Samstag, 17. November 2012

Veränderungen durch Hypnose

"Hhhhmmmm, is das lecker!" - diesen Ausspruch hab ich heute Mittag während des Essens mindestens 3 x gebracht. Üblicherweise hab ich das sonst getan, wenn es irgendeine Form von z. B. Nudelauflauf gab, zu Zeiten, als die Jungs noch bei uns wohnten. Aber das ist jetzt schon über ein halbes Jahr nicht mehr der Fall und so haben sich doch einige Dinge bei uns geändert. Was wir am meisten schätzen, ist die einfachere Art des Essens und das Planen des Essens. Der Eine mochte keinen Blumenkohl und keinen Fisch, der Andere mochte keine Paprikas und nichts Chinesisches, beide mochten weder Rosenkohl noch Sauerkraut und auch von Salat hielten die beiden Halbwüchsigen recht wenig. Stattdessen war alles prima, wenn es in Soße schwamm (bevorzugt Bratensoße oder Sauce Hollandaise), ob es Nudeln, Kartoffeln, Knödel oder Kroketten waren. Vermutlich muss ich mir diesen Schuh (zumindest bei Tim) selbst anziehen, denn die gute alte Hausmannskost hat auch mich geprägt.

Nun ist seit Anfang Oktober bei mir etwas geschehen, wofür ich wirklich sehr dankbar bin! Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich bislang ein regelrechter Obsthasser war. Obst, ja, das ist zwar gesund, aber es dient allerhöchstens als Nachtisch oder als kleine Zwischenmahlzeit, aber schmecken tuts nicht und satt macht es schon gar nicht. Während Dirk beim Essen einer Pampelmuse (wohlgemerkt mit Unmengen von Zucker drauf) frohlockte, dass er förmlich spüre, wie ihn die Vitaminchen anspringen, habe ich nur unverständlich den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht. Zugegeben, mit Pampelmusen hab ich immer noch keinen Vertrag und mir läuft das Wasser unangenehm im Mund zusammen, wenn ich dabei zusehe, wie Dirk eine isst. Ne, das muss nicht sein. Aber so gut wie alles andere steht neuerdings auf meinem Ernährungsplan. Während ich früher maximal auf einen Apfel mal Lust hatte oder eine Banane auf ein Brötchen geschnippelt mochte, esse ich heute außerdem wirklich gerne Birnen, Ananas, Pflaumen, Kakis, Mandarinen, Trauben, Nektarinen und Pfirsiche. Gut, alles was sauer oder bitter ist, mag ich immer noch nicht, aber man muss ja auch nicht alles mögen. 

Woher dieser plötzliche Wandel? Edgar ist Schuld daran und Edgar hat auch zu verantworten, dass ich seit dem 2. Oktober nicht mehr rauche. Edgar hat mich nämlich hypnotisiert. Und dafür bin ich Edgar wirklich dankbar (klar, ich hab ihn natürlich dafür bezahlt, aber dennoch ist mir die Veränderung in meinem Leben deutlich mehr wert, als das Geld, das er von mir für seine Dienste bekommen hat). Es sind durch die Gespräche mit ihm Knoten geplatzt, die mich buchstäblich leichter durchs Leben gehen lassen. Ein Punkt, der für mich eine ganz besondere Herausforderung ist, ist meine Ernährung und das erhoffte Abnehmen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich das seit Jahren bislang ziemlich vergeblich versuche. Nun übe ich mich seit dem 15.10. in Geduld und Kontinuität. Ich habe seitdem 4 Kilo abgenommen. Das ist nicht viel, aber auch nicht wenig und vor allem fühlt es sich für mich nach "mehr" als "nur" 4 Kilo an. Ich finde, mein Körper hat sich schon deutlich verändert. Aber - und jetzt kommt das große Aber... ich bin sehr ungeduldig. Vier Kilo in einem Monat, das ist der Anfang. Ich wiege mich täglich, um zu sehen, ob sich was tut. Drei bis fünf Mal pro Woche mache ich Sport. Im Grunde ist also ein Monat erstmal gar nicht lange. Heute noch las ich im Laufforum über Jemanden, der in 18 Monaten 20 Kilo abgenommen hat. Da ich glücklicherweise nur noch 7 bis allerhöchstens 9 Kilo abnehmen möchte, fehlt es mir jetzt maximal an Geduld und Durchhaltevermögen. Daran bin ich bisher immer wieder gescheitert, nie habe ich eine Änderung meiner Ernährung länger als vier oder fünf Wochen durchgehalten. Jetzt bin ich jedoch viel optimistischer. Ich weiß, dass ich es diesmal schaffe, denn ich bin motivierter denn je. Es hat Klick gemacht und diesmal richtig. Das merke ich daran, dass ich heute dreimal "Hhhhmmmm, is das lecker!" gesagt habe, als ich diese Schüssel vor mir hatte:

Ananas, Kaki, Banane und Mandarine

Für eine Hypnose muss man sicher offen sein. Dennoch möchte ich hier einmal ganz klar sagen, dass es nichts ist, wovor man Angst haben müsste und es hat in keiner Weise irgend etwas mit Kontrollverlust zu tun. Ich habe die beiden Hypnosen wirklich sehr genossen, war ich wohl noch nie in meinem Leben derart tiefenentspannt, während mein Geist dennoch hellwach war! Es war ein sehr schönes, beglückendes Erlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich von alten, negativen Verhaltensmustern trennen möchte. Ich würde jeder Zeit wieder zu diesem Hilfsmittel greifen.

Beim Rauchen ist es inzwischen so, dass ich nahezu regelrecht vergesse, dass es "rauchen gibt". Ich werde nur noch daran erinnert, wenn ich in eine Dunstwolke laufe oder direkt mit jemandem spreche, der gerade frisch geraucht hat und dementsprechend riecht. All die Situationen, wo ich vorher beinahe zwanghaft das Gefühl hatte, jetzt rauchen zu müssen (nach dem Essen, bei Stress, Ärger oder Langweile), fühle ich nicht mehr. Das Muster scheint in der Tat durchbrochen zu sein. Ich bin darüber sehr froh und dankbar und wünsche mir, dass das auch ewig so bleibt.





Kommentare:

  1. Toller Artikel. Ich habe schon einige Erfahrungen mit Hypnose gemacht. Dank dieser Selbsthypnose Anleitung: http://www.abnehmen-hypnose.net/selbsthypnose-anleitung , konnte ich wirklich entspannen. Ich möchte jetzt auch eine Hypnose zum Abnehmen ausprobieren, kenne aber leider kein Ort dafür. Ich leide seit Jahre unter Übergewicht. Können Sie mir vielleicht irgendwo in NRW eine gute Stelle für Hypnose? Vielen Dank:)

    LG jessy

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    1. Hallo Jessy,

      dies ist meine erste Erfahrung mit Hypnose gewesen und da ich mit diesem Thema bislang nichts am Hut hatte, kenne ich auch nur den Hypnotiseur, bei dem ich gewesen bin und das war in Aachen (siehe unter wwww.indiemitte.de). Was ich auch noch empfehlen kann ist das Buch inkl. Hypnose-CD von Paul Mc Kenna ("Ich mach dich schlank" zu finden bei amazon.

      Viel Erfolg weiterhin!

      Lieben Gruß
      Marion

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