Sonntag, 19. Januar 2014

19.01.2014, Projekt sub 10, Tag 18



Nein, Geduld ist wirklich nicht meine Stärke. Dabei ist heute erst der 18. Tag, an dem ich meine Ernährung geändert habe. 365 Tage im vergangenen Jahr habe ich mich vermutlich falsch ernährt, Alkohol getrunken, mit dem Rauchen aufgehört und wieder angefangen und wieder aufgehört... und nun erwarte ich ein kleines Wunder. Was mich total zermürbt, ist die Tatsache, dass das Gewicht von einem Tag auf den anderen um über 1 Kilo "schwanken" kann! Wie gemein ist das denn bitte?! Voller Stolz hatte ich am Donnerstag, also vor drei Tagen die 77,8 kg auf der Waage stehen, was eine Abnahme von knapp 3 Kilo bedeutet. Freitag stand immerhin noch dieselbe Zahl dort, die Freude war groß! Samstag war es dann eine 77,9 und obwohl ich mich brav an alle meine neuen Regeln gehalten habe und wirklich nichts "gesündigt" habe, steht da heute morgen wieder erbarmungslos die 79,0 - bam!

Umso schlimmer ist das, wenn man mit einem weiteren Rückgang des Gewichtes gerechnet hat, also vielleicht einer 77,5 oder so. Das ist kein guter Start in den Tag. Nein, das ist deprimierend. Zumindest für mich. Da kann mir mein Schatz noch so oft erklären, dass Gewichtsschwankungen von einem Kilo absolut normal sind und ich das doch eigentlich inzwischen kennen müsste. Aber stopp - genug gejammert...

Wir machen uns fertig zum Laufen. Ich bin mundfaul, wie Astrid das immer so schön nett. Wieder geht es an die Maas, das Wetter ist herrlich und ideal zum Laufen. Also von  mir aus braucht der Winter jetzt auch nicht mehr zu kommen, obwohl ich ja eigentlich ein Winterfan bin. 
Bei mir sollen es heute irgendwas +12 Kilometer werden. Der Wind lässt mich leicht frösteln, als wir aussteigen. Da ich mit Musik nicht mehr gut laufen kann, will ich heute testen, wie es mit einem Hörbuch klappt. Ich habe mir zu diesem Zweck "Wer bin ich und wenn Ja, wie viele?" ausgesucht. Ich begebe mich laufend auf eine philosophische Reise und bin ganz gefesselt, merke kaum, dass ich laufe, nehme allerdings auch nicht so wie sonst meine schöne Umgebung wahr, sehe vielmehr einen Film vor meinem inneren Auge. Nach einem guten Kilometer ist das Frösteln vorbei, aber der Wind aus dem Osten, der seitlich kommt, ist schon unangenehm. Da er seitlich kommt, werde ich kaum in den Genuss kommen, ihn nicht zu spüren. Aber, was soll ich machen, es ist, wie es ist. Immerhin kommt die Sonne raus und ich sinniere über das Ich, das Überich und darüber, dass uns vom Affen nur 3 % trennen. Ich erfahre, dass Sigmund Freud ein Koks-Problem hatte und dass der Mensch für manch einen ein Tier ist, dessen einziges Bestreben es ist, seine Art zu erhalten und andere wiederum davon überzeugt sind, der Mensch ist von Grund auf gut. Ok. Nach einer Stunde will mein Kopf nicht mehr zuhören und ich wechsle das Hörbuch gegen Meeresrauschen mit Subliminals, die mein Unterbewußtsein neu und positiv programmieren und von Altlasten und falschen Überzeugungen befreien (www.mentaltraining-to-go.de). Gerade beim Joggen sollen die besonders gut wirken. Na denn. 

Nach 14 Kilometern habe ich keine Lust mehr, bin ohnehin am Auto, und befinde, dass es für heute reicht. Mein Tempo, das sich einfach so ergeben hat, war gar nicht mal so übel. Ich laufe nur noch so, wie es sich gerade ergibt und wie es sich für mich gut anfühlt. Dieses Jahr gibts läuferisch keinen Plan, wenn doch gleich ein Ziel: 1000 Kilometer sollen es werden, mindestens. Wenn ich davon ausgehe, dass ich wöchentlich 25 Kilometer laufe, sind das bei 52 Wochen sogar 1300 Kilometer. Diese Woche hats schon mal nicht hin gehauen, da waren es nur 20, also könnte ich mit 1000 ein ganz realistisches Ziel gesetzt haben.

Auch wenn ich heute nicht die allerbeste Laune habe, so steht doch fest, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Alles, was ich brauche, ist Geduld und Durchhaltevermögen. Und das gelingt mal richtig gut, mal weniger. Fakt ist, dass ich mit meinen "neuen Regeln" gar nicht anders kann, als abzunehmen. Doch, ich bin immer noch motiviert und weiß, dass ich es schaffe. Wie habe ich Donnerstag doch erst so schön gesagt: Laufen macht glücklicher als Schokolade! Das erste Bahntraining nach fast 10 Monaten war richtig toll; so im Halbdunkeln wirkte es auf mich noch wohltuender und nahezu beruhigend. Ja, Laufen im Dunkeln finde ich Klasse. Vermutlich, weil man da nicht so viel sieht, was einen ablenkt. Auf der Bahn, wo man nur im Kreis läuft, hat das fast schon etwas meditatives für mich gehabt. So freue mich schon auf die nächste Einheit dort.

Vielleicht ist meine Laune heute auch deshalb nicht so dolle, weil das Wochenende viel zu kurz war und schon wieder vorbei ist. Ich musste Samstag arbeiten und konnte somit nur einmal ausschlafen. Das Ausschlafen ist mir nämlich heilig; das tägliche Aufstehen um kurz nach 5 Uhr ist schon wirklich übel, weshalb ich oft schon um 21 Uhr im Bett liege. Ja, ich weiß, jammern auf hohem Niveau... ich hör ja auch schon auf. Seht es mir einfach nach ;-)

Euch noch einen schönen Abend und viel Spaß beim Tatort!

Woche 3 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 18.01.2014: 79,0 kg :-(
Trainingseinheit Donnerstag: 6 km Bahntraining mit Lauf ABC
Trainingseinheit Freitag: 40 min. div. Übungen
Trainingseinheit Sonntag: 14 km Laufen, 1:36 min.
Reiten: Montag und Mittwoch je 30 min.
Gelaufene km gesamt: J 68,8 km / W 20 km
18 Tage alkoholfrei ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen