Samstag, 27. April 2013

Laufpause - Zwischenstand

Am 17. April gabs meinen letzten Lauf. Nun bin ich also seit einer guten Woche nicht mehr gelaufen.

Wie es mir damit geht? Mein Piriformis-Syndrom scheint endlich mal zur Ruhe zu kommen und auch morgens nach dem Aufstehen habe ich keine Schmerzen oder Zipperlein wie sonst - die Muskeln, Sehnen und Knochen genießen die belastungsfreie Zeit anscheinend sehr. Lediglich das linke Knie mag immer noch nicht zu lange am Stück sitzen, dann muckt es munter drauf los. Aber sonst... Ich wundere mich ...

Ob ich es vermisse? Ganz klares Nein! Gedanken an das Laufen hatte ich sicher schon, aber nicht unbedingt auch das Bedürfnis, mir die Schuhe zu schnüren. Vorgestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich beim Anblick der im Morgennebel liegenden Wiesen, der Sonne, die sich zaghaft in den Tannen des Würselener Waldes brach zum allerersten Mal den Wunsch, jetzt eine Runde durch den frischen Wald zu drehen. Doch leider war das ja nicht möglich. Später am Tag, als es auch schon über 20 Grad warm war und ich ohnehin von blöden Kopfschmerzen geplagt war, war der Wunsch längst wieder weg. Also, wenn ich gerne laufen würde, dann wohl am frühen Morgen, wenn der Tag noch unverbraucht und klar ist, die Luft noch kühl und frisch und mein Akku ohnehin noch knackig voll ist. Zu dumm aber auch, dass man immer genau das möchte, was man nicht haben kann ;-).

Und sonst? Vermutlich durch den Wetterumschwung habe ich im Moment ziemlichen Ärger mit Kopfschmerzen und müde bin ich auch vermehrt, wahrscheinlich die Frühjahrsmüdigkeit in Kombination mit Allergie. Böse Zungen behaupten, mir fehle die Lauferei bzw. das Kopf-frei-Laufen. Mag sein, ich sehe das im Moment nicht so und genieße es, ohne Druck und Zwang eben einfach mal nicht zu laufen. Lediglich die Tatsache, dass ich am Sonntag den Laufpart beim Triathlon übernehme, stinkt mir schon wieder ein wenig, denn es kommt langsam ein Duell-Charakter ins Spiel bei unseren Teams. Dabei sollte es eine just for fun Aktion werden - dachte ich zumindest, denn außerdem hat unser Team alleine schon wegen unseres Alters einen deutlichen Nachteil. Der andere Läufer, Jahrgang 1982, Sportlehrer und Marathonläufer, ach was erzähl ich hier überhaupt... Vergesst es, ich lauf meine 5 Kilometer und gut is... Irgendwann muss man vielleicht doch die Erfahrung machen, als Letzter ins Ziel zu kommen.

Alternativen? Die kommen im Moment klar zu kurz, aber das stört mich zur Zeit noch nicht, schließlich befinde ich mich gerade mal eine Woche in meiner Laufpause. Mittwoch wäre ich gerne zum Sport mit  meiner Freundin gegangen, doch leider hat sie sich eine heftige Erkältung gefangen, so dass wir erst nächste Woche gemeinsam zum Kurs gehen.

Unterm Strich gefällt mir die Situation, wie sie gerade ist. Ich mache mir wenig Gedanken um Sport (und auch Ernährung) und es lebt sich gar nicht mal so schlecht, ganz ohne Zwang und Druck (den ich natürlich ausschließlich selbst erzeuge).

Fest steht, dass ich in jedem Fall mit dem Laufen weiter machen werde. Die weitere Woche Pause werde ich mir noch gönnen (der Lauf Morgen ist eher Kür ;-)), denn ich merke, wie sehr mein Körper es genießt, allen voran die Beine und Füße. Schon eigenartig, dass man doch als Sportler immer wieder damit lebt, hier und da mehr oder weniger heftige Zipperlein zu haben und dies auch noch als normal empfindet. Aber - darüber mag ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht weiter nachdenken. Fest steht allerdings wohl auch, dass sich mein Laufverhalten nach der Pause deutlich ändern wird. Der Spaß soll wieder ganz klar im Vordergrund stehen, kein Druck mehr!

