Mittwoch, 3. Oktober 2012

Der Köhlbrandbrückenlauf 2012

Gerade sind wir Heim gekommen und hier gibts die ersten Eindrücke und Zahlen:

Die Anreise: 5 Stunden, Stau im Pott und Tempolimits ohne Ende - grausam!
Die Rückreise: 4 Stunden
Ergebnis: 1:19 h
Die Laufstrecke: 12 Kilometer
Die Höhenmeter: lt. ST ca. 65, Garmin meint  über 200 und GPSies wird noch befragt, also eher so irgendwas dazwischen, Dirks ST meint 100, was ungefähr hin kommt.

Der Lauf: Vor dem Lauf hab ich wirklich kurz nervöse Übelkeit bekommen, da ich beim Anblick all der Läufer fast davon ausgegangen bin, dass ich diesmal wirklich als Letzte ins Ziel kommen werde. Alle waren extrem athletisch, eine/einer schlanker wie der andere, an der Kleidung und der Gelassenheit konnte man erkennen, dass es erfahrene ambitionierte Läufer waren, ebenso an den Lauf-T-Shirts, von Marathon über Sport-Freak bis zu Triathlon war alles vertreten - die sahen einfach alle super schnell aus. Wirkliche Freizeitläufer, die just for fun diese ungewöhnliche Strecke mal laufen wollen, konnte ich beim besten Willen nicht entdecken. Dirk holte mich dann wieder ein bisschen runter und überhaupt, wollte ich ja nicht mehr auf Zeiten schielen, nicht wahr?! Und wenn ich wirklich Letzte würde, wäre mir der tosende Mitleidsbeifall immerhin gewiss. Als es dann los ging, war ich wieder die Ruhe selbst und alles war gut, ich reihte mich im hinteren Mittelfeld ein. Wie ich später auf der Brücke bei einem Blick zurück feststellte, war ich wirklich im letzten Viertel, aber da war schon klar, dass ich sicher nicht Letzte werden würde. Also, so what?! Nach einer Stunde und 19 Minuten und Quetsch Sekunden bin ich somit mit einer pace von 6:33 über die Zielmatte gelaufen. Mit diesem Ergebnis bin ich wirklich super zufrieden und auch Dirk hatte mich erst ein paar Minuten später erwartet. Es ist eine wirklich ungewöhnliche Laufstrecke mit Start und Ziel im Industriegebiet, dann über die wirklich geile Brücke mit aussergewöhnlichem Ausblick auf Hamburg und den Hafen und das ganze hin und zurück. Viele sind auf der Brücke gegangen, aber ich nicht, nur ganz wenige Schritte beim Wenden (einzige Verpflegungsstation) bei km 6, da ich im Laufen nicht trinken kann.

Einziges Manko: Bei Kilometer 4 und 5 bzw. zurück bei 8 und 9 stank es fürchterlich. Zuerst nach Biodiesel und dann nach Großküche bzw. ESSEN (konkret nach Sauerkraut). Dirk erzählte mir später, dass er sich fast übergeben und deshalb kurz stehen bleiben musste und ich hab auch krampfhaft versucht, durch den Mund zu atmen, wobei ich glaubte, das Sauerkraut förmlich schmecken zu können. Das war echt eklig, zumal es die anstrengendsten Kilometer waren, wo man sicher am tiefsten einatmet...

Und hier die Eindrücke in Bildern:


Auf dem Navi erkennbar -> die gesperrte Köhlbrandbrücke


Man beachte den Herrn in Neongelb  :-)))

Ganz schön frisch wars im Startblock, 
obwohl ich später gern auf die Weste verzichtet hätte.

Je 2000 Läufer starteten sowohl um 12 Uhr,
als auch um 15 Uhr.

Diese beiden Herren standen tapfer spielend an der höchsten 
Stelle der Brücke und dudelten nur für uns! 
Respekt, denn es war wirklich schattig dort oben.
Ansonsten gabs nur eine Handvoll Zuschauer auf er ganzen Strecke verteilt.
Mir ist das lieber, ich hab nicht gerne Zuschauer.



Geschafft aber nicht völlig verausgabt, so soll es sein!

Schicke Medaillen und Shirts von Asics gabs


Hier ist jemand stolz wie Bolle und sichtlich erleichtert ;-)

Die beeindruckende Köhlbrandbrücke ohne Läufer und ohne Autos.
Ein ganz seltener Zustand denke ich.



Kommentare:

  1. Schöner Bericht! Da wäre ich auch gern mitgelaufen :-)
    Und keine Angst, so schnell wird man nicht die Letzte! Obwohl es mir letztes Jahr bei einem kleinen Crosslauf doch einmal passiert ist :-) Aber bei so großen Läufen besteht eigentlich keine Gefahr ...

    AntwortenLöschen
  2. Hi Manu, ja, ist doch immer ein blödes Gefühl irgendwie. Schließlich muss ja irgendjemand Letzter werden... Aber bitte nicht ich ;-))

    AntwortenLöschen