Donnerstag, 22. Januar 2015

Ich bin dann mal ...

Früher als geplant bin ich nun in Lahnstein gestrandet, was ich sehr begrüße. Nun bin ich morgen schon die erste von vier Wochen hier und habe mich ein wenig eingelebt. Die Umstellung auf Vollwertkost ist vor allem wegen meines geliebten Kaffees nicht einfach gewesen, denn mich plagten die ersten vier Tage heftigste !! Kopf- und Rückenschmerzen, die mich nicht schlafen und wie ein Kind weinen ließen. Aber das gehört wohl dazu. Mit den Anwendungen würde es dann besser, viele Eindrücke prasseln auf mich ein. Die lieben Frauen, die ich bisher mit ihren Schicksalen kennen lernen durfte, werfen die Frage auf, was ein Mensch alles ertragen kann in einem Leben! Es ist teilweise wirklich schockierend, was manchem Menschen angetan wurde.
An dieser Stelle beende ich meinen Eintrag fürs Erste. Ich bin froh und dankbar hier zu sein und bereit für alles, was nun kommen mag.

Herzlichst,
Eure Mary

PS: Wer mag ... Ich freue mich sehr über jede Art von Post.
Meine aktuelle Adresse lautet:
Klinik Lahnhöhe
Am Kurpark 1
56112 Lahnstein
Zimmer 4124

Schreibfehler bitte übersehen, es ist sehr mühsam mit dem iPhone zu schreiben ;-)

Montag, 5. Januar 2015

Zurück zum 15.09.2014

Und wieder bin ich da, wo ich schon einmal war, genauer gesagt, war ich dort am 15.09.2014. Wieder steht die Waage knapp vor 80 und wieder ist es mir zuwider, mich im Spiegel anzuschauen. Es wird allerhöchste Zeit, dass etwas passiert. Es ist mir ja schon peinlich, immer diese Inkonsequenz hier zu beschreiben, die sich wohl 'mein Leben' nennt. Zwei Schritte vor, einen zurück, oder vielleicht sogar auch zwei zurück, so fühlt es sich an. Ein ewiges Auf und Ab, ein auf der Stelle treten. Ich würde es ja nicht schreiben, aber die Therapeutin meint, ich solle viel schreiben, es täte mir gut. Natürlich schreibe ich nicht alles hier, was mich gerade bewegt, das wäre wirklich zu persönlich (und wohl auch zu destruktiv), aber ja, es tut tatsächlich gut, hier diesen Kanal zu nutzen.

Ich kann nur soviel sagen, dass es mir überhaupt nicht gut geht und ich bin heilfroh, wenn endlich der 18. Februar ist, wenn es in die Klinik geht. Ich möchte gar nicht sagen, dass ich mein Leben nicht "auf die Reihe" bekomme oder es nicht im Griff habe, aber es ist wohl mehr der Unterschied, zu funktionieren, denn mit Freude dabei zu sein. Ich will endlich wissen, warum ich so bin, wie ich bin, so melancholisch, so tiefgründig und grüblerisch. Nein, Dirk meint nicht, ich sei kompliziert, er findet es tatsächlich interessant, mit mir wird es nicht langweilig, sagt er. Ich hingegen finde es unglaublich anstrengend, mich mit mir immer wieder auseinandersetzen zu müssen, mich teilweise ertragen zu müssen. Ich wünsche mir in jeder Hinsicht mehr Leichtigkeit. Nehme ich deshalb vielleicht nicht oder nur so schwer ab? Hängt das eine so eng mit dem anderen zusammen? Mache ich es mir sogar gezielt schwer? Ich merke ja, dass ich mir immer wieder selbst im Weg stehe. Es wird wahrlich Zeit für Antworten; viel zu lange schon hänge ich in dieser sich ständig wiederholenden Schleife fest. Aus eigener Kraft schaffe ich es nicht, ich habe es wirklich lange versucht. So richtet sich meine ganze Hoffnung gen Lahnstein.


Donnerstag, 1. Januar 2015

Welcome 2015

Die Sonne scheint, im Radio läuft gerade "Dear Darling" und ich bin guter Dinge. Was für ein Jahr, das zu Ende gegangen ist! Seit September bin ich arbeitsunfähig und seitdem in einer ziemlich anstrengenden und unschönen Gedankenspirale. Mein Leben, das bislang recht normal und unspektakulär verlaufen ist, ist nicht mehr das Gleiche. Das "Zeitalter der Transformation", wie Robert Betz und andere Psycho-Esotheriker diese aktuelle Zeit nennen, die noch bis 2016 andauert, hat mich mit voller Wucht gepackt und mich erstmal in die Knie gezwungen. Alles kommt jetzt ans Licht, was nicht gut ist und nach Veränderung schreit. Alles, was gesehen werden muss, zeigt sich nun, ob man es sehen will oder nicht, man wird gezwungen, hin zu schauen. Und das ist gut so. Das war das letzte Weihnachten, das mir meine Mutter vermasselt hat, der letzte Geburtstag, der sooo unwichtig war, dass er nicht gefeiert wurde.

So lautet der einzige Vorsatz, den ich im neuen Jahr habe, mein Leben von Grund auf zu beleuchten und ggf. zu verändern. Ob mir das in einem Jahr gelingt, mag mal dahin gestellt sein. Aber ich bin an dem Punkt, wo ich weiß, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Der wichtigste Schritt dahin wird im Februar der Aufenthalt in der Lahnhöhe sein, ich bin sehr gespannt, was dort auf mich zu kommt und noch gespannter, wie es danach weitergehen wird. Es bleibt also weiterhin spannend und ich hoffe sehr, dass ich dieses aktuelle positive Gefühl halten kann und nicht wieder in dieses destruktive Loch falle. Schließlich sind es mit viel Glück noch dreißig oder gar vierzig Jahre, die ich noch hier verweilen soll/darf/kann... und ich möchte nicht wieder sagen "muss".

Euch allen wünsche ich ein wunderbares, ereignisreiches und vor allem gesundes neues Jahr, mit vielen schönen Augenblicken, an die man sich gerne erinnern wird und die letztendlich unser Leben lebenswert und schön machen.