Sonntag, 30. Dezember 2012

Mein Jahresrückblick 2012

Wie war denn nun mein Jahr 2012? Fange ich mal an, bei einem Punkt, der mir wirklich am Herzen liegt, dem Rauchen bzw. Nichtrauchen. Angefangen habe ich das Jahr als Nichtraucherin, bis dahin war ich 5 Monate "trocken". Zwischendurch gabs diverse Rückfälle, aber inzwischen bin ich nun seit drei Monaten wieder rauchfrei. Diesmal mit Hilfe von Edgar und Hypnose und so, wie es sich nun seit drei Monaten anfühlt, bin ich optimistisch geneigt zu behaupten, diesmal für immer.

Das Jahr 2011 habe ich mit 828 gelaufenen Kilometern abgeschlossen, was bereits zum Vorjahr eine Steigerung von 63 Kilometern war. 2012 werde ich wohl mit 1050 Kilometern beenden, was wiederum 222 Kilometer mehr bedeutet, zum ersten Mal komme ich über 1000 Jahreskilometer. Ich bin meine bislang längste Distanz in Maasmechelen von 23,3 km gelaufen, wenn auch mit Verlaufen, also nicht wirklich beabsichtigt. Meinen ersten Halbmarathon habe ich am 1. April in Berlin gefinisht, danach bin ich eine Woche lang 120 km durch Spanien gepilgert und dann war erst mal Schluss mit lustig, es gab eine ganz böse Überlastung, die ich erst mal auskurieren musste. Es war die Rede von einem 'Runners-knee' und dass ich mir besser eine andere Sportart aussuchen sollte. Das konnte und wollte ich aber nicht so hinnehmen, also suchte ich meinen ehemaligen Osteopathen Rene nach über fünf Jahren wieder auf und das war in der Tat eine sehr gute Entscheidung, denn Rene richtete es wieder auf seine ganz wundervolle Art und Weise.

Mit Wettkämpfen ging es weiter am 17.05. über 8 km; es war unser erster offizieller Wettkampf im benachbarten Holland, der Nachtlauf von Groningen. Doch so richtig optimal war es noch nicht mit meinem Knie. Dennoch lief ich den Aachener Nachtlauf am 06.07. über 5 km, wenn auch wieder ohne jede Zeitambition. Von diesem Druck habe ich mich erst mal frei gemacht, ich wollte nur noch zum Spaß an der Freud laufen. Das war überhaupt das Beste, was ich machen konnte: Druck raus nehmen! Ab da lief es dann mit einem Mal viel besser. Körperlich hatte ich zwar nach wie vor diverse Zipperlein (so auch eine sehr unangenehme Beckenbodenüberlastung, was mich auch eine weitere Laufpause kostete), aber mit Renes Hilfe ging es immer besser. Auf den Womens Run in Köln im August musste ich deswegen diesmal verzichten, doch auf Grund des wie immer heißen Wetters war ich überhaupt nicht traurig darum. Ich war trotzdem da und hab liebe Bekannte wieder getroffen und einen schönen Tag auch ohne Teilnahme gehabt. Ohne Druck ging es dann weiter am 02.09., da lief ich die 5 km-Runde beim 32. Hochwald-Nürburgringlauf mit, eine Runde mit 75 Höhenmetern auf den letzten 3 Kilometern. Auch hier war das Motto "Dabei sein ist alles". So lief ich auch am 29.09. in Köln beim 1. Energizer Nightrun ganz entspannt mit, wo es 5 km lang durch den dunklen Tanzbrunnen ging, ähnlich die Strecke wie beim Womens Run. Am 03.10. liefen Dirk und ich den Köhlbrandbrückenlauf über 12 km in Hamburg mit. Das war eigentlich der Zeitpunkt, wo es anfing bei mir wieder richtig rund zu laufen und Spaß zu  machen. Ob es auch daran lag, dass ich am 02.10. wohl meine letzte Zigarette geraucht habe, ich weiß es nicht. Aber von da an verbesserte sich mein Tempo mit und mit. Wo ich sonst eine gemütliche 7:30er Wohlfühlpace bei den langsamen Läufen hatte, komme ich heute meist an eine 7:00er - 6:50er Zeit. Das find ich echt Klasse - denn, na ja, es hat ja auch lange genug gedauert, bis ich endlich mal eine Verbesserung vermelden konnte. Sicher liegt das auch mit daran, dass ich inzwischen ab und an mal Tempoeinheiten mit in meine Läufe einbaue und inzwischen sogar gerne Intervall-Training mache. Somit kann ich wohl nur bestätigen, dass nur der schneller wird, der auch mal schneller läuft.

