Sonntag, 30. Dezember 2012

Mein Jahresrückblick 2012

Wie war denn nun mein Jahr 2012? Fange ich mal an, bei einem Punkt, der mir wirklich am Herzen liegt, dem Rauchen bzw. Nichtrauchen. Angefangen habe ich das Jahr als Nichtraucherin, bis dahin war ich 5 Monate "trocken". Zwischendurch gabs diverse Rückfälle, aber inzwischen bin ich nun seit drei Monaten wieder rauchfrei. Diesmal mit Hilfe von Edgar und Hypnose und so, wie es sich nun seit drei Monaten anfühlt, bin ich optimistisch geneigt zu behaupten, diesmal für immer.

Das Jahr 2011 habe ich mit 828 gelaufenen Kilometern abgeschlossen, was bereits zum Vorjahr eine Steigerung von 63 Kilometern war. 2012 werde ich wohl mit 1050 Kilometern beenden, was wiederum 222 Kilometer mehr bedeutet, zum ersten Mal komme ich über 1000 Jahreskilometer. Ich bin meine bislang längste Distanz in Maasmechelen von 23,3 km gelaufen, wenn auch mit Verlaufen, also nicht wirklich beabsichtigt. Meinen ersten Halbmarathon habe ich am 1. April in Berlin gefinisht, danach bin ich eine Woche lang 120 km durch Spanien gepilgert und dann war erst mal Schluss mit lustig, es gab eine ganz böse Überlastung, die ich erst mal auskurieren musste. Es war die Rede von einem 'Runners-knee' und dass ich mir besser eine andere Sportart aussuchen sollte. Das konnte und wollte ich aber nicht so hinnehmen, also suchte ich meinen ehemaligen Osteopathen Rene nach über fünf Jahren wieder auf und das war in der Tat eine sehr gute Entscheidung, denn Rene richtete es wieder auf seine ganz wundervolle Art und Weise.

Mit Wettkämpfen ging es weiter am 17.05. über 8 km; es war unser erster offizieller Wettkampf im benachbarten Holland, der Nachtlauf von Groningen. Doch so richtig optimal war es noch nicht mit meinem Knie. Dennoch lief ich den Aachener Nachtlauf am 06.07. über 5 km, wenn auch wieder ohne jede Zeitambition. Von diesem Druck habe ich mich erst mal frei gemacht, ich wollte nur noch zum Spaß an der Freud laufen. Das war überhaupt das Beste, was ich machen konnte: Druck raus nehmen! Ab da lief es dann mit einem Mal viel besser. Körperlich hatte ich zwar nach wie vor diverse Zipperlein (so auch eine sehr unangenehme Beckenbodenüberlastung, was mich auch eine weitere Laufpause kostete), aber mit Renes Hilfe ging es immer besser. Auf den Womens Run in Köln im August musste ich deswegen diesmal verzichten, doch auf Grund des wie immer heißen Wetters war ich überhaupt nicht traurig darum. Ich war trotzdem da und hab liebe Bekannte wieder getroffen und einen schönen Tag auch ohne Teilnahme gehabt. Ohne Druck ging es dann weiter am 02.09., da lief ich die 5 km-Runde beim 32. Hochwald-Nürburgringlauf mit, eine Runde mit 75 Höhenmetern auf den letzten 3 Kilometern. Auch hier war das Motto "Dabei sein ist alles". So lief ich auch am 29.09. in Köln beim 1. Energizer Nightrun ganz entspannt mit, wo es 5 km lang durch den dunklen Tanzbrunnen ging, ähnlich die Strecke wie beim Womens Run. Am 03.10. liefen Dirk und ich den Köhlbrandbrückenlauf über 12 km in Hamburg mit. Das war eigentlich der Zeitpunkt, wo es anfing bei mir wieder richtig rund zu laufen und Spaß zu  machen. Ob es auch daran lag, dass ich am 02.10. wohl meine letzte Zigarette geraucht habe, ich weiß es nicht. Aber von da an verbesserte sich mein Tempo mit und mit. Wo ich sonst eine gemütliche 7:30er Wohlfühlpace bei den langsamen Läufen hatte, komme ich heute meist an eine 7:00er - 6:50er Zeit. Das find ich echt Klasse - denn, na ja, es hat ja auch lange genug gedauert, bis ich endlich mal eine Verbesserung vermelden konnte. Sicher liegt das auch mit daran, dass ich inzwischen ab und an mal Tempoeinheiten mit in meine Läufe einbaue und inzwischen sogar gerne Intervall-Training mache. Somit kann ich wohl nur bestätigen, dass nur der schneller wird, der auch mal schneller läuft.

