Dienstag, 30. September 2014

Reine Willenskraft und 75,4 / Tag 16 mit Almased

Die Waage war heute endlich wieder gnädig, nachdem sie mir fünf lange Tage lang die 76 plus und wieder minus 400 Gramm angezeigt hatte, so stand dort endlich die langersehnte 75 vorne, dann noch die 4 hinterm Komma, geht klar. Yes, der erste Meilenstein ist greifbar = Motivation zum Laufen und da ich gestern mit und wegen Tim nicht zu meiner Sporteinheit gekommen bin, durfte es heute wieder etwas mehr sein. Die 10 Kilometer standen daher auf meinem nicht vorhandenen Plan. Es ging auch ganz gut los, so dass der erste KM mit einer 6:52 doch etwas schnell war. Aber dann kam der erste größere "Hügel" und ich merkte schon, wie die Kräfte nachließen. Das Wetter war mit 17 Grad immer noch zu mild für mich, doch ich versuchte die Herbstluft zu genießen, so gut es ging. Bei KM 6 merkte ich dann doch, dass die Körner futsch waren und ich eigentlich nicht mehr konnte. Aber dann erinnerte ich mich wieder an mein Mantra und lief langsam weiter. Ich wusste, dass ich es schaffen würde. Selten hab ich das Piepsen meiner Uhr so herbei gesehnt wie heute. Als sie dann endlich nach einer Stunde und 15 Minuten die 10 anzeigte, drückte ich heilfroh die Uhr ab und blieb endlich stehen, ausser Atem und kraftlos.

Zu Hause angekommen war mir klar, dass es unmöglich funktioniert, nur mit einem Almasedshake mehr als 5 Kilometer zu laufen. Nordic Walken ist da was anderes, doch beim Laufen gehts nicht, zumal ja auch am Abend zuvor keine Kohlenhydrate zugeführt werden. Zunächst trank ich mein Magnesium-Basica-Gemisch und noch ein Glas Wasser hinterher. Dann machte ich mir schnell einen Quark mit 100 % Fruchtsmoothie und einen halben Apfel. Und sofort gings mir besser. Beim nächsten Mal, was vermutlich schon morgen sein wird, versuche ich mal eine halbe Banane in den Shake zu mischen.

Ich bin weiterhin enorm motiviert und denke immer noch, dass es für mich der richtige Weg ist!

Donnerstag, 25. September 2014

Diesmal ist es anders

Es ist ein Gefühl, etwas stärker und selbstbewusster als sonst, das mir sagt, dass ich es diesmal schaffe. Heute Morgen zeigte die Waage 76,0 an und das motiviert ungemein, vier Kilo sind jetzt weg und das in 11 Tagen. Almased scheint für mich genau der richtige Weg zu sein, ich komme sehr gut damit klar, nur einmal am Tag eine gesunde low carb Mahlzeit zu essen, bis ich wirklich satt bin. Gestern ist es sogar passiert, dass ich meinen Guten-Abend-Drink gar nicht getrunken habe, weil ich einfach Null Hunger hatte und da war es auch schon viel zu spät. Ich bin so froh, mal aus diesem Zuckerdunstkreis heraus gekommen zu sein und ich hoffe und bete, dass dies noch möglichst lange so bleibt. Ich bin von Kind an mit Süssigkeiten überhäuft worden, später obendrein noch ein fast-food-junkie geworden und immer musste es bei mir schnell, schnell gehen; schnell den Appetit, die Gelüste und Yeaper oder auch mal den Hunger stillen (letzteres war wohl eher seltener der Fall). Zu der guten Hausmannskost von Mama und Omas bin ich außerdem ein Kiosk, Bäcker- und Pommesbudenkind geworden, und dass ich nicht viel dicker geworden bin, als ich es bislang war, ist wirklich ein kleines Wunder.

Ich beschäftige mich nun schon so lange mit dem Abnehmen, der Ernährung, Sport und allem, was dazu gehört und doch hat es nie gereicht, am Ball zu bleiben. Daher bin ich nun sehr gespannt, wie es weitergeht, ich hab ein gutes Gefühl. Aber auch das hatte ich schon öfter im Rahmen meiner "Abnehm-Karriere". Es bleibt also abzuwarten, ob mich mein Gefühl diesmal vielleicht nicht täuscht.

Der erste kleine Meilenstein (angefangen mit 80 Kilo), die 75 Kilo, sind bald erreicht. Dann folgt der nächste, die 73 Kilo, weiter gehts mit der 70 und im Idealfall die 67. Die hatte ich, als ich Dirk kennen lernte und die hatte ich seit der Geburt von Tim (in der Schwangerschaft hatte ich 20 Kilo zugenommen!). Zuvor war ich 65 Kilo - und da war ich gewiss kein Hungerhaken!

Mal sehen, was geht und wie lange es dauert, mein Weg, mein Tempo :-)

Mittwoch, 24. September 2014

Mein Leben, mein Weg, mein Tempo

Die sehr gute Nachricht zuerst: Die Waage war heute wieder gnädig und zeigte 76,8 kg an, so lass ich mir das doch gefallen! Und die nächste gute Nachricht, ich habe heute wieder 10 Kilometer geschafft -> zu laufen! Ich freue mich wie Bolle. Ich war zwar sehr langsam unterwegs, aber, man bedenke, ich bin ja auch im Moment nicht wirklich leistungsfähig und bin, obwohl es ja schon 14 Uhr war, auf nüchternem Almased-Magen unterwegs gewesen.

Mit einem mal hatte ich plötzlich mein neues Mantra im Kopf "Mein Leben, mein Weg, mein Tempo" und immer, wenn ich meinte, mein Tempo sei verdammt langsam, hab ich es mir ins Bewußtsein geholt. Die Beine waren schon etwas schwer von all der ungewohnten Belastung der letzten Tage, aber es ging und ich war am Ende sogar noch in der Lage, aus den ursprünglich geplanten 8 km, dann 9 km und dann sogar die 10 voll zu machen. Ich wusste, mit welchem Gefühl ich dann belohnt werden würde - und so war es auch: glücklich, grinsend, stolz (obwohl ich mich, unter uns gesagt, genauso über die 8 gelaufenen Kilometer gefreut hätte ;-)).

Mein Mantra könnte der Titel des Buches sein, das ich hoffentlich irgendwann dann doch mal schreiben werde. Es könnte auch die Inschrift meines Grabsteins sein, wobei hier noch "mein Ende" dran gehängt werden müsste. Wie auch immer, beim Laufen ist mir heute klar geworden, dass ich wirklich auf dem Weg in ein neues Leben bin, meinen Weg gehe und das in meinem Tempo. Dass ich nun durch das Burnout (bore out?) zwangsläufig entschleunigt wurde, ist nicht von der Hand zu weisen. Höchste Eisenbahn, den weiteren Weg zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Unterwegs fragte ich mich, ob ich die 8 Kilometer heute schaffe. Klar, denn ich weiß, dass man alles schafft, wenn man es wirklich will. So habe ich mir ins Gedächtnis geholt, dass ich bereits zweimal den Berlin Halbmarathon geschafft habe. Und um es mir selbst noch einmal vor Augen zu führen, hier die Fakten;: 17563 (W5202) Hansen, Marion..W45...867...02:17:03, das war das Ergebnis von 2013 und 2012 waren es 2:23 Stunden so hatte ich mich doch um ganze sechs Minuten verbessert. Das Wissen, 21 Kilometer zu können, hilft mir jetzt häufig, wenn ich zweifle.

Ich fange wieder an, ich bin wieder da. Ein schönes Gefühl!

Dienstag, 23. September 2014

Unverändert, Tag 8 mit Almased

Und wieder zeigt die Waage eine glatte 78 an. Langsam nervts! Seit vier oder sogar fünf Tagen schon hänge ich jetzt auf der 78 fest, obwohl ich mich akribisch an die Regeln halte. Ich bewege mich täglich zwischen 6 und 9 Kilometer und bin standhaft wie nie zuvor. Ja ja, ich weiß, es gibt Stagnationen, aber dass die schon sooo früh kommen, damit hätte ich nicht gerechnet.

