Montag, 23. Mai 2016

Monday, monday...

Zugegeben, es ist nicht schön, jeden Morgen nach dem Aufstehen direkt festzustellen, dass der Rücken irgendwie steif ist und sich inzwischen daran weder am Wochenende noch im Urlaub etwas ändert. Hat also nichts mit der Tatsache zu tun, dass man noch mitten im Berufsleben steht, halb sechs morgens auch wirklich brutal früh ist, sondern vielmehr damit, dass die Fünfzig in greifbare Nähe rückt. Und montags ist es besonders schlimm...

Manchmal passiert es, dass ich mich selbst kurz erschrecke, wenn ich ins Bad schlurfe, schlaftrunken und noch sehr müde, und mein Blick den Spiegel im Vorbeigehen streift. Die Haare stehen wild vom Kopf ab, die Augen dunkel umrändert und geschwollen, das Gesicht im Ganzen zerknittert und schlaff. Ich muss dabei nicht nur unwillkürlich an eine Hexe denken,  sondern frage mich jedes Mal aufs Neue, ob ich das, was ich da sehe, innerhalb einer Stunde wieder gesellschafts-tauglich hinbekomme. Irgendwie klappt es immer, wenn auch mit etwas mehr Aufwand und spezieller Hilfsmittel. Mit Sätzen wie: "Du bist eben keine dreißig mehr" versuche ich das Dilemma zu erklären, was jedoch nur bedingt funktioniert, die Situation aber immerhin deutlich entschärft.

Gestern war ich beim Sport. 5 km Laufband und noch ein bisschen Krafttraining für die Arme und den Oberkörper.  Ja und donnerstags steht bei mir jetzt immer "Bodyballance" auf dem Programm. Das ist eine schöne Mischung aus Yoga und Pilates, mit Musik und abschließender Kurzmeditation. Die Übungen sind gut zu schaffen und führen mich nur unwesentlich an meine Grenzen (diese Grenze befindet sich irgendwo in meinem Bauchraum). Meinem vielsitzenden Rücken tut das Programm unglaublich gut. Selbst am Tag danach noch. Anders, als neulich beim "Bodyattack". Hier fand in der Tat ein Angriff auf Leib und Seele statt. Von der ersten bis zur letzten Minute (es waren 60!) ging es entweder im Laufschritt, springend oder beidem abwechselnd zu, wie auf einem amerikanischen Kasernenhof. Die mit Headsets ausgestatteten Drill-Sergeants in Person von Lisa und Till hatten es wirklich drauf, die keuchende Masse zu motivieren und immer wieder dazu anzuspornen, nicht nur an die Grenzen zu gehen, sondern weit darüber hinaus ("SEID IHR HIER, UM AUFZUGEBEN?! NEIN!!). Eigentlich war ich nach 15 Minuten schon soweit, dass ich wohl besser still und leise den Kurs verlassen hätte. Aber die Blöße wollte ich mir dann doch nicht geben. Nein, vielmehr hab ich alles gegeben, was ich konnte, und darüber hinaus. Das Ende vom Lied war wie erwartet und sehenden Auges in Kauf genommen, dass ich eine Woche schlecht gelaunt war, weil ich den Muskelkater meines Lebens hatte, mir jeder Handschlag zuviel war und ich in sportlicher Hinsicht überhaupt nichts machen konnte. Selbst das notgedrungene Nordic Walken fiel mir schwer und verschärfte den bösen Muskelpein aufs Neue. Mein innerer Schweinhund und unsere Couch waren wieder allerbeste Freunde. Naja, aber wie heißt es doch: Versuch macht klug. Das brauche ich ganz bestimmt nicht noch einmal!

Die Aussicht auf eine schöne, kurze Arbeitswoche und ein langes Wochenende an der Küste in Holland machen diesen heutigen Montag trotz Regen wirklich erträglich. Außerdem hat mir eine tolle WhatsApp von meiner lieben Freundin und Kollegin heute schon den Tag mehr als versüßt. Sie hat meine, bzw. Lenas Geschichte gelesen und fand sie Klasse, will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Na wenn das kein Grund zur Freude ist, trotz des verregneten Montags!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen ebenso tollen Start in die neue und kurze Woche!



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