Mittwoch, 17. August 2016

Neuigkeiten - und... alles wird gut!

Nun sind schon wieder über zwei Monate vergangen, also Zeit, nochmal was von mir hören zu lassen.

Das Unwichtigste zuerst: Ich laufe immer noch nicht wieder richtig, komme mit Müh und Not auf sechs Kilometer und versuche aktuell wieder eifrig, mein Gewicht zu reduzieren, möglichst noch um 5,5 kg. Also hier, alles beim Alten :-/... Nach dem es in den letzten Monaten beruflich für mich immer schlimmer wurde, habe ich dem Kummerspeck alle Ehre gemacht und diesen bis auf 82 kg anwachsen lassen. Vielleicht war es auch noch mehr, ich habe mich bewusst nicht gewogen, erst, als es anfing wieder "besser" zu werden und ich den ungeschönten Fakten wieder ins brutale Gesicht schauen wollte.

Wegen dieser beruflichen Kacksituation habe ich im November begonnen, mich vermehrt extern zu bemühen und einige Bewerbungen geschrieben. Interne Wechsel erwiesen sich als nicht machbar, so blieb mir ohnehin keine Wahl. Es gestaltete sich alles sehr zäh und langwierig, besonders für jemanden wie mich, der mit zweitem Namen "Ungeduld" heißen könnte. Je länger es dauerte, umso schlechter ging es mir. Es kostete mich immer mehr Überwindung, morgens aufzustehen und in die Schule zu fahren, freundlich zu bleiben und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Mit jedem Tag merkte ich mehr, dass der Job einer Schulsekretärin für mich nicht der richtige ist (was allerdings auch der besonderen Situation mit den beiden Schulen geschuldet war). Dachte ich im ersten Jahr tatsächlich, ich hätte einen Traumjob, so erwies sich dieser im Laufe der Jahre als wahrer Albtraum für mich. Dass ich das Zeitfenster des Ausharrens überstrapaziert hatte, zeigten mir meine körperlichen Beschwerden in Form von Schlafstörungen, Tinnitus, Gereiztheit und Depressionen. Ja, Unterforderung und Nichtauslastung macht genauso krank wie Stress!

Doch genug davon... Im Juli war es endlich soweit und es ergab sich, dass ich eine neue Stelle fand und endlich kündigen konnte. Ich bin laut schreiend und wild wie ein Derwisch durchs Zimmer gehopst, so habe ich mich gefreut, als der erlösende Anruf kam. Meine gesundheitlichen Argumente waren zum Glück auch groß genug, dass man sich auf eine sehr kurzfristige Aufhebung des Arbeitsverhältnisses einließ und ich nun am 01. September schon den neuen Job anfangen kann. Aber wie das so ist im Leben, wenn, dann kommt ja bekanntlich alles auf einmal. Gerade waren wir aus dem wunderschönen Urlaub von Mallorca zurück, da bekam ich eine Email von der Polizei. Dort hatte ich mich im November 2015 initiativ beworben, dieser Arbeitgeber war bis dato mein absoluter Favorit, hier wußte ich außerdem, stand ich oben auf der Warteliste. Endlich kamen die Stellenausschreibungen zur Verstärkung der Polizei, auf die ich so lange und so sehnsüchtig gewartet hatte. Dumm nur, dass sie zwei Wochen zu spät kamen, denn ich hatte ja schon den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Was jetzt tun? Dirk war der Meinung, ich solle einen Haken dran machen und dem öffentlichen Dienst ein für allemal den Rücken kehren. Das versuchte ich auch zunächst. Doch immer wieder kam mir die Sache in den Sinn und ließ mir einfach keine Ruhe.

Nach langem Zögern und Zaudern habe ich mich nun entschieden, auf die Email eine Rückmeldung zu geben und mein immer noch vorhandenes Interesse auch weiterhin bekundet. Ich kann einfach nicht ignorieren, dass mir ein Job bei der Polizei als das Non-plus-Ultra im Kopf herum schwebt, zumal es eine Ausschreibung dort gibt, die wie für mich gemacht zu sein scheint. Nun heißt es wieder warten, was geschieht. Aber das Schöne ist ja, dass ich nichts zu verlieren habe. So oder so, das Wichtigste ist, dass ich aus der Schule raus bin. Alles Weitere habe ich dem lieben Gott in die Hände gegeben; er darf nun beeinflussen, welcher der richtigere Weg bzw. Job für mich ist und damit werde ich mich so oder so mehr als zufrieden geben.

Ich sags ja nicht gerne, weil es so eine dumme Floskel geworden ist, aber dennoch: Alles wird gut!

1 Kommentar:

  1. Da ist ja was los bei dir. Zuerst kein gscheiter Job und jetzt vielleicht bald 2 zum entscheiden. In deiner Haut möchte ich gerade nicht stecken!

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