Freitag, 20. Dezember 2013

Mein Jahresrückblick 2013

Was war das für ein Jahr, wie würde ich es mit wenigen Worten beschreiben? Nun, es war ein wenig chaotisch und irgendwie emotional, ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt, wenn auch alles mehr "im Kopf als in echt". Zum Ende hin bin ich froh, dass es vorbei ist, wie in jedem Jahr ;-). Der Dezember ist nie wirklich mein Monat und ich sehne den 31. herbei, um virtuell meinen besagten Reset-Knopf zu drücken, alles auf Null, neue Chance, neues Glück.

Läuferisch war das Jahr auf jeden Fall nicht so dolle, auch wenn es mit einem gut vorbereiteten 2. Berlin Halbmarathon eigentlich hätte ein super Jahr werden können. Immerhin bin ich den Halbmarathon ganze 6 Minuten schneller gelaufen als im Vorjahr. Auch beim Venloop konnte ich endlich meine 5 km in sub 30 min. knacken. Aber dann kam das große Kopf-Aus und nichts ging mehr, eine handfeste Krise war da, und ich bin über 5 Monate keinen einzigen Meter mehr gelaufen (in der Zeit habe ich auch wieder angefangen zu rauchen). In Summe schließe ich das Jahr jetzt mit nur etwas um die 650 Kilometer ab (2012 waren es 1050 km). Der Wiedereinstieg nach der langen Pause fiel schon nicht gerade leicht und hat mich am Anfang sehr viel Überwindung gekostet, gefühlt habe ich nahezu bei Null angefangen. Die Tatsache, dass ich über die Zeit einige Kilos zugenommen habe, kam mir da schon zu Hilfe, wenn auch leider ohne Effekt bis jetzt. Aber immerhin hat der missglückte ATG meine Motivation neu entfacht, in Zukunft wieder mehr für meinen Körper zu tun.

Meine Liebe zum Pferd hat sich in diesem Jahr deutlich verstärkt. So hege ich im Stillen den Wunsch, irgendwann wohl doch noch einen eigenen wunderschönsten, lackschwarzen Friesen zu besitzen :-) - die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit einer Reitbeteiligung und freue mich über neue Freundschaften, die sich dadurch entwickeln.

Zur Zeit hänge ich leider etwas in den Seilen, da ich krank bin. Zwischen Schlafen, Laptop und Couch habe ich daher einige Zeit zum Nachdenken, so wie jetzt, wo ich über das vergangene Jahr nachdenke. Passend zur Situation war das Jahr mental sehr anstrengend, daher brauchte mein Körper wohl jetzt am Ende noch eine ungewollte Auszeit. Ja, ich fühle mich mental sehr erschöpft und freue mich daher auf die bevorstehenden freien Tage. Diese mentale Erschöpfung hat aber auch wertvolle Erkenntnisse zu Tage gebracht, sie ist daher schon ok ;-).

Im kommenden Jahr möchte ich mein Wohlbefinden in den Vordergrund stellen, ich muss mich wichtig nehmen und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Ich muss mehr auf mich achten (körperlich und geistig!), meine Ziele besser verfolgen, zusehen, dass ich ausgeglichen bin. Mein Ding machen, unabhängig davon, was andere davon halten oder dazu sagen. Mir schwebt außerdem vor, mich einem Ehrenamt zu widmen, denn ich merke immer wieder wie glücklich es mich macht, wenn ich anderen Menschen helfen kann. Meine ausgeprägte Empathie ist mir im Job schon sehr hilfreich, ich denke, ich muss das weiter ausbauen, das scheint meine besondere Gabe zu sein, die ich doch irgendwie immer noch suche.

Ja und dann war da noch die Sache mit den neuen Augen. Seit drei Woche habe ich nun implantierte Linsen im Auge. So richtig und zu 100 Prozent glücklich bin ich noch nicht, aber es ist auch noch recht früh. So hoffe ich, dass die Lichtempfindlichkeit noch nachlässt und vor allem das linke Auge noch etwas "normaler" wird. Meine Sehkraft, denke ich, ist bereits wieder bei 100 % angelangt, aber das Gefühl ist noch nicht so richtig gut. Klar, muss man sich ja auch erst mal dran gewöhnen, vor allem das Gehirn.

Am Ende aber ist doch irgendwie alles gut: Mit dem Rauchen hab ich vor drei Monaten wieder aufgehört (und diesmal hoffentlich wirklich für immer!), das Wesentliche ist mir wieder klarer geworden und ich bin dankbar für die Unterstützung von meinen lieben, diversen Seelengefährten, auch wenn sie es nicht immer leicht mit mir haben. Hier allen voran Dirk, der wohl einerseits mein kritischster Widersacher wie aber auch mein liebster Berater und Unterstützer ist. Er holt mich auf den Boden zurück, hält mir den gefürchteten Spiegel vor die ungeschminkte Nase und hält mich von spontanen Fixideen ab. Ist nicht immer der schönste Job, den er sich da in meinem Leben ausgesucht hat, aber er hat es ja auch schließlich so gewollt ;-).

Nun bin ich gespannt, welche Erfahrungen, Ereignisse, Begegnungen und auch Überraschungen das neue Jahr wohl so zu bieten hat. Ich habe das Gefühl, es wird ein sehr interessantes und aktives Jahr werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame und harmonische Feiertage und ein wunderbares Jahr 2014 - mögen sich all Eure Wünsche und Hoffnungen erfüllen und bleibt vor allem schön gesund :-)




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