Gut, alles Jammern und Ärgern nützt ja nichts, da muss ich jetzt durch. Und im Prinzip weiß ich ja, dass es bald weiter gehen muss. Ich schiebe es daher immer noch auf die Umstellung des Stoffwechsels und die ungewohnte, tägliche Bewegung. Messen statt Wiegen wäre vielleicht sinnvoller. Auch, nur einmal pro Woche auf die Waage zu steigen, wie ich das auch eigentlich vor hatte.

Dennoch fühle ich mich schon viel besser, auch, wenn ich wohl immer noch nicht so optimal schlafe.

Gleich gehts wieder raus zum Wurmtal. Das ist Walken ist im Moment das Highlight meines Tages und natürlich die anschließende Mahlzeit. Heute gibts das hier:


http://www.essen-und-trinken.de/rezept/316536/puten-saltimbocca-mit-broccoli.html

Montag, 22. September 2014

Muskeln im Speckmantel vs. Almased

Die erste Woche ist um, Zeit, für eine kurze Bilanz.

Heute Morgen zeigte die Waage eine glatte 78 an, das heißt, ich habe in exakt 1 Woche 2 Kilo abgenommen. Warum es nun wieder ein Kilo mehr ist, als zwischenzeitig schon  runter war, denke ich, ist den üblichen Schwankungen geschuldet (Wassereinlagerungen, schlechte Verdauung, Sport oder was auch immer dafür verantwortlich ist). Fakt ist, ich fühle mich gut und weiterhin sehr motiviert.

Eine Woche bin ich nun standhaft geblieben, das heißt kein Brot, keinen Zucker, keine Nudeln & Co., kein Obst, keinen Alkohol und nahezu täglich Bewegung, bin 2 x je 6 km gelaufen und 4 x je 8 km gewalkt = 44 Wochenkilometer. Das Nordic Walken spüre ich im ganzen Körper, der Rücken, die Schultern und der Nacken profitieren davon. Da ich ja mit anderen wichtigen Übungen leider eher geize, ist dies eine gute Alternative, auch andere Muskelpartien wieder zu stärken. Allmählich bilden sich wieder sichtbar Ansätze von Muskeln, die sich wohl längere Zeit im Speckmantel versteckt haben. Auch einen meiner Gürtel, den ich vor kurzem nur im ersten Loch mit Mühe zu bekommen habe, kann ich inzwischen wieder im zweiten Loch nutzen. Meine Güte, wie konnte ich mich nur so gehen lassen!!?!!

Körperlich fühle ich mich immer noch ein wenig schlapp und schwummrig, was ich jedoch nicht dem Almased zuschreibe, daher ist es gut, dass ich noch krank geschrieben bin. Mein Gemütszustand ist auf dem Weg der Besserung, obwohl es immer wieder Situationen gibt, wo ich merke, dass etwas nicht in Ordnung ist (z. b. banale Entscheidungen treffen oder in der Öffentlichkeit unterwegs sein). Die tägliche Bewegung an der frischen Luft, die ich mir selbst verordnet habe, scheint ein sehr guter Ansatz gewesen zu sein, aus diesem Loch heraus zu kommen, daher will ich das unbedingt fortführen.

Fortführen will ich auch die Reduktionsphase bis zum Urlaub (10.10.), d. h. eine Low-Carb-Mahlzeit am Tag und 2 x Almased. Im Urlaub werde ich dann das Obst wieder in meinen Speiseplan integrieren und weiterhin möglichst Low-Carb bleiben. Ich denke, das ist ein guter Weg.

Gestern gabs übrigens das hier zu essen (aber ohne Brot und dip), es war wieder super lecker und mal was anderes:

http://eatsmarter.de/rezepte/orientalisches-puten-chili

Lediglich mit den Portionen bzw. Mengenangaben muss ich noch etwas üben, ich mache immer zuviel. Aber das hat heute den Vorteil, dass ich nichts neues kochen brauche, eine gute Portion ist noch übrig geblieben und weils so lecker war, stört mich das überhaupt nicht.


