Sonntag, 23. Februar 2014

23.02.2014, Projekt sub 10, Tag 54

Eine gute Woche war es, denn endlich bin ich mal wieder auf drei Läufe gekommen. Gewichtsmäßig tut sich immer noch sehr wenig - zumindest auf der Waage, denn ich merke schon deutliche Veränderungen an der Kleidung und sehen kann man(n), in dem Fall Dirk, es wohl auch. Interessehalber hab ich mich nun auch mal vermessen und werde diese Werte nun monatlich prüfen. Es fällt mir also immer noch leicht, mich vernünftig zu ernähren und auf Alkohol zu verzichten. Na ja, aber mit 4,5 Kilo in 8 Wochen darf ich auch eigentlich nicht unzufrieden sein. Zur Belohnung und als Motivation fürs Durchhalten hab ich mir ziemlich spontan ein Paar neue (Mädchen)-(Lauf?)Schühchen spendiert:


So wurde der heutige lange Lauf (mein längster in diesem Jahr) auch gleich zum Test in zwei Punkten:

Der Lunarglide 5 ist also wesentlich mehr Laufschuh, wie der Nike free (den ich nur als Freizeitschuh nutze), aber leider wohl für mich zum Laufen nicht geeignet. Nach 12,4 km habe ich am Auto einen Schuhwechselstopp eingelegt und bin somit die letzten 4,6 km in den neuen Schuhen rumgeeiert. Ich sage bewußt rumgeeiert, denn das Gefühl war in der Tat sehr seltsam. Von meinen alten, ausgelatschten und sehr harten Brooks GTS 9 (uralt, aber mein Lieblingsschuh) in diese weichen, an den wie es schien falschen Stellen gepolsterten Schuhen rein, das war wirklich heftig. Nach drei Kilometern wäre ich am liebsten Barfuß weiter gelaufen, hab dann die Zähne zusammen gebissen und den letzten Kilometer etwas rascher hinter mich gebracht. Bei genau 17 km hab ich die Uhr gestoppt, ich konnte das kleine letzte Stück bis zum Auto nicht mehr weiter laufen, so weh tat mir vor allem der linke Fuß, der gefühlt wieder ein Messer im Vorderfuß stecken hatte. Schade, Test somit leider nicht bestanden. Mal sehen, ob es jetzt nur noch ein Alltagsschuh oder einer für kleinere Strecken wird. Ja, und der "Vollkornbrot statt Toast Test" ist ebenfalls nicht aufgegangen, ich hatte sehr viel Luft im Bauch und musste ständig aufstoßen. Beim nächsten Mal gibts also wieder nur Vollkorntoast zum Frühstück.

Auf Dirk musste ich dann noch eine knappe Stunde am vereinbarten Treffpunkt warten, er hatte heute sein 30er Debut, welches er mit Bravour runtergelaufen ist! Für seinen ersten Marathon in Düsseldorf sehe ich überhaupt kein Problem, er ist wirklich gut drauf. Beim Warten konnte ich dann noch mein Foto des Tages machen, eine ziemlich große Herde (hier ist max. die Hälfte zu sehen) von relativ kleinen Pferden.


Nächste Woche wird es wieder enger mit dem Sport, da wir in der Schule die diesjährigen Anmeldewochen für die neuen Fünftklässler haben, was heißt, dass ich an drei Tagen bis 18.30 Uhr arbeiten muss (ebenso in der kommenden Woche). Mal sehen, wie es da mit dem Laufen und Reiten hin hauen wird.

Woche 8 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 23.02.2014: 76,1 kg
Trainingseinheit Mittwoch:  6 km Laufen
Trainingseinheit Freitag: 6 km mit Dirk
Trainingseinheit Sonntag: 17 km Laufen
Reiten: Montag und Mittwoch, je 60 min. Ausritt
Gelaufene km gesamt: J 177.5 km / W 29 km
54 Tage alkoholfrei 

Sonntag, 16. Februar 2014

16.02.2014, Projekt sub10, Tag 47

Erstens kommt es anders und zweitens ist das egal :-)

In dieser Woche hat sich wenig getan, sowohl sportlich wie auch abnehmtechnisch. Es schwankt bzw. stagniert. Ich übe mich in Gelassenheit und es gelingt sogar.

