Dienstag, 19. März 2013

Niclas braucht unsere Hilfe!

Niclas hat Leukämie - sein Zustand ist kritisch - die Zeit drängt!

Am 22.03.2013 findet von 12 bis 19 Uhr eine Typisierung durch die DKMS für Niclas in unserer Schule statt. 

Es kann jeden treffen, Dein Kind, Deinen Partner, Deine Eltern, Deine Geschwister oder Deinen besten Freund...

Lass auch Du Dich registrieren und hilf mit, Menschenleben zu retten.


Freitag, 8. März 2013

Unverhoffte Begleitung bei den Intervallen

Gestern standen bei mir noch mal Intervalle auf dem Programm, 8 x 400 in 5:45 (2:18') sollten es werden. Den ganzen Tag über war meine Laune auf dem Nullpunkt, ich musste mich schon mit Mühe und Not aus dem Bett quälen. Es war mal wieder ein Jobfrust-Tag vom allerfeinsten. Die Aussicht auf ein paar schöne Intervalle heiterten mich auch kaum auf. Erst als ich zu Hause war und kurz mit Dirk telefonierte, der auf dem Heimweg von Nürnberg war, änderte sich das schlagartig, denn er bot mir an, mich bei bei meinem Training zu begleiten und ein wenig zu motivieren. Was für ein Schatz!

Dass das wirklich gut war, zeigt das Resultat, mit dem ich überaus zufrieden bin. Es wurden nämlich außerdem 10 Intervalle statt 8 und die Zeiten waren teilweise auch schneller, als angedacht. Und das schönste war, dass ich es wirklich relativ locker geschafft habe, was mir auch die nur ganz geringe Schwere heute in den Beinen bestätigt.

Es war eine sehr lehrreiche Einheit, wie ich heute denke, denn mit Dirks Hilfe habe ich es geschafft, nicht gleich am Anfang eines Intervalls wie eine Irre los zu düsen und konnte so die Runde deutlich besser einteilen. Durch die 10 Wiederholungen glaube ich nun auch ein besseres Tempogefühl für diese pace bekommen zu haben.

War ein tolles Training. Morgen gehts wieder auf die Bahn zum Lauf-ABC. Für mich gibts aber nur maximal 5 Kilometer und auch ohne Tempo, denn am Sonntag möchte ich noch mal einen 20er laufen.

Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind grausig - es soll wieder kalt werden und noch mal schneien, teilweise sogar viel schneien.  Aber bitte, bitte nicht mehr bei uns! Wie glücklich war ich doch, als heute das Thermometer wieder 18 Grad anzeigte und auch der kleinste Rest Schnee auf unserem Schulhof endlich verschwunden war. Nein, bitte kein Schnee mehr. Sonntag können wir noch Glück haben, da wir genau an der Wettergrenze liegen. Bin mal gespannt und werde berichten, wie der lange Lauf gelaufen ist.

Euch ein schönes Wochenende.

Sonntag, 3. März 2013

Rituale pflegen

Samstags bei Hansens:

Ein guter Start in den März beginnt mit einem guten Bahntraining. Und es musste schließlich ein gutes Training werden, um den Grusel-Lauf von Dienstag wieder wett zu machen. Wie ja schon geschrieben, hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl im Vorfeld, das sich aber schnell in Wohlgefallen auflöste, als wir auf der schneefreien Bahn ankamen und die ersten Meter liefen. Ich merke immer recht schnell, ob es gut läuft oder nicht, und diese Einheit ließ ein "gut" erahnen, vor allem, weil auch der Schnee fast vollständig verschwunden war, das beflügelte ungemein!

Gemeinsam liefen wir uns einen Kilometer ein und machten zwei weitere Kilometer lang die Lauf-ABC Übungen. Dann trennten sich unsere Wege und mir standen 3 Kilometer Tempodauerlauf in 5:50 pace bevor. Eigentlich hätte ich einen 5 km TDL machen sollen, aber wegen des schlechten Laufs am Dienstag traute ich mir das irgendwie noch nicht zu. Im ersten Kilometer lief ich eine 5:30, was viel zu schnell war und mich bereits völlig aus dem Tritt brachte. Ich japste nach Luft und wurde hektisch, versuchte das Tempo entsprechend zu drosseln. Der zweite Kilometer lief schon besser, aber weder Luft noch Rhythmus wollte sich einstellen, so dass ich beschloss, den dritten Kilometer nicht mehr zu machen. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich auslaufen. Doch das Tempo war für Auslaufen noch zu schnell, so entschied ich mich spontan, zwei weitere,  zügigere Kilometer (in 6:30 und 6:18) zu machen und dann am Ende noch einen Kilometer (6:53) auszulaufen. Während Dirk noch tapfer seinen TDL über 8 km (4:40) zu Ende machte, dehnte ich mich an der Bahn und war am Ende sehr zufrieden mit der Einheit. Macht immer wieder Spaß und hat sich inzwischen zu einem schönen gemeinsamen Training entwickelt.