Samstag, 20. September 2014

Motiviert

Wenn man nur einmal am Tag isst, wird das Essen zum wahren Hochgenuss. Die Seite von eatsmarter bietet hier herrliche Anregungen. Dort fand ich auch diese mal etwas andere Variante vom Rosenkohl, den Dirk und ich sehr mögen, hier mit einer Walnuss-Chili-Zwiebel-"Soße", uns hat es sehr gut geschmeckt. Wenig Kalorien und low carb tauglich.



Zuvor waren wir im Albert Heijn in Kerkrade einkaufen, inzwischen unser Lieblingssupermarkt. Hier gibt es kaum etwas, das es nicht gibt, vor allem auch sehr viele Dinge, die man sonst nur in Reformhäusern findet sowie eine sehr gut sortierte "Asian/Thai"-Abteilung. Für Dirk als Bierliebhaber und Tester neuer Sorten gibt es hier ebenfalls eine große Auswahl an holländischen und belgischen Bieren. Gut, der Laden ist ein bisschen teurer, aber dafür hat man wirklich mal eine schöne Abwechslung im Einkaufswagen. Hier macht selbst mir das Einkaufen Spaß und das will wirklich etwas heißen (dass man nebenbei noch das klitzekleine Gefühl hat, in Urlaub an der Küste zu sein, ist noch ein zusätzlicher Pluspunkt für den Laden. Ach ja, und Kaffee und Kekse gibts dort auch gratis für die lieben Klanten!).

Heute Morgen hatte ich eine glatte 77 auf der Waage. Wahnsinn, von Montag bis Samstag ganze 3 Kilo abgenommen. Natürlich fällt es mir schwer, mir nicht hier und da etwas in den Mund zu stecken (selbst Obst ist Tabu!) und auch der Gang durch den Supermarkt war stellenweise hart (da, wo die Chips liegen und auch der Kuchen). Aber das Wissen um diese ganze Zucker/schlechte
Kohlenhydratmisere macht es mir leichter, nicht in diese Falle zu tappen, die dann meinen Insulinspiegel wieder verrückt spielen lässt. Das soll nicht heißen, dass ich nie wieder Kuchen oder Chips essen werde, aber ich will jetzt verdammt nochmal dauerhaft eine gesündere Ernährung erzielen. Ich möchte zu mehr Leichtigkeit, im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade im letzten halben Jahr habe ich meinen Körper bildlich gesehen mit Füßen getreten und ihn vernachlässigt, wo es nur ging. Es ist fast ein Wunder, dass ich nicht auch wieder rückfällig geworden bin, was das Rauchen angeht (seit Oktober 2013 rauchfrei!). Und dabei ist mein Körper doch mein bester Freund, oder sollte es zumindest sein! Welche Dienste leistet er schließlich täglich und selbstverständlich?!

Ein leichtes und gesundes Essen war somit meine erste gute, bewusste Tat des Tages für ihn, gleich werde ich ihn noch 8 km an der frischen Luft bewegen. Morgen wird wieder gelaufen; es soll ja endlich kühler werden ;-)

Freitag, 19. September 2014

Genießen

Genießen ist mein Gefühl des Tages: Zunächst war ich auf der Waage und habe die angezeigten 77,3 kg sehr genossen! Das motiviert doch ungemein. Das Lesen des Buches von Mike Kleiß, More Power, lag monatelang ungelesen auf meinem Tablet, nun habe ich damit Montag angefangen und es wirkt bereits, die Botschaften kommen wieder an. Es ist ja nicht so, als ob ich nicht längst wüsste, wie es funktioniert,  nur durchgehalten hab ich bis jetzt nicht sehr lange. Das soll diesmal anders sein.

Während ich mein Almased heute morgen genüsslich zu mir nahm, stand bereits fest, dass ich unbedingt heute früh meine Walking-Runde machen wollte, sollte es ja wieder so warm werden. Boah, das Wetter macht mich echt fertig. Gesagt, getan fuhr ich ins Wurmtal, welches durch den gestrigen (vielen) Regen über Nacht zum Regenwald mutiert war. Bäh war das schwül! Die Runde, die ich diesmal ein klein wenig veränderte, war wieder sehr schön. Das schönste aber war, dass kaum Leute unterwegs waren. Mike Kleiß hat vollkommen recht, es riecht im Wald in jeder Kurve anders und ich konnte diese Gerüche, gepaart mit dem plätschern der Wurm an vielen Stellen unglaublich genießen. Ich liebe den Herbst und den Frühling, das Kommen und Gehen der Natur, hier sind meiner Meinung nach die Farben am schönsten, die Gerüche am intensivsten und die Temperaturen meistens am angenehmsten.

