Sonntag, 26. Januar 2014

26.01.2014, Projekt sub 10, Tag 25

Es geht voran!

Die Woche fing allerdings sehr bescheiden an. Vermutlich lag es am zu kurzen Wochenende, mir fehlte einfach der Samstag. Montagmorgen auf der Waage dann der Frust in Zahlen: 78,8 kg, das darf doch nicht wahr sein! Super schlecht gelaunt zur Arbeit und den Tag irgendwie überstanden. Im Anschluss hatte ich dann einen Termin beim Osteopathen, welch ein Segen! Rene also erstmal mächtig die Ohren vollgeheult, wie langsam es doch mit dem Abnehmen voran geht, dass das doch eigentlich gar nicht sein kann, so vernünftig ich doch esse und bei dem Sport, den ich mache und überhaupt *jammerjammerrumheul*. Wie auch Astrid schon zuvor, erklärte mir Rene, dass ich wohl mit der Brechstange ran will und doch bitte Geduld haben soll. Wenn ich in einem Monat 1 Kilo abnähme, wäre das realistisch. Na ja, das hätte ich dann ja schon geschafft. Aber sehr unbefriedigend ist das ganze schon, wenn man doch so sehr diszipliniert ist... und ach... Scheiße! Rene legte jedenfalls seine Zauberhände an meinen Kopf und "sortierte und kramte" mal ein wenig das Chaos in meinem Körperchen. Bestens gelaunt fuhr ich nach Hause und merkte sehr schnell, dass er wieder ein kleines Wunder vollbracht hatte. Meine Verdauung, meine Blase, sowie die gegen Mittag am Dienstag einsetzenden Kopfschmerzen bestätigen mir dies ebenfalls. Na ja, und die Waage auch - es tat sich was.

Es war irgendwie die Woche der Erkenntnisse für mich. Gut Ding will Weile haben, ist da zum Beispiel die eine. Ja, und dass ich keine kurz- oder längerfristige Diät mache, sondern eine sicher lebenslange Ernährungsumstellung angefangen habe, die andere. Dass ich beim Laufen in diesem Jahr nur nach Wohlfühlgefühl gehen möchte, ohne konkretes Ziel, weil ich einfach merke, dass es so wesentlich mehr Spaß macht, wieder eine andere.

Vier Wochen bin ich nun sehr konsequent gewesen. Und es hat richtig Spaß gemacht. Es fällt mir sehr leicht, bestimmte Dinge nicht zu essen. So sprachen wir heute auf der Fahrt nach Maasmechelen über Gyros und Pommes. Ich käme im Moment überhaupt nicht auf die Idee, so etwas gerade essen zu wollen. Oder ein Snikers. Nö. Das ist es mir im Moment einfach nicht wert. Hey, ich habe in vier Wochen vier Kilo abgenommen! Und ich freu mich wie Bolle darüber. Vermutlich wird der ein oder andere nun denken, ey, das ist viel zu schnell, deshalb ungesund. Nein, das glaube ich nicht. Ich verzichte lediglich auf schnelle Kohlenhydrate (in erster Linie Zucker, Brot, Nudeln und Kartoffeln*) und Alkohol, esse vermehrt Gemüse und Obst, trinke mit neuer Vorliebe Ingwer in heißem Wasser mit Honig statt Rotwein ;-) und finde das sogar echt Klasse. Ich rede mir das auch weder ein, noch schön, nein, es hat Klick gemacht und ich finde das prima! So darf es gerne weiter gehen. Allerdings dürfen die Kopfschmerzen jetzt auch gerne wieder verschwinden, die halten sich nämlich mehr oder weniger hartnäckig (jetzt, nach dem Lauf sind sie natürlich weg, genau wie Freitag). Ich vermute jedoch, dass es möglicherweise leichte Zuckerentzugsbegleiterscheinungen oder sogar auch Weinentzugserscheinungen sind. Gut, das dürfte sich dann auf kurz oder lang sicher auch wieder erledigen.

Zum heutigen Lauf ist im Grunde nur zu sagen, dass der Wind einfach nur Scheiße war, denn der hat nicht nur gedreht während meines Laufs, sondern wurde auch noch stärker. Also habe ich hier den mentalen Heldenbonus auch mal eben mitgenommen. Jetzt, wo es vorbei ist, fühlt sich das natürlich wieder gut an; unterwegs hab ich allerdings mächtig geflucht und gezetert.

Woche 4 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 26.01.2014: 76,7 kg :-)
Trainingseinheit Dienstag:  30 min. div. Übungen, 16 km Ergometer in 30 min.
Trainingseinheit Freitag: 7 km Laufen mit Lauf-ABC
Trainingseinheit Samstag: 30 min. div. Übungen für Rücken u. Arme
Trainingseinheit Sonntag: 15 km Laufen , 1:42 min.
Reiten: Mittwoch 40 min.
Gelaufene km gesamt: J 80,8 km / W 22 km
26 Tage alkoholfrei ;-)

eine Handvoll Reis gönne ich mir nach dem langen Lauf sonntags, wenn wir beim Thailänder unser Essen holen, sowie sonntags morgens 2 oder 3 Scheiben Vollkorntoast vor den langen Läufen. Ich weiß ja schließlich schon, dass man zum Laufen Energie braucht ;-). Die letzten Kartoffeln gabs Neujahr, die letzten Nudeln vor Weihnachten.

Sonntag, 19. Januar 2014

19.01.2014, Projekt sub 10, Tag 18



Nein, Geduld ist wirklich nicht meine Stärke. Dabei ist heute erst der 18. Tag, an dem ich meine Ernährung geändert habe. 365 Tage im vergangenen Jahr habe ich mich vermutlich falsch ernährt, Alkohol getrunken, mit dem Rauchen aufgehört und wieder angefangen und wieder aufgehört... und nun erwarte ich ein kleines Wunder. Was mich total zermürbt, ist die Tatsache, dass das Gewicht von einem Tag auf den anderen um über 1 Kilo "schwanken" kann! Wie gemein ist das denn bitte?! Voller Stolz hatte ich am Donnerstag, also vor drei Tagen die 77,8 kg auf der Waage stehen, was eine Abnahme von knapp 3 Kilo bedeutet. Freitag stand immerhin noch dieselbe Zahl dort, die Freude war groß! Samstag war es dann eine 77,9 und obwohl ich mich brav an alle meine neuen Regeln gehalten habe und wirklich nichts "gesündigt" habe, steht da heute morgen wieder erbarmungslos die 79,0 - bam!

Umso schlimmer ist das, wenn man mit einem weiteren Rückgang des Gewichtes gerechnet hat, also vielleicht einer 77,5 oder so. Das ist kein guter Start in den Tag. Nein, das ist deprimierend. Zumindest für mich. Da kann mir mein Schatz noch so oft erklären, dass Gewichtsschwankungen von einem Kilo absolut normal sind und ich das doch eigentlich inzwischen kennen müsste. Aber stopp - genug gejammert...

Wir machen uns fertig zum Laufen. Ich bin mundfaul, wie Astrid das immer so schön nett. Wieder geht es an die Maas, das Wetter ist herrlich und ideal zum Laufen. Also von  mir aus braucht der Winter jetzt auch nicht mehr zu kommen, obwohl ich ja eigentlich ein Winterfan bin. 
Bei mir sollen es heute irgendwas +12 Kilometer werden. Der Wind lässt mich leicht frösteln, als wir aussteigen. Da ich mit Musik nicht mehr gut laufen kann, will ich heute testen, wie es mit einem Hörbuch klappt. Ich habe mir zu diesem Zweck "Wer bin ich und wenn Ja, wie viele?" ausgesucht. Ich begebe mich laufend auf eine philosophische Reise und bin ganz gefesselt, merke kaum, dass ich laufe, nehme allerdings auch nicht so wie sonst meine schöne Umgebung wahr, sehe vielmehr einen Film vor meinem inneren Auge. Nach einem guten Kilometer ist das Frösteln vorbei, aber der Wind aus dem Osten, der seitlich kommt, ist schon unangenehm. Da er seitlich kommt, werde ich kaum in den Genuss kommen, ihn nicht zu spüren. Aber, was soll ich machen, es ist, wie es ist. Immerhin kommt die Sonne raus und ich sinniere über das Ich, das Überich und darüber, dass uns vom Affen nur 3 % trennen. Ich erfahre, dass Sigmund Freud ein Koks-Problem hatte und dass der Mensch für manch einen ein Tier ist, dessen einziges Bestreben es ist, seine Art zu erhalten und andere wiederum davon überzeugt sind, der Mensch ist von Grund auf gut. Ok. Nach einer Stunde will mein Kopf nicht mehr zuhören und ich wechsle das Hörbuch gegen Meeresrauschen mit Subliminals, die mein Unterbewußtsein neu und positiv programmieren und von Altlasten und falschen Überzeugungen befreien (www.mentaltraining-to-go.de). Gerade beim Joggen sollen die besonders gut wirken. Na denn. 

