Freitag, 1. März 2013

Ein unzufriedener Februar ist endlich vorbei

Heute hat er denn nun endlich begonnen, der meteorologische Frühling. Zu sehen und zu spüren war davon jedoch nicht viel. Die Vögel, die bereits um halb sechs zu hören sind, sind die einzigen Vorboten, dass etwas in der Luft liegt. Jeden Tag schauen wir voller Erwartung den Wetterbericht mindestens einmal an und ja, endlich ist Besserung in Sicht. Am Montag kommt die Sonne zu uns zurück und bereits am Dienstag sollen es 14 Grad werden! Na wenn das keine erfreulichen Aussichten sind!

Als bekennender Winterfan ist es mir ein wenig peinlich, so auf das Wetter zu schimpfen, aber zwischen Winterwetter und Winterwetter liegen manchmal Welten. Gefühlt ist es seit November nicht mehr richtig hell gewesen, von ein paar kleinen Ausnahmen vielleicht abgesehen Vier komplette Monate nur trübes Schmuddelwetter mit häufigem Ostwind, da vergeht auch dem härtesten Winterfan die Laune. Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn mein Aufschwung der letzten Wochen noch bis zum Halbmarathon in Berlin angehalten hätte.

Nein, der Februar war nicht wirklich gut, ich habe nur 112 Kilometer in diesem Monat geschafft zu laufen. Der nochmalige und vor allem in Stolberg heftige Schneefall hat mir den Rest gegeben. Über eine Woche konnte ich nicht laufen, wollte ich nicht laufen, weil es mir einfach zu anstrengend ist, so hochkonzentriert einen Schritt vor den anderen zu machen. Nun taut es fleissig und Morgen gehts wieder auf die Bahn. Mir ist ein wenig mulmig, denn mein erster Laufversuch in dieser Woche am Dienstag ist mächtig daneben gegangen. Alles hat einfach nicht gepasst, weder meine Klamottenauswahl, noch meine Strecke, von meiner Kondition und meinem Wohlfühlen ganz und gar zu schweigen, die Beine bleischwer und ein sehr unangenehmes Magendarmgerumpel hat dem Lauf die Krone aufgesetzt. Wie ein blutiger Anfänger habe ich drei Gehpausen eingelegt und die 7 Kilometer hab ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil es zum Gehen doch zu kalt war. Es war ein Lauf für die Tonne und er hat mir mental ziemlich zugesetzt. So sehr, dass ich nun ein bisschen Angst vor dem Lauftraining Morgen habe. Es ist, als hätte ich verlernt, wie man läuft, und Tempo wie Kondition gleichermaßen irgendwo im Schnee oder auf der Couch irgendwann im Februar einfach so verloren.

Dass das nicht sein kann, weiß ich wohl. Ich bin irgendwie total aus dem Tritt und im Kopf muss der Knoten jetzt erst mal wieder platzen. Lange Arbeitszeiten, verlängertes Wochenende in Hamburg, heftiger Schneefall und ungeplante Termine, all das hat mich aus dem Rhythmus gebracht. Von meiner daraus resultierenden Fresslust aus Unzufriedenheit mag ich eigentlich gar nicht groß erzählen, die drei Worte sprechen Bände, auch ohne weitere Erklärungen. Also das mit dem Verzichten von wegen Fastenzeit und Süßkram war ein Satz mit x. Je mehr ich es mir verboten habe, umso schlimmer wurde die Gier. Unter anderen Umständen hätte ich in dieser Stimmung garantiert wieder mal angefangen zu rauchen, aber das ist mir zum Glück erspart geblieben, denn, ganz im Gegenteil, das Thema scheint endgültig bei mir durch zu sein.

Morgen beginnt der neue Läufermonat und ich bin sicher, es wird ein guter Monat!

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