Und so war die Woche im Einzelnen: Montag kurz im Stall gewesen und ein bisschen Pferde- sowie Kontaktpflege betrieben. Dienstag war der Handwerker wieder da und im Anschluss hab ich 3 intensive Einheiten der Fit-fürs-Laufen-DVD gemacht, so dass ich am nächsten und übernächsten Tag recht fiesen Muskelkater hatte. Mittwoch gabs dann einen schönen Ausritt mit Danika und Biggi, Donnerstag einen Akuttermin bei Osteopathen-Rene bekommen, weil der Nacken immer noch heftig verrenkt war - jetzt ist es zum Glück wieder wesentlich besser. Freitag war ich einfach nur müde, so dass ich nicht mit Dirk auf die Bahn gegangen bin, wollte ich ja auch eigentlich Samstag mit Astrid gemeinsam in Holland im Rahmen unseres Wellness-Trips laufen. Zum Valentinstag gabs neben diesmal persönlich überreichten Blumen noch ein Essen beim Spanier und anschließend einen Besuch im Kino in "Winter's tale". Ich fand den Film ganz toll, weil es sehr in die spirituelle Richtung (Seelen, Engel, Gut und Böse und unsere göttliche Bestimmung in diesem Leben) ging, Dirk konnte ganz typisch Mann damit wohl nicht allzu viel anfangen (obwohl er den Film vorgeschlagen hatte).

Samstagmorgen haben wir dann noch gemeinsam gefrühstückt, dann trennten sich unsere Wege; Dirk fuhr zu Sven nach Ludwigsburg, um mit ihm gemeinsam seinen 30er zu laufen, von dort aus ging es für ihn Sonntag weiter im Rahmen seiner Dienstreise. Ich machte mich derweil auf, um mich wie oben erwähnt mit Astrid zu treffen. Da wir ohnehin recht wenig Zeit hatten, legten wir den Fokus also mehr auf Wellness und ließen den angedachten Lauf sausen. Es war ein sehr schöner, entspannter gemeinsamer Nachmittag, Abend und Morgen, den wir nach dem Auschecken mit einem ca. 3 km langen Spaziergang im Sonnenschein abschlossen. Das Waldgebiet dort ist einfach nur herrlich - Reitwege, Laufwege wohin das Auge reicht *seufz*, einfach nur schön!

Von dort aus fuhr ich in ein dickes, fettes Regenband, das mir später zu Hause einen April-Wetter-Lauf bescherte. Die 13 km sind mir nicht ganz so leicht gefallen, obs am Schwimmen oder am Spaziergang lag oder einfach nur daran, dass mein Akku langsam leer wurde, schließlich hatte ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen - völlig egal, ich habs trotzdem genossen, auch wenn ich mal wieder seit langem nass geworden bin.

Diese Woche hat mich, u. a. nach einem sehr unschönen, aber überaus offenen Gespräch mit meinem Sohn, gelehrt, dass ich wohl geduldig vertrauen muss. Alles kommt zur rechten Zeit und alles ist genau richtig so, wie es ist: Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, sondern muss liebevoll vertrauen.

In diesem Sinne einen schönen Wochenstart Euch allen.

Woche 7 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 16.02.2014: ? kg (vermutlich 77 kg wieder)
Trainingseinheit Dienstag:  45 min. diverse Übungen, 15 km = 30 min. Ergometer
Trainingseinheit Sonntag: 13 km Laufen
Reiten: Mittwoch 45 min. Ausritt
Gelaufene km gesamt: J 137,8 km / W 13 km
47 Tage alkoholfrei ;-)

Sonntag, 9. Februar 2014

09.02.2014, Projekt sub 10, Tag 40

Das war keine gute Woche bei mir. Nur zweimal bin ich gelaufen und einmal Reiten gewesen. Nein, es hatte nicht unbedingt mit dem stürmischen und ungemütlichen Wetter zu tun, vielmehr hatte ich heftige Verspannungsschmerzen im Nacken- Kopf- und Schulterbereich. Am Donnerstag, wo ich nur allzu gerne was gemacht hätte an Sport, kam unser Sanitärfuzzi und hatte nebst seiner ohnehin recht gemütlichen Arbeitsweise auch noch Sitzfleisch. Danach war mein Hunger zu groß, als dass ich in diesem Zustand noch etwas hätte machen können oder wollen. Na ja, manchmal passt es eben nicht. Freitag war das Wetter zu übel, als dass ich mich hätte aufraffen können und da waren die Schmerzen auch leider wieder stärker. Immerhin war der Ausritt am Mittwoch wunderschön und gestern gabs einen super erholsamen und nicht weniger schönen Saunatag inklusive einer Massage für mich. Wir haben uns fest vorgenommen, das ab jetzt wieder häufiger zu tun. Wie schön, dass ich am kommenden Wochenende bereits die nächste Wellness-Gelegenheit habe, wenn ich mich mit Astrid in Holland treffe und wir ein schönes Mädels-Wochenende genießen werden (natürlich auch mit einem gemeinsamen Läufchen!).

