Donnerstag, 4. Dezember 2014

OT: Deutsche Musik

Am vergangenen Samstag waren Dirk und ich nun zum 6. Mal live bei Clueso, diesmal in der großen Lanxess Arena in Köln, die Thomas Hübner, alias Clueso, selbst enorm beeindruckt hat. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr er mit Leib und Seele seine Musik macht, der nette Junge aus Erfurt. Gut, die Rap-Sachen sind jetzt nicht so mein Ding, aber seine Texte immer wieder ein Genuss. Die Vorband, Annen-May-Kantereit, der Sänger hat so ne Hammer geile Stimme!, hat mir, wie seinerzeit Max Prosa, auch wieder sehr gut gefallen. Dabei habe ich wirklich festgestellt, dass deutsche Musik wohl echt mein Ding ist. Klar, vermutlich, weil der Text sofort verstanden wird, ohne dabei groß übersetzen oder nachdenken zu müssen. Angefangen hat es wohl vor vielen Jahren mit GroenemeyerWesternhagen und Wolf Maahn, doch viele sind hinzu gekommen, die mir wirklich gut gefallen, ob Revolverheld, Luxuslärm, Johannes Oerding, Xavier Naidoo, die Hosen, die Ärzte, Rammstein, Alin Coen und ihre Band oder jetzt recht aktuell auch Mark Forster, ach es gibt so viele gute deutsche "Liedermacher". Im Augenblick höre ich aber recht intensiv Maxim, der schon vor einem Jahr mit dem Lied "Meine Soldaten" sofort meine Seele berührt hat. Er ist, wie ich finde, ein ähnlich guter Wortakrobat wie Herbert Groenemeyer und seine Texte sind sehr tiefgründig. Das komplette Album Staub gefällt mir ausnahmslos und ich vermag nicht zu sagen, welches Lied mein Favorit ist.

Apropos Favorit... Ich bin ja bekennende The Voice of Germany Guckerin, weil ich diese hier und da unerwarteten, emotionalen Nummern so mag, und hier gab es ein battle, das bereits jetzt mein ganz persönlicher Gewinner ist! Jedes Mal aufs Neue bekomme ich beim Hören eine Ganzkörpergänsehaut und einen Kloß im Hals und ich kann euch verraten dass ich es mindestens schon 100 x gehört habe, mein Wolke 7-Trio ...


Donnerstag, 27. November 2014

27.11.2014 - nicht genießen können

Es passiert, dass ich immer länger schlafe. Heute bin ich kurz nach 9 Uhr wach geworden. Ich zwinge mich aufzustehen. Warum soll ich aufstehen? Wenn ich nicht zur Toilette müsste, würde ich wohl tatsächlich liegen bleiben.

Ich mache mir einen Kaffee und fange sofort an, den gestern vorbereiteten Teig für die Vanille Kipferln zu verarbeiten, heize den Ofen vor. Alle Jahre wieder und jetzt ist wieder. Es macht zwar keinen Spaß, aber ich habe etwas zu tun. Beschäftigungstherapie, genauso wie das Puzzle gestern, das ich angefangen habe. Derweil habe ich keine Whatsapp von niemandem in meinem Handy, auch gut. Während ich die Hörnchen forme, höre ich das Hörbuch weiter, "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs. So richtig gepackt hat es mich noch nicht, auch wenn die Story mysteriös klingt und sich der Sprecher die größte Mühe gibt, einen perfekten Job zu machen, was ich wohl zu schätzen weiß. Seit einer Woche bin ich im Hörbuchrausch, ebenfalls eine Form von Beschäftigung und nicht ganz so mühsam, wie selber lesen. Außerdem kann ich nebenbei noch andere Dinge machen, wie kochen, backen, aufräumen oder bügeln, puzzlen oder stricken...

Nach den Kipferln mache ich noch Stollenhäppchen, etwas abgewandelt, weil ich nicht alle Zutaten da habe, die das Rezept vorsieht. Ich hoffe, es schmeckt trotzdem. Aber wenn nicht, ist das auch egal.

Es regnet. Eigentlich könnte ich laufen gehen. Die Seitenbacher -Bergsteiger-Müsli-Werbung bringt mich zur Weißglut. Ohne ihn zu kennen hasse ich diesen Herrn Seitenbacher inklusive seinem Kumpel Kalle, vor allem aber seine selbst gemachte, nervtötende Werbung, mögen die Produkte tatsächlich ja ganz gut sein; dieser Dialekt, dieses ständige Wiederholen und Betonen des Namens Seitenbacher, uargh! Ein guter Grund also, das Radio wieder auszuschalten, was ich auch sofort mache. Die paar Schritte dahin schmerzen in meiner Hüfte. Seit ich diese Funktionsgymnastik mache, bin ich tagelang gehandycapt. Christine übertreibt es (und ich gezwungenermaßen mit), und das denke ich nicht zum ersten Mal. Wie schaffen das nur all die älteren ladies, ich bin eine der jüngsten und gewiss auch eine der sportlichsten Teilnehmerinnen!? Dabei habe ich mich in der letzten Stunde schon etwas zurück genommen in der Intensität der Ausführung der Übungen. Trotzdem habe ich wieder Muskelkater. Ein guter Grund, nicht laufen zu gehen, auch wenn ich genau weiß, dass es mir jetzt, in dieser Stimmung, nur allzu gut tun würde. Der Schweinhund genießt seinen Triumph.

Die Ruhe, und das nicht wissen, was ich jetzt machen soll, legen sich über mich wie eine dunkelgraue Wolke, die mir die Luft nimmt. Ich atme laut und schwer durch, ich fühle mich wieder in dieser "nichts macht mehr Spaß, hat alles keinen Sinn"-Stimmung gefangen, sitze wie ein gelangweiltes und trotziges Kind am Tisch. Ich könnte dies, oder ich könnte das, ich könnte aber auch jenes.... aber alles ist nicht das Richtige. So wie alles, was ich essen könnte ebenfalls nicht das Richtige ist. Essen, ganz böses Thema, denn ich bin wieder in meinen Trott zurück gefallen. Wieso sollte es diesmal auch anders sein?!

Ich hätte meine Therapeutin doch anrufen sollen, habe aber das ohnehin geringe Zeitfenster mit Backen vertan. Dachte wirklich, es wäre nicht so schlimm. Bis Mitte Februar halte ich das nicht aus, never! "Genießen sie die Zeit, machen sie, was sie immer schon machen wollten, tun sie, was ihnen gut tut. Backen sie, basteln sie, dekorieren sie die Wohnung..." All das und noch viel mehr, habe ich gemacht. Ich kann es nicht genießen, fühle mich nicht gut damit.

Verdammt, was ist eigentlich mein Problem?!

* * * * * * * *

6 km später gehts mir doch schon deutlich besser, auch wenn es nur ein zügiger Regenspaziergang war... denke ich so und zeige dem Schweinhund eine imaginäre lange Nase. Und trotzdem - nothing's fine I'm torn...

Meine Lieblingsallee Ende November im Regen

Montag, 17. November 2014

Herbstlauf im Regen

Nach einem gemütlichen Start in den Tag, untermalt mit Musik aus den 70er und 80er Jahren, fuhren wir recht spät diesmal nach Maasmechelen, immer noch in der Hoffnung, der Regen würde aufhören. Tat er aber nicht. Gut, für mich ist das im Prinzip auch weniger ein Problem, aber Dirk läuft nicht gerne schon im Regen los. Allerdings war der Regen da auch mehr ein Fisseln (der Ire oder Engländer würde es wohl drizzel nennen) und daher absolut harmlos.

Die Luft war herrlich klar und die Laubfärbung im prächtigen Endspurt, also wieder ganz mein Ding! Da es ein etwas längerer Lauf werden sollte, gab es diesmal Handy-Mitführ-Pflicht, so konnte ich glücklicherweise doch das ein oder andere Foto machen. Bisher bin ich nur einmal diese Strecke den Kanal runter in Richtung Maastricht gelaufen, die mir da schon super gut gefiel, daher freute ich mich, hier noch einmal zu laufen. Und in der Tat dachte ich bereits nach einem Kilometer wieder, wow, ist das schön hier und zückte erstmals das Handy. Mit und mit wurde der Regen stärker, aber es störte mich nicht wirklich, sorgte das Wetter doch für sehr wenig Betrieb unterwegs. Die fünf Kilometer hin und fünf Kilometer zurück entlang des Kanals waren einfach nur traumhaft schön. Dann war ich wieder am Auto und überlegte tatsächlich ganz kurz, ob ich schon aufhören sollte oder tatsächlich noch die letzten Kilometer übers Feld wie geplant mache. Natürlich entschied ich mich für die ursprüngliche Route, auch, wenn es ab Kilometer 12 irgendwie doch anstrengend wurde (was wohl auch an dem landschaftlich weniger schönen Stück übers Feld gehend lag). Zur Ablenkung (oder Motivation?) setzte ich dann doch noch für vier Kilometer meine Musik auf. Die letzten zwei Kilometer gings dann wieder schnurgerade am Kanal entlang; das Ziel, die Brücke, an der unser Auto stand, immer schon in Sicht. Dirk und ich erreichten sie fast gleichzeitig, beide pitschnass, aber happy und  stolz. Umso mehr freuten wir uns unterwegs schon auf das scharfe und heiße Essen vom Thailänder, das wir uns nach diesem Lauf mehr als verdient hatten.

Heute sind die Beine etwas schwer und ich hoffe doch, dass die 90 Minuten Rückenschule heute Abend bei Christine trotzdem gut zu schaffen sind. Vermutlich werde ich sie Morgen wieder verfluchen, diese kleine, top fitte und unermüdliche, gnadenlose Frau, aber da steht dann eh eine Nordic Walking Runde an.

Und hier meine doch leider magere Ausbeute an Fotos vom gestrigen Lauf:






Mittwoch, 12. November 2014

Wenn du denkst, es geht nicht mehr - geh laufen :-)

Seit Tagen schon bin ich in keiner guten Verfassung. Mein Lauf am Sonntag war allerdings nochmal ein richtig schönes Highlight, was sicher auch an der immer wieder so tollen Gegend in Maasmechelen in der akut allerbesten Jahreszeit liegt, und auch sonst lief es richtig locker flockig. Untätig bin ich ja nicht, zumindest in sportlicher Hinsicht, die Funktionsgymnastik hatte es am Montag wieder derart in sich, dass mich die böse Muskelkatze erneut ärgerte, auch heute noch. Gestern dann der spontane Frisörbesuch, der meine Haare endlich wieder in die richtige Kürze  gebracht hat, so dass ich  mich immerhin dies betreffend wieder wohl fühle. Und trotzdem. Die letzten Tage fallen mir schwerer und schwerer und ich bin froh, wenn ich abends ins Bett gehen kann. Morgens empfinde ich das Aufstehen mühsam  - ja klar, warum auch soll ich überhaupt aufstehen!? Das gesunde Ernähren fällt mir auch im Moment nicht leicht; ich werde von ständigen Gelüsten geplagt und habe auf alles Mögliche Appettit, vor allem auf Wein, den ich aber nicht trinke (weil ich ihn nicht kaufe, ebenso wie die Schokolade, die mich verfolgt, wie auch die Pommes und die Lakritze und und und). Klar gönne ich mir hier und da was. Habs neulich mal mit Ofenchips probiert, die aber nicht wirklich lecker waren. Wie es aussieht, ist gerade mal wieder nichts das richtige, daher vermute ich eine akut, depressive Episode, wie es so schön heißt.