Nach 14 Kilometern habe ich keine Lust mehr, bin ohnehin am Auto, und befinde, dass es für heute reicht. Mein Tempo, das sich einfach so ergeben hat, war gar nicht mal so übel. Ich laufe nur noch so, wie es sich gerade ergibt und wie es sich für mich gut anfühlt. Dieses Jahr gibts läuferisch keinen Plan, wenn doch gleich ein Ziel: 1000 Kilometer sollen es werden, mindestens. Wenn ich davon ausgehe, dass ich wöchentlich 25 Kilometer laufe, sind das bei 52 Wochen sogar 1300 Kilometer. Diese Woche hats schon mal nicht hin gehauen, da waren es nur 20, also könnte ich mit 1000 ein ganz realistisches Ziel gesetzt haben.

Auch wenn ich heute nicht die allerbeste Laune habe, so steht doch fest, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Alles, was ich brauche, ist Geduld und Durchhaltevermögen. Und das gelingt mal richtig gut, mal weniger. Fakt ist, dass ich mit meinen "neuen Regeln" gar nicht anders kann, als abzunehmen. Doch, ich bin immer noch motiviert und weiß, dass ich es schaffe. Wie habe ich Donnerstag doch erst so schön gesagt: Laufen macht glücklicher als Schokolade! Das erste Bahntraining nach fast 10 Monaten war richtig toll; so im Halbdunkeln wirkte es auf mich noch wohltuender und nahezu beruhigend. Ja, Laufen im Dunkeln finde ich Klasse. Vermutlich, weil man da nicht so viel sieht, was einen ablenkt. Auf der Bahn, wo man nur im Kreis läuft, hat das fast schon etwas meditatives für mich gehabt. So freue mich schon auf die nächste Einheit dort.

Vielleicht ist meine Laune heute auch deshalb nicht so dolle, weil das Wochenende viel zu kurz war und schon wieder vorbei ist. Ich musste Samstag arbeiten und konnte somit nur einmal ausschlafen. Das Ausschlafen ist mir nämlich heilig; das tägliche Aufstehen um kurz nach 5 Uhr ist schon wirklich übel, weshalb ich oft schon um 21 Uhr im Bett liege. Ja, ich weiß, jammern auf hohem Niveau... ich hör ja auch schon auf. Seht es mir einfach nach ;-)

Euch noch einen schönen Abend und viel Spaß beim Tatort!

Woche 3 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 18.01.2014: 79,0 kg :-(
Trainingseinheit Donnerstag: 6 km Bahntraining mit Lauf ABC
Trainingseinheit Freitag: 40 min. div. Übungen
Trainingseinheit Sonntag: 14 km Laufen, 1:36 min.
Reiten: Montag und Mittwoch je 30 min.
Gelaufene km gesamt: J 68,8 km / W 20 km
18 Tage alkoholfrei ;-)