Der heutige Lauf hat mein Sauerstoff- und Bewegungsdefizit der Woche dann glücklicherweise wieder ausgeglichen, (wobei es doch schon fast ein wenig zuviel an Sauerstoff war, dieser elende Wind war wirklich heftig). Zwar hatte ich heute Morgen gegen halb sechs wieder ein ungutes Krachen und Ziehen im Nacken, aber es blieb glücklicherweise ohne weitere Folgen. Ein bisschen Salbe, ein bisschen Wärme und eine wohltuende kleine Massage und alles war wieder ok.

Wegen des stürmischen Windes wählte Dirk meine Strecke weitestgehend wieder mit Rückenwind. Welch ein Glück, denn dort, wo er mal frontal kam, war es, als liefe man gegen eine unsichtbare Mauer, schrecklich anstrengend war das. Nein, schön ist anders. Ich hoffe wirklich, dass dies der letzte Lauf mit Wind in dieser Heftigkeit war. Wunderschöne Wolkenbilder und die ohnehin sehr schöne Landschaft entschädigten das aber dann doch wieder. Dass wir wieder an der Maas laufen waren, brauche ich wohl nicht explizit zu erwähnen, oder? Drei Fotos hab ich unterwegs fix gemacht und das sind zwei davon:



Und zum Beine ausschütteln gehts gleich noch eine Runde durch Ikea, wir brauchen mal wieder neue Kerzen ;-).

Euch noch einen schönen Sonntag und auf eine hoffentlich bessere kommende Woche, als die vergangene es für mich war.

Woche 6 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 09.02.2014: 77,0 kg 
Trainingseinheit Dienstag:  6 km Laufen, sehr schwerfällig
Trainingseinheit Sonntag: 16 km Laufen
Reiten: Mittwoch 45 min. Ausritt
Gelaufene km gesamt: J 124,8 km / W 22 km
40 Tage alkoholfrei ;-)

Donnerstag, 6. Februar 2014

Offtopic: Nachdenkliches zum Thema Krankenhaus und Sterben

Schon als Kind hat mich das Thema Tod und Sterben sehr beschäftigt. War mein Denken als Kind eher geprägt von Verlustängsten, so stehe ich dem Thema heute etwas "abgeklärter" gegenüber. Na ja, zumindest im Denken; wie das in der Praxis irgendwann mal aussieht, wenn ein mir nahe stehender Mensch gehen muss, kann ich nicht abschätzen. Als mein Vater vor nun schon 15 Jahren mit gerade erst 55 Jahren starb, war sein Tod eine Erlösung. Sein Krebsleiden war so heftig, dass ich jeden Tag gebetet habe, der liebe Gott möge ihn doch endlich erlösen von diesen Qualen. Viele Operationen, Bestrahlungen und Krankenhausaufenthalte haben die letzten Monate seines Daseins geprägt. Ich war erschüttert, was ein Mensch ertragen muss, und vor allem kann. Mein spirituelles Denken hat sich inzwischen geändert, so ist der Tod für mich der Übergang in eine andere Daseinsform. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht über Glaube, Reinkarnation oder Karma sprechen. Ich werde im März mit einem Hospizhelferkurs beginnen und zu diesem Thema habe ich mir ein ganz tolles, vielseits gelobtes und empfohlenes Buch gekauft, von Dr. Elisabeth Kübler-Ross. Sie gehört zweifelsfrei zu den Pionieren in der westlichen Welt bei diesem Thema. Was sie im Nachfolgenden schreibt, hat mich sehr beeindruckt und deshalb möchte ich es hier für Euch einfach mal zitieren.

Den Namen des Buches nenne ich erst am Ende, um hier nicht evtl. jemanden zu verschrecken (denn was ich zitiere, hat mit dem Titel des Buches hier noch nichts zu tun) ;-)

…„Sicher gibt es mehrere Motive für die Flucht vor der Realität des Todes, doch das wichtigste liegt vielleicht in der Tatsache, daß Sterben heute grausamer als früher ist, so einsam, so mechanisiert und unpersönlich, daß man zuweilen nicht mehr angeben kann, in welchem Augenblick der Tod eintritt.