Dass es mir nicht gut geht, merke ich auch daran, dass ich mich zu nichts, aber auch gar nichts ohne größte Anstrengung aufraffen kann. Aber wenn nahezu gar nichts mehr geht, hilft meistens wenigstens noch laufen. Also hab ich mich heute mit viel Mühe in die Laufklamotten geschmissen und bin raus, trotz Regen und anfänglicher Kälte. Die Beine waren noch schwer und der untere Rücken zwackte von der Gymnastik, aber das versuchte ich zu ignorieren. Ich brauchte nicht lange, um mich für die 10 km Runde zu entscheiden, die Standardrunde von sechs Kilometern wäre heute zu wenig gewesen (gefühlt hätten es heute dann wohl eher 20 werden müssen!). Schnell wurde mir warm, zu warm, aber was solls, Ärmel hoch, Reißverschluss auf und gut is. Die Leichtigkeit wollte sich auch mit Musik nicht wirklich einstellen, aber zum Ende hin spürte ich wenigstens den Muskelkater nicht mehr.

Ich hab ja schon mal erwähnt, dass ich trotz Musik sehr gut meinen Gedanken nachhängen kann. So kam es, dass mein Vater heute beim Laufen gedanklich sehr präsent war. Man soll ja über Verstorbene nichts schlechtes sagen (und das hab ich auch nie getan), aber heute wurde mir schlagartig so einiges bewusst, was mich später dann zu Hause erst mal richtig dolle hat heulen lassen. Seine größte Sorge war, dass ich ihn blamieren könnte; er war nie für mich da und hatte stets den "armer-Alkoholiker-Bonus", dem man alles verzeiht und womit man alles erklärt. Infolgedessen habe ich ihn post mortem auf ein Podest gestellt, wo er weiß Gott nicht hin gehört, denn im Erklären und Entschuldigen bin ich wahrhaft ein Weltmeister. Schade nur, dass (manche) Gefühle sich nicht wegerklären lassen, die sind, wie sie sind, da hilft auch der schärfste Verstand mit den besten Erklärungen nicht weiter, da muss man dann eben durch. Wie lange aber kaue ich auf diesem Thema schon herum!? Ich weiß nicht, was ich noch tun muss, um die Vergangenheit mal endgültig abzuschließen...

Aber zwei Dinge helfen mir meistens sehr gut: das Schreiben und das Laufen. Und jetzt gehts mir auch schon wieder wesentlich besser. Danke fürs Lesen bzw. Zuhören :-)


Dienstag, 4. November 2014

I love Herbst ;-)

Zwei verschiedene Therapien an einem Tag, die eine morgens, die andere nachmittags, verlangen mir im Augenblick ein gewisses Maß an Selbstorganisation ab. Klingt eigentlich easy, aber wenn man dann auch noch eine Sporteinheit dazu einbauen will, wird es schwierig, auch unter Berücksichtigung der Nahrungsaufnahme. Na ja, nicht wirklich, aber es stellt sich trotzdem die Frage, wann mache ich was?

Die gestrige Funktionsgymnastik inkl. der 5 km Hin- und Zurück-Runde im Dunkeln war glücklicherweise nicht ganz so heftig, wie letzte Woche, so dass der befürchtete Muskelkater ausblieb. Hätte ich nicht diesen dummen Rucksack dabei gehabt, der für das Laufen leider überhaupt nicht geeignet war, hätte ich die Runde auch zu gerne ausgedehnt; die kühle Luft, meine motivierte Stimmung, die fitten Beine und überhaupt alles, passte richtig gut. Warum die 13 km am Sonntag so derart schleppend liefen, mir irgendwie alles weh tat und ich mich so quälen musste, dafür hab ich absolut keine Erklärung (außer vielleicht die Temperatur und die Sonne? Im Zweifelsfalle liegts eh immer am Wetter ;-)). Umso erstaunter war ich dann, als es gestern so richtig gut lief.

Heute musste ich dann abwägen, was ich machen wollte, laufen oder noch mal nordic walken. Lust hätte ich sicher zum Laufen gehabt und die Beine fühlten sich auch gut an, aber ich entschied mich, in Anbetracht der Möglichkeit, eventuell abends noch eine Runde Schwimmen zu gehen (was ich wegen viel-frisch-Kocherei nicht geschafft habe), fürs Walken. Und das war eine gute Entscheidung, denn so konnte ich den Herbst am Teuterhof in vollen Zügen genießen. Wie liebe ich diese Jahreszeit, das feuchte Wetter, die klare Luft, die würzigen Düfte der bunten Blätter... hm... dieses Wetter heute, für mich war es einfach nur perfekt.


























Samstag, 1. November 2014

High Score Monat

Klar, wenn  man so viel Zeit hat, kann man auch viel Sport machen, vor allem, wenn es mehr oder weniger der Therapie dient. So ernenne ich den Oktober 2014 zum high score Monat ever; noch nie zuvor habe ich in meinem Leben mehr Zeit mit so viel gesunder Beschäftigung in einem Monat verbracht.

Insgesamt bin ich 29 x aktiv gewesen in 25 Stunden:

21 x gelaufen = 155,9 km = 18 Std. 35 Minuten
3 x auf dem Hometrainer geradelt = 96 km = 3 Stunden
2 x nordic walken = 16 km = 2 Std. 40 Minuten
2 x sonstiges = 1 Std. 25 Minuten

Nun lass ich mich mal überraschen, wie es im kommenden Monat wird. Montag bekomme ich meine neuen Laufschuhe, eine neue, bunte tight und eine tatsächlich weiße Weste - das sollte doch auch wieder neue Motivation liefern, schön weiter zu machen. Allerdings bin ich im Moment auch so motiviert, wie selten zuvor, was wohl auch mit der vorhandenen Zeit zu tun hat.

Heute, am 01.11.2014, ist es 22 Grad warm, die Sonne scheint und ich war im ärmellosen Top unterwegs - unfassbar! Allerdings nur zum Einkaufen (in Holland) und Pizza Essen, heute ist wirklich mal Ruhetag, an dem ich mir auch mal eine deftige, aber super leckere Sünde gegönnt habe. Und Morgen gehts dann wieder weiter.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Orthopäde 4.0

Ich solle doch mal zum Facharzt gehen, meinte die Frau von der Techniker, als ich sie auf die Verschreibung von Krankengymnastik ansprach, die wohl für meinen Hausarzt mehr und mehr zum Problem wurde. Okay, dann mach ich da mal einen Termin. Mir grauste bei dem Gedanken an Orthopäden, den Göttern in Weiß in ihren schneeweißen Lacoste-Polos, hatte ich bislang nur negative Erfahrungen mit ihnen, drei in Summe, gemacht. Irgendwo hier habe ich glaub ich auch schon mal einen Blog über meine letzte Erfahrung geschrieben. Es sollte also nicht die Letzte sein. Klar, mit zunehmendem Alter... ach lassen wir das...

Gestern rief ich also bei Orthopäden Nr. 4 in meiner Laufbahn an, dem, der von hier aus am nächsten zu erreichen ist und bei dem ich bereits vor einigen Jahren mal mit Tim war (meine Erinnerung war nicht die allerschlechteste, aber vielleicht sind die ja bei Kindern netter und nicht ganz so flott). Altbackene Gemeinschaftspraxis, großer (hoffentlich modernerer) OP-Bereich, viel los, aber was solls... Ich rechnete mit immensen Wartezeiten für den Termin, doch wie durch ein Wunder konnte ich bereits für den folgenden Tag um 8.30 Uhr einen bekommen. Wow, das war ja schon mal nicht schlecht!

Ein Locher aus der Nachkriegszeit zierte die Theke der Anmeldung, an der bestimmt 8 Leute standen und bedient bzw. verteilt wurden. Eingeteilt wurde in Therapie und Termin, ich stand also bei Termin an, während die Therpieleute auf diverse Kabinen verteilt wurden. Im Wartezimmer saßen bereits mindestens 10 Leute und ich richtete mich auf eine lange Wartezeit ein, wenn die alle hier für "Termin" waren. Schlag halb neun kam die Arzthelferin rein und rief mich und zwei weitere Patienten auf. Ups, geht ja doch unerwartet zeitig los. Ich durfte in Zimmer 1 von 3 Platz nehmen und warten. Knappe 15 Minuten später flog die Türe auf und der Generalstabsarzt Dr. F. betrat das Zimmer mit zwei Assistentinnen, die, wo sie auch zunächst standen, im Weg standen, wie es schein. Hektik machte sich kurz breit. Mit vor der Brust verschränkten Armen baute sich der ca. Mitte fünfzig Jährige, hochgeschossene Arzt vor mir auf (ich saß klein und verschüchtert auf der Behandlungsliege) und fragte kurz und knapp, was ich für Beschwerden habe. So schnell ich konnte schilderte ich mein akutestes Problem, die heftige Verspannung rechts zwischen Hals und Schulter mit Ausstrahlung in die Hand. Puh, geschafft.

Was dann kam, erinnerte mich an Dalli Dalli Klick. Er fragte, ich antwortete, er beugte, drehte und schob mich, redete und gab Anweisung, die die beiden Damen so gut es ging notierten. Er klopfte hier, er neigte mich da, ich sagte Aua oder geht nicht weiter, er gab Anweisung, sie notierten, er fand eine Blockade, gab mir Anweisungen von wegen Hände verschränken und in den Nacken, nach vorne beugen und schmiss sich dann kurz und heftig auf mich und meine Brustwirbel (immer schön locker bleiben!), bis es knackte, freute sich unmerklich ("Sehn'se, da war er") und dann war der Spuk innerhalb von sage und schreibe drei Minuten vorbei, als er meinte, wir machen dann jetzt mal ein Röntgenbild von ihrem Halswirbelbereich. Als ich meine Bluse wieder anzog, hatte ich nur das Krankengymnastikrezept vor Augen, weswegen ich da war und das ich unbedingt haben wollte. Die Meinung, die ich bislang von Orthopäden hatte, wurde wieder einmal bestätigt, ich glaube sogar, die Assistentinnen hatten ein wenig Angst vor ihm, und wenn ich ehrlich bin, ging es mir wohl ähnlich.