Ganz unerwartet durfte ich zum Jahresabschluss am 18.12. dann doch noch mein ATG-Debüt über 18 km feiern, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Es hat so sollen sein, dass ich in letzter Sekunde für einen Bekannten von Sven und Melanie laufen konnte. Mit dem Ergebnis von unter 2 Stunden war ich sehr zufrieden und nun will ich im kommenden Jahr natürlich unter meinem eigenen Namen teilnehmen. Morgen steht ein letzter Lauf in diesem Jahr gemeinsam mit Dirk auf dem Plan. Ein symbolisch wichtiger Lauf, den wir aus dem Grund gemeinsam machen werden, ebenso, wie den angedachten gemeinsamen Lauf am Neujahrstag.

Meine Lauflandkarte 2012

Unterm Strich bin ich mit dem zu Ende gehenden Jahr doch sehr zufrieden. Zwischenmenschlich haben sich einige Beziehungen entzweit, andere sich wiederum vertieft. Besonders erfreulich ist die Entwicklung mit meiner Mutter für mich verlaufen. Neue Menschen sind in mein Leben getreten, interessante Begegnungen haben stattgefunden. Spirituell möchte ich sagen, dass ich einen großen Schritt weiter gekommen bin, gerade die letzten Wochen waren hier von Bedeutung. Daher bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird in 2013. Beruflich ist da immer noch eine kleine Baustelle, aber möglicherweise habe ich ja mit dem Beginn des Fernstudiums eine Weiche gestellt, wovon ich derzeit noch nicht wirklich Ahnung habe, wie es weitergehen könnte. Auf jeden Fall weiß ich, dass mit 45 der Zug noch längst nicht abgefahren ist. Es bleibt also spannend und ich bleibe offen, für alles, was kommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass ihr euch ebenso auf das neue Jahr mit all seinen Überraschungen und Herausforderungen freut. Allen Läufern wünsche ich viele schöne verletzungsfreie und glücklich machende Kilometer!

Einen guten Rutsch in ein wundervolles, friedliches und rundum 
zufriedenes neues Jahr wünsche ich Euch von Herzen!

Kommentare:

  1. Liebe Marion,
    besonders freut es mich, dass Du Dich von allen gesundheitlichen Tiefschlägen erholt hast und voller Energie und Zuversicht in das neue Jahr startest. Mögen Dir all Deine Vorhabne gelingen!

    Ich werde morgen beim Silvesterlauf an Euch denken, wenn ich wieder auf dem roten Doppelstockbus stehe und das Treiben auf dem Hauptmarkt verfolge.

    Wir werden uns 2013 sicherlich über den Weg laufen. Das hoffe ich zumindest.

    Ein tolles neues Jahr
    wünscht

    Rainer 8-)

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  2. Lieber Rainer,

    herzlichen Dank für Deine lieben Wünsche!

    Auch wir werden sicher Morgen den ein oder anderen Gedanken gen Trier richten, wo wir ja bekanntermaßen in den vergangenen beiden Jahren Silvester verbracht haben. Dieses Jahr bleiben wir wetterbedingt in heimischen Gefilden. Es wäre sehr schön, wenn wir uns 2013 mal wieder sehen würden. Empfehlen kann ich Dir daher vielleicht auch eine Teilnahme am ATG. Ich werde mal prophylaktisch rechtzeitig darauf hinweisen, wann die Anmeldung beginnt, der Lauf ist sehr schnell ausgebucht und mit 2500 Läufern limitiert. Sicher wäre es für Dich Weinbergläufer eine schöne Strecke. Möglicherweise sehen wir uns aber auch in Simmerath, allerdings werde ich dort wenn überhaupt allerhöchstens die 16 km Runde mitlaufen. Ach, all das Erwähnen dieser Läufe weckt schon wieder die Lauflust in mir...

    Ich bin sehr gespannt, wo wir uns das nächste Mal begegnen werden.

    Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch in ein mindestens genauso tolles Jahr :-).

    Bis dahin also -> Marion

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