Sonntag, 28. Oktober 2012

Saisoneröffnung 2012/2013

Nun ist es amtlich, wir sind zum Halbmarathon am 7. April 2013 in Berlin angemeldet. Und um mich allmählich wieder auf die längeren Distanzen einzustimmen, gabs heute einen ersten langen, langsamen Lauf, also einen LalaLauf. Angedacht war ein Schneckentempo von 7:45 und eine Distanz von 12 Kilometer. Das Wetter war wieder ganz nach meinem Geschmack (ca. 4 Grad), ziemlich kalt und sonnig; im Schatten war noch alles voller Raureif, während es in der Sonne mit der schwarzen (langen) Hose schon wieder nett warm wurde am Popöchen. Direkt beim Loslaufen merkte ich, dass ich super drauf war und die Beine fühlten sich auch sehr fit an. Ich freute mich schon den ganzen Morgen auf den Lauf, den ich einfach nur genießen wollte. Also, gesagt, getan. Es lief sich leicht und locker, immer wieder konnte ich mich an der Landschaft rechts und links des Weges erfreuen, so dass ich kaum merkte, dass ich überhaupt lief. Mit einem Trainingsplan fange ich auch wieder an (vermutlich zum 1. Dezember), denn er bringt Struktur und Abwechslung in die Lauferei und ins Training. Damit habe ich im letzten Jahr recht gute Erfahrungen gemacht, es hat mich sehr motiviert. Ja, all das ging mir während des Laufs so durch den Kopf und phasenweise war ich bereits in Berlin. Um die Runde dann noch mit einer geraden Zahl zu beenden, musste ich bis haargenau dort laufen, wo ich die Uhr gestartet habe, vor unserer Haustür. 13 km (mit 120 Höhenmetern) in einer pace von 7:22 sind ein guter Anfang für die Halbmarathonvorbereitung, ebenso sind minus 3 Kilo in 14 Tagen ein guter Schnitt. Weiter gehts!

Berlin 2.0 - ich hab da noch ne Rechnung offen - wir kommen! :-)

Freitag, 26. Oktober 2012

Genau mein Wetter!

Vom Indian Summer zum typisch deutschen Herbst, da reichen manchmal nur wenige Tage und schwupps hat man beinahe 20 Grad Temperaturunterschied und eine völlig neue Jahreszeit.

Den ganzen Tag schon hab ich mich auf den heutigen Lauf gefreut, obwohl es regnete und eben so typisch üsselig herbstlich war. Schließlich ist das aber genau mein Wetter. 

Nach Feierabend zu Hause schnell umgezogen und die neongelbe Leuchtregenjacke zur Premiere ausgeführt.  Ein bisschen unbehaglich fühlte ich mich schon in dem super auffälligen Teil. Kurz noch einen Abstecher zur Post gemacht und ein leidiges Einschreiben nach Italien aufgegeben. Spätestens jetzt hatte mein Ego die Jackenprüfung bestanden.

Im Regen und bei 7 Grad gings dann endlich los, der Weg bis zu meinem Haus- und Hoflaufgebiet war nicht weit. Wie ich es liebe!!! Immer noch diese wunderbare Laubfärbung und dazu die frische, feuchte und klare Luft, der würzige Geruch des Herbstes atmet sich mit jedem Zug wohlig ein. Die Regentropfen stören nicht wirklich, nur die dumme Kapuze, die ich bereits nach kurzer Zeit wieder ab nehme. Aus meinem Buff mache ich mir eine schicke Mütze, denn meine Ohren haben das Frische nicht ganz so gern, wie alles andere von mir (die Nase allerdings auch nicht, die läuft beinahe in einer Tour). Es dauert die üblichen 2 - 3 Kilometer, bis ich in meinen Rhythmus finde und ich laufe grinsend durch den Wald, über das Feld,  wieder zurück in den Wald und freue mich einfach nur über das Wetter und die überwiegende Leichtigkeit in meinen Beinen. Autofahrer schauen mich seltsam an - liegt es an der Leuchtjacke oder an der Tatsache, dass da eine Frau im Regen mit halb kurzer Hose rum läuft? Ich amüsiere mich und genieße jeden Kilometer. Ein Omi mit Krücken und Hund lächelt mich herzlich an, sie ist beinahe der einzige Mensch, der mir begegnet. Da ist meine Runde auch schon wieder zu Ende, nach 8,6 km und genau einer Stunde. Richtig glücklich gehe ich die letzten Meter bis zum Haus und erschrecke mich, wenn ich mich in einer Scheibe sehe. Hui, an die Jacke muss ich mich wirklich noch gewöhnen, aber eines ist sicher, damit übersieht mich garantiert keiner.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Indian-Summer-Lauf 2.0

