Montag, 10. Oktober 2016

Endspurt

Heute habe ich die letzte Woche meiner "strengen Phase" angefangen und stehe unmittelbar davor, die 70 kg Marke zu knacken. Ich fühle mich immer noch super, doch allmählich, je länger die Diätkur dauert, sehne ich das Ende herbei. Nicht, weil es mir schwer fällt, mich an die Regeln und das 500 - 600 kcal Limit zu halten, sondern einfach, weil ich mal wieder Lust auf etwas anderes zu Essen habe, als nur mega gesundes Zeugs mit nahezu Null Kalorien. Ich freue mich z. B. einfach nur auf einen Salat, aber mit Olivenöl angemacht und die Mengenbeschränkung beim Fleisch oder Fisch fällt dann auch weg (zugegeben, 100 gr. pro Mahlzeit sind schon verdammt wenig für ein fleischfressendes Pflänzchen wie mich).

Unterm Strich ziehe ich schon mal eine sehr positive Bilanz aus den letzten sechs Wochen. Ich bin immer noch total beeindruckt, dass ich, ja ausgerechnet ich, das geschafft habe. Sechs Wochen knallharte Konsequenz und striktes Einhalten von Regeln, wer hätte das für möglich gehalten, kann ich doch sonst noch nicht mal nach Rezept einen Kuchen backen, weil ich es einfach nicht kann, mich an die vorgegebenen Mengenangaben zu halten. Tja, wenn die Motivation entsprechend geil ist, klappts auch mit dem Einhalten von Regeln, wie es scheint.

11,7 kg sind runter bis heute und das in 35 Tagen. Dann heißt es noch vier Wochen Stabilisationsphase, in der ich das Gewicht halten soll, aber die Kalorienzufuhr wieder erhöhe. Wird spannend. Aber auch das schaffe ich. Selten war ich von etwas derart überzeugt, wie dieser Kur. Die werde ich im Januar noch einmal für drei Wochen wiederholen, denn ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass immer noch, trotz des schönen Gewichtsverlustes genügend Masse da ist. Die von mir angestrebten 65 Kilo sind nicht unrealistisch und immer noch im Rahmen meines BMI-Normalbereichs.

Was gibts Negatives zu sagen? Hm, eigentlich nichts. Auffallend ist bei dieser Diät, wie sehr einem bewusst wird, wo man überall Fett, Zucker und andere Kalorienbomben sparen kann. Auffallend ist aber auch, zumindest in meinem Fall, wie sehr Essen- und Trinken-Gehen zu einem geselligen Wochenende gehören und wenn es nicht da ist, wie lang so ein Tag sein kann. Vor allem dann, wenn der liebste Schatz am Abend nach dem Essen die Nüsse raus kramt und sich ein Bierchen auf macht.

Schwierig wird es auch, wenn man einen Partner im Haus, der ständig da ist und gerne und viel isst, wie es bei meiner Mutter zum Beispiel der Fall ist. Sie könnte diese Diät maximal gemeinsam mit ihrem Mann zusammen machen, aber alleine schätze ich ihren Erfolg auf sehr gering bis unmöglich. Schon gut, dass Dirk wenigstens drei Tage in der Woche nicht zu Hause ist, sonst wäre es mir sicher auch schwerer gefallen, selbst wenn er mich lobt und anspornt und ansonsten in jeder Hinsicht unterstützt.

Apropos... Ihm gefällt die neue Marion überaus gut und er geizt nicht mit Komplimenten (was er aber auch sonst nicht getan hat). Mir gefällt sie auch sehr gut, deshalb soll es so bleiben. Ich hoffe sehr, dass ich meine Gelüste und bislang sehr lieb gewonnen Gewohnheiten nun im Griff habe.

Gestern war ich übrigens noch einmal 8 Kilometer laufen in Maasmechelen. Es hat wunderbar geklappt, wenn auch wieder im 7.30er Schnitt, aber ohne Pause und ohne das Gefühl zu haben, gleich zusammenzuklappen. Vielleicht lag es auch nur an dem idealen Wetter und der immer wieder herrlichen Landschaft, von der ich, egal zu welcher Jahreszeit, einfach nicht genug bekomme. Nun fahren wir schon einige Jahre regelmäßig dorthin zum Laufen, aber es wird nicht langweilig oder eintönig. Ich liebe diesen Fleck Erde zu jeder Jahreszeit - und Dirk genauso.









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