Donnerstag, 29. November 2012

(Nette) Begegnung im dunklen Wald


Das war heute mal wieder ein sehr schöner Lauf. Ohne Zeitziel, einfach drauf los, 10 Kilometer sollten es werden, damit ich den Monat mit 130 Kilometern abschließen kann.

Pretty in lightyellow dressed gings schon in der Dämmerung raus, vorher noch ne Runde ausgeguckt, die genau auf 10 auskommt. Nach dem ersten km-Piepsen war ich ganz erstaunt, dass es eine 6:45 pace war, gehts doch stetig bergan. Irgendwie hab ich jegliches Tempogefühl verloren. Kurz noch ein Steinchen aus dem Schuh gepuhlt und dann im 2. Kilometer die höchste Steigung bezwungen, demnach auch eine 7:25er pace. Ab da liefs aber einfach nur noch im flow bzw. im mizuno.

Ein sehr schönes Erlebnis hatte ich Ende des 7. Kilometers. Da lief ein Mann vor mir und gefühlt war er langsamer unterwegs. Ich kam also immer näher und näher und irgendwie wurde der immer schneller und schneller. Ich mir dann ein Herz gefasst und zum Überholen angesetzt, das Tempo merklich angezogen. Da hängt der Kerl sich doch glatt an meine Fersen und bleibt neben mir - ich fass es nicht. Nun denn, nach ein paar Metern fängt er eine Plauderei an, von wegen ob ich denn keine Angst so alleine im dunklen Wald hätte, was ich verneinte, was er wiederum ungewöhnlich fand und und und... Wir das Marion-Überholtempo haltend ein bisschen geplauscht, wenns mir auch eigentlich zu schnell zum Reden war, gings doch erstaunlich gut. Er meinte sogar, dass ich ja ein nettes Tempo laufen würde -haha, wenn der gewusst hätte!! Wie ich beim Auslesen dann später gesehen hab, war es ein 6:22er Schnitt beim 8. km - ich konnts kaum glauben! Dann musste ich noch mal abbiegen, um meine 10 km auch voll zu kriegen, wir uns nett verabschiedet, vielleicht sieht man sich ja noch mal, ich wieder ein bisschen Tempo raus genommen und die Runde war vorbei. Das Tempo war eigentlich wieder zu hoch und es waren auch immerhin 100 Höhenmeter drin, aber es war ein Lauf der Sorte "glücklich und zufrieden".

Und die neuen Schuhe sind wirklich super, wenn auch wie schon gesagt, etwas lauter beim Auftritt. Ich bin ja eher ein Leisetreter und es nervt mich, wenn jemand neben mir läuft, der trampelt oder platscht. Tja, da werde ich wohl die Musik künftig doch etwas lauter machen müssen, wenn der Mizuno mit mir läuft ;-)

Dienstag, 27. November 2012

Ups... so schnell kanns gehen

Dass diese super euphorische gute Laune-Stimmung nicht ewig anhält, war eigentlich klar. Da eine kleine Bevormundung, dort ein in die Privatsphäre eingreifen, hier ein bisschen über mich verfügen und des Weiteren eine chronische Unterforderung - da reicht allemal eine kleine, unbedarfte Kränkung, um auch mich mal wieder runter zu ziehen.

Ich hab mich von dieser komischen Stimmung doch tatsächlich einfangen lassen und das Kind in mir ist gerade ziemlich bockig. Umso schlimmer, weil es eigentlich auch gar keine Süßigkeiten mehr essen darf und rauchen tuts auch schon fast zwei Monate nicht mehr. Wo also hin mit all dem Frust und der negativen Energie?!?

Richtig! Die nagelneuen Laufschuhe an und Gas geben. Genau das werde ich heute nach Feierabend tun. Da kommt ein Tempodauerlauf oder ein Fahrtspiel genau richtig.

Sollen mich doch alle mal kreuzweise... Und die Sonne braucht jetzt auch nicht zu scheinen!