Die Beine muckten nach den 6 km von Freitag heute morgen noch ganz leicht, was ihnen auch absolut zustand, nach dem sie 10 Tage still halten mussten. Von Muskelkater aber dennoch keine Rede. Um 10 Uhr verließ ich das Haus im strahlenden Sonnenschein, abermals in kurz-kurz, diesmal jedoch wieder mit Musik im Ohr. Die Bäume leuchteten in den schönsten Herbstfarben, immer wieder rieselte neues Laub nach. Ich bedauerte schon kurz, meine Kamera nicht dabei zu haben, doch dann erinnerte ich mich, dass ich bereits im letzten Jahr genau dieselben Eindrücke festgehalten habe, die jetzt wieder entlang des Weges meine Sinne beeindruckten.

Wie oft muss ich den selben Fehler eigentlich noch machen, bevor ich schlauer werde?! Mit frisch geputzten Zähnen läuft es sich nicht gut, wie ich auch heute wieder feststellen musste - das schleimt so grauslich im Mund. Auch beim heutigen Lauf merkte ich noch die leicht belegten Atemwege, obwohl ich schon wieder etwas zügiger unterwegs war als noch am Freitag. Besonders die leichten bergan Passagen empfand ich als sehr anstrengend. Gut, laufen ist eben nicht spazieren gehen und wenns nicht ein wenig anstrengend wäre, hätte es sicher keinen richtigen Effekt. Diesmal lief ich die Runde anders herum und war auch heute wieder froh, als es vorbei war (im Sinne von, weiter hätts nicht sein brauchen).

Zu Hause angekommen erwartete mich ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch. Ist schon komisch, wenn ich laufen gehe und Dirk es mal nicht kann. Aber auch für ihn ist am Dienstag Schluss mit der Regeneration, das Bein ist wieder einsatzfähig. Um unserer beider Beine noch was Gutes zu tun, gings am Mittag zu einem Spaziergang auf nach Weisweiler. Wir wollten uns mal ein alternatives Laufgebiet zu Maasmechelen etwas näher anschauen. Die Strecken entlang der Rur sind schon sehr schön, hier werden wir sicher mal zum Laufen hin fahren. Heute reichte uns jedoch eine 5 km Runde rund um das Indemännchen, dabei haben wir kurz ein paar Eindrücke am Braunkohletagebau mitgenommen. Bis 2060 !!! wird da noch weiter gebuddelt. Schon beeindruckend, dann sind selbst unsere Jungs schon um die 70 Jahre alt!

Jetzt gibts noch ein lecker Käffchen und die Beine werden verdienterweise mal hoch gelegt. Die "Verachtung" wartet auf mich.

Allen noch einen schönen Sonntag (mit einem hoffentlich spannenden Tatort) und einen guten Start in die neue Woche :-))





Samstag, 20. Oktober 2012

Veränderungen

So ist nun auch dieser Urlaub wieder vorbei, der leider mit einer Woche Krankheit durchzogen war. Der Sport, den ich mir eigentlich für diese Zeit gewünscht hatte, konnte nur stark eingeschränkt stattfinden. Aber ich habe die Zeit dennoch sinnvoll genutzt, die Seele buchstäblich mal baumeln zu lassen, in den Tag hinein zu leben und zu sehen, was kommt, wenn man so mit sich alleine ist, ohne jegliche Verpflichtungen und jeden Zeitdruck. Ich habe viel gelesen (extrem wenig TV geguckt) und ich habe meine 2. Lektion des Fernstudiums zumindest durchgearbeitet, wenn auch die Fragen noch nicht bearbeitet. Für meine erste Einsendeaufgabe habe ich inzwischen die Note erhalten, so freue ich mich sehr über eine 1 ("korrekt beantwortet, sehr ausführlich, gut strukturiert, weiter so Frau Hansen!" war der Kommentar der Studienleiterin). Schon verrückt, wie aufgeregt man sein kann, wenn man noch mal so eine Note bekommt.