Unterwegs nach Hause war ich noch eben einkaufen; dann endlich sollte es das langersehnte erste Essen nach ganzen vier Tagen flüssiger Ernährung geben, ich freute mich schon unglaublich darauf. Mit klassischer Musik in der Küche schnippelte ich zurecht, was in die Pfanne musste: Hähnchenbrustfilet, Paprika rot und gelb, eine Stange Lauch und braune Champignons, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika, etwas Gemüsebrühe und zuletzt Schmand. Großer Gott, war das lecker!!! Summend, grinsend und mehr als genießend saß ich vor dem Teller und habe jeden Bissen genossen.

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg, sowohl.. als auch.... Es fängt an, wieder Spaß zu machen, das Leben :-)

Donnerstag, 18. September 2014

Warten, laufen, hungern...

Der Erfolg heute Morgen auf der Waage (78 kg) motivierte mich, noch mindestens einen Startphase-Tag dran zu hängen. Leider war mir aber gestern das Almased ausgegangen und der Nachschub sollte heute erst per Hermesboten kommen. Tja, fragte sich nur wann. Ich hatte wieder schlecht geschlafen, so dass ich auch nur ganz allmählich in die Pötte kam. Da ich ohnehin erstmal einen wichtigen Anruf um 10 Uhr tätigen musste, verlegte ich den angedachten Lauf auf später. Immerhin gabs draußen auch mal wieder Regen, wenn auch warmen Regen, aber Regen und kein grelles Sonnenlicht.

Ich wartete bis 13 Uhr, dann reichte es mir. Blöder Hermes-Fuzzi, der DHL-Heini wäre längst da gewesen... Mein Magen hing derweil schon auf den Knien, so dass ich mir immerhin einen Teller Gemüsebrühe gönnte. Ob ich nach dreieinhalb Tagen ohne Essen überhaupt einen Lauf schaffe? Der Regen beflügelte mich - zumindest die ersten beiden Kilometer (bekanntermaßen bergan), dann ließ die Kraft doch deutlich nach. Aber egal. Ich wusste ja, dass ich keine Höchstleistungen erbringen kann, also machte es mir auch gar nichts aus, richtig langsam zu laufen, Hauptsache die Runde ohne Gehen zu schaffen, das war mein Ziel. Und das schaffte ich dann auch. Zwar etwas wackelig auf den Beinen im Anschluss und klitschnass geschwitzt, aber geschafft und deshalb stolz wie Bolle.

Ich weiß nicht, ob es schon einer gewissen Gewohnheit geschuldet ist, aber den Anblick meines Spiegelbildes fand ich heute schon nicht mehr ganz so schlimm. Dennoch habe ich jetzt am Nachmittag wieder eine absolute Flaute. Da ich meine unmittelbaren Nachbarn nicht erreicht habe, der Hermesbote war nämlich laut Internet genau dann da, als ich gerade los gelaufen bin (und einen Zettel hat der Tünnes auch nicht hinterlassen, wo er das Paket abgegeben hat), musste ich mir fix im DM neues Zeugs besorgen, allmählich wurde ich wirklich aggressiv vor lauter Hunger und Warten. Selten hab ich mich so auf den Shake gefreut wie gerade eben. Und langsam fühle ich mich besser. Jetzt ein bisschen ausruhen und wirken lassen, dann später noch zur Physiotherapie.

Ach, und just in dem Moment wo ich hier schreibe klingelt die Nachbarin von drei Häusern weiter... mit meinem Paket unter dem Arm... naja, das Zeug wird ja nicht schlecht und ich brauche es gewiss noch etwas länger :-)

Mittwoch, 17. September 2014

Startphase geschafft - und ich auch!