Sonntag, 12. Januar 2014

12.01.2014, Projekt sub 10, Tag 11

Bei wunderschönstem Laufwetter gings heute natürlich wieder an die Maas. Ich wusste noch nicht genau, wie viel ich heute laufen wollte, musste erstmal abwarten, wie es meinen Beinen nach den gestrigen Übungen so geht. Zur Unterstützung unseres Trainings haben wir uns nämlich eine DVD (Fit fürs Laufen) gekauft. Sowohl Dirk als auch ich sind nicht so die kreativen do it yourself Turner, daher eine DVD mit Anleitung und einem motivierenden Vorturner. Die schönen kurzen Einheiten decken alles ab, was man dem Körper neben dem Laufen Gutes tun sollte. Ich kann sie daher nur empfehlen. Gestern gabs also die  ersten zwei Einheiten sowie im Anschluss noch 15 min. fluffiges ausradeln, bevor es auf eine Party mit grottenschlechter, zu lauter Musik und selbstverständlich ohne Alkohlkonsum ging.

Ein angenehmes Gefühl, etwas (Gutes) getan zu haben, war daher heute im gesamten Körper zu spüren. Obwohl alles weiß gefroren war, war es irgendwie nicht so kalt, wie angenommen. Demnach war ich mal wieder zu warm angezogen. Die ersten 4,5 km war ich dann seit längerem mal wieder mit Musik unterwegs. Das waren dann meine langsamsten, also gibts künftig keine Musik mehr. Kurz mal in die Büsche gehopst (scheinbar immer noch zu viel 0.0 % Bier vom Vorabend), die Hosenbeine und Ärmel hoch gekrempelt und weiter ging es direkt viel angenehmer ohne Musik. Es lief gut, ich spürte zwar in Beinen, Po und Rücken einen leichten Muskelkater, aber empfand ihn nicht als belastend. Nach 9 km war ich wieder am Auto, zum Glück, und trennte mich von meinem dicken Laufshirt und zog das kurzärmlige Unterhemd unter meine Weste, was für eine Wohltat! Ich trank noch einen kleinen Schluck Wasser und weiter gings. Wie mit Dirk vereinbart, lief ich ihm entgegen und übergab ihm den Autoschlüssel bei km 11. Nach 2 Kilometern war ich dann am vereinbarten Treffpunkt an der Fähre und nutzte die Wartezeit, mich ausgiebig zu dehnen, um wohl auch nicht vollends auszukühlen. Da merkte ich meine Beine schon ganz nett. Aber ich bin rundum zufrieden mit dem Lauf und vor allem mit mir, es waren 13 wunderschöne Kilometer in einer herrlichen Landschaft.

Der Lauf am Freitag war mein erster im Dunkeln seit gefühlten Ewigkeiten. Ich begleitete Dirk 6 km lang durch den Wald, der zuvor auf der Bahn Tempotraining und Lauf-ABC gemacht hat beim Auslaufen. Nur mit seiner Stirnlampe war das schon ein abenteuerliches Unterfangen zu zweit. Aber es hat echt Spaß gemacht und für mich war es ein etwas zügigerer Lauf. Werden wir sicher mal wiederholen, wenn er langsam und ich schneller laufen "muss".

Was die Ernährung angeht, so bin ich immer noch sehr motiviert. Es fällt mir leicht auf Kohlenhydrate zu verzichten (die gibts nur vor den langen Läufen sonntags) und ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Woche 2 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 12.01.2014: 78,5 kg
Trainingseinheit  Dienstag: 8 km Laufen, 59 min.
Trainingseinheit Freitag: 6,3 km Laufen, 43 min.
Trainingseinheit Samstag: 30 min. div. Übungen, 15 min. Ergometer
Trainingseinheit Sonntag: 13,1 km Laufen, 1.33 Std.
Gelaufene km gesamt: J 48,8 km / W 27,4 km
11 Tage alkoholfrei ;-)

Dienstag, 7. Januar 2014

07.01.2014, Projekt sub 10, Tag 6

Essenstechnisch immer noch hochmotiviert, läuferisch heute leider eher weniger. Trotzdem habe ich brav meine 8 km gemacht, mit schweren Beinen und irgendwie Saft- und Kraft los. Immerhin hat sich die neue Jacke super bewährt, das Wetter ist aber auch zu verrückt. Ich habe tatsächlich heute mein erstes Viech verschluckt beim Laufen - und das Anfang Januar!