EDIT: Nach dem beknackten Arbeitstag gabs dann den angekündigten Befreiungslauf. Mit Ein- und Auslaufen und ein bisschen Tempo zwischendurch kam ich auf 8,2 km in Ø 6:33 . Spaß hats gemacht und die Laune ist auch wieder im grünen Bereich. Nebenbei die neuen Mizuno-Laufschuhe eingeweiht. Fühlen sich super an, kamen mir nur ein wenig laut vor...

Samstag, 24. November 2012

Meine neuen Schätze ♥


Endlich ist diese komische Woche um, endlich ist Wochenende! Schön wurde dies mit einem Frisörbesuch gestern eingeleitet, wobei das lange Sitzen dort immer Quälerei für meine Beine und meinen Piriformis-Popo ist. Deutlich aufgehellt und frisch gestylt gings schnurstraks in den Runnerspoint. Fein, ich bin alleine im Laden und habe das Glück, die ungeteilte Aufmerksamkeit eines motivierten, jungen Verkaufsberaters zu bekommen. "Ich brauche neue Laufschuhe, stabilisierte, und ich dachte dabei an den neuen Brooks Adrenalin 12... blabla". Ob ich schon mal eine Laufbandanalyse gemacht habe, ja, vor drei Jahren und ob ich noch mal will. Klar, Schuhe aus, Strümpfe aus, rauf auf das Gummiteil. Soweit keine Veränderung, der Fuß knickt immer noch ein, also bleibt es bei Stabilschuhen. 

Er bringt mir den Brooks irgendwas mit 12, fühlt sich gut an, aber noch nicht so ganz optimal. Eine halbe Nummer größer, schon besser. Dann bringt er mir noch ein anderes Modell von Brooks, ja supi, schon so gut wie gekauft. "Ich würde ihnen trotzdem gern noch ein oder zwei andere Schuhe zeigen, damit sie mal einen Vergleich haben," ok, es gibt jetzt den Mizuno Wave Inspire 8, ich bin begeistert! Wieder wird auf dem Laufband fest gehalten, wie ich darin laufe. Fühlt sich gut an, anders, aber wirklich gut. Ich habe vorne sehr viel Platz, der Schuh ist schön weich vorne und fühlt sich mittig sehr stabil an, prima! Jep, den nehm ich! "Und ähm, haben sie den Pure Cadence von Brooks in meiner Größe da, ich würde einfach nur mal gerne fühlen, wie der sich so anfühlt am Fuß", ich bin immer noch alleine und nutze das voll aus. Nach ein paar Minuten kommt er mit dem Pure Flow, nein, der Cadence ist gerade nicht da, aber der ist dem Flow super ähnlich. Ich bin optisch ohnehin schon sehr angetan von dem Schuh und ja, man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich rein steige, entfleucht mir ein "Wow, wie geil is das denn!" und es ist einfach wie bei Romika: Reintreten und wohlfühlen! Selten hab ich einen Schuh am Fuß als sooo angenehm empfunden, den könnte ich mir auch als Alltagsschuh sehr gut an meinen Mädchenfüßen vorstellen. Ich will ihn gar nicht mehr ausziehen und frage, wie lange der Laden noch geöffnet hat, ob ich noch ein wenig laufen darf. Da ist mein Entschluss längst gefasst: ich nehme den auch noch. Außerdem gibts im Runnerspoint gerade die Aktion "das 2. Paar zum halben Preis", ich spare also 60 Euro! Jetzt hab ich also auch ein Leichtgewicht (213 gr.) und einen neuen für die längeren Distanzen. Ich freu mich wie Bolle und verlasse grinsend wie ein Honigkuchenpferd mit zwei Taschen den Runnerspoint, der inzwischen noch mal richtig voll geworden ist - Glück gehabt. 

Heute Morgen gabs dann die ersten 5 Kilometer im neuen Schuh auf der Bahn. Und sie laufen sich tatsächlich wie von alleine, das Lauf ABC ging noch mal einen schönen Schwung leichter von statten (oder liegts doch eher daran, dass es eben von mal zu mal leichter wird?). Morgen steht wieder lang und langsam an, aber mehr wie 16 km darf ich nicht, sagt Dirk, weil langsam steigern. 