Ganz unerwartet durfte ich zum Jahresabschluss am 18.12. dann doch noch mein ATG-Debüt über 18 km feiern, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Es hat so sollen sein, dass ich in letzter Sekunde für einen Bekannten von Sven und Melanie laufen konnte. Mit dem Ergebnis von unter 2 Stunden war ich sehr zufrieden und nun will ich im kommenden Jahr natürlich unter meinem eigenen Namen teilnehmen. Morgen steht ein letzter Lauf in diesem Jahr gemeinsam mit Dirk auf dem Plan. Ein symbolisch wichtiger Lauf, den wir aus dem Grund gemeinsam machen werden, ebenso, wie den angedachten gemeinsamen Lauf am Neujahrstag.

Meine Lauflandkarte 2012

Unterm Strich bin ich mit dem zu Ende gehenden Jahr doch sehr zufrieden. Zwischenmenschlich haben sich einige Beziehungen entzweit, andere sich wiederum vertieft. Besonders erfreulich ist die Entwicklung mit meiner Mutter für mich verlaufen. Neue Menschen sind in mein Leben getreten, interessante Begegnungen haben stattgefunden. Spirituell möchte ich sagen, dass ich einen großen Schritt weiter gekommen bin, gerade die letzten Wochen waren hier von Bedeutung. Daher bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird in 2013. Beruflich ist da immer noch eine kleine Baustelle, aber möglicherweise habe ich ja mit dem Beginn des Fernstudiums eine Weiche gestellt, wovon ich derzeit noch nicht wirklich Ahnung habe, wie es weitergehen könnte. Auf jeden Fall weiß ich, dass mit 45 der Zug noch längst nicht abgefahren ist. Es bleibt also spannend und ich bleibe offen, für alles, was kommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass ihr euch ebenso auf das neue Jahr mit all seinen Überraschungen und Herausforderungen freut. Allen Läufern wünsche ich viele schöne verletzungsfreie und glücklich machende Kilometer!

Einen guten Rutsch in ein wundervolles, friedliches und rundum 
zufriedenes neues Jahr wünsche ich Euch von Herzen!

Samstag, 29. Dezember 2012

Alle Jahre wieder

... ist Weihnachten dann auch wieder vorbei und diesmal ist es besonders entspannt, harmonisch und richtig schön gewesen. Null Stress, nicht zu übermäßig gegessen und genau das richtige Maß an Familie vs. relaxter Zweisamkeit, (und auch über die Geschenke gibts keinen Grund zur Klage ;-)). Mein Geburtstag ist nun auch schon wieder Schnee von gestern und, apropos gestern, da hatte ich einen wunderschönen Tag mit Renate in der Sauna, während die Hansen-Männer Soccern waren und es sich anschließend im Zollhaus mit diversen Bierchen beim Kartenspielen haben gut gehen lassen.

Heute gabs den üblichen Samstagskram, einen Besuch beim Optiker, (ausnahmsweise) ein gemeinsamer Einkauf, lecker Mittagessen mit beiden Jungs und danach einen Besuch in Maastricht. In Maastricht war die Hölle los, so viele Menschen hab ich in Aachen nicht mal samstags vor Weihnachten gesehen! Nur gut, dass wir nicht vor hatten, in einem der überfüllten Geschäfte etwas zu kaufen. Auf dem Weihnachtsmarkt am Vrijthof, der wirklich äußerst schön beleuchtet ist (die Buden waren allerdings eher mager, man könnte den Markt wohl auch Mützen- und Schalmarkt, gespickt mit deutschen Fressbuden nennen). Eine sehr schöne Atmosphäre zauberte die Eislaufbahn, die es schaffte, ein wenig Wintergefühl zu vermitteln. Dennoch war der Lütticher Weihnachtsmarkt, den wir am 1. Weihnachtstag besucht haben, trotz des Regens deutlich stimmungsvoller und daher wirklich zu empfehlen. So sitze ich nun hier bei einem Glühwein und bin voller Eindrücke der letzten Tage und gerate ins Philosophieren...

