradies, dieses Irland ;-)

Eine Besichtigung der familiären Smithwicks-Brauerei war somit Pflicht.
Aber bei Guiness in Dublin waren wir später auch noch...



4
Jow, jeder Tropfen zählt.

 Tolle Keller-Bar!




Postkartenmotive an allen Ecken. 
Aber ehrlich gesagt, wöllte ich dort nicht abgemalt sein, 
so schön es dort auch landschaftlich ist.

 Und - in Irland sind sogar die Flüsse grün!

Hier ein Paar Impressionen von Glenbeigh an der Küste



Mit Neoprehn-Anzug ins Wasser...

Pferde- und Reitparadies mit vielen Racecourses


... aber manche Menschen haben keine Hemmschwellen! 
Hier war es ziemlich kalt und sehr windig!

 Ein wunderschönes Pferd - vermutlich ein richtiges Rennpferd.

Aber auch Spazierpferde waren unterwegs.

Weiter gings mit Kilkenny










Spontaner Abstecher zum Curragh-Racecourse - riesig großes Gelände.







Dann gings weiter in das Hafenstädtchen Howth auf einer Halbinsel bei Dublin,
unsere letzte Station in Irland.









Hier startetenwir eine 12 km Wanderung um Howth entlang der Klippen.
Wären uns nicht hier und da andere Wanderer begegnet, hätten wir geglaubt,
im Paradies gelandet zu sein. Sogar Seehunde waren von hier aus zu sehen.
















Letzte Station: Dublin Town (dirty old town).
Mir hats dort nicht so gut gefallen - außer das Temple-Bar-Viertel ;-)
Und natürlich der wunderschöne Phoenix-Park, wo wir auch laufen waren.

 Das Wahrzeichen von Dublin,
die Nadel bzw. the Spire ragt 123 Meter hoch auf der O'Connell Street


Im Phoenix-Park hat man X Wege, zu laufen, zu radeln oder zu skaten - herrlich!
Natürlich hab ich mich hier mal wieder verlaufen, was aber nicht weiter schlimm war,
früher oder später kommt man immer wieder auf diese kleine "Hauptstraße" zurück.





Der Besuch der Guiness-Brauerei
(absolut kommerziell, aber trotzdem sehr interessant)



Da wurden glatt Erinnerungen wach - hab lange kein Bier mehr gezapft.
7 Jahre kellnern kriegt man nicht so einfach raus aus dem Kneipenblut ;-).
Ein Pils vernünftig zu zapfen ist übrigens deutlich schwerer, als ein Guiness, 
da ist nämlich so gut wie gar keine Kohlensäure drin und es läuft und läuft und läuft...
Also, keine wirkliche Kunst.


 Dennoch: Wir sind nun echte zertifizierte Guiness-Zapfer.







 Die berühmte Temple-Bar von außen recht klein,
ist von innen ein wahres Raum-Wunder, wie viele Lokale in Irland.


 Und dann kehrten wir Irland den Rücken und fuhren mit der Schnellfähre rüber nach Wales.
Zwei Tage Selsey in Südengland sollten unsere Rundreise beenden,
einen kurzen Abstecher nach Birmingham gabs unterwegs dahin.

 Auf der Fähre






 In Killarney hab ich mir übrigens diese wunderschöne Strickjacke gekauft :-)
 Mindestens genauso schön wie Irland ist der Süden Englands mit seinen
heimeligen Reetdachhäusern und der ebenso schönen und grünen Landschaft!

 Wir suchen einen ganz bestimmten Steinkreis und
finden dabei einen anderen - na immerhin.




The Seal in Selsey war unsere letzte Unterkunft.
Frisch renoviert und sehr familiär und freundlich die Menschen dort!
Sicher werden wir Südengland noch einmal separat bereisen.




Hier ließen wir nur noch die Seele baumeln.




Zwischenstopp im Seebad Birmingham mit dem berühmten Kirmes-Pier,
bevor es zur Fähre ging.













Und dann war der Urlaub vorbei, ab nach Hause.
Aber wir freuten uns auch schon wieder auf unser eigenes Bett!
 Ein letztes Mal gabs Fish & Chips auf der Fähre.
Die letzten Pfund mussten schließlich verpulvert werden.




Sehr, sehr schön wars!!!