Mittwoch, 17. September 2014

Startphase geschafft - und ich auch!

Der dritte Tag der Startphase ist also heute geschafft. Und dabei wurde ich noch einmal knallhart auf die Probe gestellt! Tim, der gestern plötzlich und erwartet entlassen wurde, hatte sich sein Lieblingsessen gewünscht, was die geschockte Mutter ihm natürlich nur zu gerne kochen wird: Panierte Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffelpüree dazu Erbsen und Möhrchen, Kinderessen eben.

Heute Morgen gabs aber erst einmal einen Besuch beim Arzt. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, ich sehe momentan aus wie der Tod auf zwei Beinen (nur leider nicht so dünn) und so ähnlich fühlte ich mich heute auch. Schlapp, kurzatmig, Kopfschmerzen wie nach einem Kater, begleitet von leichtem Schwindel und immer wieder diese so müden Augen, die einfach nur zu fallen wollen. Wie es mir geht, wollte er wissen. Dabei handelte es sich garantiert um eine rhetorische Frage, denn meine Körpersprache und mein Aussehen waren sicher ziemlich unmissverständlich. Überhaupt nicht gut, lautete demnach meine Antwort. Zunächst untersuchte er mich, um körperliche Ursachen auszuschließen. Abhorchen, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Lymphknoten, alles im grünen Bereich. Mit einer Überweisung und einer weiteren Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe ich die Praxis nach einem 15 minütigen Gespräch verlassen. Back to the roots.

Unterwegs ging ich dann noch fix einkaufen, sofern man im Moment überhaupt bei mir von fix reden kann. Das helle Sonnenlicht und die warmen Temperaturen passten so gar nicht zu meinem Befinden, ich bin also froh, als ich endlich zu Hause bin. Hier musste ich zunächst eine wichtige Email an die Schule schreiben, weil mir eine Sache ganz übel auf dem Herzen lag, die ich geklärt haben musste. Nach einem Telefonat daraufhin mit meinem Chef gings mir schon etwas besser. Da stand auch schon Tim vor der Tür, hungrig, aber guter Dinge.

Es gab viel zu bequatschen und mittendrin klingelte mehrfach das Telefon, so dass das Kochen zur Nebensache wurde. Aber irgendwann wars dann fertig, das leckere Wunschessen. Bis dahin hatte ich noch kein Problem, aber als es ans Aufräumen ging, musste ich mich doch sehr beherrschen, nicht doch einen Löffel Kartoffelpü oder ein paar übrig gebliebene Erbsen zu versuchen, von den beiden zusätzlichen Schnitzeln, die Tim dann mitnehmen sollte, mal ganz abgesehen. Stattdessen schüttete ich Ingwerwasser und später dann meine Mittagsration Almased in mich hinein und blieb standhaft. Als die Küche dann wieder auf Vordermann war, überkam mich auch schon erneut diese nichts-geht-mehr Situation. Mit Mühe besprach ich mit Tim noch die Unterlagen fürs Arbeitsamt, war aber nicht mehr in der Lage, ihn nach Hause zu fahren. Schnell schnippelte ich noch das Gemüse für die Brühe und dann musste ich mich erst ein wenig hinlegen. Daraus wurden dann fast zwei Stunden!

Gleich gibts die Abendration und der dritte Tag ist geschafft. Heute ist das Walken mangels Zeit und power ausgefallen, da ich hoffe, morgen früh, in der frischen, klaren Luft eine Runde laufen zu können, so sieht es zumindest mein jetziger Plan vor. Das Almasedzeugs ist für mich eine gute Sache, da ich nicht viel beachten muss, die Regeln sind klar und einfach :-). Ich freue mich allerdings schon aufs erste Essen, obwohl ich gerade überlege, die Startphase noch um einen oder zwei Tage zu verlängern. Da ich ohnehin gerade keine Hochleistungen erbringen kann, passt es ganz gut und solange ich nicht ständig für andere kochen muss, ist das auch okay. Schön ist es zu wissen, dass man ja in absehbarer Zeit wieder essen darf und wird. Also insofern finde ich es einfacher, als ständig nach strikten Plänen etwas morgens, mittags oder abends zubereiten zu müssen. 1,3 Kilo sind bis jetzt runter. Mal schauen, was die Waage morgen sagt. Ansonsten wird erst wieder in einer Woche gewogen. Ich bin guter Dinge, dass es Morgen früh mit dem Joggen klappt! Ihr werdet es erfahren ;-)

Die Runde von gestern war übrigens wieder sehr schön, aber auch super schweißtreibend (geschuldet dem angekurbelten Stoffwechsel und das bei 24 Grad??). In meinem Auenland ist gegen 18 Uhr zur Zeit ein wunderbares Licht. Ich fühle mich dort, als laufe ich mitten durch ein Landschaftsgemälde, es ist fast unrealistisch, dieses satte Grün...

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