Der dritte Tag der Startphase ist also heute geschafft. Und dabei wurde ich noch einmal knallhart auf die Probe gestellt! Tim, der gestern plötzlich und erwartet entlassen wurde, hatte sich sein Lieblingsessen gewünscht, was die geschockte Mutter ihm natürlich nur zu gerne kochen wird: Panierte Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffelpüree dazu Erbsen und Möhrchen, Kinderessen eben.

Heute Morgen gabs aber erst einmal einen Besuch beim Arzt. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, ich sehe momentan aus wie der Tod auf zwei Beinen (nur leider nicht so dünn) und so ähnlich fühlte ich mich heute auch. Schlapp, kurzatmig, Kopfschmerzen wie nach einem Kater, begleitet von leichtem Schwindel und immer wieder diese so müden Augen, die einfach nur zu fallen wollen. Wie es mir geht, wollte er wissen. Dabei handelte es sich garantiert um eine rhetorische Frage, denn meine Körpersprache und mein Aussehen waren sicher ziemlich unmissverständlich. Überhaupt nicht gut, lautete demnach meine Antwort. Zunächst untersuchte er mich, um körperliche Ursachen auszuschließen. Abhorchen, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Lymphknoten, alles im grünen Bereich. Mit einer Überweisung und einer weiteren Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe ich die Praxis nach einem 15 minütigen Gespräch verlassen. Back to the roots.

Unterwegs ging ich dann noch fix einkaufen, sofern man im Moment überhaupt bei mir von fix reden kann. Das helle Sonnenlicht und die warmen Temperaturen passten so gar nicht zu meinem Befinden, ich bin also froh, als ich endlich zu Hause bin. Hier musste ich zunächst eine wichtige Email an die Schule schreiben, weil mir eine Sache ganz übel auf dem Herzen lag, die ich geklärt haben musste. Nach einem Telefonat daraufhin mit meinem Chef gings mir schon etwas besser. Da stand auch schon Tim vor der Tür, hungrig, aber guter Dinge.

Es gab viel zu bequatschen und mittendrin klingelte mehrfach das Telefon, so dass das Kochen zur Nebensache wurde. Aber irgendwann wars dann fertig, das leckere Wunschessen. Bis dahin hatte ich noch kein Problem, aber als es ans Aufräumen ging, musste ich mich doch sehr beherrschen, nicht doch einen Löffel Kartoffelpü oder ein paar übrig gebliebene Erbsen zu versuchen, von den beiden zusätzlichen Schnitzeln, die Tim dann mitnehmen sollte, mal ganz abgesehen. Stattdessen schüttete ich Ingwerwasser und später dann meine Mittagsration Almased in mich hinein und blieb standhaft. Als die Küche dann wieder auf Vordermann war, überkam mich auch schon erneut diese nichts-geht-mehr Situation. Mit Mühe besprach ich mit Tim noch die Unterlagen fürs Arbeitsamt, war aber nicht mehr in der Lage, ihn nach Hause zu fahren. Schnell schnippelte ich noch das Gemüse für die Brühe und dann musste ich mich erst ein wenig hinlegen. Daraus wurden dann fast zwei Stunden!

Gleich gibts die Abendration und der dritte Tag ist geschafft. Heute ist das Walken mangels Zeit und power ausgefallen, da ich hoffe, morgen früh, in der frischen, klaren Luft eine Runde laufen zu können, so sieht es zumindest mein jetziger Plan vor. Das Almasedzeugs ist für mich eine gute Sache, da ich nicht viel beachten muss, die Regeln sind klar und einfach :-). Ich freue mich allerdings schon aufs erste Essen, obwohl ich gerade überlege, die Startphase noch um einen oder zwei Tage zu verlängern. Da ich ohnehin gerade keine Hochleistungen erbringen kann, passt es ganz gut und solange ich nicht ständig für andere kochen muss, ist das auch okay. Schön ist es zu wissen, dass man ja in absehbarer Zeit wieder essen darf und wird. Also insofern finde ich es einfacher, als ständig nach strikten Plänen etwas morgens, mittags oder abends zubereiten zu müssen. 1,3 Kilo sind bis jetzt runter. Mal schauen, was die Waage morgen sagt. Ansonsten wird erst wieder in einer Woche gewogen. Ich bin guter Dinge, dass es Morgen früh mit dem Joggen klappt! Ihr werdet es erfahren ;-)

Die Runde von gestern war übrigens wieder sehr schön, aber auch super schweißtreibend (geschuldet dem angekurbelten Stoffwechsel und das bei 24 Grad??). In meinem Auenland ist gegen 18 Uhr zur Zeit ein wunderbares Licht. Ich fühle mich dort, als laufe ich mitten durch ein Landschaftsgemälde, es ist fast unrealistisch, dieses satte Grün...

Dienstag, 16. September 2014

Tag 1 mit Almased und 3/50

So, den ersten Tag hab ich  nun hinter mir und tatsächlich war heute Morgen ein Kilo weniger auf der Waage zu sehen.

Den Tag hab ich recht gut überstanden,  mehr oder weniger im Schongang, da ich ja eh gerade nicht so fit bin. Das doch noch recht warme Wetter ist weiterhin nicht mein Ding, ich habe das Gefühl, ich bekomme nicht genug Sauerstoff und habe immer einen leichten Druck auf der Brust, das Atmen fällt mir irgendwie schwer. Hab ein bisschen im Garten gewuselt, dachte das tut mir gut, aber ich musste immer wieder Verschnaufpausen einlegen. Dennoch hab ich wie geplant meine Standardrunde gewalkt (und mir dabei abermals zwei Mückenstiche eingefangen, die seltsamerweise immer in der Nacht anfangen zu jucken).

Das Almazeugs* kann ich (noch) recht gut trinken, es schmeckt weder gut noch schlecht und ich betrachte es momentan als "Medizin, die mir gut tut", soll es sich ja auch positiv auf die Stimmung auswirken. Viel trinken soll man dabei, was ich auch brav getan habe, So brav, dass ich diese Nacht nicht gut geschlafen hab, weil ich doch wieder einmal mehr raus musste zur Toilette. Auch ein leichtes Hungergefühl hat mich wohl nicht so gut schlafen lassen, ebenso wie oben erwähnte Stiche. Deshalb konnte ich auch heute nicht so früh raus, wie gedacht, wollte ich doch die frühe Morgenstunde nutzen, eine Runde diesmal laufend zu versuchen. Das mache ich dann heute irgendwann, vermutlich eher am Abend.

An Arbeiten ist momentan nur zu denken (und das leider doch sehr oft, begleitet von einem schlechten Gewissen, echt doof!). Ich fühle mich immer noch schlapp und ausgelaugt, total kopfmüde irgendwie. Morgen hab ich einen weiteren Termin beim Arzt und ich denke, dass ich noch ein paar Tage krank geschrieben werde.

* in der Startphase, die min. 3 Tage dauert, wird nur 3 x Almased und max. Gemüsebrühe getrunken, gar nichts gegessen. Zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts sollte man ein Basisches Produkt ergänzen, ich nehme Basica Vital dazu.

Montag, 15. September 2014

Die ungeschminkten Fakten...

... sind unübersehbar, oder? Traurig, aber wahr. Hinzu kommt ein aktuelles Gewicht von 80 Kilo. Dirk meint zwar immer noch, es steht mir gut, aber manchmal glaube ich, er hat eine rosarota Mary-Brille auf ;-)

15.09.2014

"Krieg dein Leben auf die Reihe!"- das ist jetzt das Ziel. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, mit Almased mein Glück zu versuchen. Der Ruf des Produktes ist ja allgemein sehr gut. Deshalb gehts jetzt erstmal in die Apotheke. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Wochen. So ganz ohne Plan scheints bei mir ja wohl definitiv nicht zu funktionieren, also, auf gehts!

Sonntag, 14. September 2014

Bleibt alles anders

In der Zwischenzeit ist viel passiert...

Manchmal merkt man erst eine Minute vor zwölf dass etwas völlig schief läuft. Und dann entwickeln die Dinge eine Eigendynamik, die nicht mehr zu stoppen ist. Zum Glück stellt sich meist dann hinterher heraus, dass es doch das Beste war, was im Grunde passieren konnte, auch, wenn es zunächst dramatische und zerstörerische Auswirkungen hatte. Viel zu lange habe ich mit den "falschen" Leuten über meine Probleme geredet, anstatt mit demjenigen, der am allermeisten davon betroffen ist. Doch glücklicherweise war es noch nicht zu spät, auch wenn zunächst alles danach aussah - um Haaresbreite also nochmal die Kurve gekriegt.