Kurz gewartet, dann geröngt, dann wieder gewartet und nochmal ins Behandlungszimmer mit dem Doktor, den Röntgenbildern und den eifrigen Assistentinnen mit dem verschreckten Blick. Wie ausgewechselt war der Arzt dann mit einem Mal, nahezu die Ruhe selbst. Entspannt und ruhig stand er an den Bildern und erklärte mir tatsächlich sehr verständlich, wo meine Probleme lagen (dass es gleich so viele waren, hatte ich nicht erwartet, dachte ich doch, es wäre eine rein muskuläre Sache!) Dass meine Halswirbelsäule schief war, konnte selbst ich als Laie sehen, wusste allerdings nicht, dass sie in die falsche Richtung schief ist, ok, also Problem Nr. 1. Problem Nr. 2, die Bandscheiben, die man nicht sehen kann, wo aber die "Flecken" zu eng beieinander stehen. Somit kann es ein Bandscheibenvorfall sein, muss es aber nicht. Hierfür wäre ein CT nötig, aber damit warten wir erstmal ab. Problem Nr. 3, die beginnende Arthrose, sehen sie hier, die Kreise, die nicht mehr rund genug sind. Ah ja. Es folgte die Beschreibung der Therapien, die wir nun versuchen: Strecken, Reizstrommassage und Krankengymnastik. In aller Ruhe erklärte er mir weiter, dass ich in schlimmen Fällen auch ruhig mal eine Ibuprofen-Kur machen kann, welche Dosis ich wie lange nehmen kann und so weiter. Zum Schluss vereinbarte ich noch die sechs Termine für die Streck-Strom-Behandlungen und ging mit meinem fünf Mal Krankengymnastikrezept nach Hause. Der ist ja geiziger als mein Hausarzt, von dem bekomme ich immerhin sechs Mal verschrieben, tsss. Aber ein Anfang ist gemacht und zur Not, gehe ich halt noch mal hin. Ich hab jetzt keine Angst mehr, eigentlich war er ja am Schluss sogar richtig nett.

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Derweil plagt mich immer noch ein Muskelkater von der Funktionsgymnastik. Aber das soll und wird mich nicht daran hindern, heute wieder zu laufen. Alles andere nimmt auch seinen Lauf; der Termin für den Klinikaufenthalt wurde mir inzwischen mitgeteilt, es ist tatsächlich erst Mitte Februar möglich, und auch die Kasse hat schon den Aufenthalt bewilligt. Alles regelt sich. Nur nicht die Frage, wie es danach weiter geht. Die beschäftigt mich leider mehr als mir lieb ist, auch wenn das jetzt echt blöd und kontraproduktiv ist. Aber was will ich machen!?

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Ach ja, und meine Haare sind auch endlich wieder ab! Kuckstu hier:


So langsam sehe ich endlich wieder aus, wie ich. Die Gruselfratze, vor der ich mich jedes Mal beim Anblick in den Spiegel noch bis vor wenigen Tagen nahezu erschreckt habe, ist langsam wieder verschwunden. Schon erstaunlich, wie sich ein Mensch so verändern kann und wie stark die Ausstrahlung tatsächlich vom Inneren abhängt... Zum Vergleich nochmal das Bild von vor sechs Wochen, einfach nur fertig und ausgelaugt. Krass.




Montag, 27. Oktober 2014

Funktionsgymnastik

Als ich heute beim Physio war und es etliche Male heftig Knacken musste, weil so viele Blockaden in meinem Rücken waren, habe ich den Entschluss gefasst, mich einer Gruppe anzuschließen. Ich musste ja leider schon häufiger feststellen, dass mir doch die Disziplin fehlt, regelmäßig Übungen zur Stabilisation und Kräftigung zu Hause zu machen - die Betonung liegt auf regelmäßig. Da es ja mit Laufen alleine nicht getan ist, hatte ich mir seinerzeit wirklich schon gewünscht, dass mein damaliger Physiotherapeut ein derartiges Koordinations- und Krafttraining anbieten würde. Hat er aber nicht. Nun bin ich ja ohnehin in einer anderen Praxis und siehe da, die bietet jede Menge Kurse an. So zum Beispiel "Funktionsgymnastik". Das erschien mir für meine Bedürfnisse genau das richtige, also bin ich heute zur Schnupperstunde dahin gejoggt. Die wartenden Damen ließen befürchten, dass es mehr ein Kaffeekränzchen werden würde, die waren bis auf eine, die auch erstmalig schnupperte wie ich, alle deutlich jenseits der 60 - und da waren sie wieder, meine so geschätzten grauen Füchse ;-)...

Aber weit gefehlt! Christine, die Frau vom Inhaber der Praxis, gab von der ersten Minute an richtig Gas, ich war völlig erstaunt, was sie den Ladies so abverlangte. Es gab zwar keine Musik, was ich ein wenig bedauerte, aber wenigstens zählte sie für uns. Da mein Stoffwechsel inzwischen ja wieder wunderbar funktioniert, schwitzte ich nach einer viertel Stunde schon wie Bolle. Das war mir echt peinlich, hatte ich auch kein Handtuch dabei, da ich a) dahin gelaufen war und b) in keiner Weise mit einer solchen Intensität der Stunde gerechnet hätte. Die Fuchsdamen beschwerten sich auch lautstark und meinten, dass es nur so heftig sei, weil zwei Neue dabei wären - allgemeines Zugestimme und Gelächter. Die Stunde hatte es wirklich in sich und ich weiß jetzt schon, dass ich Morgen Muskelkater haben werde. Nächste Woche werde ich auf jeden Fall wieder mit machen; für 6 Euro (volle Stunde) kann man es nicht selbst machen! Ab dem 17.11. fange ich dann  mit der Rückenschule in der Praxis an. Das ist ein Präventivkurs, der zu 80 % von der Kasse erstattet wird, dauert 90 Minuten à 10 Einheiten, kostet 90 Euro, und wird ebenfalls von Christine gemacht. Sie meinte schon, dass ich nicht beides nacheinander machen könnte, das wäre zu viel. Keine Frage!

Nassgeschwitzt joggte ich dann entlang der holländischen Grenze zurück, einen Teil meiner sonstigen beleuchteten Winter-Dunkel-Strecke an der Bahn entlang - ich mag die triste Strecke, die Dirk hingegen sehr grausig findet. Mein erster Dunkellauf also in diesem Jahr. Schön wars! Nun fehlen mir noch 7 Kilometer, bis ich meinen totally high score ever von 151 km aus 2009 getoppt habe. Ich glaube, das schaffe ich noch bis Freitag :-)


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Nichts tun können und nichts tun müssen

Der gestrige Tag war kein guter Tag; ich bin schon mit Kopfschmerzen und kurzatmig wach geworden, fühlte mich seltsam verkatert, obwohl ich keinen Tropfen getrunken hatte. Um 11 Uhr hatte ich dann den Termin bei der Therapeutin, es gab einiges an Bürokratie zu erledigen, der Antrag für die Klinik musste raus, sowie die Unterlagen für die Krankenkasse bezüglich des Krankengeldes. Der Termin wurde demnach wieder recht emotional und die schlechte Stimmung verstärkte sich (allerdings wurde sie kurzzeitig durch die Postkarte einer lieben Kollegin aus der Schule aufgehellt!). Was mir dann immer hilft, ist erst mal eine Runde schlafen. Seltsamerweise bin ich auch wieder müder als sonst.

Um den Kopf halbwegs wieder frei zu bekommen, fuhr ich gegen 16 Uhr in den Wald, um meine altbewährte Runde dort zu walken. Nach den 33 Kilometern auf dem Ergometer am Vortag wollte ich nicht laufen und hatte eh das Gefühl, mich mal wieder ein wenig entschleunigen zu müssen. Das Wetter war  von sonnig bis Regen, ein bisschen Wind und um die 10 Grad, also genau richtig. So richtig auf der Höhe fühlte ich mich auch an der frischen Luft nicht, irgendwie gefühlt auf 70 Prozent nur, was sich auch danach nicht änderte.

Die darauf folgende Nacht war ebenfalls nicht berauschend. Gefühlt war ich bis halb drei wach, musste zweimal zur Toilette und fand erst gegen Morgen richtig in den Schlaf. Nach Kaffee, Müsli und Internet rappelte ich mich um 12 Uhr auf zum Laufen. Auf dem Schirm hatte ich 10 Kilometer. Es lief unerwartet gut. Scheinbar ist die Variante mit Fahrrad und Nordic Walken eine gute Kombination für mich. So wurden es 12 Kilometer bei herrlichem Herbstwetter ohne Sonne. In diesem Monat bin ich inzwischen auf 124 Lauf-Kilometer gekommen, ich glaube, so viel hatte ich noch nie in einem Monat, ohne es genau zu wissen.

Ich war gerade gut zu Hause, da klingelt das Telefon. Die Klinik aus Lahnstein! Wow, das ging ja wirklich schnell. Gestern erst die Unterlagen verschickt, heute schon ein Anruf. Es gab noch diverse Fragen zu klären und am Ende meinte die sehr nette Dame, dass ich vermutlich in der kommenden Woche den Termin in der Post haben werde. Na da bin ich ja mal gespannt, wie lange ich nun warten muss. Es hieß mal, die haben Wartezeiten von 14 - 16 Wochen.

Inzwischen weiß ich, dass meine schlechte Stimmung wohl hauptsächlich daran lag, dass ich im Augenblick nicht den blassesten Schimmer habe, wie es beruflich bei mir weitergehen kann. Das ist eine ganz schwierige Situation für einen bislang so pflichtbewussten Kontrollfreak wie mich. Aber gut, kommt Zeit, kommt auch wieder Klarheit, ich kann nichts tun, als abwarten. Im Moment muss ich erstmal wieder stabiler werden. Die tägliche Bewegung ist ein gutes Mittel, sich nicht vollends hängen zu lassen. Sie ist der einzige Punkt auf meiner täglichen to-do-Liste. Ich merke nämlich, dass ich auf dem besten Weg bin, in eine gewisse Lethargie zu verfallen. Ich verschiebe Termine, hab keine Lust auf Kommunikation oder Gesellschaft und bin einfach nur froh, wenn ich meine Ruhe habe. Aber vermutlich ist es genau das, was ich im Moment auch brauche: Ruhe und Zeit für mich, nicht funktionieren müssen, da sitzen und einfach mal nichts tun. Keine Musik, kein Buch, kein Internet, einfach nur der Raum und ich und meine Gedanken. Das geht tatsächlich ;-)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Fleischeslust!?!

Seit ich denken kann, bin ich ein absoluter Fleischfan. Mit einem Schnitzel konnte man mich schon als Kind glücklicher machen, als mit einer Portion Pommes - okay, der Idealfall war beides zusammen ;-). In meiner Kindheit spielten Tiere eine mehr oder weniger große Rolle. Sehr früh schon hatte ich, wie es damals noch üblicher war als heute, ein Kaninchen. Mein Herz schlug aber immer für einen Hund, doch den durfte ich nie haben. Stattdessen bekam ich Wellensittiche, dann sogar einen Papagei (wie langweilig!), später dann ein Pferd (in Kombination mit einem neuen, super süßen Zwergkaninchen, das zunächst mit im Stall lebte, dann aber bei Oma und Opa landete, wie der Papagei übrigens auch), dann die erste Katze, und als Jugendliche auch noch ein Meerschweinchen. Zu Tieren hab ich also noch heute einen besonderen Draht, ganz speziell zu Pferden und Katzen. Dass ich mein erstes Kaninchen damals aufgegessen habe, ohne es zu wissen, hatte zur Folge, dass ich, seit ich es dann wusste, kein Kaninchenfleisch mehr gegessen habe. Gut, einmal habe ich auch ein Stück Sauerbraten vom Pferd probiert, aber nur um fest zu stellen, dass er genau so schmeckt, wie der andere Sauerbraten auch, also brauch ich den nicht unbedingt vom Pferd zu essen (dieses Pferd kannte ich ja auch nicht). Als meine erste Katze damals überfahren wurde, war ich zwei Wochen krank.

