Sonntag, 12. Juni 2016

Nachdenklicher Start in den Sonntag

Eigentlich sollte ich an anderen Dingen schreiben, wie z. B. an meinem zweiten Teil von "Magdalena traut sich"... doch irgendwie will es nicht voran gehen. Ich habe tausend andere Dinge im Kopf, vor allem Ideen über weitere mögliche Geschichten. Statt mich hinzusetzen und einfach los zu legen, lenkt mich das Internet mit seinen Meldungen gerade auch noch ungemein ab. So habe ich mich heute zu folgendem Post hinreißen lassen:

Die Welt könnte so viel friedlicher sein, würden viele Menschen sich selbst, ihre Meinung und auch ihren Glauben nicht so wichtig nehmen und das alles so vehement in die Öffentlichkeit tragen. Ich dachte immer, Glaube ist etwas, das ich mit mir und dem, an das ich glaube, im Stillen stattfinden lasse. Die Welt hat sich so sehr verändert, aber die Religion(en) und viele ihrer Anhänger hinken Jahrhunderte hinterher. Ob ich noch erlebe, dass sich das jemals ändert?

Der Hintergrund für diese Aussage ist einfach. Gestern las ich in der "Welt" einen Artikel über protestierende muslimische Studenten, denen man den Gebetsraum weg genommen hat. Ja, richtig, ich bin eine Islam-Kritikerin.  Und das genau aus den oben genannten Gründen. Nun hatte ich gerade vor, meine Meinung hier groß und breit zu untermauern, aber ich lass es bleiben, denn eigentlich ist mit den Worten oben bereits alles gesagt.

Ich bin unglaublich verärgert über diejenigen Menschen, die mit Gewalt ihre Meinung (oder das, woran sie glauben) vertreten, womit ich auch die Hooligans vom gestrigen England-Russland-Spiel meine, die in Marseille für verschiedene Ausschreitungen verantwortlich waren. Wie kann ein Mensch auf einen am Boden liegenden Menschen eintreten?! So etwas will mir einfach nicht in den Kopf und ich könnte kotzen, wenn ich solche Bilder sehe (was übrigens nicht nur für Hooligans gilt)! Ich verachte soetwas zutiefst.

Dabei fallen mir die Worte meiner Oma ein, die kürzlich verstorben ist, die hier wohl eher Mark Twain zitierte, ohne es zu wissen: Der Mensch ist das grausamste Tier von allen. Sie weiß dennoch genau, wovon sie sprach, denn sie hat den zweiten Weltkrieg miterlebt.

Mit einem letzten Zitat (der Fantastischen Vier) möchte ich meinen Eintrag für heute beenden:
Es könnte alles so einfach sein, ist es aber nicht.

Und jetzt werde ich mich in die Laufklamotten schwingen und mich bei frischer Luft im Wald etwas abreagieren, meine Gedanken sortieren.

Danke fürs Lesen und Euch einen schönen Sonntag.