Doch zuerst ein paar Bilder aus Maastricht:













Alle Jahre wieder ist die Zeit zwischen den Jahren auch immer die Zeit, meine ganz persönliche Bilanz zu ziehen. Womit bin ich zufrieden, was möchte ich besser oder anders machen im nächsten Jahr? Da gibt es einiges, sowohl auf der Plus, als auch auf der Minusseite. Allemal genug, um im nächsten Jahr daran zu feilen, zu reifen, zu wachsen und sich vielleicht teilweise auch neu zu erfinden. Stillstand ist der Tod, alles muss daher fließen und in Bewegung bleiben; nichts ist schlimmer, als fest gefahren und starr dahin zu dümpeln. Und deshalb freue ich mich sehr auf  meinen magischen Neujahrstag, der für mich der Tag ist, an dem der große "Resetknopf" gedrückt wird. Zurück an die Startlinie und auf ein Neues! Neue Chancen, neue Ziele, neue Träume, neue Wünsche, neue Möglichkeiten, neue Impulse, neue Wege. Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Klingt schon ein wenig nach einem kitschigen Spruch fürs Poesie-Album. Aber versuchen kann mans ja mal, oder? Jeder Tag ist ein Geschenk und doch  lassen wir ihn unbewusst viel zu oft und mehr oder weniger fremdbestimmt an uns vorüber ziehen. Schema F, business as usual, die selbe Prozedur, wie jeden Tag. Ich möchte in diesem neuen Jahr vor allem weg von diesem "Opfer-Dasein" und zum bewussten Schöpfer und Erschaffer meines Daseins werden. Du bist was du denkst! Mit unserem Denken erschaffen wir schließlich unsere Zukunft. Und die soll bitteschön nie wieder den Gedanken haben: "Und, das wars jetzt?!" Ich mag mich nicht länger von dieser "Das Leben ist eine Tretmühlen-Theorie" einfangen lassen, nur, weil meine Großeltern auf Grund ihrer Umstände es so empfunden haben und dieses Denken an meine Eltern, und die es dann wiederum an mich weiter gegeben haben. Also heißt der Weg ab sofort "weg von diesen übernommenen Verhaltensmustern". Ich bin sehr gespannt, was das neue Jahr an Überraschungen, an Veränderungen mit sich bringt.

Wegen der schlechten Wetterprognose haben wir uns entschieden, nicht nach Münster zu fahren, sondern in Aachen zu bleiben. Hier soll es doch etwas freundlicher und sogar trocken bleiben. So werden wir zunächst im Kino den Hobbit anschauen und dann sehen, in welche Kneipe es uns in Aachen verschlägt (denn im Gegensatz zu Münster kennen wir uns hier aus). Vielleicht schauen wir uns später vom Lousberg aus das Feuerwerk an; von der Pontstraße aus ist man recht schnell dort oben.





Sonntag, 16. Dezember 2012

Mein ATG-Winterlauf-Debüt

Gute Vorzeichen gabs nicht gerade für den heutigen Lauf: ich hab sehr schlecht geschlafen und das Frühstück musste ich mir auch regelrecht runter zwängen. Aber als ich mit all den anderen Läufern dann gemeinsam im Shuttlebus saß, war ich glücklicherweise die Ruhe selbst - alles im grünen Bereich. Beim Einsteigen noch auf Monika getroffen, die wie immer sehr nervös war und mit ihrem Lauftreff an den Start ging.

Dann hieß es erst mal eine Stunde warten, während sich auch Arnd und seine Kollegen zu uns gesellten. Es wurde noch was gegessen, noch mal die Toilette aufgesucht, geplaudert und dann wurde es auch unangenehm frisch. Auf dem Weg zum Start mit einem Bunert-Mann aus Essen über Laufschuhe gefachsimpelt, es ist immer wieder schön, was sich so für Kontakte ergeben. Im Startblock noch sehr nett mit einer Dame ins Gespräch gekommen, die genau wie ich am 1. April ihren ersten HM in Berlin gelaufen ist, die Atmosphäre war sehr lustig und entspannt. Dann gings auch schon los, ich setzte meine Kopfhörer auf und beendete somit unseren Kontakt, wir wünschten uns gutes Durchkommen und viel Spaß.