Scheinbar macht es doch einen großen Unterschied, ob man ein Tier vor dem Schlachten kennt oder nicht. Würde ich alle Puten, Hähnchen, Schweine und Kühe mal gestreichelt haben, ihre Augen gesehen haben, würde ich vermutlich kein Fleisch mehr essen. Seit längerem mache ich mir schon Gedanken um meinen aktuellen Fleischkonsum. Ist es uns im Sommer noch gelungen, das Grillfleisch vom Metzger zu kaufen, so verfalle ich nun wieder in meine alte Gewohnheit, auch beim Rewe, Edeka oder auch mal im Lidl oder Aldi zuzugreifen. Schwein essen wir kaum noch, dafür umso mehr Hähnchen und Pute, Dirk auch gerne mal ein Steak, aber mein Ding ist das nicht unbedingt. Es ist eindeutig die Bequemlichkeit, für das Fleisch nicht extra noch in einen anderen Laden oder zum Bauern fahren zu müssen, gehe ich schließlich ohnehin schon sehr ungerne einkaufen.

Ich erinnere mich gerade, dass ich einmal in einem Wartezimmer in Tränen ausgebrochen bin, als ich den Bericht im Stern über die in China an einem Seil angebundenen Hunde, die mit einem Stock zu Tode geprügelt werden, damit das Fleisch zarter wird, gelesen habe. Auch gestern musste ich wieder weinen, als ich bei 37 Grad im ZDF gelandet bin, wo es um die Massentierhaltung und Mastfarmen in Deutschland ging. Wer den Bericht sehen möchte, findet ihn hier. Ich hatte schon mit üblen Alpträumen gerechnet, doch die kommen vermutlich erst zeitversetzt, also diese oder nächste Nacht. Es ist unfassbar, was der Mensch dem Tier antut.

Da ich mich ohnehin gerade sehr intensiv mit meiner Ernährung beschäftige, muss ich wohl nun auch wieder vermehrt in Richtung Fleischverzehr denken. Zum Müsliesser bin ich ja schon geworden, vielleicht werde ich jetzt auch noch Vegetarier. Nein, vegan kommt für mich überhaupt nicht in Frage, das ist mir einfach zu extrem. Eier, Käse und Quark brauche ich schon allein wegen des Eiweißes. Puh, ganz schön schwierig. Sicher schreien jetzt die Veganer auf, es geht auch ohne, aber ich möchte mich nicht derart einschränken.

Wenn ich an die Mastputen von gestern denke, wird mir wieder schlecht...

Montag, 20. Oktober 2014

Wieder im Lande

Das Schönste am Laufen auf Mallorca ist, dass einem keine Tierchen in die Augen oder den Mund fliegen, so, wie eben bereits auf dem ersten Kilometer hier passiert, arrrrrgggghhhhh.

Nach meinem Lauf am Samstag, der vom Ballermann 1 bis Palma Hafen ging, waren meine Beine, vermutlich auch wegen des Reisetags gestern, ziemlich schwer. Immerhin bin ich auch auf 42,7 Wochenkilometer gekommen, die 3,5 km auf dem Laufband nicht mitgezählt. Zum Glück ließ die Schwere nach der Hälfte der Strecke dann wieder nach, so dass es sogar noch zu einer kleinen, unerwarteten Endbeschleunigung auf meiner Standardrunde kam. Hatte  ich zuvor recht wenig Lust, war ich danach doch ganz happy über die Bewegung und die frische Luft. Ab Morgen soll das Wetter ja recht übel werden, aber das soll mich nicht stören. Nach den nochmal unerwarteten 32 Grad auf der Insel freue ich mich jetzt umso mehr auf das Schmuddelwetter und die bevorstehende Jackenzeit.

Ansonsten gibts wenig Neues zu berichten; der Urlaub war sehr schön, sehr aktiv und sehr lecker (ja, auch konsequent, was die Ernährung betrifft), wir haben wieder ganz andere, neue und beeindruckende Facetten der Insel kennen gelernt, die sie für uns so schön macht. Die Auszeit hat mir sehr gut getan, aber leider sind meine Schlafstörungen immer noch akut und die Verspannung im Nacken ist auch wieder schlimmer geworden. Zum Glück darf ich Morgen wieder zum Physio, der wirds hoffentlich ein bisschen richten. Pünktlich mit Ablauf der sechs Wochen Frist hat sich auch bereits die Krankenkasse bei  mir gemeldet. Mal sehen, wie es weiter geht. Neben etlichen Unterlagen werden sie mir auch eine Muskel-Entspannungs-CD mit schicken, is doch nett, oder :-)

Dienstag, 14. Oktober 2014

Glücksmomente Teil II - Mein Lauf in Palma

Den ganzen Tag schon freute ich mich auf den Lauf, obwohl der Wind zunehmend heftiger wurde. Unser Mittagessen (für ausreichend Energie) nahmen wir wieder im Restaurant auf der "kleinen Insel" ein, diesmal jedoch ohne Rosé, aber wieder mit den bereits genannten Köstlichkeiten - daran könnte ich mich wirklich gewöhnen. (Dass ich einmal Blauschimmel- oder Ziegenkäse essen würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Bis zu meinem 45. Lebensjahr bin ich nicht über Adler-Sahne und Goudakäse hinaus gekommen, hat mir einfach nicht die Bohne geschmeckt.)



Kurz vor 18 Uhr starteten wir bei sehr heftigem Wind an der Promenade in Portixol, wo wir im Sommer noch das WM-Endspiel in der Eisdiele von Richard geschaut haben. Dieser hervorragend ausgebaute Weg erstreckt sich vom Ballermann bis nach Palma, Hier findet sich ein separater Weg für Radfahrer in beide Richtungen, dazu noch genügend Platz für Läufer oder Skater sowie für Nordic Walker und Spaziergänger, das alles unmittelbar am Meer entlang, in Summe ca. 16 Kilometer lang, der absolute Wahnsinn.. Es sollte bei mir nochmal ein 10er werden, entlang der Kathedrale und des Hafens, ein wahres Läuferhighlight. Der Wind, der am Anfang noch gut bremste, hatte den Vorteil, dass man sich rundum klimatisiert fühlte und in der Tat wenig schwitzte. Als dann in der Innenstadt der Wind nach ließ, lief es richtig schön rund und wie man an den einzelnen Kilometern sieht, war ich am Ende regelrecht beflügelt von dieser wunderschönen Sonnenuntergangsstimmung. Ziemlich euphorisiert stoppte ich den letzten meiner 10 Kilometer exakt vor dem Hotel Costa Azul ab, wo wir im Sommer eines unserer Quartiere bezogen hatten und wo Dirk mich wenig später wieder mit dem Auto einlud. Der war nämlich diesmal in die andere Richtung gelaufen, weil er meine Strecke schon kannte. Das steht mir am Wochenende noch bevor und ich freue mich jetzt schon darauf.






Man merkte an den Menschen, die in der Stadt unterwegs waren deutlich, dass der Marathon in Palma vor der Türe steht, wo Dirk am Sonntag für den Halbmarathon gemeldet ist. Ansonsten wimmelt es nämlich bereits allerorts von Rentnern (die grauen Füchse, wie ich sie immer nenne), aber hier war die Laufschuhfraktion doch deutlich in der Überzahl.

Unsere erste Etappe dieses Urlaubs haben wir heute Morgen verlassen und sind nun in Cala Millor im Eurotel Punta Rotja eingecheckt. Pünktlich mit der Ankunft in diesem sehr schicken Hotel mit ausgesprochen geilem Meerblick fing es an zu regnen - sehr gemütlich! Eine gute Gelegenheit, den Spa- und Fitnessbereich auch zu nutzen.

Samstag, 11. Oktober 2014

Back on the island - Glücksmomente

Camp de Mar, dahin hat es uns diesmal für die ersten drei Tage unserer Mallorca-Tour verschlagen. Angereist nach  Brüssel bereits am Vorabend, was sich als überaus praktisch erwies, landeten wir um 11.30 Uhr auf Palma, 25 Grad und ein paar dekorative Wölkchen am Himmel. Fix bei Enterprise das Mietauto abgeholt und auf Richtung Andratx. Eine weitere, wunderschöne Facette von Mallorca zeigte sich uns, wenn auch leider zum Laufen etwas zu hügelig (für mich zumindest). Daher gings heute Morgen dann für 3,5 km ins Gym des Hotels, na wenns schon mal da ist, warum nicht nutzen?! Um einmal den Puls auf Touren und den Schweiß zum Fließen zu bringen reichten die dreieinhalb Kilometerchen vor dem Frühstück vollends aus - man solls ja nicht übertreiben. Bis auf die Ausnahme mit dem Brot, klappt es soweit optimopti mit der weiterhin gesunden low carb Ernährung. Essen kann so herrlich sein; seit ich den Stoffwechsel umgestellt habe, schmeckt alles viel intensiver und besser (Almased hat den Wechsel wirklich erleichtert), heute morgen hab ich mich buchstäblich aufs Obst gestürzt, Dirk hatte seine helle Freude daran.

Wie haben wir uns gestern darauf gefreut:
i
Käse, Schinken, Aioli mit Brot (ausnahmsweise) und Oliven, dazu ein kühler Rose -
das war unser (11.) Hochzeitstagsessen, köstlich, 
wohl vor allem wegen dem Drumherum...
... denn das Restaurant lag auf dieser kleinen "Insel"
Danach musste wir wohl erstmal eine Siesta halten, 
der Alkohol am Mittag hat uns echt umgehauen ;-)

Da es auch in der Nacht in Brüssel mit dem Schlafen nicht geklappt hat und ich inzwischen ein bisschen schon wie ein Gespenst aussehe, hab ich es gestern Abend dann doch mit der Tablette versucht. Schlafmangel kann einen echt fertig machen. Aber zum Glück hat das Ding geholfen und ich fühlte mich heute schon etwas besser. Traurig, dass man zu solchen Mitteln greifen muss,  aber wenns nicht anders geht, dann muss es eben mal sein. Ich hoffe doch, dass sich das bald wieder von selbst regelt!

Heute war es ziemlich warm bis zum Nachmittag, so dass wir statt der kleinen angedachten Wanderung nur einen lockeren Spaziergang über den schönen traditionellen Markt von Paguera gemacht haben. Unser Hotel, da H10, ist übrigens ein Paradies für einen Kaffeejunkie wie mich. Auf dem Zimmer gibts täglich pro Nase 2 Kaffeekapseln und beim Frühstück Nespresso bis zum Abwinken... hm... das lass ich mir gefallen...

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Nachdenklich

Nachdem ich die ganze Nacht gefühlt keine Minute geschlafen habe, kam der anstehende Arztbesuch heute genau richtig. Von Panikattacken war da die Rede, wenn es sich anfühlt, als krabbeln Tiere auf der Haut herum, sogar unter der Bettdecke. Und ja, das passt gerade ins Bild. Ups. Da ich nun schon vier Wochen aus dem Verkehr gezogen bin, dachte ich eigentlich, es müsse doch langsam besser werden. Mit Schlafstörungen habe ich schon länger zu tun, aber in dieser recht heftigen Ausführung bislang noch nicht. Dass es mir noch nicht gut geht, war klar, aber dass es in dem Punkt auch noch schlimmer wird, das macht mich jetzt wirklich nachdenklich. Scheinbar bin ich wohl doch kranker, als mein Verstand zunächst akzeptieren will. Gut, dass wir das mit der Kur jetzt in die Wege geleitet haben, nun heißt es erst mal abwarten. Das mir verschriebene Schlafmittel werde ich in jedem Fall versuchen, es soll relativ harmlos sein und ich habe jetzt schon zu lange zu schlecht geschlafen. Und ich dachte wirklich, mit täglicher Bewegung und frischer Luft würde ich das schon wieder hin kriegen... Apropos, der Zeh ist wieder soweit ok, daher gehts jetzt noch mal raus, bevor es heute Abend in den Urlaub geht ;-)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

1. Wiegetag ohne Almased

26 Tage ohne Alkohol, 26 Tage ohne Industriezucker, 24 Tage Sport/Bewegung, das Ergebnis sind minus 4,5 Kilo.

Da ich ja bereits vor einer Woche schon mit dem Almased aufgehört habe, weil ich keine Kraft fürs Laufen hatte und mit einer normalen, gesunden Ernährung weitergemacht habe, ging mein Gewicht direkt erstmal wieder zwei Kilo rauf, bis auf 77,3. Auch wollte ich  mich ja nicht mehr täglich wiegen, so dass ich nun den Mittwoch als Wiegetag nehme. Heute Morgen war es dann soweit, ich war sehr gespannt. Und siehe da, es wurde mir eine 75,2 kg angezeigt! Aber nicht nur auf der Waage ist es zu sehen. Der tägliche Sport hat meine Figur schon deutlich verändert und ich fühle mich richtig gut damit. Leider muckt mein rechter dicker Zeh aber seit gestern ein wenig, scheint eine kleine Entzündung am Nagelbett zu sein, so dass ich das Laufen heute wohl sein lassen werde und stattdessen auf den Radergometer steige; ein bisschen Abwechslung tut ja auch  mal gut, obwohl ich die Läufe in diesem Herbstwetter so sehr liebe.

Gerade habe ich wieder mein leckeres Müsli gegessen, ich habe wohl einen neuen Frühstücksfavoriten wie es aussieht. Am Sonntag gab es für mich nach drei Wochen nochmal ein Brötchen zum Frühstück, Roggen versteht sich. Ich habe tatsächlich Sodbrennen davon bekommen und wirklich gut geschmeckt hat es mir auch nicht. Aber der leckere Kirsch-Fruchtaufstrich hat es dann wieder raus geholt, der schmeckte genau so, wie die selbstgemachte Kirschmarmelade meiner Oma von früher! Diese Fruchtaufstriche (bei Rewe entdeckt) sind eine tolle Alternative zur Marmelade, da sehr viel Frucht und maximal nur Rohrzucker drin ist, schmeckt ganz anders, viel besser, wie ich finde. Das gesunde Ernähren macht mir richtig Spaß und ich merke auch, dass sich meine Geschmacksnerven verändert haben. Es scheint wirklich so, als genieße ich das Essen viel mehr und schmecke mehr heraus, was an Zutaten dabei ist. Schon interessant.

Allerdings steht nun nochmal 10 Tage  Mallorca vor der Türe und ich bin schon gespannt, wie es dort mit meiner gesunden Ernährung weiter gehen wird. Eigentlich dürfte das überhaupt kein Problem sein. Nur das mit dem Alkohol wird schwierig, denn Mallorca ohne Wein, das geht nicht.

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Was früher mal die Zigarette danach war, ist heute die Dusche danach ;-). Herrlich! 60 Minuten, 32 Kilometer und jede Menge Schweiß:




Dienstag, 7. Oktober 2014

Mein Bircher-Müsli-Rezept

Denn weils gerade so lecker ist, dachte ich mir, teile ich mal dieses Rezept mit Euch. Es ist mein zweiter, wieder leckerer Versuch, ein Bircher-Müsli selbst zu machen:

Die von mir genutzten Mengenangaben für 1 Portion a 330 Gramm, entsprechen lt. FDDB ca. 550 kcal: Im Einzelnen 10 gr Ballaststoffe, 17 gr Fett, 71 gr KH (davon 36 gr Zucker*) und 15 gr Eiweiß. *aus Agavendicksaft und Fruchtzucker

Selbstverständlich kann man hier bei Bedarf Honig oder Stevia nehmen (oder auch komplett weg lassen), die Früchte und Nüsse kann man ebenfalls variieren. Meine Version gefällt mir in dieser Form jedoch schon äußerst gut und schmeckt wegen des Zimts winterlich lecker.

Die Nährwertangaben klingen erstmal recht hoch, aber für einen guten und sättigenden Start in den Tag ist das wirklich ideal und man muss bedenken, es sind nur gesunde, natürliche Zutaten darin. Das entspricht übrigens 27 % des täglichen Tagesbedarfs für den Energieverbrauch einer Person, die 2000 kcal benötigt. Da ich mich den Rest des Tages weiterhin möglichst low carb ernähre, ist das ein guter Anteil der Kohlenhydrate, die ich essen darf und wegen des Sports auch möchte und muss, also lasse ich mich von den 550 kcal auch gar nicht beeindrucken. Lässt man die Walnüsse weg, hat man gleich 60 kcal. (und wohl auch gesundes Fett) weniger. An der Stelle mal eben ein Vergleich: Ein mittelgroßes Weizenbrötchen von 58 gr hat zwar auch nur 146 kcal. Da ist allerdings auch noch nichts drauf und es hält garantiert nicht so lange satt (und gesünder ist es bei weitem nicht). Aber zurück zu meiner 330 Gramm Portion Müsli...

Und so hab ichs gemacht:

50 gr. kernige Vollkorn-Haferflocken in 
100 gr. fettarmer Milch und 
30 gr. fettarmen Joghurt über Nacht mit
15 gr. Cranberries (getrocknet)
10 gr. Walnüssen und 
10 gr. Haselnüssen klein zerhackt in den Kühlschrank gesetzt.
Gesüßt habe ich das Ganze mit 15 gr. Agavendicksaft und zum Schluss eine gute Prise Zimt drüber gestreut. (Zimt hat eine Blutzuckerspiegel regulierende und wärmende Eigenschaft.)

Heute Morgen hab ich dann noch ca. 50 gr. Apfel und 50 gr. Birne rein geschnippelt, was man sicher auch direkt am Abend mit beifügen kann. Die Konsistenz des Müslis war somit noch bissfest, aber nicht hart. Bei Instantflocken klappt das leider nicht so schön, die ergeben eher einen fast schleimigen Breiklumpatsch, der zwar auch lecker ist, aber nicht ganz so appetitlich ausschaut. Bei Instantflocken ist ein Ansetzen über Nacht daher nicht nötig. 

Vielleicht habt Ihr ja nun Lust bekommen, es auch  mal zu probieren. Ich bin sicher, es wird Euch ebenfalls gut schmecken und satt machen.

Gleich werde ich nochmal meine Runde durch Merkstein und Übach laufen, da, wo ich früher häufiger mit dem Lauftreff unterwegs war. Die Runde ist ein schöner Mix aus Feld und Wald, darauf habe ich heute richtig Lust. Dies wird dann mein 8. Lauf in Folge; ich bin einfach nur erstaunt, wie gut meine Beine, wie auch der Rest meines Körpers, das mit machen.





Sonntag, 5. Oktober 2014

Endlich mein Wetter!

Den 6. Lauf in Folge gab es heute zur Abwechslung nochmal in Maasmechelen. Nachdem es die ganze Woche über sonnig und warm war, gabs heute, passend zum verkaufsoffenen Oktoberfest in Herzogenrath, nieseliges Herbstwetter vom Allerfeinsten - genau mein Ding (auch wenns kaum jemand nachvollziehen kann). Bei 12 Grad ging es über den Deich an der Maas entlang, wo an einigen Stellen mächtig gebuddelt und gebaggert wird zwecks Hochwasserschutz.

Wie immer war die Landschaft ein Traum, die feuchte Kühle war für mich das Tüpfelchen auf dem i und verlieh mir eine besondere Leichtigkeit, auch wenn die Beine zu Beginn etwas schwer waren. Nach einer Pippipause, einmal Schuhe loser schnüren und die Jacke ausziehen, lief es dann ab Kilometer fünf endlich rund. Statt der geplanten 10 Kilometer wurden es dann aber aus Zeitgründen nur 9, aber das war auch okay. Damit schließe ich die Woche mit 47 Laufkilometern und 8,4 Walkingkilometern ab. Diesen Wochenumfang habe ich noch nie gelaufen. Ich bin total erstaunt, wie gut es mir geht und das spornt mich an, solange ich weiter nicht arbeiten muss, möglichst jeden Tag meine Runde zu laufen (alternativ auch ruhig mal wieder walken). Es macht einfach wieder richtig Spaß und ich merke, wie gut es mir (und meinem Kopf) tut. Vor allem jetzt, wo mein ganz persönliches Wohlfühlwetter da ist. Dass ich ansonsten immer noch nicht wieder auf der Höhe bin, merke ich an diversen Kleinigkeiten, die mich sofort stressen. Auch mein Schlaf ist noch nicht so, wie ich es gerne hätte; ich habe immer wieder längere Wach-Phasen und finde erst am Morgen in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Aber auch hier wirkt sich die viele frische Luft und die Bewegung in derselben sicher weiterhin positiv aus.

In Anbetracht unserer Urlaubspläne fürs kommende Jahr, gibts heute mal keinen Tatort, (der wurde ohnehin bereits im Vorfeld verrissen), sondern einen Ausflug nach Schottland.

Euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.


Freitag, 3. Oktober 2014

Kleines Runnershigh?

Wow, gerade komme ich von meinem 4. Lauf in Folge in dieser Woche (Danke Mike  Kleiß für die Motivation!) und dieser war mit Abstand der leichteste von den Vieren (10, 7, 6). Abermals wurden es 10 km bei herrlicher Oktobersonne, auch wenns immer noch zu warm für mich war, ist es dennoch super gelaufen. Auf den ersten drei Kilometern war es zwar wie immer etwas zäh, die Unterschenkel zwackten ein wenig, aber dort gehts ja auch immer tendenziell bergan. Danach bin ich dann glücklicherweise im flow und merke kaum, dass ich laufe, so muss es sein.