Ein erstes Fazit: Regeneration ist und bleibt wohl eine sehr wertvolle Einheit und die darf ruhig auch einmal länger als zwei Tage dauern ;-).


Freitag, 19. April 2013

Laufpause

Seit einiger Zeit plagt mich die Laufunlust - angefangen hats vor Venlo. Dort habe ich zwar im Rahmen eines schnellen Trainingslaufs beim Venloop am 24.03.  meine "5 km in unter 30 Minuten-Marke" erfolgreich geknackt, aber leider wurde die Stimmung dadurch auch nicht besser. Natürlich hab ich mich gefreut, aber irgendwie war die Euphorie nur von sehr kurzer Dauer.

Genau zwei Wochen später, am 07. April, gabs dann in Berlin das nächste große Ereignis, meine Teilnahme am 33. Vattenfall Halbmarathon, mein zweiter offizieller Halbmarathon, auch wieder in Berlin. Die Vorfreude war lange im Vorfeld sehr groß, doch mit einem Mal war sie auch hier weg. Lediglich meine Wiedersehensfreude auf Berlin blieb ungemindert. Mit einer Durchschnittspace von 6:25 erreichte ich das Ziel (in 2 Stunden und 17 Minuten) und war auch hier wieder ziemlich happy, denn u. a. winkte mir als Motivationshilfe ein Smarthphone bei einer Zeit von unter 6:30. Wenn es auch weniger das Smarthphone als viel mehr mein Ehrgeiz war, so schaffte ich es, wenn auch längst nicht so locker, wie ich eigentlich wollte. Bereits bei km 14 kam der große Einbruch und bei km 18 bin ich mit einer Fußgängerin kollidiert, was alles in allem recht ärgerlich war. Obwohl ich gefühlt auf dem Zahnfleisch ging, konnte ich am Ende doch noch einen Zielsprint einlegen und war mehr als froh, dass es endlich vorbei war. Warum tu ich mir das eigentlich an?!

Auch nach den drei Tagen Muskelkater kam keine neue Lauflust auf. Erst am Samstag, dem 6. Tag nach dem Wettkampf, ging ich mit Dirk wieder das erste Mal auf die Bahn. Nach einem sehr anstrengenden Einlaufkilometer machten wir wie immer unsere 2 km Lauf-ABC, danach schaffte ich es noch mit Ach und Krach 2 Kilometer durch den Wald aus zu laufen, meine Beine schmerzten und waren bleischwer, der Kopf in Aufruhr.

Den nächsten Lauf versuchte ich am darauffolgenden Dienstag. Nachdem der erste Kilometer recht gut lief und ich trotz der ungewohnten 25 Grad ganz optimistisch war, ging das Drama wieder los, schwere Beine, aus unseren heimischen Hügeln wurden gefühlt die Alpen, und der Kopf war weder mit, noch ohne Musik gewillt, vernünftig mit zu laufen. So kam ich wieder nur auf 5 Kilometer mit Mühe und Not.