Vielleicht lags an den Übungen von gestern, vielleicht an den wenigen Kohlenhydraten, vielleicht am wieder so frühen Aufstehen, keine Ahnung, warum es mir so schwer gefallen ist. Auch jetzt fallen mir schon wieder die Augen zu, und deshalb geh ich auch gleich früh ins Bett, schließlich gehts morgen wieder richtig fies früh raus... uuuääääähhhhh, ich will nicht!

In Zahlen
Einheit heute: 8 km, 59 min. Laufen
Gelaufene km gesamt: 29,4 km

Montag, 6. Januar 2014

06.01.2014, Projekt sub 10, Tag 5

Der erste Arbeitstag im neuen Jahr wäre also auch geschafft. Das mit der Ernährung war auch überhaupt kein Problem, ich habe alles Süße erstmal fleißig entsorgt, was noch so von Weihnachten in diversen Schubladen und auf dem Schreibtisch übrig geblieben ist. Mit Obst, Tee und einer Müllermilch bin ich sehr gut über den Tag gekommen, ohne etwas zu vermissen - war eigentlich ganz easy.

Nach Feierabend gings dann in den Stall, aber dem Regen und Wind sei Dank, durfte ich mich lieber zu Hause im Sportzimmer etwas austoben. Nach 9 Monaten mal wieder auf dem Stabi-Brett zu stehen, das war eine ganz schön (erschreckend) wacklige Angelegenheit. Ein paar Situps, ein bisschen Yoga, Liegestütz an der Wand, oh Mann bin ich kraftlos geworden. Der Zeitpunkt, die Handbremse zu ziehen konnte richtiger wohl kaum sein. Ich schäme mich fast ein wenig, wie sehr ich mich vernachlässigt habe. Aber gut, Mund abwischen, Krone richten, aufstehen und weiter gehts.

Am Abend gabs Rinderfiletgeschnetzeltes mit gemischtem Gemüse und zuvor eine kleine Gemüsebrühe Marke Eigenbau. So ein Pürrierstab ist eine feine Sache, der wird sicher auch jetzt öfter mal zum Einsatz kommen. Vernünftige Ernährung ist eine wohl durchdachte Angelegenheit, wie ich mal wieder feststellen muss. Spontanessen war also gestern (und viel zu viele Jahre davor).

Auf einer Motivationsskala von 1 - 10 bin ich immer noch bei 8 - 10. Aber wir sind ja auch erst bei Tag 5 von ??? keine Ahnung, vermutlich ein Leben lang ;-). Vielleicht gehts ja aber auch irgendwann mal in Fleisch und Blut über...

In Zahlen:
Ergometer 10 km, 20 min.
40 min. diverse Übungen

Sonntag, 5. Januar 2014

05.01.2014, Projekt sub 10, Tag 4

Das Wichtigste zuerst: 1,6 kg sind schon runter! Im Moment bin ich hochmotiviert und es fällt mir leicht, bestimmte Sachen nicht zu essen und zu trinken, dafür wiederum andere zu mir zu nehmen, die mir gerade nützlich sind, mich von einer Seekuh in eine Elfe zu verwandeln.

So habe ich mich heute sehr auf eine Einheit "Wir nutzen eine Strecke von 10 Kilometern und verwandeln Nahrungsenergie in Schuhabrieb-Energie" gefreut. Die Sonne lachte, der Wind hielt sich in Grenzen und ich führte meine neue rote, gestern erst gekaufte hauchdünne Adidas-Laufjacke erstmalig aus. Fazit: Super Teil, genau richtig für das nicht-Fleisch-nicht-Fisch-Wetter. Darunter hatte ich nur ein kurzärmeliges Laufshirt, es war absolut nicht zu kalt bei um die 8 Grad.

Gefühlt war ich zwar nicht mehr ganz so tapsig unterwegs, aber schwerfällig wars teilweise dennoch, was sicher auch an den 80 Höhenmetern liegen könnte. Klar, 10 Kilo Übergewicht mitschleppen ist ja auch nicht ohne! Ich hab sie mir als 500 gr. Rama Becher in einem Rucksack auf meinem Rücken vorgestellt, ganze 20 Stück, nicht übel, oder?! Wie lange das wohl dauern wird und wie viele Kilometer es braucht, um die los zu werden?!?