Allerdings ist das nicht ganz ohne Blessuren ausgegangen, so dass ich nun vor einem beginnenden burn out stehe und aktuell erstmal aus dem Verkehr gezogen wurde. Erschöpfung, Leere, Trauer, Schlappheit, Müdigkeit und ständige Kopfschmerzen sowie eine sehr hartnäckige Verspannung im Nackenbereich heißt es nun wieder zu vertreiben. Wenn das Fass erst einmal überläuft, kommen leider häufig mehrere Schwelbrände zum Vorschein, so dass es gleich mehrere Baustellen gibt, die bearbeitet werden müssen. Klar, es gehört schon einiges dazu, derart aus dem Gleichgewicht zu geraten. Nun heißt es Schritt für Schritt die nötigen Veränderungen herbei zu führen, was für einen ungeduldigen Menschen wie mich sicher nicht leicht wird. Doch der Anfang ist gemacht.

Über den Sommer habe ich mir weitere ein paar mehr als überflüssige Pfunde zugelegt und dass ich kaum noch Sport gemacht habe, ist sicher nicht nur die Ursache Nr. 1 dafür, sondern es stört mich einfach ungemein, mich so unfit zu fühlen. Das Reiten hat sich leider auch dahin gehend entwickelt, dass ich abermals eine Veränderung herbei führen musste. Im Augenblick bin ich ohnehin gefühlt mit den banalsten Dingen überfordert, so dass ich erst einmal Ruhe und Abstand brauche. Ich denke inzwischen, dass eine Reitbeteiligung nicht mehr für mich in Frage kommt und ich maximal noch einmal wöchentlich Unterricht nehmen werde. Aber zuerst einmal muss ich wieder durchschnaufen und stabiler werden.

Ich habe mir daher selbst eine Hausaufgabe erteilt, nach dem Motto, es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Bis Ende Oktober will ich täglich mindestens 5 Kilometer entweder Nordic walken oder laufen. Maximal gibt es einen Ruhetag in der Woche, da darf lediglich spaziert werden. Das Nordic Walken soll mir zum einen Bewegung an der frischen Luft (gut eben auch für den Schulter- und Nackenbereich) wie auch eine Regelmäßigkeit geben. Fürs Laufen fehlt mir aktuell noch die Kraft und Energie, der letzte Lauf war eine Katastrophe. Aber ich möchte wieder laufen, schon alleine für die Fitness und die Figur, ein Ziel verfolge ich nicht dabei, ich möchte einfach nur wieder den Spaß am Laufen finden. Und vielleicht kommen dann ja auch wieder konkrete Ziele.

Am Freitag bin ich dann zu meiner ersten Runde ins Wurmtal gefahren, die 8 Kilometer haben mir dort so gut gefallen, dass ich sie heute gleich noch einmal gewalkt bin. Morgen will ich meine Standardrunde hier zu Hause machen. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wären es etwas kühlere Temperaturen, wobei das beim Walken ja nicht ganz so schlimm ist, aber ich liebe nun mal die kalte, klare und auch feuchte Luft.

Warum ich das Schreiben wieder angefangen habe und dann gleich mit solch sehr persönlichen Dingen komme? Weil es mir gut tut und ich mir auch hier wieder eine gewisse Regelmäßigkeit in meinem Leben erhoffe. Ich schreibe nun mal gerne und ich habe mein Herz wohl bekanntermaßen auf der Zunge (oder in den Fingern ;-) ), denn persönlich war es hier schon immer. Bleibt also alles anders.

Last but not least, was mir beim Pilgern in Spanien bei Tagestouren um die 23 Kilometer nicht gelungen ist, ist mir am Freitag beim walken erstmalig geglückt: Rukediku Rukediku, Blut ist im Schuh! Achim Achilles hätte sicher seine eigene Theorie, von wegen, die hat da sicher mit den Stöcken reingepiekst ;-)