Sonntags bei Hansens:

Eigentlich wollte ich ja nicht schon wieder nach Maasmechelen, aber Dirk schaffte es schnell, mich zu überreden und das war auch gut so, denn hier waren die Wege doch noch sehr matschig. Er hatte eine schöne Strecke um die 16 Kilometer für mich ausgesucht, die mir die Möglichkeit gab, nach 8 Kilometern am Auto ggf. die Schuhe zu wechseln. Leider stellte sich auch beim Brooks Adrenalin GTS 13, wie bei fast allen neuen Schuhen, das Problem mit dem Stechen im linken Fuss nach ca. 5 Kilometern ein. Ich schaffte diesmal 7 Kilometer, dann ging es los und ich war froh, die Option mit dem Schuhwechsel am Auto zu haben. Die ersten 8 Kilometer verflogen rasch, was auch an der mir unbekannten Playlist lag, die Dirk für mich zusammen gestellt hatte. Das war echt Klasse, jedes neue Lied eine kleine Überraschung und ich konnte mal wieder mit Musik laufen, die mich nicht nervte. Der Frühling lag schon ein wenig in der Luft, die 3 Grad fühlten sich fast ganz ohne Wind auch gar nicht kalt an und zu meinem Unmut schwirrten bereits die ersten lästigen Viecher durch die Luft.

Den kurzen Stopp am Auto nutzte ich auch um meine Jacke gegen meine Weste zu tauschen, zwei Schlückchen Wasser zu trinken und mit den anderen Schuhen gings locker flockig und wohltuend weiter. Nach 17 Kilometern war ich wieder am Auto, schneller als gedacht, sollte es doch eigentlich ein langsamer Lauf werden. Aber das Körpergefühl war so gut, dass ich einfach so gelaufen bin, wie es Beinen und Körper gefiel. Ich hängte noch einen langsameren Auslaufkilometer dran, als Dirk mir auch schon entgegen kam und seine 22 Kilometer genauso happy beendet hatte, wie ich meine 18. Auf dem nach Hause Weg holten wir uns bei Longlie unser wohl verdientes Mittagessen - Rituale müssen gepflegt werden.

Der Knoten ist geplatzt, es läuft wieder und das ist schön! Bis Berlin sind es nur noch knappe 5 Wochen, ich freu mich!


Freitag, 1. März 2013

Ein unzufriedener Februar ist endlich vorbei

Heute hat er denn nun endlich begonnen, der meteorologische Frühling. Zu sehen und zu spüren war davon jedoch nicht viel. Die Vögel, die bereits um halb sechs zu hören sind, sind die einzigen Vorboten, dass etwas in der Luft liegt. Jeden Tag schauen wir voller Erwartung den Wetterbericht mindestens einmal an und ja, endlich ist Besserung in Sicht. Am Montag kommt die Sonne zu uns zurück und bereits am Dienstag sollen es 14 Grad werden! Na wenn das keine erfreulichen Aussichten sind!

Als bekennender Winterfan ist es mir ein wenig peinlich, so auf das Wetter zu schimpfen, aber zwischen Winterwetter und Winterwetter liegen manchmal Welten. Gefühlt ist es seit November nicht mehr richtig hell gewesen, von ein paar kleinen Ausnahmen vielleicht abgesehen Vier komplette Monate nur trübes Schmuddelwetter mit häufigem Ostwind, da vergeht auch dem härtesten Winterfan die Laune. Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn mein Aufschwung der letzten Wochen noch bis zum Halbmarathon in Berlin angehalten hätte.

Nein, der Februar war nicht wirklich gut, ich habe nur 112 Kilometer in diesem Monat geschafft zu laufen. Der nochmalige und vor allem in Stolberg heftige Schneefall hat mir den Rest gegeben. Über eine Woche konnte ich nicht laufen, wollte ich nicht laufen, weil es mir einfach zu anstrengend ist, so hochkonzentriert einen Schritt vor den anderen zu machen. Nun taut es fleissig und Morgen gehts wieder auf die Bahn. Mir ist ein wenig mulmig, denn mein erster Laufversuch in dieser Woche am Dienstag ist mächtig daneben gegangen. Alles hat einfach nicht gepasst, weder meine Klamottenauswahl, noch meine Strecke, von meiner Kondition und meinem Wohlfühlen ganz und gar zu schweigen, die Beine bleischwer und ein sehr unangenehmes Magendarmgerumpel hat dem Lauf die Krone aufgesetzt. Wie ein blutiger Anfänger habe ich drei Gehpausen eingelegt und die 7 Kilometer hab ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil es zum Gehen doch zu kalt war. Es war ein Lauf für die Tonne und er hat mir mental ziemlich zugesetzt. So sehr, dass ich nun ein bisschen Angst vor dem Lauftraining Morgen habe. Es ist, als hätte ich verlernt, wie man läuft, und Tempo wie Kondition gleichermaßen irgendwo im Schnee oder auf der Couch irgendwann im Februar einfach so verloren.

Dass das nicht sein kann, weiß ich wohl. Ich bin irgendwie total aus dem Tritt und im Kopf muss der Knoten jetzt erst mal wieder platzen. Lange Arbeitszeiten, verlängertes Wochenende in Hamburg, heftiger Schneefall und ungeplante Termine, all das hat mich aus dem Rhythmus gebracht. Von meiner daraus resultierenden Fresslust aus Unzufriedenheit mag ich eigentlich gar nicht groß erzählen, die drei Worte sprechen Bände, auch ohne weitere Erklärungen. Also das mit dem Verzichten von wegen Fastenzeit und Süßkram war ein Satz mit x. Je mehr ich es mir verboten habe, umso schlimmer wurde die Gier. Unter anderen Umständen hätte ich in dieser Stimmung garantiert wieder mal angefangen zu rauchen, aber das ist mir zum Glück erspart geblieben, denn, ganz im Gegenteil, das Thema scheint endgültig bei mir durch zu sein.

Morgen beginnt der neue Läufermonat und ich bin sicher, es wird ein guter Monat!