Ich war sogar so im flow, dass ich erst, als ich schon an ihr vorbei war, bemerkte, dass eine Autofahrerin mich nach dem Weg fragen wollte. Ich bin einfach weiter gelaufen und hab in mich rein gegrinst, wie frech, Marion! Wer kommt auch auf die Idee, einen laufenden Menschen zu stoppen und nach dem Weg zu fragen!? Und die hatte noch nicht mal ein fremdes Kennzeichen, tsss ;-).

Heute war ich nochmal mit Musik unterwegs. Obs daran lag? Nein, ich vermute viel mehr, dass es an den Kohlenhydraten lag, die ich wieder in Form von 2 Vollkorntoast und Fruchtaufstrich sowie Gemüse und Salat sowie jede Menge Quark (hier mit Banane) zu mir nehme. Ohne Sprit läuft der Motor nun mal nicht und es kommt immer noch auf die Art der Kohlenhydrate an. Ich bin gerade richtig happy, alles passt, alles läuft. Ich bin geneigt, von einem kleinen Runnershigh zu sprechen. 33 Kilometer gelaufen und 8 Kilometer gewalkt, das ist doch eine schöne Wochenbilanz. Und die ist noch nicht mal um...

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Ein halber Monat

Am 15.09.2014 habe ich mit Almased mit 80 Kilo angefangen, heute ist ein halber Monat um. In diesen 17 Tagen habe ich 15 x Sport gemacht, sofern man Nordic Walken dazu zählen mag. Auf 97 Kilometer hab ich es gebracht, davon 38 km gelaufen, die heutigen 7 Kilometer nicht eingerechnet.

"Leider" war die Waage heute wieder launisch, so dass ich erneut eine 76,6 drauf stehen hatte, wo gestern noch eine 75,4 zu sehen war. Aber ich weiß auch, warum. Denn ich habe gestern, nach dem  Akku-leer-Lauf einiges mehr gegessen, als im üblichen Rahmen, wenn auch alles top gesund (mageren Quark, Joghurt, 1/2 Apfel, obwohl Obst eigentlich in Phase 2 tabu ist.). Außerdem habe ich auch wieder mehr getrunken, so dass mich diese Schwankung heute wirklich nicht juckt. Ich muss gelassener damit umgehen, wenn es mal stagniert oder schwankt, denn ich weiß ja genau, dass ich weiterhin alles richtig mache und der Körper vermutlich gerade nur in einer "Umverteilung" ist. Dummerweise hab ich es versäumt, mich zu Beginn des Abnehmens zu vermessen, denn das soll eigentlich aussagekräftiger sein, als wiegen. Fakt ist, ich fühle mich schon wieder deutlich wohler in meiner Haut.

Bislang habe ich bei jedem Versuch, abzunehmen, ein kleines Wunder erwartet und das möglichst innerhalb von drei Wochen. Aber die Zauberformel heißt wohl vielmehr standhaft bleiben, durchhalten. Und im Augenblick macht es sogar richtig Spaß. Überhaupt kommt der Spaß gerade zurück in mein Leben. Ich bin so dankbar für das, was ich gerade erleben darf, es fühlt sich an, wie ein Aufbruch in ein neues Leben. Dass man dafür fast erst zusammenbrechen muss, ist zwar nicht so schön, aber es gibt wohl Menschen, und dazu zähle ich scheinbar, die brauchen es auf die harte Tour. Ab jetzt wird nicht mehr nur funktioniert, ab jetzt wird gelebt, jetzt kümmere ich mich um mich und das fängt mit der Bewegung und der Ernährung an. 17 Tage kein Zucker, 17 Tage kein Alkohol, gut so! Und ich vermisse nichts. Schwer ist es nur ab und an, wenn Dirk mir etwas vorisst, was dann auch noch so lecker riecht, wie neulich der Döner. Aber ich weiß ja, dass ich den auch irgendwann wieder essen kann und vermutlich auch werde, daher genieße ich meine tägliche Portion Gemüse mit magerem Fleisch, Fisch oder Salat und komme sogar auf den Quark und Joghurt-Geschmack, sogar auf das Obst freue ich mich (im bevorstehenden Urlaub wird etwas anders gegessen, da wird quasi eine Almased-Pause gemacht).

So, gleich gibts erst ein Omelett, dann einen Quark-Joghurt-Drink mit 20 gr. Cranberries, 3 Walnüssen und dem Saft einer Zitrone, gesüsst mit Agavendicksaft), köstlich und low carb. Heute morgen, vor dem Lauf, gabs den ersten kleinen Vollkorntoast nach 17 Tagen, mit Philadelphia Balance und einem Teelöffel Kirsch-Fruchtaufstrich (natürlich gabs dabei kein Almased). Es gibt schon gewiss genügend Alternativen, wenn man nur danach sucht und mir macht es im Moment wirklich Spaß, mit dem Essen zu experimentieren, neues auszuprobieren, (wobei ich oft denke, dass unsere Küche definitiv zu klein ist ;-)).

Also, weiter gehts, hochmotiviert! Wenn jetzt nur das Wetter mal endlich kühler würde... ;-)


Dienstag, 30. September 2014

Reine Willenskraft und 75,4 / Tag 16 mit Almased

Die Waage war heute endlich wieder gnädig, nachdem sie mir fünf lange Tage lang die 76 plus und wieder minus 400 Gramm angezeigt hatte, so stand dort endlich die langersehnte 75 vorne, dann noch die 4 hinterm Komma, geht klar. Yes, der erste Meilenstein ist greifbar = Motivation zum Laufen und da ich gestern mit und wegen Tim nicht zu meiner Sporteinheit gekommen bin, durfte es heute wieder etwas mehr sein. Die 10 Kilometer standen daher auf meinem nicht vorhandenen Plan. Es ging auch ganz gut los, so dass der erste KM mit einer 6:52 doch etwas schnell war. Aber dann kam der erste größere "Hügel" und ich merkte schon, wie die Kräfte nachließen. Das Wetter war mit 17 Grad immer noch zu mild für mich, doch ich versuchte die Herbstluft zu genießen, so gut es ging. Bei KM 6 merkte ich dann doch, dass die Körner futsch waren und ich eigentlich nicht mehr konnte. Aber dann erinnerte ich mich wieder an mein Mantra und lief langsam weiter. Ich wusste, dass ich es schaffen würde. Selten hab ich das Piepsen meiner Uhr so herbei gesehnt wie heute. Als sie dann endlich nach einer Stunde und 15 Minuten die 10 anzeigte, drückte ich heilfroh die Uhr ab und blieb endlich stehen, ausser Atem und kraftlos.

Zu Hause angekommen war mir klar, dass es unmöglich funktioniert, nur mit einem Almasedshake mehr als 5 Kilometer zu laufen. Nordic Walken ist da was anderes, doch beim Laufen gehts nicht, zumal ja auch am Abend zuvor keine Kohlenhydrate zugeführt werden. Zunächst trank ich mein Magnesium-Basica-Gemisch und noch ein Glas Wasser hinterher. Dann machte ich mir schnell einen Quark mit 100 % Fruchtsmoothie und einen halben Apfel. Und sofort gings mir besser. Beim nächsten Mal, was vermutlich schon morgen sein wird, versuche ich mal eine halbe Banane in den Shake zu mischen.

Ich bin weiterhin enorm motiviert und denke immer noch, dass es für mich der richtige Weg ist!

Donnerstag, 25. September 2014

Diesmal ist es anders

Es ist ein Gefühl, etwas stärker und selbstbewusster als sonst, das mir sagt, dass ich es diesmal schaffe. Heute Morgen zeigte die Waage 76,0 an und das motiviert ungemein, vier Kilo sind jetzt weg und das in 11 Tagen. Almased scheint für mich genau der richtige Weg zu sein, ich komme sehr gut damit klar, nur einmal am Tag eine gesunde low carb Mahlzeit zu essen, bis ich wirklich satt bin. Gestern ist es sogar passiert, dass ich meinen Guten-Abend-Drink gar nicht getrunken habe, weil ich einfach Null Hunger hatte und da war es auch schon viel zu spät. Ich bin so froh, mal aus diesem Zuckerdunstkreis heraus gekommen zu sein und ich hoffe und bete, dass dies noch möglichst lange so bleibt. Ich bin von Kind an mit Süssigkeiten überhäuft worden, später obendrein noch ein fast-food-junkie geworden und immer musste es bei mir schnell, schnell gehen; schnell den Appetit, die Gelüste und Yeaper oder auch mal den Hunger stillen (letzteres war wohl eher seltener der Fall). Zu der guten Hausmannskost von Mama und Omas bin ich außerdem ein Kiosk, Bäcker- und Pommesbudenkind geworden, und dass ich nicht viel dicker geworden bin, als ich es bislang war, ist wirklich ein kleines Wunder.

Ich beschäftige mich nun schon so lange mit dem Abnehmen, der Ernährung, Sport und allem, was dazu gehört und doch hat es nie gereicht, am Ball zu bleiben. Daher bin ich nun sehr gespannt, wie es weitergeht, ich hab ein gutes Gefühl. Aber auch das hatte ich schon öfter im Rahmen meiner "Abnehm-Karriere". Es bleibt also abzuwarten, ob mich mein Gefühl diesmal vielleicht nicht täuscht.

Der erste kleine Meilenstein (angefangen mit 80 Kilo), die 75 Kilo, sind bald erreicht. Dann folgt der nächste, die 73 Kilo, weiter gehts mit der 70 und im Idealfall die 67. Die hatte ich, als ich Dirk kennen lernte und die hatte ich seit der Geburt von Tim (in der Schwangerschaft hatte ich 20 Kilo zugenommen!). Zuvor war ich 65 Kilo - und da war ich gewiss kein Hungerhaken!

Mal sehen, was geht und wie lange es dauert, mein Weg, mein Tempo :-)

Mittwoch, 24. September 2014

Mein Leben, mein Weg, mein Tempo

Die sehr gute Nachricht zuerst: Die Waage war heute wieder gnädig und zeigte 76,8 kg an, so lass ich mir das doch gefallen! Und die nächste gute Nachricht, ich habe heute wieder 10 Kilometer geschafft -> zu laufen! Ich freue mich wie Bolle. Ich war zwar sehr langsam unterwegs, aber, man bedenke, ich bin ja auch im Moment nicht wirklich leistungsfähig und bin, obwohl es ja schon 14 Uhr war, auf nüchternem Almased-Magen unterwegs gewesen.

Mit einem mal hatte ich plötzlich mein neues Mantra im Kopf "Mein Leben, mein Weg, mein Tempo" und immer, wenn ich meinte, mein Tempo sei verdammt langsam, hab ich es mir ins Bewußtsein geholt. Die Beine waren schon etwas schwer von all der ungewohnten Belastung der letzten Tage, aber es ging und ich war am Ende sogar noch in der Lage, aus den ursprünglich geplanten 8 km, dann 9 km und dann sogar die 10 voll zu machen. Ich wusste, mit welchem Gefühl ich dann belohnt werden würde - und so war es auch: glücklich, grinsend, stolz (obwohl ich mich, unter uns gesagt, genauso über die 8 gelaufenen Kilometer gefreut hätte ;-)).