Vor 22 Tagen war ich zum ersten Mal bei Edgar Nemes, seit dem hat sich einiges verändert. Ich rauche zum Beispiel seit dem 1. Oktober nicht mehr, außerdem habe ich von Montag bis heute 2,3 kg Gewicht verloren, ein Anfang ist gemacht, schließlich sollen noch etwa 8 kg folgen. Auf einmal klappt es und ich denke, das ist in erster Linie auf den Austausch mit Edgar zurück zu führen.

Gestern hab ich dann auch ein erstes Läufchen gewagt nach der Erkältung, die Einnahme des letzten Antibiotikums war nun über einen Tag her. Bei herrlichstem Herbstwetter bin ich um halb zehn aus dem Haus, da waren es schon um die 16 Grad. Mit kurzer Hose und kurzem Laufshirt ging es durch den wunderbar würzigen Wald und um nicht zu schnell zu werden, hatte ich keine Musik dabei, so dass ich das Rascheln des Laubes unter meinen Füßen mal ausnahmsweise hören konnte. Nur meine Schritte und mein Atem, das Rascheln der Blätter und die Vögel waren zu hören, herrlich! Die Beine liefen recht leicht, ich hatte ja in der Woche ein bisschen was auf dem Crosstrainer gemacht, aber die Atmung war noch nicht so optimal, die Atemwege noch ein klein wenig belegt. Es war daher etwas anstrengend, aber schön. Nach 6 km war meine Standardrunde wie immer zu Ende und mehr wäre auch nicht drin gewesen. Aber es musste ja auch nicht mehr sein, nach 10 Tagen Pause war das absolut in Ordnung.

Und Montag geht der Alltag weiter, ich freu mich schon ein bisschen drauf. Aber nur ein bisschen ;-)...

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lektion 1 ist also unterwegs

Wer zum Arzt geht, muss damit rechnen, dass es nicht unbedingt so kommt, wie erwartet. Irgendwie hatte ich ein Antibiotikum so gar nicht auf meiner Rechnung stehen und nun darf ich sechs Tage lang je zwei von den Dingern schlucken. Das war doch eigentlich nur ein harmloser Schnupfen - dachte ich. Natürlich ist es nichts dramatisches, aber ärgerlich ist es allemal und ansteckend obendrein. Na toll. Nun habe ich bis Mittwoch eine Krankmeldung, ich hätte mir meinen Urlaub auch anders gewünscht, so in etwa mit einem Lauf an jedem zweiten Tag, vor allem bei diesem herrlichen Wetter. Das kann ich nun knicken. Immerhin klappt es mit einer doppelten Portion Aspirin Complex, dass mit der morgendlichen Supermatschbirne immerhin noch Lesen möglich ist.

Gestern hab ich also erstmalig mein Studienpaket in die Hand genommen und einfach mal mit der ersten Lektion los gelegt. Ging alles schneller als erwartet (weils wohl auch so interessant war), so dass ich gestern auch sofort mit dem Beantworten der Einsendefragen angefangen habe. An der 2. Aufgabe habe ich mir ein wenig die Zähne ausgebissen und musste recht viel im Internet recherchieren. Aber siehe da, es war hochinteressant und hat super Spaß gemacht, ich habe wirklich Zeit und Raum vergessen darüber. So soll es doch sein, genau das war die Intension dieses Fernstudiums, prima! Also habe ich die erste Aufgabenstellung heute noch an meinen Studienberater geschickt. Jetzt heißt es für mich also auch wieder Noten bekommen (wie habe ich das zuletzt in der Schule gehasst!). Nun, von mir aus kann es gerne so weitergehen, von Lektion zu Lektion. Die Zweite habe ich bereits vor mir liegen, auch dieses Thema ist genau nach meinem Geschmack: "Was bestimmt das menschliche Handeln?". Mal sehen, wie lange ich dafür denn brauche.