Ob ich es riskieren soll, dann die neuen Mizunos einzuweihen? Besser nicht, oder? 

Menno, ich will aber...






Freitag, 23. November 2012

Von Ehrgeiz, Motivation und Zielen

Da es bei mir im Moment lauftechnisch richtig super läuft (bin ich in der letzten Woche immerhin auf ganze 38,5 Wochenkilometer gekommen) gehen die Pferde gedanklich ein wenig mit mir durch und ich überlege, was als nächstes kommt. Nein - vom Marathon bin ich meilenweit entfernt, diese Distanz ist für mich völlig unvorstellbar... Aber mit dem ATG liebäugele ich inzwischen. Leider ist die Anmeldefrist längst vorbei , mal sehen, ob ich noch einen Platz auf der Warteliste bekomme oder ob ich irgendwie einen Trainingslauf daraus machen kann.

Sonntag hatte ich meinen zweiten 15 Kilometerlauf und es hat wieder wunderbar geklappt, war das Tempo doch im Verhältnis zur letzten Woche schon etwas flotter, ohne dass ich groß was dazu tun musste. Der nächste lange, langsame Lauf soll nun 18 km werden, will ich ja die 21 für Berlin optimieren. Bis vor kurzem hab ich mich noch von jeglicher Ambition verabschiedet und wollte nur noch just for fun laufen, so merke ich seit meiner hypnotischen Veränderung, dass mich der Ehrgeiz wieder gepackt hat. Vermutlich hat mich der Ehrgeiz aber auch nur deshalb gepackt, weil ich einfach so super motiviert bin und es dementsprechend gut läuft. Schließlich gilt, wer viel läuft, verbrennt viele Kalorien und im Grunde ist das mein primäres Ziel. Wer dazu noch schneller läuft, verbrennt noch mehr Kalorien und genau da will ich hin. Schließlich läuft, wer weniger wiegt, automatisch schneller und so schließt sich der Kreis am Ende. Ist doch genial, oder? Nicht zu vergessen, dass Laufen einfach nur super gut tut und Spaß macht. Mir gibt Laufen dabei ein ganz einzigartiges Gefühl von Lebendigkeit. Während ich im normalen Alltag eher mechanisch agiere und reagiere, steuere ich beim Laufen ganz gezielt mein Handeln. In dem ich immer wieder einen Fuß vor den anderen setze, die Strecke bestimme, die Landschaft um mich herum wahrnehme (hier besonders den Wechsel der Jahreszeiten), empfinde ich mein Atmen und Riechen, meine ganze Körperbewegung und die Funktion meines Körpers als äußerst lebendig, aktiv und selbstbestimmt.

Am Dienstag gab es dann den ersten Lauf im Dunkeln, ich habe also die beleuchtete Winterstrecke wiedereröffnet. Glaubte ich in Erinnerung zu haben, dass die Runde 8 km lang wäre, hatte ich am Ende doch glatt eine 11 auf der Uhr stehen. Und das nach einem Tag, an dem ich beinahe auf der Couch angewachsen wäre und fast 2 Stunden tief und fest geschlafen hatte. Verständlich, dass ich dann umso stolzer auf mich war, den inneren Schweinhund in die Schranken gewiesen zu haben. Der Gedanke an mein Ziel im April hat mich so motiviert, dass ich gar nicht anders konnte, als noch laufen zu gehen. Es beflügelt mich auch während eines Laufs immer wieder, wenn ich an den kommenden April denke und das Gewicht, welches ich dann erreicht habe. Das hilft mir, am Ball zu bleiben und mich in Geduld zu üben.

Mal sehen, wie es weiter geht, im Augenblick bin ich guter Dinge.

