Sonntag, 13. April 2014

100 Tage und anderes

Am Donnerstag (10.04.14) waren es genau 100 Tage. 100 Tage seit dem 01.01., an denen ich keinen Alkohol getrunken habe. Warum ich das gemacht habe? Einfach so, um mal zu sehen, wie ich mich dann fühle. Ich habs die letzten Wochen des alten Jahres gefühlt ein wenig übertrieben, daher war es mir ein persönliches Bedürfnis, einfach mal ne Weile nichts alkoholisches mehr zu trinken. Da bietet sich der Neujahrstag ganz gut zum rechnen an. In den 100 Tagen habe ich absolut nichts vermisst, so dass ich diese Abstinenz auch noch fortführen werde. Wie lange, weiß ich jetzt noch nicht. Eigentlich wollte ich ja am 27.04. ein Siegerbier mit Dirk auf seinen ersten Marathon trinken, aber das geht genauso gut mit einem alkoholfreien Bier, wie übrigens bei allem anderen auch. Ich denke mal, bis zum Mallorca-Urlaub werde ich das locker "durchhalten". Es macht schon irgendwie Spaß, mit sich selbst in so einen kleinen Wettkampf zu gehen.

Aber das ist auch so ziemlich das einzige, denn sowohl beim Abnehmen wie auch beim Laufen habe ich jeglichen Druck raus genommen. Und ich fühle mich einfach nur sehr gut damit. Ich laufe nur noch aus Spaß an der Sache und zum Wohle meines Körpers; Zeiten und Distanzen sind mir dabei ziemlich egal geworden. Und siehe da, es läuft einfach nur entspannt und gut. Dummerweise hatte mich dieser hartnäckige Husten ja wieder aus dem Tritt gebracht. Aber heute war schon der dritte Lauf post infekt, mit dem ich wieder absolut zufrieden war. 11 Kilometer gings über den Deich, von Maaseik nach Dilsen-Stokkem, durch die herrliche Landschaft entlang der Maas in ihrem neuen, satten frühlingsgrünen Kleid. Es ist immer aufs Neue faszinierend, wenn die Natur nach einem kahlen Winter zu neuem Leben erwacht und alles grünt und blüht, ich liebe diese Jahreszeit sehr!

Beinahe noch schöner, als das laufend zu erleben, ist es, dies auf dem Rücken eines Pferdes zu beobachten (zumindest für mich ;-)). Wie genieße ich diese beiden Tage, wenn ich mit meinem vierbeinigen Schatz unterwegs bin! Sobald ich den Stall betrete, ist alles andere weg. Es ist beinahe wie eine Therapie: Hatte ich einen Scheißtag, bin müde und fühle mich ausgelaugt, ist dort auf einmal ein Lebewesen, das meine ganze Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommt. Ich kümmere mich und mache dies und jenes und die Welt ist wieder vollkommen in Ordnung. Das möchte ich auf keinen Fall mehr missen! Nach einigem Ausprobieren bin ich jetzt angekommen und habe das für mich richtige Pferd mit den für mich richtigen, lieben Leuten im passenden Stall gefunden. Darüber bin ich sehr happy.

Morgen gehts mit Dirk nach Bamberg, da mache ich mir ein paar schöne, freie Tage und werde meine nächste Lektion hoffentlich fertig stellen. Bald bin ich damit komplett durch und ich überlege schon, dass ich darauf aufbauen werde und aller Wahrscheinlichkeit nach noch den Erziehungsberater machen werde. Nun, wo das mit dem Hospizhelfer schon nicht geklappt hat, muss ich etwas anderes Sinnvolles tun. Und wer weiß, vielleicht lacht ja noch mal ein neuer Job!


1 Kommentar:

  1. 100 Tage ist eine ganz schön lange Zeit! Aber die tun dem Körper bestimmt auch mal gut. Des habe ich damals in meiner jugendlichen Zeit auch gemerkt als an jedem Wochenende doch etwas zuviel getrunken wurde. In der Zwischenzeit trinke ich max. 2x im Monat ein Glässchen Wein und lebe wunderbar damit

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