Mein Mantra könnte der Titel des Buches sein, das ich hoffentlich irgendwann dann doch mal schreiben werde. Es könnte auch die Inschrift meines Grabsteins sein, wobei hier noch "mein Ende" dran gehängt werden müsste. Wie auch immer, beim Laufen ist mir heute klar geworden, dass ich wirklich auf dem Weg in ein neues Leben bin, meinen Weg gehe und das in meinem Tempo. Dass ich nun durch das Burnout (bore out?) zwangsläufig entschleunigt wurde, ist nicht von der Hand zu weisen. Höchste Eisenbahn, den weiteren Weg zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Unterwegs fragte ich mich, ob ich die 8 Kilometer heute schaffe. Klar, denn ich weiß, dass man alles schafft, wenn man es wirklich will. So habe ich mir ins Gedächtnis geholt, dass ich bereits zweimal den Berlin Halbmarathon geschafft habe. Und um es mir selbst noch einmal vor Augen zu führen, hier die Fakten;: 17563 (W5202) Hansen, Marion..W45...867...02:17:03, das war das Ergebnis von 2013 und 2012 waren es 2:23 Stunden so hatte ich mich doch um ganze sechs Minuten verbessert. Das Wissen, 21 Kilometer zu können, hilft mir jetzt häufig, wenn ich zweifle.

Ich fange wieder an, ich bin wieder da. Ein schönes Gefühl!

Dienstag, 23. September 2014

Unverändert, Tag 8 mit Almased

Und wieder zeigt die Waage eine glatte 78 an. Langsam nervts! Seit vier oder sogar fünf Tagen schon hänge ich jetzt auf der 78 fest, obwohl ich mich akribisch an die Regeln halte. Ich bewege mich täglich zwischen 6 und 9 Kilometer und bin standhaft wie nie zuvor. Ja ja, ich weiß, es gibt Stagnationen, aber dass die schon sooo früh kommen, damit hätte ich nicht gerechnet.

Gut, alles Jammern und Ärgern nützt ja nichts, da muss ich jetzt durch. Und im Prinzip weiß ich ja, dass es bald weiter gehen muss. Ich schiebe es daher immer noch auf die Umstellung des Stoffwechsels und die ungewohnte, tägliche Bewegung. Messen statt Wiegen wäre vielleicht sinnvoller. Auch, nur einmal pro Woche auf die Waage zu steigen, wie ich das auch eigentlich vor hatte.

Dennoch fühle ich mich schon viel besser, auch, wenn ich wohl immer noch nicht so optimal schlafe.

Gleich gehts wieder raus zum Wurmtal. Das ist Walken ist im Moment das Highlight meines Tages und natürlich die anschließende Mahlzeit. Heute gibts das hier:


http://www.essen-und-trinken.de/rezept/316536/puten-saltimbocca-mit-broccoli.html

Montag, 22. September 2014

Muskeln im Speckmantel vs. Almased

Die erste Woche ist um, Zeit, für eine kurze Bilanz.

Heute Morgen zeigte die Waage eine glatte 78 an, das heißt, ich habe in exakt 1 Woche 2 Kilo abgenommen. Warum es nun wieder ein Kilo mehr ist, als zwischenzeitig schon  runter war, denke ich, ist den üblichen Schwankungen geschuldet (Wassereinlagerungen, schlechte Verdauung, Sport oder was auch immer dafür verantwortlich ist). Fakt ist, ich fühle mich gut und weiterhin sehr motiviert.

Eine Woche bin ich nun standhaft geblieben, das heißt kein Brot, keinen Zucker, keine Nudeln & Co., kein Obst, keinen Alkohol und nahezu täglich Bewegung, bin 2 x je 6 km gelaufen und 4 x je 8 km gewalkt = 44 Wochenkilometer. Das Nordic Walken spüre ich im ganzen Körper, der Rücken, die Schultern und der Nacken profitieren davon. Da ich ja mit anderen wichtigen Übungen leider eher geize, ist dies eine gute Alternative, auch andere Muskelpartien wieder zu stärken. Allmählich bilden sich wieder sichtbar Ansätze von Muskeln, die sich wohl längere Zeit im Speckmantel versteckt haben. Auch einen meiner Gürtel, den ich vor kurzem nur im ersten Loch mit Mühe zu bekommen habe, kann ich inzwischen wieder im zweiten Loch nutzen. Meine Güte, wie konnte ich mich nur so gehen lassen!!?!!

Körperlich fühle ich mich immer noch ein wenig schlapp und schwummrig, was ich jedoch nicht dem Almased zuschreibe, daher ist es gut, dass ich noch krank geschrieben bin. Mein Gemütszustand ist auf dem Weg der Besserung, obwohl es immer wieder Situationen gibt, wo ich merke, dass etwas nicht in Ordnung ist (z. b. banale Entscheidungen treffen oder in der Öffentlichkeit unterwegs sein). Die tägliche Bewegung an der frischen Luft, die ich mir selbst verordnet habe, scheint ein sehr guter Ansatz gewesen zu sein, aus diesem Loch heraus zu kommen, daher will ich das unbedingt fortführen.

Fortführen will ich auch die Reduktionsphase bis zum Urlaub (10.10.), d. h. eine Low-Carb-Mahlzeit am Tag und 2 x Almased. Im Urlaub werde ich dann das Obst wieder in meinen Speiseplan integrieren und weiterhin möglichst Low-Carb bleiben. Ich denke, das ist ein guter Weg.

Gestern gabs übrigens das hier zu essen (aber ohne Brot und dip), es war wieder super lecker und mal was anderes:

http://eatsmarter.de/rezepte/orientalisches-puten-chili

Lediglich mit den Portionen bzw. Mengenangaben muss ich noch etwas üben, ich mache immer zuviel. Aber das hat heute den Vorteil, dass ich nichts neues kochen brauche, eine gute Portion ist noch übrig geblieben und weils so lecker war, stört mich das überhaupt nicht.


Samstag, 20. September 2014

Motiviert

Wenn man nur einmal am Tag isst, wird das Essen zum wahren Hochgenuss. Die Seite von eatsmarter bietet hier herrliche Anregungen. Dort fand ich auch diese mal etwas andere Variante vom Rosenkohl, den Dirk und ich sehr mögen, hier mit einer Walnuss-Chili-Zwiebel-"Soße", uns hat es sehr gut geschmeckt. Wenig Kalorien und low carb tauglich.



Zuvor waren wir im Albert Heijn in Kerkrade einkaufen, inzwischen unser Lieblingssupermarkt. Hier gibt es kaum etwas, das es nicht gibt, vor allem auch sehr viele Dinge, die man sonst nur in Reformhäusern findet sowie eine sehr gut sortierte "Asian/Thai"-Abteilung. Für Dirk als Bierliebhaber und Tester neuer Sorten gibt es hier ebenfalls eine große Auswahl an holländischen und belgischen Bieren. Gut, der Laden ist ein bisschen teurer, aber dafür hat man wirklich mal eine schöne Abwechslung im Einkaufswagen. Hier macht selbst mir das Einkaufen Spaß und das will wirklich etwas heißen (dass man nebenbei noch das klitzekleine Gefühl hat, in Urlaub an der Küste zu sein, ist noch ein zusätzlicher Pluspunkt für den Laden. Ach ja, und Kaffee und Kekse gibts dort auch gratis für die lieben Klanten!).

Heute Morgen hatte ich eine glatte 77 auf der Waage. Wahnsinn, von Montag bis Samstag ganze 3 Kilo abgenommen. Natürlich fällt es mir schwer, mir nicht hier und da etwas in den Mund zu stecken (selbst Obst ist Tabu!) und auch der Gang durch den Supermarkt war stellenweise hart (da, wo die Chips liegen und auch der Kuchen). Aber das Wissen um diese ganze Zucker/schlechte
Kohlenhydratmisere macht es mir leichter, nicht in diese Falle zu tappen, die dann meinen Insulinspiegel wieder verrückt spielen lässt. Das soll nicht heißen, dass ich nie wieder Kuchen oder Chips essen werde, aber ich will jetzt verdammt nochmal dauerhaft eine gesündere Ernährung erzielen. Ich möchte zu mehr Leichtigkeit, im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade im letzten halben Jahr habe ich meinen Körper bildlich gesehen mit Füßen getreten und ihn vernachlässigt, wo es nur ging. Es ist fast ein Wunder, dass ich nicht auch wieder rückfällig geworden bin, was das Rauchen angeht (seit Oktober 2013 rauchfrei!). Und dabei ist mein Körper doch mein bester Freund, oder sollte es zumindest sein! Welche Dienste leistet er schließlich täglich und selbstverständlich?!

Ein leichtes und gesundes Essen war somit meine erste gute, bewusste Tat des Tages für ihn, gleich werde ich ihn noch 8 km an der frischen Luft bewegen. Morgen wird wieder gelaufen; es soll ja endlich kühler werden ;-)

Freitag, 19. September 2014

Genießen

Genießen ist mein Gefühl des Tages: Zunächst war ich auf der Waage und habe die angezeigten 77,3 kg sehr genossen! Das motiviert doch ungemein. Das Lesen des Buches von Mike Kleiß, More Power, lag monatelang ungelesen auf meinem Tablet, nun habe ich damit Montag angefangen und es wirkt bereits, die Botschaften kommen wieder an. Es ist ja nicht so, als ob ich nicht längst wüsste, wie es funktioniert,  nur durchgehalten hab ich bis jetzt nicht sehr lange. Das soll diesmal anders sein.

Während ich mein Almased heute morgen genüsslich zu mir nahm, stand bereits fest, dass ich unbedingt heute früh meine Walking-Runde machen wollte, sollte es ja wieder so warm werden. Boah, das Wetter macht mich echt fertig. Gesagt, getan fuhr ich ins Wurmtal, welches durch den gestrigen (vielen) Regen über Nacht zum Regenwald mutiert war. Bäh war das schwül! Die Runde, die ich diesmal ein klein wenig veränderte, war wieder sehr schön. Das schönste aber war, dass kaum Leute unterwegs waren. Mike Kleiß hat vollkommen recht, es riecht im Wald in jeder Kurve anders und ich konnte diese Gerüche, gepaart mit dem plätschern der Wurm an vielen Stellen unglaublich genießen. Ich liebe den Herbst und den Frühling, das Kommen und Gehen der Natur, hier sind meiner Meinung nach die Farben am schönsten, die Gerüche am intensivsten und die Temperaturen meistens am angenehmsten.

Unterwegs nach Hause war ich noch eben einkaufen; dann endlich sollte es das langersehnte erste Essen nach ganzen vier Tagen flüssiger Ernährung geben, ich freute mich schon unglaublich darauf. Mit klassischer Musik in der Küche schnippelte ich zurecht, was in die Pfanne musste: Hähnchenbrustfilet, Paprika rot und gelb, eine Stange Lauch und braune Champignons, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika, etwas Gemüsebrühe und zuletzt Schmand. Großer Gott, war das lecker!!! Summend, grinsend und mehr als genießend saß ich vor dem Teller und habe jeden Bissen genossen.