Montag, 19. November 2012

Goldener Herbst Teil II, heute mit Märchenwald

Das Wetter hat es so gewollt, dass Dirk und ich heute noch mal eine kurze Fotorunde drehen konnten. Zuerst war Dirk alleine an unserem Weiher unterwegs, als ich dann nach Hause gekommen bin, sind wir fix zum Grube-Adolf-Park nach Merkstein gefahren, damit er endlich auch mal "meinen Märchenwald" sieht. Leider war das Licht schon nicht mehr ganz so optimal zum Fotografieren... Aber schaut selbst:




Bei uns am kleinen Weiher - schön, wa?!







Die Kreation der Herbstfarben kennt keine Grenzen ;-)

Na? Lust zu Laufen???

Bisschen mystisch wars heute schon.

Meterhohe Bäume mit Efeu behangen

Durch den Märchenwald

Vorlage für Camouflage-Klamotten?

Die "Puschel".


Samstag, 17. November 2012

Veränderungen durch Hypnose

"Hhhhmmmm, is das lecker!" - diesen Ausspruch hab ich heute Mittag während des Essens mindestens 3 x gebracht. Üblicherweise hab ich das sonst getan, wenn es irgendeine Form von z. B. Nudelauflauf gab, zu Zeiten, als die Jungs noch bei uns wohnten. Aber das ist jetzt schon über ein halbes Jahr nicht mehr der Fall und so haben sich doch einige Dinge bei uns geändert. Was wir am meisten schätzen, ist die einfachere Art des Essens und das Planen des Essens. Der Eine mochte keinen Blumenkohl und keinen Fisch, der Andere mochte keine Paprikas und nichts Chinesisches, beide mochten weder Rosenkohl noch Sauerkraut und auch von Salat hielten die beiden Halbwüchsigen recht wenig. Stattdessen war alles prima, wenn es in Soße schwamm (bevorzugt Bratensoße oder Sauce Hollandaise), ob es Nudeln, Kartoffeln, Knödel oder Kroketten waren. Vermutlich muss ich mir diesen Schuh (zumindest bei Tim) selbst anziehen, denn die gute alte Hausmannskost hat auch mich geprägt.

Nun ist seit Anfang Oktober bei mir etwas geschehen, wofür ich wirklich sehr dankbar bin! Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich bislang ein regelrechter Obsthasser war. Obst, ja, das ist zwar gesund, aber es dient allerhöchstens als Nachtisch oder als kleine Zwischenmahlzeit, aber schmecken tuts nicht und satt macht es schon gar nicht. Während Dirk beim Essen einer Pampelmuse (wohlgemerkt mit Unmengen von Zucker drauf) frohlockte, dass er förmlich spüre, wie ihn die Vitaminchen anspringen, habe ich nur unverständlich den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht. Zugegeben, mit Pampelmusen hab ich immer noch keinen Vertrag und mir läuft das Wasser unangenehm im Mund zusammen, wenn ich dabei zusehe, wie Dirk eine isst. Ne, das muss nicht sein. Aber so gut wie alles andere steht neuerdings auf meinem Ernährungsplan. Während ich früher maximal auf einen Apfel mal Lust hatte oder eine Banane auf ein Brötchen geschnippelt mochte, esse ich heute außerdem wirklich gerne Birnen, Ananas, Pflaumen, Kakis, Mandarinen, Trauben, Nektarinen und Pfirsiche. Gut, alles was sauer oder bitter ist, mag ich immer noch nicht, aber man muss ja auch nicht alles mögen. 