Die Strecke, ich gehe da jetzt nicht groß auf besondere Einzelheiten ein, verdient wirklich jeden Respekt (nach ca. 6 km sah ich bereits das erste Mädel sich übergeben müssen).

Es lief gut bei mir. Ohne jeden Druck, einfach nur mit dem Ziel, gut anzukommen. Der Abschnitt übers freie Feld war dann schon heftig. Der Wind blies von vorne und seitlich, und Matsch und Pfützen säumten den Weg, hier gingen dann auch recht viele Läufer. Danach war allerdings das Schlimmste geschafft, es gab noch ein paar Wellen im Aachener Wald, aber ich hatte zu keiner Zeit einen Einbruch und geflucht hab ich auch nicht, was ich da überhaupt mal wieder tue. Nö, es war wirklich ein sehr schönes Lauferlebnis (mit Wetterglück) mit dessen Ergebnis ich mehr als zufrieden bin. Platz 1.948 von 2.156, das ist das Resultat meines heutigen ATG-Debuts. Von den Männern hat sich keiner verbessert zum Vorjahr, aber zufrieden waren dann doch alle am Ende. Ich denke mal, dass ich nächstes Jahr sicher wieder dabei bin, denn schließlich brauche ich noch eine richtig offizielle Zeit - heute war ich schließlich als Herr A. M. unterwegs :-).

Mein Schatz ist super stolz auf mich und hat mich wieder nicht so früh im Ziel erwartet. Aber ich gestehe, ich bekomme das Grinsen gerade nicht so wirklich aus dem Gesicht. Diese Distanz in so einer Zeit hätte ich wirklich nicht erwartet! Es ist erstaunlich, wie gut ich mich fühle. Klar, die Beine sind schon etwas schwer und vermutlich hab ich auch Morgen Muskelkater. Aber ich bin längst nicht so platt, wie vor zwei Wochen bei meinem 18 km  Lauf. Ein tolles Gefühl!

Ein paar Bilder vom Lauf, wo sogar die Kühe am Wegesrand die Läufer anfeuern ;-) :

Guter Dinge

Langsam wirds aber echt kalt


Bin echt gut drauf!


Wenn man hier ist, hat mans geschafft!

Endspurt runter durchs Ziel

Im Ziel Abstoppen nicht vergessen! 

Na, so fertig seh ich gar nicht aus



Happy Birthday, ATG :-)

Schickes Langarmlaufshirt von Saucony und die traditionelle Printe

Samstag, 15. Dezember 2012

Mehr oder weniger große Ereignisse

werfen ihre Schatten voraus. Wie schon im letzten Post geschrieben, nehme ich nun Morgen doch am ATG-Winterlauf teil - und langsam werde ich nervös. Dabei wollte ich das doch ganz lässig angehen, denn es ist für mich "nur" ein langer Lauf, wie jeden Sonntag, diesmal eben nur nicht alleine. Die anspruchsvolle Strecke, hier ist u. a. von einem welligen und kräftezehrenden Waldstück die Rede, sowie einem S-förmigen Feldweg, der je nach Witterung eine echte Herausforderung werden kann, stellt den Lauf somit für mich unter das Motto "dabei sein". Nicht ohne Grund habe ich bislang gezögert, hier mit zu laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Stöhnen einer unserer Lehrerinnen, die, gerade neu an unserer Schule, sich zu einer Teilnahme vor zwei Jahren hinreißen ließ. Tagelanger Muskelkater trotz Gehen der halben Strecke waren das Resultat. Vor diesem Lauf habe ich also größten Respekt. Die Wetteraussichten sind momentan ja gar nicht so übel, schließlich wurde im vergangenen Jahr ein Abschnitt der Strecke wegen Glatteis umgeleitet. Das ist Morgen wohl nicht zu erwarten, stattdessen werden es um die 7 bis 9 Grad - einzig der Wind, der möglicherweise die ganze Zeit von vorne kommt, könnte es schwierig machen, dazu könnte es auch leicht regnen.

Die Playlist ist überarbeitet, nun gehts noch ans fine-tuning, ein rundum Körperpflegeprogramm steht gleich noch an. Was ich anziehen werde, hab ich auch in etwa im Kopf und dass wir mit dem Shuttlebus fahren ist nun auch geregelt. Da kommt so langsam doch Vorfreude auf.