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, sowohl.. als auch.... Es fängt an, wieder Spaß zu machen, das Leben :-)

Donnerstag, 18. September 2014

Warten, laufen, hungern...

Der Erfolg heute Morgen auf der Waage (78 kg) motivierte mich, noch mindestens einen Startphase-Tag dran zu hängen. Leider war mir aber gestern das Almased ausgegangen und der Nachschub sollte heute erst per Hermesboten kommen. Tja, fragte sich nur wann. Ich hatte wieder schlecht geschlafen, so dass ich auch nur ganz allmählich in die Pötte kam. Da ich ohnehin erstmal einen wichtigen Anruf um 10 Uhr tätigen musste, verlegte ich den angedachten Lauf auf später. Immerhin gabs draußen auch mal wieder Regen, wenn auch warmen Regen, aber Regen und kein grelles Sonnenlicht.

Ich wartete bis 13 Uhr, dann reichte es mir. Blöder Hermes-Fuzzi, der DHL-Heini wäre längst da gewesen... Mein Magen hing derweil schon auf den Knien, so dass ich mir immerhin einen Teller Gemüsebrühe gönnte. Ob ich nach dreieinhalb Tagen ohne Essen überhaupt einen Lauf schaffe? Der Regen beflügelte mich - zumindest die ersten beiden Kilometer (bekanntermaßen bergan), dann ließ die Kraft doch deutlich nach. Aber egal. Ich wusste ja, dass ich keine Höchstleistungen erbringen kann, also machte es mir auch gar nichts aus, richtig langsam zu laufen, Hauptsache die Runde ohne Gehen zu schaffen, das war mein Ziel. Und das schaffte ich dann auch. Zwar etwas wackelig auf den Beinen im Anschluss und klitschnass geschwitzt, aber geschafft und deshalb stolz wie Bolle.

Ich weiß nicht, ob es schon einer gewissen Gewohnheit geschuldet ist, aber den Anblick meines Spiegelbildes fand ich heute schon nicht mehr ganz so schlimm. Dennoch habe ich jetzt am Nachmittag wieder eine absolute Flaute. Da ich meine unmittelbaren Nachbarn nicht erreicht habe, der Hermesbote war nämlich laut Internet genau dann da, als ich gerade los gelaufen bin (und einen Zettel hat der Tünnes auch nicht hinterlassen, wo er das Paket abgegeben hat), musste ich mir fix im DM neues Zeugs besorgen, allmählich wurde ich wirklich aggressiv vor lauter Hunger und Warten. Selten hab ich mich so auf den Shake gefreut wie gerade eben. Und langsam fühle ich mich besser. Jetzt ein bisschen ausruhen und wirken lassen, dann später noch zur Physiotherapie.

Ach, und just in dem Moment wo ich hier schreibe klingelt die Nachbarin von drei Häusern weiter... mit meinem Paket unter dem Arm... naja, das Zeug wird ja nicht schlecht und ich brauche es gewiss noch etwas länger :-)

Mittwoch, 17. September 2014

Startphase geschafft - und ich auch!

Der dritte Tag der Startphase ist also heute geschafft. Und dabei wurde ich noch einmal knallhart auf die Probe gestellt! Tim, der gestern plötzlich und erwartet entlassen wurde, hatte sich sein Lieblingsessen gewünscht, was die geschockte Mutter ihm natürlich nur zu gerne kochen wird: Panierte Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffelpüree dazu Erbsen und Möhrchen, Kinderessen eben.

Heute Morgen gabs aber erst einmal einen Besuch beim Arzt. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, ich sehe momentan aus wie der Tod auf zwei Beinen (nur leider nicht so dünn) und so ähnlich fühlte ich mich heute auch. Schlapp, kurzatmig, Kopfschmerzen wie nach einem Kater, begleitet von leichtem Schwindel und immer wieder diese so müden Augen, die einfach nur zu fallen wollen. Wie es mir geht, wollte er wissen. Dabei handelte es sich garantiert um eine rhetorische Frage, denn meine Körpersprache und mein Aussehen waren sicher ziemlich unmissverständlich. Überhaupt nicht gut, lautete demnach meine Antwort. Zunächst untersuchte er mich, um körperliche Ursachen auszuschließen. Abhorchen, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Lymphknoten, alles im grünen Bereich. Mit einer Überweisung und einer weiteren Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe ich die Praxis nach einem 15 minütigen Gespräch verlassen. Back to the roots.

Unterwegs ging ich dann noch fix einkaufen, sofern man im Moment überhaupt bei mir von fix reden kann. Das helle Sonnenlicht und die warmen Temperaturen passten so gar nicht zu meinem Befinden, ich bin also froh, als ich endlich zu Hause bin. Hier musste ich zunächst eine wichtige Email an die Schule schreiben, weil mir eine Sache ganz übel auf dem Herzen lag, die ich geklärt haben musste. Nach einem Telefonat daraufhin mit meinem Chef gings mir schon etwas besser. Da stand auch schon Tim vor der Tür, hungrig, aber guter Dinge.

Es gab viel zu bequatschen und mittendrin klingelte mehrfach das Telefon, so dass das Kochen zur Nebensache wurde. Aber irgendwann wars dann fertig, das leckere Wunschessen. Bis dahin hatte ich noch kein Problem, aber als es ans Aufräumen ging, musste ich mich doch sehr beherrschen, nicht doch einen Löffel Kartoffelpü oder ein paar übrig gebliebene Erbsen zu versuchen, von den beiden zusätzlichen Schnitzeln, die Tim dann mitnehmen sollte, mal ganz abgesehen. Stattdessen schüttete ich Ingwerwasser und später dann meine Mittagsration Almased in mich hinein und blieb standhaft. Als die Küche dann wieder auf Vordermann war, überkam mich auch schon erneut diese nichts-geht-mehr Situation. Mit Mühe besprach ich mit Tim noch die Unterlagen fürs Arbeitsamt, war aber nicht mehr in der Lage, ihn nach Hause zu fahren. Schnell schnippelte ich noch das Gemüse für die Brühe und dann musste ich mich erst ein wenig hinlegen. Daraus wurden dann fast zwei Stunden!

Gleich gibts die Abendration und der dritte Tag ist geschafft. Heute ist das Walken mangels Zeit und power ausgefallen, da ich hoffe, morgen früh, in der frischen, klaren Luft eine Runde laufen zu können, so sieht es zumindest mein jetziger Plan vor. Das Almasedzeugs ist für mich eine gute Sache, da ich nicht viel beachten muss, die Regeln sind klar und einfach :-). Ich freue mich allerdings schon aufs erste Essen, obwohl ich gerade überlege, die Startphase noch um einen oder zwei Tage zu verlängern. Da ich ohnehin gerade keine Hochleistungen erbringen kann, passt es ganz gut und solange ich nicht ständig für andere kochen muss, ist das auch okay. Schön ist es zu wissen, dass man ja in absehbarer Zeit wieder essen darf und wird. Also insofern finde ich es einfacher, als ständig nach strikten Plänen etwas morgens, mittags oder abends zubereiten zu müssen. 1,3 Kilo sind bis jetzt runter. Mal schauen, was die Waage morgen sagt. Ansonsten wird erst wieder in einer Woche gewogen. Ich bin guter Dinge, dass es Morgen früh mit dem Joggen klappt! Ihr werdet es erfahren ;-)

Die Runde von gestern war übrigens wieder sehr schön, aber auch super schweißtreibend (geschuldet dem angekurbelten Stoffwechsel und das bei 24 Grad??). In meinem Auenland ist gegen 18 Uhr zur Zeit ein wunderbares Licht. Ich fühle mich dort, als laufe ich mitten durch ein Landschaftsgemälde, es ist fast unrealistisch, dieses satte Grün...

Dienstag, 16. September 2014

Tag 1 mit Almased und 3/50

So, den ersten Tag hab ich  nun hinter mir und tatsächlich war heute Morgen ein Kilo weniger auf der Waage zu sehen.

Den Tag hab ich recht gut überstanden,  mehr oder weniger im Schongang, da ich ja eh gerade nicht so fit bin. Das doch noch recht warme Wetter ist weiterhin nicht mein Ding, ich habe das Gefühl, ich bekomme nicht genug Sauerstoff und habe immer einen leichten Druck auf der Brust, das Atmen fällt mir irgendwie schwer. Hab ein bisschen im Garten gewuselt, dachte das tut mir gut, aber ich musste immer wieder Verschnaufpausen einlegen. Dennoch hab ich wie geplant meine Standardrunde gewalkt (und mir dabei abermals zwei Mückenstiche eingefangen, die seltsamerweise immer in der Nacht anfangen zu jucken).

Das Almazeugs* kann ich (noch) recht gut trinken, es schmeckt weder gut noch schlecht und ich betrachte es momentan als "Medizin, die mir gut tut", soll es sich ja auch positiv auf die Stimmung auswirken. Viel trinken soll man dabei, was ich auch brav getan habe, So brav, dass ich diese Nacht nicht gut geschlafen hab, weil ich doch wieder einmal mehr raus musste zur Toilette. Auch ein leichtes Hungergefühl hat mich wohl nicht so gut schlafen lassen, ebenso wie oben erwähnte Stiche. Deshalb konnte ich auch heute nicht so früh raus, wie gedacht, wollte ich doch die frühe Morgenstunde nutzen, eine Runde diesmal laufend zu versuchen. Das mache ich dann heute irgendwann, vermutlich eher am Abend.

An Arbeiten ist momentan nur zu denken (und das leider doch sehr oft, begleitet von einem schlechten Gewissen, echt doof!). Ich fühle mich immer noch schlapp und ausgelaugt, total kopfmüde irgendwie. Morgen hab ich einen weiteren Termin beim Arzt und ich denke, dass ich noch ein paar Tage krank geschrieben werde.

* in der Startphase, die min. 3 Tage dauert, wird nur 3 x Almased und max. Gemüsebrühe getrunken, gar nichts gegessen. Zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts sollte man ein Basisches Produkt ergänzen, ich nehme Basica Vital dazu.

Montag, 15. September 2014

Die ungeschminkten Fakten...

... sind unübersehbar, oder? Traurig, aber wahr. Hinzu kommt ein aktuelles Gewicht von 80 Kilo. Dirk meint zwar immer noch, es steht mir gut, aber manchmal glaube ich, er hat eine rosarota Mary-Brille auf ;-)

15.09.2014

"Krieg dein Leben auf die Reihe!"- das ist jetzt das Ziel. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, mit Almased mein Glück zu versuchen. Der Ruf des Produktes ist ja allgemein sehr gut. Deshalb gehts jetzt erstmal in die Apotheke. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Wochen. So ganz ohne Plan scheints bei mir ja wohl definitiv nicht zu funktionieren, also, auf gehts!