Woher dieser plötzliche Wandel? Edgar ist Schuld daran und Edgar hat auch zu verantworten, dass ich seit dem 2. Oktober nicht mehr rauche. Edgar hat mich nämlich hypnotisiert. Und dafür bin ich Edgar wirklich dankbar (klar, ich hab ihn natürlich dafür bezahlt, aber dennoch ist mir die Veränderung in meinem Leben deutlich mehr wert, als das Geld, das er von mir für seine Dienste bekommen hat). Es sind durch die Gespräche mit ihm Knoten geplatzt, die mich buchstäblich leichter durchs Leben gehen lassen. Ein Punkt, der für mich eine ganz besondere Herausforderung ist, ist meine Ernährung und das erhoffte Abnehmen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich das seit Jahren bislang ziemlich vergeblich versuche. Nun übe ich mich seit dem 15.10. in Geduld und Kontinuität. Ich habe seitdem 4 Kilo abgenommen. Das ist nicht viel, aber auch nicht wenig und vor allem fühlt es sich für mich nach "mehr" als "nur" 4 Kilo an. Ich finde, mein Körper hat sich schon deutlich verändert. Aber - und jetzt kommt das große Aber... ich bin sehr ungeduldig. Vier Kilo in einem Monat, das ist der Anfang. Ich wiege mich täglich, um zu sehen, ob sich was tut. Drei bis fünf Mal pro Woche mache ich Sport. Im Grunde ist also ein Monat erstmal gar nicht lange. Heute noch las ich im Laufforum über Jemanden, der in 18 Monaten 20 Kilo abgenommen hat. Da ich glücklicherweise nur noch 7 bis allerhöchstens 9 Kilo abnehmen möchte, fehlt es mir jetzt maximal an Geduld und Durchhaltevermögen. Daran bin ich bisher immer wieder gescheitert, nie habe ich eine Änderung meiner Ernährung länger als vier oder fünf Wochen durchgehalten. Jetzt bin ich jedoch viel optimistischer. Ich weiß, dass ich es diesmal schaffe, denn ich bin motivierter denn je. Es hat Klick gemacht und diesmal richtig. Das merke ich daran, dass ich heute dreimal "Hhhhmmmm, is das lecker!" gesagt habe, als ich diese Schüssel vor mir hatte:

Ananas, Kaki, Banane und Mandarine

Für eine Hypnose muss man sicher offen sein. Dennoch möchte ich hier einmal ganz klar sagen, dass es nichts ist, wovor man Angst haben müsste und es hat in keiner Weise irgend etwas mit Kontrollverlust zu tun. Ich habe die beiden Hypnosen wirklich sehr genossen, war ich wohl noch nie in meinem Leben derart tiefenentspannt, während mein Geist dennoch hellwach war! Es war ein sehr schönes, beglückendes Erlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich von alten, negativen Verhaltensmustern trennen möchte. Ich würde jeder Zeit wieder zu diesem Hilfsmittel greifen.

Beim Rauchen ist es inzwischen so, dass ich nahezu regelrecht vergesse, dass es "rauchen gibt". Ich werde nur noch daran erinnert, wenn ich in eine Dunstwolke laufe oder direkt mit jemandem spreche, der gerade frisch geraucht hat und dementsprechend riecht. All die Situationen, wo ich vorher beinahe zwanghaft das Gefühl hatte, jetzt rauchen zu müssen (nach dem Essen, bei Stress, Ärger oder Langweile), fühle ich nicht mehr. Das Muster scheint in der Tat durchbrochen zu sein. Ich bin darüber sehr froh und dankbar und wünsche mir, dass das auch ewig so bleibt.





Freitag, 16. November 2012

Goldener Herbst in unserem "Vorgarten"

Dirk hat heute sein neues L-Objektiv bekommen! 
Ein Grund, mal kurz mit mir zu meinem Lauf vor die Tür zu kommen und 
sich ein bisschen damit vertraut zu machen.
Hier ist seine erste Ausbeute, mit dem Profiobjektiv:













Derweil startete ich zu einem kleinen Fahrtspiel-Läufchen über 7 km - hat Spaß gemacht!

Dienstag, 13. November 2012

Es läuft wieder rund

Länger nichts geschrieben, doch lange nicht untätig gewesen. Hier meine gesammelten Kilometer post Muskelkater:

05.11.12: 8,3 km - sehr schöne Feierabendrunde im Regen
06.11.12: 4,3 km - warmlaufen und 40 min. Rumpfstabi & Co.
08.11.12: 10 km Crosstrainer
09.11.12: 10,3 km - Herzfrequenz-Ermittlungsversuch
11.11.12: 15 km langsamer Genusslauf, siehe hier:

Es ist schon manchmal erstaunlich, wie sich innerhalb einer Woche die Stimmung und das Befinden komplett verändern können. Vorletzte Woche noch gelitten, konnte ich am Sonntag meinen langen, langsamen 15 km Lauf mit jeder Sekunde einfach nur genießen! Trotz eines leichten Rotwein-Brummschädels lief es vom ersten Meter an richtig toll. Meine Vorgabe war, so langsam wie möglich, aber mindestens 15 km und nach Möglichkeit 2 Stunden (was also einem 8er pace entspräche), wollte ich doch im sogenannten Fettverbrennungsbereich laufen. Gefühlt ist mir das auch gelungen; ich musste zwar immer wieder einen Gang raus nehmen, doch vermutlich war es deswegen zu keiner Zeit auch nur ansatzweise anstrengend. Das Wetter lag um die 10 Grad, wobei die sich in Schatten und Sonne extrem unterschiedlich anfühlten; war es in der Sonne nahezu schon fast zu warm, bibberte ich im schattigen Wald tatsächlich ein wenig.

Es war ein Lauf mit dem Prädikat "besonders schön" und dazu fuhr ich hoch nach Merkstein, um von dort aus über die Felder Hofstadts bis nach Übach-Palenberg zu laufen. Die Sonne, der blaue Himmel, die Laubfärbung und die klare Luft, dazu das Genusstempo, all das in Summe war schon wirklich berauschend und ich merkte überhaupt nicht wirklich, dass ich lief. Nach 10 Kilometern war ich wieder oben in Merkstein und lief dort noch durch den Grube Adolf Park, ich brauchte ja noch 5 weitere Kilometer. Hier bin ich früher öfter mit der Laufgruppe unterwegs gewesen, so dass ich das Gebiet schon ganz gut kannte. Aber scheinbar hatte ich bislang nicht wirklich die Augen auf bei diesen Läufen (oder hab zuviel gequatscht). So kam ich nämlich aus dem Staunen und Schwärmen gar nicht mehr raus, bei dem wundervollen Anblick, der sich mir hier bot. Ich fühlte mich glatt in einen Märchenwald hinein gezaubert. Es war einfach nur ein wunderschöner Lauf.

13.11.12: 11 km Standortbestimmungslauf (was geht noch an Tempo?)


Das Wetter ließ wieder kurze Arme und 3/4 Hose zu, es waren um die 11 Grad, als ich Würselener Wald ankam. Der Plan war zunächst, einlaufen, 6 km DL im Tempo um die 6:50 - 6:45 und 2 km auslaufen. Beim Einlaufen überlegte ich mir aber, ob es nicht ganz sinnvoll wäre, überhaupt erst mal zu schauen, wie sich ein bisschen Tempo wieder anfühlt. Nach den letzten Wohlfühlläufen, hatte ich nahezu verdrängt, dass Laufen ja auch anstrengend sein kann...

Nach einem km Einlaufen in 7:36 gings los, ich entschied mich heute mal für ohne Musikbegleitung. Gefühlt war es dann ein 6km-Intervall, aber es war irgendwie auch total geil, nochmal die Komfortzone zu verlassen. So wurden daraus 6 km in 6:27, 6:21, 6:43, 6:41, 6:34, 6:31. Den Rückweg mal wieder völlig unterschätzt, so dass statt der 2 km auslaufen gezwungenermaßen 4 km daraus wurden, die in  6:51, 7:35, 7:15 und 7:32. Teilweise war es schon dämmrig und das Laufen über sehr dichte, feuchte Laubteppiche, erforderte schon ein gesundes Urvertrauen von mir. Schließlich hätte es darunter matschig, holpersteinig, wurzelig, pfützig oder dellig sein können (wie es auf Waldwegen nun mal so ist) - und das ganz nebenbei bemerkt auch noch ohne Brille.  Das ist im übrigen einer der Gründe, warum ich Tempoeinheiten immer lieber auf der Bahn mache oder eben auf Asphaltwegen, hier im Wald fühlt es sich ein wenig mulmig an.

Am Auto angekommen gings mir verdammt gut, außer, dass ich super hungrig war, denn ich hatte mittags irgendwie versäumt, etwas zu essen und dann, als ich es merkte, war es zu knapp vor dem Lauf. Umso leckerer war dann das Omelett mit Spinat und Lachs!

Mit dem Ergebnis der Standortbestimmung bin ich zufrieden. Viel schneller oder länger hätte es nicht sein brauchen. Nun kann ich darauf meinen TP aufbauen. Der heutige Lauf hat echt wieder Laune auf Intervalle gemacht - die sind wenigstens schneller vorbei :-)

Montag, 5. November 2012

Der Spuk ist vorbei!

Seit dem ich vor mehr als hundert Jahren mal kurzweilig im Einzelhandel tätig war, weiß ich ein Wochenende wirklich mehr als zu schätzen. Meines fängt nun seit etwa drei Jahren Freitagmittag um 14 Uhr an, geht über den kompletten Samstag und Sonntag hinaus, bis montags um 5.15 Uhr wieder der Wecker klingelt.

Als dies heute Morgen der Fall war, war ich mehr als froh, dass dieses bescheidene Wochenende endlich vorbei ist. Wie schon erwähnt, plagte mich ein ziemlich fieser Muskelkater, den ich  mir am Donnerstag mit dem Laufbahntraining eingefangen hatte. Jede Bewegung war einfach nur von Schmerzen und seltsamen Lauten geprägt, Treppe rauf und runter, Setzen, Aufstehen, Bücken - uuuuuääähhh, einfach nur AUA! Dass man ja eigentlich sehr sportlich war, gerät dann völlig in den Hintergrund dabei, denn ganz im Gegenteil, es fühlt sich so super ungelenk, steif und grobmotorisch an. Man hoppelt staksig und langsam durch die Gegend, stützt sich überall ab, wo es geht, und fühlt sich wie ein Greis. Ihr denkt jetzt bestimmt, boah hey, die übertreibt aber jetzt sowas von! Mit nichten, meine Lieben, denn selbst im Liegen taten die Beine noch weh. In diesem Zustand ins Kino zu gehen war daher ein gewagtes Unterfangen: Von der rechten Arschbacke auf die linke Arschbacke, den Oberkörper vor, dann wieder besser zurück, Arm auf die rechte Lehne verlagert, dann auf die linke und das ganze dann wieder von vorn, bitteschön. Zwischendurch die außerdem schmerzenden Knie, die wegen drohender Bruchgefahr (so fühlte es sich wirklich an!) durchgedrückt werden wollten, mal rechts, mal links das Bein lang gemacht (soweit es der Vordersitz zuließ),  mit Hilfe der Hände die Beine dann doch lieber wieder übereinander geschlagen (so gut es der Vordersitz zuließ), dabei die dauerpopkornfressende Nachbarin touchiert, dem Schatz den Fuß auch mal in die Wade gerammt, egal, ich glaub, er hat von meinem Rumgerutsche eh nicht viel mitbekommen.Wie gut nur, dass der neue James Bond immerhin so spannend war, dass er doch phasenweise sehr ablenkte und einige Minuten stilles Sitzen trotz alledem auch bei mir möglich war.

Neben der körperlichen Pein kam erschwerend noch die seelische hinzu, denn für diese heftige Form von Muskelkater hatte ich keinerlei Erklärung (und hab sie eigentlich bis heute nicht), was mich in einen tiefen Selbstzweifel stürzte. Das Training war gut, es hat Spaß gemacht und es war sicher nicht abzusehen, dass sowas dabei heraus kommen könnte! Wie ich inzwischen weiß, lagert sich Wasser in den Muskeln ab, wenn man Muskelkater hat. Das war bei mir auch völlig unübersehbar! Hatte ich doch in den letzten 15 Tagen über 3 Kilo abgenommen, waren mit einem Mal wieder 2 drauf gekommen! Das zog mich extrem runter und ich wäre am liebsten ins Bett gekrochen und nicht mehr raus gekommen. So ging ich also drei Tage durch die Hölle. Am Samstag hab ich dann versucht, mit einem kleinen Lauf gegenzusteuern, was nur von mäßigem Erfolg gekrönt war, scheiterte ich doch bereits an der nächstbesten Treppe wieder! 

