Mittwoch, 28. Juni 2017

Alles richtig gemacht!

Es gibt Erfahrungen, die muss man machen, um wieder klarer zu sehen. So wie heute.

Vor einigen Wochen bekam ich eine Einladung zur Abschlussfeier einer der beiden Schulen, für die ich zuletzt gearbeitet habe, bevor ich zu ATESTEO gewechselt bin. Eine Stelle im öffentlichen Dienst freiwillig zu kündigen, das war eine lange und intensive (und ja, auch schwere) Entscheidung. Aber, der Leidensdruck war am Ende so groß und der Zufall ergab es, dass ich eine Stelle in der freien Wirtschaft bekommen konnte. Das ging dann alles sehr schnell und ich bin nach meinem Urlaub nicht mehr zurück gekommen, hab mich daher auch nicht groß verabschiedet. Bloß weg!

Heute, als ich  nun tatsächlich zurück in die Schule bin, um an dieser allerletzten Abschlussfeier teilzunehmen*, denn die Schule schließt und wird jetzt eine Gesamtschule (für die ich dann hätte arbeiten sollen), habe ich wieder die Bestätigung bekommen, dass es die absolut richtige Entscheidung war, zu gehen.

Nein, wenn ich ehrlich bin, habe ich das nie wirklich in Frage gestellt. Dennoch ist es eine tolle Bestätigung, zu fühlen, dass ich alles richtiger als richtig gemacht habe, sofern das überhaupt möglich ist. Es gibt Menschen, mit denen möchte ich einfach nichts mehr zu tun haben, Menschen, denen die Falschheit ins Gesicht geschrieben steht, die ich nicht mehr um mich herum haben möchte, mit denen ich auch nicht mehr reden mag.

Da denke ich doch lieber an meine heutige Mittagspause mit meinen lieben Mädels, allen voran Wiebke, Kristine und heute auch Sylvia; (unsere Lydia ist leider noch krank), alles ganz liebe Seelen, mit denen ich mich prima verstehe. Wenn wir zusammen Essen fühle ich, dass ich angekommen bin. Ich habe sehr nette Kolleginnen und Kollegen, habe ein schönes Büro, einen echt tollen, sehr entspannten Chef und einen Arbeitsbereich, der mich ausfüllt, der abwechslungsreich ist und meistens auch richtig Spaß macht. Das Allerbeste aber sind meine Arbeitszeiten von wöchentlich 28 Stunden, die ich darüberhinaus auch noch völlig flexibel gestalten kann. Jeden Morgen, wenn ich jetzt (seit April) im Wald unterwegs bin vor der Arbeit, danke ich dem lieben Gott für diesen Umstand - kein Scherz, ich bin sehr dankbar für diese kleine Form von Freiheit.

Das heutige Erlebnis war nun hoffentlich der notwendige Schlussstrich, endgültig mit diesem Thema abzuschließen. Alles hat wohl so sollen sein, auch wenn ich das Gefühl hatte, drei Stunden meines Lebens heute Nachmittag sinnlos vertan zu haben. * Denn eigentlich sollte ich heute mein Arbeitszeugnis bekommen, nach knapp 10 Monaten! Aber auch das hat heute  nicht funktioniert.

Egal. Ich mache jetzt einen noch fetteren Haken an die Sache - steckt euch das Zeugnis doch sonstwohin, ich habe eh nicht vor, die Stelle noch einmal zu wechseln. Wenn ich dort aufhöre, dann widme ich mich ganz der Schreiberei und verprasse den dicken Lottogewinn, der mir das ermöglicht (ja ja, is ja gut,  ... träumen wird man ja noch dürfen ;-)) ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen