Freitag, 26. Oktober 2012

Genau mein Wetter!

Vom Indian Summer zum typisch deutschen Herbst, da reichen manchmal nur wenige Tage und schwupps hat man beinahe 20 Grad Temperaturunterschied und eine völlig neue Jahreszeit.

Den ganzen Tag schon hab ich mich auf den heutigen Lauf gefreut, obwohl es regnete und eben so typisch üsselig herbstlich war. Schließlich ist das aber genau mein Wetter. 

Nach Feierabend zu Hause schnell umgezogen und die neongelbe Leuchtregenjacke zur Premiere ausgeführt.  Ein bisschen unbehaglich fühlte ich mich schon in dem super auffälligen Teil. Kurz noch einen Abstecher zur Post gemacht und ein leidiges Einschreiben nach Italien aufgegeben. Spätestens jetzt hatte mein Ego die Jackenprüfung bestanden.

Im Regen und bei 7 Grad gings dann endlich los, der Weg bis zu meinem Haus- und Hoflaufgebiet war nicht weit. Wie ich es liebe!!! Immer noch diese wunderbare Laubfärbung und dazu die frische, feuchte und klare Luft, der würzige Geruch des Herbstes atmet sich mit jedem Zug wohlig ein. Die Regentropfen stören nicht wirklich, nur die dumme Kapuze, die ich bereits nach kurzer Zeit wieder ab nehme. Aus meinem Buff mache ich mir eine schicke Mütze, denn meine Ohren haben das Frische nicht ganz so gern, wie alles andere von mir (die Nase allerdings auch nicht, die läuft beinahe in einer Tour). Es dauert die üblichen 2 - 3 Kilometer, bis ich in meinen Rhythmus finde und ich laufe grinsend durch den Wald, über das Feld,  wieder zurück in den Wald und freue mich einfach nur über das Wetter und die überwiegende Leichtigkeit in meinen Beinen. Autofahrer schauen mich seltsam an - liegt es an der Leuchtjacke oder an der Tatsache, dass da eine Frau im Regen mit halb kurzer Hose rum läuft? Ich amüsiere mich und genieße jeden Kilometer. Ein Omi mit Krücken und Hund lächelt mich herzlich an, sie ist beinahe der einzige Mensch, der mir begegnet. Da ist meine Runde auch schon wieder zu Ende, nach 8,6 km und genau einer Stunde. Richtig glücklich gehe ich die letzten Meter bis zum Haus und erschrecke mich, wenn ich mich in einer Scheibe sehe. Hui, an die Jacke muss ich mich wirklich noch gewöhnen, aber eines ist sicher, damit übersieht mich garantiert keiner.

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