Der geduldigste und liebevollste Schatzi der Welt, der immer wieder fragte, ob er mir irgendwas Gutes tun könnte (von seinen sehr belustigten ab und zu Kommentaren jetzt mal abgesehen) zeigte wieder wahre Größe und ließ sich von meiner miesen Stimmung nicht beeindrucken. Hatte er denn möglicherweise sogar und überhaupt ein schlechtes Gewissen? Schließlich war er es ja, der mich über die Bahn gescheucht hat?! Nein, ich war nicht böse auf ihn, vielmehr auf meinen untrainierten, defizitären Körper und/oder bestenfalls über meinen gesteigerten Ehrgeiz (den ich allerdings gar nicht als solchen empfand).

Doch der vielen Worte nun genug. Heute war der Spuk endlich vorbei und die Beine wollten nur noch laufen. Also ließ ich sie. Im allerbesten Üsselsherbstregenwetter bei 7 Grad drehte ich eine herrliche 8,3 km Runde und als ich pitschnass zu Hause ankam, fühlte ich mich endlich wieder großartig. Krise überwunden.

Freitag, 2. November 2012

Lauf ABC und seine Folgen

Heute hat sie denn mal einen kleinen Einbruch, die Euphorie der letzten Tage. Zwar gibt es heute gleich doppelten Grund zur Freude (1. ich bin wieder einen Monat rauchfrei und 2. ich habe meine zweite Eins zurück bekommen), aber trotzdem ist meine Stimmung heute leicht getrübt. Der Grund dafür? Keine Ahnung. Vermutlich wäre heute einfach nur einer dieser speziellen "Tage", die ich ja seit meiner Hysterektomie nicht mehr habe. Vielleicht liegt es aber auch am Muskelkater, der mich heute einfach ausbremst.

Gestern Morgen, am Feiertag, war ich mit Dirk zum gemeinsamen Laufen. Geplant waren 2 km einlaufen, 2 km Lauf ABC auf der Bahn und dann wieder 2 km auslaufen. Soweit so gut. Das Training hat ziemlichen Spaß gemacht, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich alleine dazu sicher nicht in dieser Form und Intensität hätte aufraffen können. Hier und da musste Dirk auch mal den Drill-Instructor raus holen und sich ein pampig genervtes "ja doch!" dazu von mir gefallen  lassen. Aber Dirk kennt mich schließlich schon lange und weiß, dass ich das nicht böse meine, ich komme eben aus Mariadorf, da ist man nicht so zimperlich und so lange ich nicht "A... loch" (mein Lieblingsschimpfwort) zu ihm sage, ist alles im grünen Bereich ;-). Schließlich weiß er, was gut für mich ist. Und wie gut es war, das habe ich bereits beim Auslaufen gemerkt, da ging nämlich schon nicht mehr besonders viel. Dass es dann in der Tat auch genau richtig (und wohl sehr nötig) war, habe ich heute beim Aufstehen sofort gespürt - ein fieser Muskelkater an allen erdenklichen Stellen meiner Extremitäten machte mir das Treppensteigen besonders schwer. Ok, ich hab im Laufe des gestrigen Tages auch noch ein paar andere Übungen gemacht (Situps und Liegestütze, sowie am Vortag und am Vorvortag), die haben mir sicher den Rest gegeben. Ja, ich muss es auch immer gleich übertreiben, wenn mich der Ehrgeiz packt, so bin ich wohl.

Fazit: Der für heute im Würselener Wald geplante Lauf nach Feierabend fiel wegen akuter Schwächelei aus, stattdessen gabs ne Runde Schlummern mit einer Ibuprofentablette.

Essenstechnisch merke ich auch, dass heute nicht alles so optimopti läuft. Dafür gibts gleich einen leckeren Lamacun von Alibaba, bevor es ins Kino zum neuen Bond-Film geht. Und Morgen ist die Welt sicher wieder in Ordnung ;-).