Die Einsamkeit, die unpersönliche Behandlung setzen schon ein, wenn der Kranke aus der gewohnten Umgebung herausgerissen und hastig ins Krankenhaus geschafft wird. Wer sich jemals in solchem Augenblick nach Ruhe und Trost gesehnt hat, vergißt niemals, wie man ihn auf die Trage packte und mit heulenden Sirenen ins Krankenhaus transportierte: Der Transport ist der Beginn einer langen Leidenszeit. Schon der Gesunde erträgt kaum die Geräusche, das Licht, die Pumpen, die vielen Stimmen, die den Kranken im Notaufnahmeraum überfallen. Vielleicht sollten wir mehr an den Patienten unter seinen Decken und Laken denken, sollten unsere gutgemeinte Tüchtigkeit und Hast einen Augenblick vergessen, dem Kranken die Hand halten, ihm zulächeln und seine Frage beantworten. In vielen Fällen ist der Transport ins Krankenhaus schlicht die erste Phase des Sterbens. Wenn ich in diesem Zusammenhang immer wieder an den Gegensatz zu dem Kranken erinnere, der in seiner gewohnten Umgebung bleiben darf, will ich damit natürlich nicht sagen, daß man ein Leben aufgeben sollte, das in einer Klinik vielleicht noch gerettet werden könnte: Ich möchte nur dazu auffordern, mehr als zur Zeit an die Situation des Kranken und seine Reaktionen zu denken. Häufig scheint man dem schwerkranken Patienten das Recht auf eine eigene Meinung abzusprechen, wenn man bestimmt, ob er ins Krankenhaus gebracht werden soll. Aber es kann ja schließlich nicht so schwierig sein, sich daran zu erinnern, daß der Kranke selbst Gefühle, Meinungen und vor allem das Recht hat, gehört zu werden.

Im Notaufnahmeraum der Klinik entfaltet sich sofort die Geschäftigkeit von Schwestern, Pflegern, Assistenzärzten; vielleicht stellt sich eine Laborantin zur Blutabnahme ein, ein Spezialist, der das Elektrokardiogramm machen will; vielleicht packt man den Kranken auf den Röntgentisch. Jedenfalls fängt er hier und da eine Bemerkung über seinen Zustand oder entsprechende Fragen an seine Angehörigen auf. Langsam, unausweichlich beginnt man ihn als Gegenstand zu behandeln, er hört auf, eine Person zu sein. Oft entscheidet man gegen seine Wünsche, und wenn er sich dagegen aufzulehnen versucht, verabreicht man ihm ein Beruhigungsmittel. Nach langen Erörterungen rollt man ihn vielleicht in den Operationssaal oder in eine Station für Intensivbehandlung, wo er zum Gegenstand intensiver Bemühungen und großer finanzieller Investitionen wird.

Er mag um Ruhe, Frieden und Würde flehen – man wird ihm Transfusionen, Infusionen, die Herz-Lungenmaschine, eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) verordnen – was eben medizinisch notwendig erscheint. Vielleicht sehnt er sich nur danach, daß ein einziger Mensch einmal einen Augenblick bei ihm stillhält, damit er ihm eine einzige Frage stellen kann – doch ein Dutzend Leute macht sich rund um die Uhr an ihm zu schaffen, kümmert sich um seine Herz- und Pulsfrequenz, um Elektrokardiogramm und Lungenfunktionen, um seine Sekrete und Exkremente – nur nicht um ihn als Persönlichkeit.

Auflehnung hilft nichts, denn alles wird ja nur getan, um sein Leben zu erhalten – und wenn man es retten kann, ist ja später immer noch Zeit, an ihn als Individuum zu denken. Wer zuerst den gesamten Menschen in Betracht zieht, könnte darüber wertvolle Zeit zu seiner Rettung verlieren! Das jedenfalls scheint die Begründung oder Rechtfertigung der ganzen Betriebsamkeit zu sein – oder ist es ganz anders? Liegt die Ursache dieser immer mehr mechanischen, unpersönlichen Behandlung in uns selbst?

Können wir vielleicht nur auf diese Weise mit den Ängsten fertig werden, die ein schwer oder hoffnungslos Erkrankter in uns selbst auslöst? Konzentrieren wir uns auf Blutdruckmesser und andere Instrumente, weil wir den drohenden Tod nicht sehen wollen, der so furchtbar und erschreckend ist, daß wir unser ganzes Wissen auf Apparaturen übertragen? Denn Instrumente bedrücken uns weniger als die leidenden Züge eines menschlichen Wesens, das uns wieder einmal an die eigene Ohnmacht erinnert, an unsere Grenzen, unser Versagen, unsere eigene Sterblichkeit.

Vielleicht müsste die Frage lauten: Werden wir menschlicher oder unmenschlicher? Dieses Buch will nicht die Antwort geben; doch wie sie auch immer ausfallen würde, steht eines doch fest: Der Patient leidet mehr, und wenn nicht körperlich, so doch in seinem Gefühlsleben. Seine Bedürfnisse haben sich im Laufe von Jahrhunderten nicht geändert, wohl aber unsere Fähigkeit, ihnen nachzukommen.“ …


Auszug aus dem Buch „Interviews mit Sterbenden“.

Ich hoffe, es hat Euch auch, wenn schon nicht unbedingt gefallen, so doch zum Nachdenken bewegt. Der Tod gehört zum Leben nun mal dazu, doch wir alle neigen dazu, ihn zu verdrängen (vor allem unseren eigenen, wie oben ja auch erwähnt). Und wenn er uns dann in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis be-trifft, sind wir oft Wort- und hilflos diesen Situationen ausgesetzt. Wer will schon das Ende sehen?! Aber ist der Tod wirklich das Ende? Mich tröstet nicht nur der Gedanke, dass meine Seele weiter lebt, sondern er nimmt mir auch die Angst vor meinem Ableben, weil ich weiß, dass es weiter geht, eben nicht das Ende ist. Mit diesem Satz schließe ich diesen Eintrag jetzt ab.

Danke fürs bis hier unten Lesen :-)




Mittwoch, 5. Februar 2014

05.02.2014 Verflixt und überhaupt

What the fuck mach ich denn falsch!?!

Meine Laune macht mir etwas Sorgen. Liegt es am Zuckermangel oder bin ich auf Alkoholentzug? Nein im Ernst, ich glaube, ich kann mich gerade selbst nicht leiden.

Seit drei Tagen (neuerdings immer montags besonders auffallend übel) habe ich ganz mieseLaune. Mit meiner "Disziplin" bei der Ernährung sieht es gerade nicht ganz so dolle aus. Ich versuche mich zwar weitestgehend an meine neue Regeln zu halten (die ich auch immer noch für gut und richtig befinde), aber ich habe doch neuerdings ständig Gelüste und schwache Momente, nichts schmeckt mir mehr richtig gut. Eigentlich ist meine Freundin Michaela "daran Schuld", denn sie hat mir gerade erst am Montag mächtig den Kopf gewaschen, dass ich es mit meinem Ehrgeiz mal wieder zu genau nehme. Mehr oder weniger bestätigt wurde dies am selben Nachmittag von meinem Osteopathen. Aber sobald ich mir erlaube, wieder halbwegs "normal" zu essen, also mit (einigen wenigen) schnellen Kohlenhydraten, geht die Waage sofort gnadenlos in die falsche Richtung zurück. Alles Reden von der goldenen Mitte, die es zu finden gilt, Genuß mit Verstand und im richtigen Maß, ist ja gut und schön, aber meine Realität in Form von Zahlen auf einem kleinen Metallkasten sieht leider anders aus. Ich kann nicht behaupten, dass ich zur Zeit maßlos bin, nein, ich gönne mir vielmehr ab und an eine Kleinigkeit aus meinem "alten Leben". Aber es sieht so aus, als wäre das schon wieder zuviel.

Gestern bin ich sehr schwerfällig meine Standardrunde von 6 km gelaufen. Im Anschluss habe ich noch 30 min. diverse Übungen (Dehnen, Stabi, Kraft) gemacht und danach sogar noch 15 km locker geradelt. Sport machen könnte ich zur Zeit glaube ich mehr als mir lieb ist, wenn es nach  meiner Motivation geht. Aber das hat zur Folge, dass ich hungriger bin und im Hinterkopf denke, dass ich mir auf Grund der guten Kalorienbilanz doch das ein oder andere dazu erlauben darf. Pustekuchen. Allerdings... nein, ich kasteie mich nicht und ich lasse mich nicht länger von dieser dämlichen Waage manipulieren. Schluss damit. Ab jetzt gehts nur noch einmal im Monat auf die Waage. Hm... oder mache ich mir vielleicht doch nur selbst etwas vor?! Wieso zum Teufel, nehme ich denn nur so schnell wieder zu, wenn gerade mal was runter ist? Ich glaube nicht unbedingt an diese 1-2 "normale Schwankungen Kilos", wie Dirk mir immer einredet.