Im Großen und Ganzen war ich aber mit mir und dem Lauf sehr zufrieden. So kann es weiter gehen. Allerdings, die große Herausforderung kommt ja erst, wenn es ab Morgen wieder zur Arbeit geht und mein organisatorisches Talent in Sachen Selbstversorgung gefragt ist. Bislang bin ich nämlich ein lustgeplagter Spontanesser, der nicht gerne plant, was er wann isst. Das Ergebnis dieser nicht empfehlenswerten Lebensweise ist jetzt unübersehbar und bedarf schleunigst einer Korrektur, glücklicherweise ist man ja nie zu alt, die Dinge zu ändern, die einem nicht gut tun. Schaumermal wie es klappt. Wie schon gesagt: hochmotiviert ;-)...

In Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 05.01.2014: 79,0 kg
Trainingseinheit: 10 km Laufen
Zeit: 1.10 Stunde
Gelaufene km gesamt: 21,4

Freitag, 3. Januar 2014

03.01.2014, Projekt sub 10, Tag 2

Obwohl ich wieder eine bewußte und auch längere Phase des Halbschlafs hatte, war es gefühlt besser als in der Nacht zuvor. Dementsprechend gut bin ich raus gekommen, unmittelbar nach dem Dirk kurz nach 8 Uhr aus dem Haus gegangen ist. Ich schiebe das auf den nicht getrunkenen Wein am Abend zuvor und es fühlt sich gut an.

Ich setze mich ans Laptop und starte mein "Projekt sub 10" schriftlich im Blog und stelle dabei wieder fest, dass gestern wirklich kein guter Tag war. Übers Schreiben verliere ich ein wenig die Uhr aus dem Auge, denn ich will laufen gehen, bevor ich um halb 12 zu Marlen zum Kosmetik-Termin muss. Als ich mich in die Laufklamotten schmeiße stelle ich fest, dass meine Laufuhr leer ist. Mist. Aber was solls, ich weiß auch so, dass meine Standardrunde 6 Kilometer lang ist und dass ich dafür ca. 45 Minuten brauche. Gefrühstückt habe ich bis dahin nur einen großen Kaffee und ein Glas Wasser, ich habe keinen Hunger und wage es dann doch, mich einmal auf die Waage zu stellen. Sie zeigt, wie erwartet 80,6 kg an. Ich bin nicht erstaunt, allerhöchstens über die Genauigkeit, mit der ich mein Gewicht auch ohne Waage schätzen kann. Die Schallgrenze ist also tatsächlich erreicht. Ich versuche, mir davon nicht die Laune vermiesen zu lassen, denn ich wußte es ja schließlich schon vorher.

Das Wetter ist mild, viel zu mild, aber trotzdem recht windig. Beim Laufen fühle ich mich fetter und unfitter denn je. Das ist gut so, denn ich versuche dieses Gefühl und diese Gedanken zu kompensieren für die Momente, in denen ich wieder drohe "zu sündigen". 80 Kilo kreist es in meinem Kopf. Wie lange werde ich wohl brauchen, um wieder ansatzweise an 70 zu kommen?!? Scheiße. Nein. ich werde jetzt keinen Frust schieben, sondern mich damit motivieren. Ich laufe in einem halbwegs gefühlten Wohlfühltempo, auch wenn ich mich doch mehr wie ein blutiger Anfänger fühle. Dass ich das nicht bin, vergesse ich fast. Ich versuche mich zu erinnern, wie sich die beiden Halbmarathons angefühlt haben und der ATG von 2012. Ein nur schwacher Trost irgendwie. Wie viele Läufe wird es brauchen, bis ich mich selber wieder halbwegs fit fühle und nicht gefühlt wie eine schnaubende Seekuh durch den Wald tapse?! Mein größter Feind ist immer die Ungeduld, davon darf ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Es ist müssig zu glauben, dass ich in drei Wochen am Ziel bin - damit versuche ich mir selber Mut zu machen, das ist wohl schon ein etwas längerer Weg. Sechs Kilometer später bin ich durch, es geht mir besser, die Runde ist vorbei, ich wäre gerne länger gelaufen, habe aber keine Zeit. Jetzt schnell unter die Dusche und ab zu Marlen, zwei Stunden verwöhnen lassen und dabei nett plaudern.