Aber so langsam zieht sich mein Kopf wieder richtig zu und ich muss jetzt mal auf die Couch und unseren tollen, neuen Smart-TV bestaunen, mir einen Tee kochen und mich ein bisschen schonen. Den Fernseher hat Dirk übrigens gestern Nachmittag gegen 15.30 Uhr bestellt, heute Vormittag gegen 11 Uhr wurde er von DHL geliefert - Amazon prime lohnt sich absolut!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Schnupfen und so

Wenn ich einen Frisörtermin absagen muss, muss wahrlich was gravierendes dazwischen kommen. Im heutigen Fall wurde also doch aus dem "Schnupfen im Anmarsch" eine fiese Erkältung. Lags an den Spaziergängen im Regen, lags an dem verschnupften Besuch aus Duisburg oder vielleicht dem leichtsinnigen Lauf in Schweinfurt? Es spielt ja doch keine Rolle, also heisst es jetzt aussitzen und Tee trinken. Ärgerlich ist so eine Erkältung allemal, besonders für so ungeduldige Gemüter wie ich es bin, aber es gibt Schlimmeres. Schließlich habe ich noch einige sehr interessante Sachen, die ich lesen muss, seit gestern sogar den brandneuen Adler-Olsen! Also schmeiß ich mich jetzt wieder ins Bett und versinke in die Geschichten, die es mir momentan erlauben, kein eigenes, aktives Leben leben zu müssen ;-). 

Und Morgen gehts bestimmt schon wieder besser. Meine größte Sorge ist jedoch im Augenblick, dass Dirk sich hoffentlich nicht ansteckt, denn den zweiten Halbmarathon in diesem Jahr wegen einer dummen Erkältung sausen lassen zu müssen - das wäre wirklich zu dumm!

Apropos Dirk... Vielen Dank für bis heute neun wunderbare Ehejahre, mein Schatz. Ich freue mich auf alle die, die da noch kommen werden!

Montag, 8. Oktober 2012

Der Lauf in Schweinfurt

Es wurde dann doch noch ein wunderschöner Herbsttag; nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, schien die Sonne und ein blauer Himmel zeigte sich. Leider ließ ich mich von den im Internet nur angezeigten 4,9 Grad etwas verunsichern, außerdem wollte ich wegen des Schnupfens im Anmarsch auch nichts riskieren. Schon nach den ersten Metern merkte ich aber, dass ich viel zu warm angezogen war, auch war das Tempo zu schnell. Mein Beine waren recht zickig und schwer, so dass ich den ersten Stopp nach knapp 3 Kilometern einlegen musste. Doch auch danach lief es noch nicht rund; obwohl ich zuvor noch im Hotel auf Toilette war, meckerte meine Blase schon wieder und nach 4,7 km suchte ich einen Busch auf. Das war dann auch meine Wendemarke und ich lief, sichtlich erleichtert und nun endlich wesentlich runder am Main zurück. Ab da konnte ich endlich die vielen bunten leuchtenden Blätter genießen, den herrlichen Herbstgeruch und die Blicke durch das Dickicht auf den Main. Nach 10 Kilometern war ich durch und jetzt gehts ins die Badewanne.

Grüße aus dem schönen Schweinfurt

Während Kehrmaschine und Laubbläser wie verrückt vor dem Hotel für Ordnung sorgen, schaue ich mal so nach, was sich im www getan hat. Das Frühstück habe ich schon hinter mir, Dirk ist bereits zur Arbeit und ich kann mir den ganzen Tag mit was auch immer ich möchte versüßen. Laptop, Lektion 1 des Fernstudiums, e-Book, neues richtiges Buch, alles dabei, womit ich zwei Tage in Schweinfurt bestens um bekomme. Ach ja, das wichtigste hab ich ja ganz vergessen aufzuzählen: die Laufsachen :-)). Im Augenblick ist hier noch alles Nebel verhangen, die Temperaturen um den Gefrierpunkt noch nicht ganz so ideal zum Laufen. Ich denke mal gegen 11 - 12 Uhr werde ich mich aufmachen. Zuvor muss ich nämlich noch kurz in die Apotheke, ich hab nen Schnupfen im Anmarsch (und außerdem die Zahnbürste vergessen). Da sich unser Hotel direkt im Zentrum des schönen Schweinfurt befindet, könnte ich auch kurz einen Abstecher in diverse Geschäfte machen, irgendwie hab ich ein wenig Shoppinglaune... Ach herrlich, wie auch immer ich die Zeit tot schlage, es wird mir ein Vergnügen sein. Zwei Wochen Urlaub, ich kanns noch gar nicht richtig glauben - wie schön!

Ich melde mich später wieder, wenn ich von meinem Lauf am Main berichten kann.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Das Fernstudium ist da!

20.45 Uhr, es klingelt an unserer Haustür. Hm... wer ist das denn noch? Ah ja, Diana, die Nachbarin von Haus-Nr. 26 mit einem Paket für mich. Ups, so groß!? Wieso hatte ich denn keine Benachrichtigung im Briefkasten?! Bevor mich Diana für super faul und mega bequem hält, die paar Schritte bis zu ihrer Haustür zu machen, erkläre ich kurz und wirklich peinlich berührt, dass mir DHL keine Nachricht über ein Paket hinterlassen hat (wie leider häufiger), sie solle bitte nicht meinen, ich würde mir das Paket nicht gerne selbst abholen kommen und nur darauf warten, dass sie es mir bringt. Ist mir echt unangenehm.

Heute ist also Weihnachten! Ich packe das Paket von ILS aus und finde ein sehr professionell aussehendes Studienpaket vor, links unten in der Lasche lacht mich sogar ein auf meinen Namen ausgestellter Studienausweis an. Bin ich jetzt tatsächlich offiziell eine Studentin? Nein, wohl eher nicht. Aber sieht trotzdem gut aus und vielleicht komme ich damit ja günstiger ins Freizeitbad. Kugelschreiber, Block, Ordner und alle Teile meines Lehrgangs "Persönlichkeitstraining" sind darin, die ich nun mit und mit durcharbeiten und einsenden muss.

Yes, jetzt gehts also los - ich freu mich!!!

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Der Köhlbrandbrückenlauf 2012

Gerade sind wir Heim gekommen und hier gibts die ersten Eindrücke und Zahlen:

Die Anreise: 5 Stunden, Stau im Pott und Tempolimits ohne Ende - grausam!
Die Rückreise: 4 Stunden
Ergebnis: 1:19 h
Die Laufstrecke: 12 Kilometer
Die Höhenmeter: lt. ST ca. 65, Garmin meint  über 200 und GPSies wird noch befragt, also eher so irgendwas dazwischen, Dirks ST meint 100, was ungefähr hin kommt.

Der Lauf: Vor dem Lauf hab ich wirklich kurz nervöse Übelkeit bekommen, da ich beim Anblick all der Läufer fast davon ausgegangen bin, dass ich diesmal wirklich als Letzte ins Ziel kommen werde. Alle waren extrem athletisch, eine/einer schlanker wie der andere, an der Kleidung und der Gelassenheit konnte man erkennen, dass es erfahrene ambitionierte Läufer waren, ebenso an den Lauf-T-Shirts, von Marathon über Sport-Freak bis zu Triathlon war alles vertreten - die sahen einfach alle super schnell aus. Wirkliche Freizeitläufer, die just for fun diese ungewöhnliche Strecke mal laufen wollen, konnte ich beim besten Willen nicht entdecken. Dirk holte mich dann wieder ein bisschen runter und überhaupt, wollte ich ja nicht mehr auf Zeiten schielen, nicht wahr?! Und wenn ich wirklich Letzte würde, wäre mir der tosende Mitleidsbeifall immerhin gewiss. Als es dann los ging, war ich wieder die Ruhe selbst und alles war gut, ich reihte mich im hinteren Mittelfeld ein. Wie ich später auf der Brücke bei einem Blick zurück feststellte, war ich wirklich im letzten Viertel, aber da war schon klar, dass ich sicher nicht Letzte werden würde. Also, so what?! Nach einer Stunde und 19 Minuten und Quetsch Sekunden bin ich somit mit einer pace von 6:33 über die Zielmatte gelaufen. Mit diesem Ergebnis bin ich wirklich super zufrieden und auch Dirk hatte mich erst ein paar Minuten später erwartet. Es ist eine wirklich ungewöhnliche Laufstrecke mit Start und Ziel im Industriegebiet, dann über die wirklich geile Brücke mit aussergewöhnlichem Ausblick auf Hamburg und den Hafen und das ganze hin und zurück. Viele sind auf der Brücke gegangen, aber ich nicht, nur ganz wenige Schritte beim Wenden (einzige Verpflegungsstation) bei km 6, da ich im Laufen nicht trinken kann.

Einziges Manko: Bei Kilometer 4 und 5 bzw. zurück bei 8 und 9 stank es fürchterlich. Zuerst nach Biodiesel und dann nach Großküche bzw. ESSEN (konkret nach Sauerkraut). Dirk erzählte mir später, dass er sich fast übergeben und deshalb kurz stehen bleiben musste und ich hab auch krampfhaft versucht, durch den Mund zu atmen, wobei ich glaubte, das Sauerkraut förmlich schmecken zu können. Das war echt eklig, zumal es die anstrengendsten Kilometer waren, wo man sicher am tiefsten einatmet...

Und hier die Eindrücke in Bildern:


Auf dem Navi erkennbar -> die gesperrte Köhlbrandbrücke


Man beachte den Herrn in Neongelb  :-)))

Ganz schön frisch wars im Startblock, 
obwohl ich später gern auf die Weste verzichtet hätte.

Je 2000 Läufer starteten sowohl um 12 Uhr,
als auch um 15 Uhr.

Diese beiden Herren standen tapfer spielend an der höchsten 
Stelle der Brücke und dudelten nur für uns! 
Respekt, denn es war wirklich schattig dort oben.
Ansonsten gabs nur eine Handvoll Zuschauer auf er ganzen Strecke verteilt.
Mir ist das lieber, ich hab nicht gerne Zuschauer.



Geschafft aber nicht völlig verausgabt, so soll es sein!

Schicke Medaillen und Shirts von Asics gabs


Hier ist jemand stolz wie Bolle und sichtlich erleichtert ;-)

Die beeindruckende Köhlbrandbrücke ohne Läufer und ohne Autos.
Ein ganz seltener Zustand denke ich.



Montag, 1. Oktober 2012

Der richtige Weg


Es ist Montagmorgen, ich schalte im Sekretariat den Rechner ein und es erreicht mich folgende E-Mail:

„Liebe Frau Hansen!

Ich bedanke mich für die einfühlsamen, verständnisvollen, beruhigenden Worte, die mir gut getan haben.

Wie sagte doch einmal ein Kollege so schön:
Die Schulleitung ist der Kopf einer Schule.
Die Sekretärin ist das Herz einer Schule.

Sie sind eine große Bereicherung fürs Goethe, sowohl in menschlicher als auch in beruflicher Hinsicht.
Vielen, lieben, herzlichen Dank und Gruß!

G. XXXXXX“

Ich bin sehr gerührt und freue mich über diese Zeilen, die mir das Gefühl geben, einen guten Job hier in der Schule zu machen und wohl doch gar kein so übler Mensch zu sein, wie ich manchmal selber von mir denke.

Das war so einer dieser Momente, der mich zutiefst glücklich macht. Wie es zu dieser Mail kam, ist kurz erklärt. Die Mutter dieser Lehrkraft war in der Nacht zuvor verstorben, als mich der Anruf erreichte. Die Person war völlig durch den Wind und mit der Situation total überfordert, vor allem mit den ganzen Formalien, die jetzt noch anstanden. Normalerweise ist das ein Thema, eine Situation für mich, mit der ich  mich selbst stets überfordert fühle. Die Nachricht vom Tode eines nahe stehenden Menschen mitgeteilt zu bekommen, macht mich meist eher sprachlos und hilflos. Die oben genannte Mail straft mich lügen, denn scheinbar habe ich wohl doch die richtigen Worte gefunden.

Das zeigt mir, dass ich mit meinem Vorhaben, mich in dieser Richtung weiterzubilden genau richtig bin – wie schön!