Ich komme gerade wieder an den Punkt, wo ich schon x-mal in meiner fast 20jährigen Abnehmekarriere war: ich schwanke rauf und runter, immer im Rahmen von 2 - 5 Kilo - mehr geht einfach nicht runter. Zum Kotzen ist das! Da soll man keine schlechte Laune bekommen! Aber es nützt ja nichts. Durchhalten ist die Devise, einfach weiter machen und durchhalten. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Aufstehen, Krone richten und weiter machen. Mannmannmann, wie mich diese Ernährungs- bzw. Abnehmgeschichte doch langsam anödet. Ich gebe mir noch einen Monat. Wenn ich Ende Februar nicht 75,0 kg auf der Waage habe, stehe ich nochmal bei Edgar auf der Matte! Dann muss das Unterbewußtsein mit anderen Mitteln davon überzeugt werden, dass es sich ruhigen Gewissens von den Fettdepots trennen darf. Irgendwas scheint doch völlig verkehrt zu laufen, denn so falsch ist meine Ernährung nicht, im Gegenteil, und dann noch der Sport dazu... ich bin wirklich ein wenig ratlos.

Doch nun genug gejammert - sorry, ihr Lieben! Und vielen Dank fürs Zuhören, jetzt gehts mir schon wieder ein klein wenig besser ;-) *bussi*

Sonntag, 2. Februar 2014

02.02.2014, Projekt sub 10, Tag 33

Der Januar ist vorbei und ich schließe ihn mit minus 4 Kilo ab. Mit diesem Ergebnis bin ich super zufrieden, es motiviert mich, genau so weiter zu machen. Ich fühle mich körperlich und geistig richtig gut, merke auch, dass mein Hautbild sich positiv verändert hat, was ich auf den Alkoholverzicht zurück führe und natürlich die gesündere Ernährung.

Der heutige Lauf auf dem Deich war wie immer sehr schön, aber am Ende doch auch anstrengend. Mental war es ebenso eine Prüfung für mich, da Dirk wegen seiner Schienbeinschmerzen vom Fußball Spielen gestern seinen Lauf vernünftigerweise abgekürzt hat. Dumm nur, dass er mich dadurch ständig ungewollt auf die Probe stellte, meinen Lauf ja auch abkürzen zu können, in dem er mich an verschiedenen Stellen fotografierte. Aber aller Versuchung zum Trotze, ich blieb standhaft und zog meine geplanten 16 km durch. Wind gabs heute auch wieder, zum Glück aber weitestgehend von hinten bzw. der Seite, von vorn blieb er mir glücklicherweise bis auf kurze Abschnitte erspart. Ansonsten erfreute ich  mich an einem fast wolkenlosen, blauen Himmel mit jeder Menge Sonnenschein, lief somit in 3/4 Hose, kurzen Ärmeln und neuer Sonnenbrille. Ein Hauch von Frühling hing in der Luft. Und weil das Wetter auch morgen so schön bleiben soll, freue ich mich jetzt schon auf einen Ausritt. Und hier mal wieder ein paar Impressionen unseres Lieblingslaufgebiets:















Ansonsten gibts wenig zu berichten; ich war am Montag bei einer Infoveranstaltung der Malteser für einen Kurs zum "Hospizbegleiter", der im März startet. Dazu gibts zunächst am 18.02. ein intensives Einzelgespräch und danach werde ich sehen, ob dieser Kurs wirklich für mich in Frage kommt. Der Wunsch, "etwas Sinnvolles und Wertvolles" zu tun, treibt mich schon sehr lange an. Ich denke daher schon, dass ich diesen Kurs absolvieren werde. Ob ich allerdings am Ende des Kurses tatsächlich diese Aufgabe erfüllen kann, weiß ich jetzt noch nicht.  Ich denke, dass ich das im Rahmen dieser Zeit heraus finden werde. So oder so wird dieser Kurs eine sehr wichtige und wertvolle Erfahrung.

Woche 5 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 02.02.2014: 76,6 kg :-) 
Trainingseinheit Mittwoch:  45 min. div. Übungen, 10 km Ergometer in 20 min.
Trainingseinheit Donnerstag: 6 km Laufen , 42 min.
Trainingseinheit Freitag: Crosstrainer 30 min, (Fatburner), 30 min. div. Übungen
Trainingseinheit Sonntag: 16 km Laufen, 1:47 min.
Reiten: Mittwoch 40 min.
Gelaufene km gesamt: J 102,8 km / W 22 km
33 Tage alkoholfrei ;-)