Die nächste Woche steht jetzt schon unter den üblichen hektischen Vorweihnachtseinflüssen. Am Montag gibts den zunächst letzten Termin beim Hypnotiseur, wo ich mich hoffentlich noch von dem letzten Rest trennen kann, der mir nicht gut tut. Beim Rauchen klappts ja schließlich auch hervorragend, ich habe nahezu vergessen, dass Rauchen überhaupt noch existiert. Es ist schon Klasse, wie man auf diese Weise unliebsame Dinge aus dem (Unter)Bewußtsein eliminieren kann oder zumindest eine gewisse Gleichgültigkeit demgegenüber erzeugt. Mittwoch haben wir dann Eigentümerversammlung - ich hoffe, wir sind da fix durch mit allen Tagesordnungspunkten, Donnerstag steht ein Treffen mit einer Freundin an, die ich super lange nicht gesehen habe und worauf ich mich schon sehr freue, Freitag das Geburtstagsessen von Flo und dann sind auch endlich Ferien - zwei Wochen Urlaub! Bis dahin erwarte ich noch drei Lieferungen vom Christkind sowie die heute umgetauschten PureFlow gegen die PureCadence (geht wohl doch nicht ohne Stabilisation). Immer wieder geil, wie unproblematisch ein Umtausch mit gebrauchten Schuhen beim Runners Point möglich ist.

So, gerade noch ein wenig die Beine vertreten und eine Runde durchs weihnachtliche Dorf spaziert. Und jetzt harren wir der Dinge, die da kommen :-)


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Liebe auf den ersten Blick

... nein, diesmal waren es keine Laufschuhe, sondern ein seltsames Gebilde, das ich in einem kleinen, wunderschönen und sehr urigen Laden in der Pontstraße in Aachen entdeckte (bisher war der mir noch nie aufgefallen!). Oder entdeckte es demnach vielmehr mich?? Schließlich hat es mich mit einem Auge angeschaut, als es so im Schaufenster hing. Es erinnerte mich sofort ein wenig an das Auge in Herr der Ringe, aber letztendlich ist es die Summe aller Symbole, die es in sich vereint, die es für mich zu etwas ganz Besonderem machen.

Es ist der Augenengelschlüssel,
der mich ab jetzt beschützt und mir ungeahnte Türen öffnet.

Eine dieser Türen ist da beispielsweise die für unmöglich gehaltene Teilnahme am diesjährigen ATG-Lauf am Sonntag. Schließlich ist die Warteliste nahezu so lang, wie die Teilnehmerliste selbst. Und da kam der Anruf von Sven, der von einem Kindergartenbekannten und seiner Nichtteilnahme sprach und fragte, ob ich die Startnummer haben wolle! Lange nicht mehr bin ich derart durch die Bude gehoppst vor Freude! Jetzt bin ich also dabei - unfuckingfassbar!

Ich bin sooo gespannt, wie es werden wird!!!

Zu guter Letzt gabs auf dem Weihnachtsmarkt ein langersehntes Geschwisterchen für meine seelenverwandte Himmlische Schwester von Michaela. Nun hat sie Gesellschaft in Mitten all meiner Engelschätzchen (und es werden immer mehr - wie schön!)




Sonntag, 2. Dezember 2012

18 km Pflicht- leider wenig Küranteile


In mein ansonsten so geliebtes Auenland sollte es heute gehen. Dort sollte es nach einer Runde (5 km) zurück in die Heimat gehen (+ 8 km) um dort noch eine kleine Standardrunde (+ 4 km) dran zu hängen. Mit dem Auto bis zum Teuterhof gefahren und guter Dinge gestartet. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass dieses Terrain heute so gar nicht mein Ding war. Vermutlich wegen der kompletten Stadionrunde gestern auf dem Vorfuss in den PureFlow taten mir etwas die seitlichen Sehnen an den Unterschenkeln weh. Ich nenn es daher mal Sehnenkater, halt ähnlich wie Muskelkater, nur an anderer Stelle.