Um 14.45 Uhr ist mein Essen fertig, es gibt Hähnchenbrustgeschnetzeltes mit Champignons, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten in der Pfanne. Ich habe keinen Hunger und zwinge mich, eine kleine Portion davon zu essen, den Rest gibts später mit Dirk. Auf Kohlenhydrate will ich so gut es geht verzichten, schließlich nimmt man so am schnellsten ab (also ich zumindest). Vor allem lass ich die Finger von Süßigkeiten, Kuchen, Keksen und dem Übeltäter Nr. 1, Alkohol. Der Gedanke daran alleine widert mich gerade an. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Jetzt fahr ich gleich noch zum Stall, aber reiten werde ich wohl heute nicht. Heute war schon ein wesentlich besserer Tag - so kann es weiter gehen: es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!

02.01.2014, Projekt sub 10, Tag 1

Ich habe sehr schlecht geschlafen, war gefühlt wieder zwei Stunden wach und bin erst gegen Morgen wieder eingeschlafen, ich habe diese Woche noch frei. Um 10 Uhr bin ich mit Tim verabredet, wir wollen in die Stadt zum Frühstücken und Shoppen. Da ich mit Kopfschmerzen aufwache, hält sich meine Lust in Grenzen. Ich komme schwer in die Gänge und selbst der 2. Kaffee hilft nicht, also nehme ich eine Aspirin. Am liebsten würde ich Tim absagen und wieder ins Bett gehen, ich fühle mich unwohl und unmotiviert.

Die ganzen Feiertage reichen mir allmählich und dadurch, dass ich vor Weihnachten auch noch krank war, bin ich nun fast drei Wochen zu Hause. Ich bin froh, wenn am Montag wieder der Alltag zurück kehrt und alles seinen gewohnten Gang nimmt. Tim erscheint mit leichter Verspätung und wir starten, es geht mir etwas besser, aber nicht wirklich gut.

Unsere Shoppingtour durch Aachen lenkt mich schön ab und es freut mich zu sehen, wie sehr Tim sich über die neuen Sachen freut. Nach gefühlten fünf Stunden schließen wir die Tour in der Mayerschen Buchhandlung ab, wo ich meinen Gutschein verpulvere und mir drei Bücher kaufe, die Auswahl fiel mir sehr schwer, ich hätte locker 30 kaufen können. Von "Die Kunst der Selbstachtung" erhoffe ich mir sehr viel; bereits das Lesen der ersten Seiten zeigt mir, dass ich tatsächlich ein Problem habe, mich selbst Wert zu schätzen, was wohl wiederum daran liegt, dass meine Eltern es mir nicht vermittelt haben. Viel Kritik und wenig Lob stärken nicht unbedingt das Selbstvertrauen eines Kindes...

Zu Hause angekommen bin ich fix und alle und beschließe, während ich eine Tomatensuppe esse, heute nicht zum Stall zu fahren, ich bin k. o. und muss mich erstmal hinlegen; an Sport ist nicht zu denken. Ich schlafe etwa eine Stunde auf der Couch und spiele dann mehrere Runden Quizduell, das Spiel macht wirklich süchtig, aber die Fragen werden irgendwie immer schwerer und ich rate mich weitestgehend so durch, bis Dirk von der Arbeit kommt. Ich improvisiere ein Abendessen mit Putensteaks und bin nicht gut drauf. Also spiele ich weiter und höre dabei ein wenig Musik. Erst als wir um viertel nach Acht anfangen, weitere Folgen von Game of Thrones zu schauen, fühle ich mich besser. Ok, wegen starker Verspannungen im Schulterbereich habe ich dann doch noch eine Ibu800 genommen. Ich beschließe auch deshalb bereits heute keinen Wein mehr zu trinken, obwohl der Plan eigentlich erst am Montag anfängt und wir schließlich noch das "letzte Wochenende" vor der Brust haben. Egal. Ich habe schwer die Vermutung, dass es am Alkohol liegt, dass ich mich morgens so unwohl gefühlt habe, auch, wenn es nur zwei Gläser am Vorabend waren.

Nach zwei Folgen machen wir Schluss, denn die letzten beiden Folgen der 2. Staffel wollen wir Samstag schauen. Morgen gehts ins Kino. Die Serie ist wirklich Klasse und hat uns voll in ihren Bann gezogen, ich freue mich jetzt schon auf die 3. Staffel, die leider erst im März auf BluRay erscheint. Kurz nach 23 Uhr liege ich im Bett und lese noch ein wenig, müde bin ich noch nicht, aber das Lesen hilft. Ich kann schlecht einschlafen und habe das Gefühl, ich bin völlig durcheinander wegen der vielen freien Tage. Nein, das war kein guter Start für mein Projekt. Aber immerhin gabs zwei Mandarinen und einen Apfel, außerdem keinen Wein. Es kann nur besser werden ;-). Morgen früh werde ich laufen gehen, auf jeden Fall!

Reset

Wie der Name des Blogs ja eigentlich vermuten lässt, soll hier der Speck schwinden, der leider im letzten Jahr durch sehr viel "sportfreie Gelassenheit" mehr geworden ist. So viel mehr, dass ich mich nicht mehr auf die Waage traue ;-). Nein, im Ernst, ich habe keine Ahnung, wie viel mehr es ist, aber ich fühle mich verdammt unwohl und daher soll der Fokus dieses neuen Jahres nun in der Tat auf "Speck muss weg" liegen. In Summe möchte ich mindestens 10 Kilo los werden. Ja, wirklich, sooo viel?!?! Ja, sooo viel, denn so viel ist es nicht. Im Fernsehen hat neulich jemand 65 Kilo abgenommen, dagegen sind 10 Kilo in der Tat nicht viel. Aber gut, ich wiege auch keine 170 Kilo (schätze es sind 80) und insofern ist die Relation schon anders, das stimmt. Aber ich habe mich nun auf 10 Kilo eingeschossen und so soll es sein. Ob ich vielleicht sogar an mein Traumgewicht von 65 Kilo ran komme möchte ich mal im Raume stehen lassen...

Wer mich länger kennt weiß, dass ich bereits x-mal vorhatte, abzunehmen und es nie wirklich geschafft habe. Doch meine Schmerzgrenze ist nun so groß, dass es passieren muss, ich will unbedingt wieder leichter werden, ich fühle mich wirklich sehr unfit und ja, fett. Das fühlt sich absolut nicht gut an, meine Klamotten zwicken und zwacken an allen Enden

Ein Zeitziel habe ich insofern, dass ich mir an meinem Geburtstag (also in einem knappen Jahr) vorstellen könnte, allerspätestens das Ziel erreicht zu haben. Allerdings hoffe ich, dass es wesentlich früher passiert.

Wie sieht mein Plan aus? Zunächst möchte ich wieder regelmäßig und bis an die 25-30 Kilometer pro Woche laufen, was eigentlich 3 x pro Woche heißt. Das wichtigste Element in meinem Plan ist jedoch eine bessere Organisation meiner Mahlzeiten und vor allem "besseres Essen", d. h. mehr Obst, weniger Süßes und Brot und vor allem kein Alkohol oder nur ganz wenig davon. Als ich neulich in unserem Keller das Leergut sortiert habe, habe ich mich erschrocken, als ich all die leeren Weinflaschen gesehen habe, die da zusammen gekommen sind! Damit ist jetzt Schluss.

Parallel zu meinem Vorhaben wird Dirk seinen Marathon-Plan angehen, er fängt am Montag damit an und will auch bis zum Venloop weitestgehend auf Alkohol verzichten. Das macht es sicher um einiges einfacher. Ich werde nun in Tagebuchform mein "Projekt sub10" hier kommentieren, das Schreiben hilft mir immer wieder, mich zu sortieren.

Also dann, auf  gehts!