Spätestens auf dem Spazierkilometer nach Hause stand für mich fest, dass es so nicht weitergehen kann und ich habe daher beschlossen, für mindestens 14 Tage eine Laufpause einzulegen. Sollte mich in dieser Zeit doch die absolute Lust ergreifen, werde ich auf jeden Fall ohne Uhr laufen. Ich habe den Eindruck, ich habe mit Allem und Jedem Mittel Druck erzeugt, sei es aus den Zeiten, die ich zu laufen habe, die Distanzen, die Masse der Kilometer, die ich abspulen wollte und die Wettkämpfe, die anstanden. All das in Summe hat bei mir scheinbar derartig Druck erzeugt, dass es nun ins Gegenteil umgeschlagen ist und ich überhaupt keine Lust mehr habe. Außerdem ist mir inzwischen klar geworden, dass ich absolut kein Wettkampftyp bin; ich glaube, es gab nicht einen einzigen Wettkampf, den ich einfach nur genießen konnte und aus Spaß dabei war (gut, der Köhlbrandbrückenlauf vielleicht). Ergo gibts zunächst auch keine Wettkämpfe mehr. Falsch. Seit gestern bin ich für den Laufpart der Goethe-Staffel beim Brander Triathlon übernächsten Sonntag gemeldet. Aber das wird eine eher unambitionierte Spaßveranstaltung mit Kollegen werden - bis dahin schaffe ich die 5 Kilometer hoffentlich wieder lockerer.

Wettkämpfe sind ja im Grunde gut und schön. Meine zwei wesentlichen Meilensteine hab ich nun erreicht, also wäre das nächste Ziel noch die 10 km in sub60 min zu laufen. Außerdem wären die aktuellen Bestzeiten sicher noch zu toppen. Brauch ich das, muss das sein? Nein! Mein vordergründiges Ziel ist es derzeit, überhaupt wieder Lust und Spaß am Laufen zu bekommen, Zeiten sind mir gerade sowas von egal! Wen interessieren die denn überhaupt (ja, mich selbst vielleicht, aber im Moment auch nicht mehr)... Vorerst ist also Druck raus nehmen angesagt, das heißt auch: Nase raus aus dem Laufforum. Ich möchte von dem ganzen Thema Laufen im Moment nicht wirklich was hören und schon gar nicht, wie toll und wie schnell und wie oft und wie weit es bei anderen gerade so läuft. Denn ja, auch das Forum erzeugt Druck und das nicht zu wenig.

Dass ich mich nun nicht auf die faule Haut lege, ist wohl selbstverständlich, ich brauche gefühlt einfach gerade ein paar Alternativen. So hab ich dann gestern gleich mal unser Sportzimmer aufgesucht für ein Workout@home mit Music by Paul Kalkbrenner. In Summe wurden es 25 Kilometer (45 min.) Radergometer, 30 min. Hantelschwingen und noch ein paar Situps - bin unterm Strich also gut verschwitzt und sehr zufrieden wieder da raus gekommen. Die Inliner werden denke ich auch wieder häufiger zum Einsatz kommen. Im Moment fühlt es sich so, wie bisher geplant, richtig und gut an. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die Lauflust zurück kommt.

Sonntag, 14. April 2013

Venloop und Berlin Halbmarathon 2013

Sorry, liebe LeserInnen, aber ich habe im Moment nicht viel zu erzählen bzw. wohl eher eine kleine Schreibblockade.

Daher möchte ich an der Stelle zumindest auf die beiden gerade fertig gestellten Laufberichte von Dirk hinweisen, der unsere Teilnahme am Venloop sowie am 33. Vattenfall Berlin Halbmarathon wieder sehr schön in Wort und Bild festgehalten hat (immerhin habe ich als Lektorin fungiert). Dem gibt es aus meiner Sicht auch nichts hinzuzufügen, außer, dass es scheißanstrengend und wieder sehr voll war und ich mir das versprochene Motivations-Smartphone (welches ich jetzt bereits sehr in mein Herz geschlossen habe) mehr als redlich verdient und mit jedem Kilometer erlaufen habe :-)).

Nächstes Jahr sind wir aber nicht mehr dabei, 2 x reicht fürs Erste, mir ist die Veranstaltung einfach zu groß.

Im Augenblick habe ich noch etwas schwere Beine; mein gestriger erster Laufversuch war sehr zäh, die Beine haben ordentlich gemeckert. Vielleicht gibts heute Abend einen kleinen, lockeren zweiten Versuch, mal sehen.

Ich hoffe, bald wieder mehr von mir hören zu lassen.

Euch allen noch einen schönen Sonntag :-)