Im Läufermekka Teuterhof war wie immer sonntags um diese Zeit mächtig was los, eben Läufer im Besonderen, Spaziergänger, Walker, Reiter mit Pferden tummelten sich im sichtlich versoffenen Wurmtal, das dem welligen Charakter einer Raupenbahn entspricht. Und genau das ging mir heute völlig gegen den Strich. Dieses rauf und runter, ich kann noch nicht mal sagen, was schlimmer war, rauf oder runter, dieser Betrieb, dieser Matsch - meine Beine muckten ganz ordentlich und kamen nicht dazu, sich mal groß zu erholen, da es so gut wie nie gerade lief. Auch die teils sehr schiefen, weg gespülten Wege machten mir zu schaffen. Mental fühlte ich mich da bereits an meine Grenze gekommen und da ich wusste, wie der Rückweg nach Herzogenrath noch verlaufen würde, wenn ich im Wurmtal bliebe, disponierte ich kurzerhand um und entschied mich zu einem Lauf an der Straße entlang. Für Dirk absolut unverständlich, wie er im Nachhinein meinte, da diese Strecke so hässlich und trist sei...

Die 5 km waren gefühlt das Einlaufen, denn ab da ging es endlich besser. Fester Boden unter den Füßen, gerade Radwege oder Bürgersteige ließen mich endlich rund und schmerzfrei laufen. Es war kalt und stellenweise windig, wo kein Schutz durch Häuser war. Gut, dass ich unter meiner langen Hose eine kurze angezogen hatte, so war mein Popöchen nur kalt, anstatt eiskalt.

Die 18 Kilometer (mit 130 Höhenmetern) zogen sich heute sehr und mehrfach verfluchte ich, dass wir hier so profiliert leben. Heute wäre mir nur nach schnurstraks gerade gewesen und gerade das bergab laufen empfand ich als sehr unangenehm. Mitten im Lauf bekam ich auch mal Magenkrämpfe und fürchtete schon, an der nächstbesten Haustüre klingeln zu müssen. Aber zum Glück erledigte sich das irgendwann auch wieder von selbst ohne Zutun.

Ziemlich missgelaunt kam ich dann zu Hause an, wo mich ein strahlender und sichtlich stolzer Dirk empfing. 18 km unter diesen Umständen waren für ihn ein Grund zur Freude. Er war regelrecht euphorisch, was aber auch an seinem langen und endlich mal wieder völlig schmerzfreien Lauf lag (seit September!). Mir fehlte die Power mich zu freuen. Mit Ach und Krach schaffte ich noch das Mittagessen zu bereiten und auch zu essen (selbst das strengte mich an und kurz war mir auch übel), dann gings erst mal wieder ins Bett.

Jetzt gehts mir wieder besser. Inzwischen weiß ich ja: Es gibt halt ab und zu auch solche Läufe; beim Fußball würde man sagen, es war kein schönes Spiel, aber Hauptsache gewonnen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Lauf ABC - bei uns jetzt immer samstags

... "Ein regelmäßig durchgeführtes Lauf-ABC kann zu fühlbaren Temposteigerungen führen... Lauf-ABC sollte zum Aufwärmen vor jeder Einheit durchgeführt werden... Lauf -ABC verbessert die Laufbewegung, stärkt die Muskulatur und beugt aktiv Verletzungen vor"... Na wenn das keine Argumente sind!

Während mir Lauf-ABC bislang eher lästig, und ja, auch auf normalen Wegen ausgeführt sogar peinlich war, macht es mir mehr und mehr Spaß, samstags mit meinem Schatz auf die benachbarte Laufbahn des Gymnasiums zu gehen. Nach einem Kilometer Einlaufen führen wir die in dem u. g. Video gezeigten Übungen in der Regel zwei Mal hintereinander durch. Danach wird noch zwei Kilometer ausgelaufen und damit ist die Einheit auch schon beendet, 5 Kilometer reichen uns dabei. Von Mal zu Mal macht es mehr Spaß und auf der Bahn ist es auch überhaupt nicht peinlich. Ich überlege sogar ernsthaft, demnächst wenigstens ein Paar Minuten vor jedem anderen Lauf abzuzwacken, um mich doch mit der ein oder anderen Übung warm zu machen, gerade jetzt, wo die Temperaturen in den knackigen Bereich gehen.

Hab hierzu ein nettes, kurzes Video gefunden, für alle, die ein bisschen Inspiration brauchen ;-)